Kochgeschichten – Teil 8

Zwischenspiel:

Michael Berg kümmert sich um Mirko. Er bringt ihn in dessen Zimmer. Die Spritze des Arztes beginnt bereits zu wirken. Mirko ist schon ruhiger, wird jetzt allerdings auch schon schläfrig.

Michael hilft Mirko beim Ausziehen. Und da Mirko in der Regel nackt schläft, zieht er sich eben auch nackt aus!

Aber den beiden steht der Sinn jetzt nicht nach Sex. Außerdem haben ja beide ihren Partner. Also bleibt Michael nur an Markos Bett sitzen, hält ihm die Hand und redet beruhigend auf ihn ein. Wenig später schläft Mirko dann auch ein.

***

Michael ruft dann Herrn Obermeier auf dessen Handy an.

„Hey Stefan! Mirko schläft jetzt. Wie sieht es bei dir aus? Was ist mit Alexander? Hast du die Eltern schon erreicht oder soll ich mich darum kümmern?“

„Aah Michael. Tut dein Anruf gut! Alexander ist gerade im OP! Hoffentlich nichts zu schlimmes!

Die Eltern? Na ja, der Vater ist nie da. Immer auf Geschäftsreise. Und die Mutter? Vorhin habe ich bei ihr angerufen. Aber da ist nur eine lallende Stimme am Telefon gewesen. Ich habe Gerd von der Küche gebeten, da mal nachzuforschen!

Im Moment unterhalte ich mich gerade nett mit Meli. Du weißt, der Junge mit dem Blinddarmdurchbruch. Ihm geht es aber schon wieder ganz gut. Das wäre genau der richtige für Alexander. Aber lass uns da mal nicht vorgreifen.

Ach Michael, du fehlst mir schon wieder. Dabei ist es noch keine Stunde her, seit ich dich das letzte Mal gesehen habe. Wie soll das noch werden?

Ich freue mich schon wieder, wenn ich dich wieder sehe. Aber auf der anderen Seite will ich dich doch auch nicht erdrücken. Ich melde mich wieder bei dir. Tschüß, mein Hase!“

Ja, Stefan Obermeier hat sich voll in diesen süßen Mann verliebt! Aber er hat auch Angst, Michael durch seine Liebe zu erdrücken!

***

Im OP wird derweil Alexander operiert!

Seinen Kopf kahl zu rasieren, war nicht ganz einfach. Wegen des vielen Blutes. Und sie wollten ihm ja nicht noch mehr verletzen!

Seine Hüfte ist böse zerschrammt. Direkt unter seinem Knie hat es einen kleinen Stein weit ins Fleisch getrieben. Von den anderen Prellungen und Abschürfungen ganz zu schweigen.

Am schlimmsten allerdings sieht sein Gesicht aus. Eine Seite ist bis auf den Wangenknochen abgeschliffen. Da muss später eine Hauttransplantation gemacht werden!

Die rostige Spitze hat tatsächlich den Hinterkopf durchstoßen! Der Notarzt hatte mit seinem Verdacht recht! Der Schädel hat ein Loch!

Da auch seine lange Bewusstlosigkeit mit Sicherheit daher rührt, untersuchen die Ärzte natürlich alles besonders gründlich!

Sie müssen Alexander die Schädeldecke dann sogar ein ganzes Stück weit öffnen, weil sie ein Blutgerinnsel feststellen. Und das müssen sie unter allen Umständen in den Griff bekommen!

Sie bekommen es in den Griff!

Aber es dauert Stunden!

Erst dann können sie Alexander auf die Intensivstation verlegen!

***

Herr Obermeier wird natürlich immer nervöser, je länger Alexanders OP dauert! Anfangs ist ja Meli noch bei ihm und sie beide unterhalten sich auch ausgezeichnet. Dann verabschiedet Meli sich allerdings. Sein Vater komme ihn bald besuchen und er habe noch etwas zu erledigen. Und was hat Meli zu erledigen?

Na, mein Gott! Der Junge ist 16! Was denn wohl?

Außerdem ist Meli ganz bestimmt nicht aus Stein! Er steht voll im Saft!

Und so verschafft er sich eben mehrmals täglich Erleichterung!

Ist doch ganz einfach! Nicht?

***

Herrn Obermeiers Handy fängt wieder zu piepen an. Es ist Gerd, der ihm eine nicht gerade freudige Mitteilung macht.

Unter Schwierigkeiten sind sie bis zu Alexanders Mutter durchgedrungen. Allerdings auch nur mit Polizei und nachbarlicher Hilfe.

Volltrunken und bewusstlos! So fanden sie die Frau! Die Nachbarn waren erschüttert!

Die Polizei ließ den Krankenwagen kommen. Und die erste Handlung der Sanitäter? Sie pumpten der Frau den Magen aus. Nicht gerade appetitlich. Später nahmen sie die Frau selbstverständlich mit. Man weiß ja nie!

Jetzt liegt sie auch im Krankenhaus und schläft ihren Rausch aus!

Herr Obermeier ist in der Zwischenzeit in der Abteilung, die der Notarzt ihm genannt hatte. Da erfährt er allerdings nur, dass es Alexander den Umständen entsprechend gehe!

Freundlicherweise nehmen die Schwestern in der Abteilung dann aber wenigstens Alexanders Sporttasche in Verwahrung, mit dem Versprechen sie Alexander auszuhändigen.

Die Bestimmungen sind nun mal, dass ein Nicht-Angehöriger zu einem Intensivpatienten nicht vorgelassen wird. Außer man lügt das Pflegepersonal an!

Herr Obermeier hinterlässt in der Abteilung noch seine Adresse und Telefonnummer falls irgendetwas sein sollte!

Dann ruft er Michael an, dass er wieder nach Hause komme.

***

Mit einem gewaltigen Brummschädel und sehr durstig erwacht Alexanders Mutter. Es dauert etwas, dann fällt ihr aber wieder ein, was alles passiert ist!

Dass ihr Alexander davonlief, sie sich sinnlos betrank, weil sie sich anders nicht mehr zu helfen wusste. Jetzt sucht sie sich das Schwesternzimmer. Dort fragt sie dann auch, wie sie überhaupt hierher komme.

Die anwesende Schwester erklärt ihr dann, dass sie in volltrunkenem Zustand bewusstlos hier eingeliefert wurde. Allerdings braucht das Krankenhaus jetzt auch noch ihren Namen und die Adresse wegen der Versicherung.

Als sie ihren Namen und die Adresse angibt, sieht sie Alexanders Sporttasche in der Ecke stehen.

„Was macht die Sporttasche meines Jungen hier?“

„Alexander ist Ihr Sohn? Der arme Junge! Na ja, bei der Mutter! Der Sohn stirb fast und die Mutter ist zu Hause bei der Flasche! Warten Sie hier, ich hole einen Arzt.“

Die Schwester sieht sie jetzt richtiggehend verächtlich an!

Die Schwester verlässt den Raum. Alexanders Mutter kann sich nur noch wundern. Die Tasche. Woher kommt die Tasche? Dann kommt die Schwester zurück. Im Schlepptau hat sie einen älteren Arzt!

Mit den Worten: „Das da ist sie“ verschwindet die Schwester wieder.

Auch der Arzt sieht sie mit undefinierbarem Blick an.

Alexanders Mutter platzt jetzt der Kragen. Richtig aggressiv platzt sie los.

„Schauen Sie mich nicht alle so an. Sagen Sie mir endlich was los ist. Was hat die Tasche meines Sohnes hier zu suchen. Reden Sie endlich!“

Sie hat Glück, an so einen erfahrenen Arzt zu geraten.

„Wir haben Ihren Sohn über 4 Stunden operiert! Er ist uns fast auf dem OP gestorben!

So viel ich weiß, ist er mit dem Fahrrad gestürzt! Und zwar sehr böse gestürzt! Ein Kollege hat sogar geäußert, dass das ein Selbstmordversuch war!

Ihr Sohn liegt nun auf Intensiv!

Er hatte eine Gehirnblutung. Und es hat verdammt lange gedauert, bis wir die unter Kontrolle hatten. Wir mussten dazu ein großes Stück der Schädeldecke zusätzlich öffnen. Und die konnten wir bis jetzt noch nicht schließen, weil nicht sicher ist, ob Nachblutungen zu befürchten sind! Und am Gehirn eines so jungen Menschen zu operieren ist verdammt gefährlich!

Zudem müssen wir ihn auch noch für mindestens drei Tage im künstlichen Koma halten. Und ob er Schäden davonträgt, wissen wir erst in ein paar Tagen! Auch wir können nicht zaubern! Auch wir müssen jetzt erst einmal abwarten. Was wir tun konnten, haben wir getan!

Sie findet man volltrunken und bewusstlos zu Hause. Den Eindruck den man nun von Ihnen hat, haben Sie ja an der Schwester gesehen!

Sie können Ihren Sohn natürlich sehen! Allerdings nur durch eine Glasplatte. Der Raum muss unbedingt steril gehalten werden!

War es ein Selbstmordversuch?“

Zwischenspiel:

„Hallo Michi. Hier bei Mirko bist du! Endlich darf ich dich wieder in die Arme schließen.“

„Stefan mein Lieber. Schön, dass du endlich wieder da bist. Mirko hier wird wohl die ganze Nacht durchschlafen. Und ich hätte auch nichts dagegen, mit dir endlich auch ein wenig zu kuscheln und allein zu sein.“

„Das will ich auch Michi. Dich sehen und spüren zu dürfen. Dich in meinen Armen halten zu dürfen.“

Beide sehen noch einmal nach Mirko. Vor Morgen ist mit ihm wohl nicht zu rechnen. Und in der Küche sind sonntags auch immer genügend Leute. Da wird er auch nicht unbedingt fehlen.

Stefan gibt wieder ein Frühstück für zwei in Auftrag, dann machen sich beide auf in Stefans Privatwohnung!

Nach einer gemeinsamen Dusche, wo schon neugierige und auch lüsterne Blicke getauscht werden, stehen nun beide nur mit einem Handtuch bekleidet in Stefans Schlafzimmer.

Es wird für beide eine schöne erfüllte Nacht. Außer streicheln und schmusen passiert zwar nicht viel, jedoch erfahren sie die Wünsche und Vorlieben des anderen um so mehr. Deshalb nimmt sich Michael vor, die nächsten Tage Stefan einmal so richtig zu verführen und zu verwöhnen. Er hat da schon einige Ideen!

***

„Oh mein Gott! Aber das wollte ich doch alles gar nicht! Alex ließ mich doch gar nicht mehr zu Wort kommen! Ich war doch auch so überrascht. Ich wusste doch vorher auch nicht, dass er schwul ist! Ich weiß doch jetzt auch nicht mehr weiter. Ich kann doch immer noch nicht richtig damit umgehen! Für mich ist das doch auch neu! Ein Selbstmordversuch? Nein, nicht mein Junge! Da würde er lieber kämpfen! Ich möchte Alex gerne sehen! Bitte!“

Alexanders Mutter ist indessen wirklich wieder stocknüchtern durch den Schock. Und sie beginnt jetzt auch leise zu weinen.

Der Arzt weiß aber nun Bescheid. Über 35 Jahre Berufserfahrung haben ihn das Leben kennenlernen lassen. Die guten und die schlechten Seiten davon.

Deswegen kann er mit dieser Frau jetzt auch mitfühlen. Er hat mindestens 20 ähnliche Coming Outs miterlebt.

Aber das waren in vielen Fällen wirkliche Selbstmordversuche!

Aber keiner dieser anderen Fälle war so dramatisch wie dieser!

Mitleidig sieht der Arzt nun auf die Frau nieder. Der Sohn sagt ihr dass er schwul ist, und die Mutter ist zu überrascht und kann nicht damit umgehen. So oft hat er das schon erlebt!

Er nimmt sich jetzt ein Wasserglas, füllt es auf und wirft eine Tablette hinein. Als die sich aufgelöst hat, reicht er der Frau das Glas.

„Nehmen Sie bitte. Es wird Ihnen helfen. Ich habe ähnliche Fälle wie Ihren erlebt. Meistens tragisch! Aber bis auf zwei oder drei Fälle versöhnlich! Wie ich es sehe auch dieser, oder?

Nein, ich sehe Ihnen an, dass Sie ihren Sohn lieben! Und deshalb werde ich versuchen, Ihnen zu helfen. Ihr Sohn sieht im Moment schlimm aus. Aber bis auf ein paar Narben bekommen wir ihn wieder hin. Bitte denken Sie daran, wenn Sie ihn später sehen. Er wird wieder gesund!

Und mit Ihrem Einverständnis mache ich einen Termin mit unserer psychologischen Abteilung für Sie aus. Wir haben gute Psychologen hier. Reden Sie mit einem, denn die wissen auch, was Sie jetzt durchmachen!

Soll ich einen Termin für Sie ausmachen?“

Alexanders Mutter nickt.

„Schön. Sie werden sehen, es wird wieder gut. Nun hole ich Ihnen die Schwester, die wird Sie zu ihrem Sohn bringen!“

Als die Schwester wieder kommt, hat sich ihr Verhalten geändert. Da hat wohl der Arzt mit ihr geredet und sie über die Situation aufgeklärt. Denn jetzt ist sie mitfühlend und verständnisvoll. Sie begleitet sie sogar bis zu Alexander und tröst sie bei dessen Anblick!

Die Schwester begleitet Alexanders Mutter dann sogar noch bis in die psychologische Abteilung. Dort nimmt man sich auch fürsorglich um sie an und betreut sie. Zusätzlich gebt man ihr aber auch ein Schlafmittel, denn Schlaf, wenn auch künstlich, heilt oft am besten!

***

Meli hat sich in den letzten Tagen mit seinem Vater ausgesprochen. Wirklich ausgesprochen! Und natürlich freut sich Meli, dass ihn sein Vater auch als schwulen Sohn noch genauso lieb hat wie vorher.

Denn, bis eben auf das Schwulsein, hatte ja Meli auch nie Geheimnisse vor seinem Vater.

Deshalb erzählt Meli seinem Vater auch von dem Zusammenstoß mit Alexander an dem Tag als sie Essen waren. Und wie wohl er sich gefühlt hatte, als ihn Alexander umarmte und festhielt. Richtig geborgen!

So geborgen, wie er als Kind oft war, wenn sein Paps ihn in den Armen hielt. Meli erzählt Hiram Kantou jetzt auch, dass er sich heute noch gerne in seine Arme schmiegen und dort Wärme und Geborgenheit fühlen und spüren möchte. Aber dazu sei er mit 16 ja wohl zu alt!

„Nein mein Herzstein! Dazu bist du mir selbst mit 30 noch nicht zu alt. Und du wirst es auch nie werden!“

Zärtlich nimmt er Meli in den Arm. Und dieser kuschelt sich jetzt richtig geborgen, glücklich und zufrieden in die Arme seines Vaters.

Dieser sieht wie glücklich sein Sohn jetzt ist. Aber auch ihm selber wird etwas von diesem Glück geschenkt.

Denn bekanntlich fällt auf einen ja selbst zurück, was man von Herzen gibt!

„Danke Paps! So möchte ich jetzt mindestens zwei Tage sitzen bleiben dürfen. Danke!“

Und schnell drückt er seinem Vater einen Schmuser auf die Wange.

Und der beginnt jetzt glücklich zu lachen.

„Da habe ich wohl einen richtigen Schmusekater im Arm. Meinen Platz werde ich dann aber lieber Alexander überlassen. Oder habe ich da vorhin etwas falsch verstanden? Dieser blonde Kochlehrling oder? Der, der so gut aussieht?“

Jetzt beginnt Hiram Kantou lauthals zu lachen, als er sieht, wie Melis Kopf immer röter wird!

„Oh, ist das schön! Ich darf die erste Liebe meines kleinen Herzsteins miterleben! Machst du mir damit eine Freude! Hast du denn auch eine Chance bei ihm?“

Meli sieht seinen Vater gerne lachen. Denn das passiert wegen seines Berufes doch viel zu selten.

„Herr Obermeier hat gestern so eine Bemerkung gemacht! Dass ich genau der Richtige für Alexander wäre! Und wenn ich da jetzt nichts hineininterpretiere, dann ist Alexander doch auch schwul oder?“

„Ja, in diesem Fall glaube ich auch. Aber wie kommst du hier zum Küchenchef des Hotels König? Ist ein Angehöriger von ihm hier, oder hat er dich besucht?“

„Nein, Alexander wurde gestern in die Notaufnahme eingeliefert und da war Herr Obermeier mit dabei. Ich war etwas spazieren und bin dann zufällig dazugekommen. Sah alles ziemlich böse aus. Mehr weiß ich aber noch nicht. Kannst Du da nicht…?“

„Du bist mir aber ein Herzchen!“ Dr. Kantou wird aber sofort wieder ernst.

„Gestern Mittag hast du gesagt? Da war was mit einer schweren OP. Ziemliche Gesichtsverletzungen. Abschürfungen. Ja, ich erkundige mich genauer. In den nächsten Tagen wirst du voraussichtlich entlassen werden. Dann bist du endlich wieder zu Hause. Anna freut sich schon riesig. Denn dann braucht sie die Leckereien nicht immer bis ins Krankenhaus schleppen!

Den Schwestern und Pflegern wird deine Entlassung natürlich wehtun. Der ganze Kuchen und die Süßigkeiten auf die sie dann verzichten müssen. Ich muss jetzt wieder arbeiten. Aber ich sehe abends wieder bei dir rein, ja? Tschüß, mein kleiner Herzstein!“

„Danke Paps. Bis später. Freue mich.“

***

Alexanders Mutter hat mit einem Psychologen ein langes Gespräch.

Der macht ihr auch das Gefühlsleben ihres Sohnes verständlich. Vor allem aber macht er ihr klar, dass Alexander ja jetzt immer noch der gleiche 16 jährige Junge wie vor einer Woche sei, nur mit dem Unterschied, dass sie als Mutter jetzt wisse, dass er eben Jungen lieber als Mädchen habe.

Aber auch, dass ihr Sohn weder krank sei oder für seine Veranlagung etwas könne.

Und gerade jetzt braucht er seine Eltern und deren Liebe ganz besonders.

Zum Schluss gibt der Psychologe ihr noch seine Durchwahl und bittet sie, wenn irgendetwas sei, solle sie sich unbedingt melden!

***

Alexander liegt immer noch im künstlichen Koma. Daran wird sich die nächsten zwei Tage auch nichts ändern.

Seine Mutter macht sich, nach einem Abstecher bei Alexander, dann auf den Weg nach Hause.

Dort erwartet sie eine unerfreuliche Aufgabe. Sie muss ihren Mann anrufen!

Dazu wartet sie allerdings noch gute zwei Stunden! Sie weiß schon warum!

In einem hat Alexander nämlich unrecht!

Seine Mutter weiß sehr wohl, dass ihre Ehe schon seit über 10 Jahren nur noch auf dem Papier besteht!

Dann aber nimmt sie den Hörer entschlossen vom Telefon und ruft ihren Mann an!

Die genauen Worte, die dabei fallen, sind nicht zur Niederschrift geeignet. Zum Teil rutscht es seitens Alexanders Vater bis zur Fäkaliensprache ab.

Nur eine kleine Zusammenfassung, bzw. das wichtigste der ganzen unerfreulichen Angelegenheit.

Dass sie seinen Sohn zu einem Schwulen erziehe, war von ihr ja zu erwarten. Seit Alexanders Berufswunsch Koch habe er ja bereits den Verdacht gehabt!

Und die nächsten Monate habe er soviel um die Ohren, dass sie sich gefälligst selbst um diesen Dreck kümmern soll.

Auch um diese kleine Schwuchtel soll sie sich gefälligst in Zukunft selber kümmern. Er will davon nichts mehr hören! Damit war das Gespräch beendet!

Und für Alexanders Mutter endgültig ihre Ehe!

Zwischenspiel:

Bis auf einige Toilettengänge verschläft Mirko auch diesen Tag. Die Tabletten vom Notarzt helfen dabei sehr mit. Aber wenigstens erholt er sich und wird auch wieder ruhiger. Da Herr Obermeier ja vor- bzw. überwiegend in der Küche ist, nimmt sich Michael um Mirko an. Zwischen Mirkos Schlafphasen haben die beiden dann aber immer wieder lange Gespräche. So erfährt Michael so ziemlich alles aus Mirkos Leben. Auch von dem bewussten Sonntag, den die beiden miteinander verbracht haben und was dabei alles passiert ist.

Mirko erzählt Michael auch, dass er deshalb Alexander liebe.

Von dem was er hört, gibt Michael Mirko aber zu bedenken, ob er den sicher sehr erfüllenden Sex nicht etwa mit Liebe verwechsle oder etwa damit gleichsetze!

Es wäre sehr gefährlich Sex mit Liebe zu verwechseln!

Und wie Alexander eigentlich dazu stehe? Liebt der ihn auch?

Durch das Gespräch mit Michael ist Mirko allerdings sehr nachdenklich geworden! Liebt er Alexander wirklich?

This Post Has Been Viewed 196 Times

No votes yet.
Please wait...

Schreibe einen Kommentar

Deine Email-Adresse wird nicht veröffentlicht.