Details aus dem hohen Norden

Schon wieder Vögel…

Als ich heute Morgen Brötchen holen war, begegneten mir schon wieder zwei Vögel. Ich muss dazu sagen, dass ich leider immer mit dem Auto fahren muss, weil der nächste Bäcker weiter weg ist. Wir haben zwar auch einen der nur fünf Minuten zu Fuß entfernt sein Geschäft hat, doch kann man mit den seinen Teigwaren Nägel in die Wände hämmern.

Ich kam also vom Bäcker wieder und fuhr mit dem Wagen auf die Auffahrt, wo ich unter das Carport wollte. Doch da saßen zwei kleine Vögel und pickten irgendetwas auf.

Auch als ich näher ran fuhr mit dem Auto, ließen sie sich nicht stören. Es muss wohl etwas sehr leckeres gewesen sein.

Nun wollte ich die zwei Süßen ja auch nicht verletzten. Schon viel zu oft, gerade in der Frühlingszeit passierten solche Unfälle. Wo man ausversehen turtelnde Vögel mit dem Auto erwischte, weil diese mehr mit sich selbst beschäftigt waren, als auf uns Menschen zu achten.

Mir selbst ist es schon unzählige male passiert und jedes Mal bin ich wieder betrübt.

Klar wäre es schlimmer, wenn uns ein Mensch vor dem Wagen laufen würde.

Aber wieso eigentlich?

Ist es nicht auch bei einem Tier schlimm und sei es noch so klein?

Mal ganz ehrlich, wer von euch ist schon Mal ausgestiegen, nachdem er einen kleinen Piepmatz erwischt hat?

Ich selbst habe es erst einmal getan und feststellen müssen, dass der Kleine so schwer verletzt war, dass nur noch Sterbehilfe half.

Schlimmer ist es da doch, wenn man ein größeres Tier erwischt.

Es ist Jahre her, da hatte ich gerade den Führerschein und mir flog eine Ente vor dem Wagen. Geschockt über das Geschehene hatte ich noch Tage damit zu kämpfen.

Anders war es etwas später, als sich Freunde von mir einen Scherz erlaubten. Wir waren spät Abends zusammen Essen gewesen und da ich nichts Trinke, musste ich das Auto eines Freundes fahren, um uns wieder nach Hause zu bringen.

Wie schon erwähnt hatte ich gerade den Führerschein und musste nun ein fremdes Fahrzeug, dazu auch noch einen Diesel fahren. Vollbesetzt mit vier anderen Leuten, die alle wild durcheinander redeten.

Als ich dann um eine Kurve fuhr, nahm ich den halben Bordstein mit und es gab einen ordentlichen Ruck.

Erschrocken und überfordert mit der ganzen Situation, wollte ich von den anderen wissen, was es denn war. Die Antwort war nicht wirklich lustig und ich habe es lange Zeit geglaubt.

Eine Katze.

Schon allein die Vorstellung ist sehr schockierend. Da stelle ich mir auch gleich dazu die Besitzer vor, die auf ihr Haustier warten, was nie mehr nach Hause kommen wird.

Oder währet ihr so ehrlich und würdet keine Fahrerflucht begehen?

Es sind doch ‘nur’ Tiere.

Nein, es sind nicht nur Tiere. Es sind Lebewesen!

Genauso wie die zwei kleinen Vögel, die da unter meinem Carport ihr Frühstück verzerrten und sich erst nach kurzem Aufheulen des Motors zum Gehen bewegten. So dass ich endlich mit meinem Wagen da drunter parken konnte.

 

 

 

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