Zoogeschichten II – Teil 55

Einsehen

Volker

Ich versuchte die Tatsache einfach zu ignorieren und schmierte mir mein Brot.

„Mach ich dich wirklich nicht irgendwie an?“, fragte David etwas enttäuscht.

„David… ich steh auf Frauen… und zudem bist du mein Bruder, okay?“

„Deine Beule in der Shorts sagt mir etwas Anderes!“

Ich schaute nach unten und war beruhigt, dass mein Teil immer noch Normalform hatte.

„Könnte es sein, dass du mich noch nie völlig nackt gesehen hast? Dann wüsstest du nämlich auch, wie ich untenherum gebaut bin.“

Fassungslos schaute mich David an.

„Du bist nämlich nicht der Einzige, der in unserer Familie gut bestückt ist“, setzte ich noch eins drauf und langsam machte es mir sogar Spaß, meinen Bruder aufzuziehen.

„Der ist schlaff?“

Jetzt begann ich zu lachen.

„Was willst du eigentlich, dass ich dich ins Bett zerre und dich vögle? Träum weiter im Legoland“, setzte ich zum nächsten Hieb an.

Der Gedanke mit meinem Bruder ins Bett war schon seltsam… gut ich hatte auch schon Fantasien wie es wäre Sex mit einem Mann zu haben, aber doch nicht mit David.

„Schade…“, meinte David und stand enttäuscht auf.

„David… hast du das etwa jetzt wirklich gedacht?“, fragte ich.

Er drehte sich zu mir um und deutlich konnte ich seine Erregung sehen.

„Sorry Bruderherz… aber morgen bin ich extrem … sexsüchtig, tut mir leid, sei nicht bös auf mich, wollt dich nicht irgendwie enttäuschen…“

Ich stand auf und nahm David in den Arm.

„He Kleiner, du hast mich nicht enttäuscht, ich bin nur verwundert… erstaunt, dass du gerade Sex mit mir haben willst… wo du doch mit… Erkan zusammen warst… ich weiß nicht was ich denken soll…“

Eng schmiegte sich David an mich sein hartes Glied stand senkrecht an meinem Bauch hoch. Seine Hände wanderten sanft über meinen Rücken. Ich musste hart schlucken, denn ich spürte, wie sich in meiner Hose ebenso etwas rührte.

Dennis

Erneut klopfte es an meiner Tür und wieder rutschte ich von Michael herunter, so dass wir nun alle drei nebeneinander im Bett lagen.

„Ja?“, rief ich.

Die Tür öffnete sich abermals und mein Vater schaute herein.

„Schwiegerdad, du kommst zu spät, das Bett ist schon voll“, ließ Michael vom Stapel.

Ich konnte nicht anders und fing lauthals an zu lachen, ebenso Sebastian, der dann vor Lachen aus dem Bett plumpste und wie damals Michael im Bad nun auch nackt vor meinem Dad auf dem Boden lag.

„Habe ich etwas verpasst?“, fragte mein Dad.

Ich konnte aus seinem Gesichtsausdruck nicht schließen, war er jetzt schockiert oder einfach nur verwirrt. Michael und ich kringelten uns vor lachen und Sebastian versuchte beschämt sein Teil zu bedecken, was bei dieser Größe kein leichtes Unterfangen war.

„Nein Dad, Sebastian wollte nur ein wenig reden?“, meinte ich und schnappte etwas nach Luft.

„Nackt…? Aha…! Wollte eigentlich nur fragen wie es dir geht Dennis, aber ich sehe, dir geht es gut!“

„Ja Dad!“, meinte ich und mein Dad lächelte mich an.

„Ich muss in die Klinik zu Robert, hoffe dass es ihm soweit gut geht, es kam zu mindesten kein Anruf vom Krankenhaus.“

„Sagst du ihm ein Gruß von uns?“, fragte ich.

„Wenn er schon aufgewacht ist, sicher… sollte ihm vielleicht erzählen, wie es bei uns so zugeht…, vielleicht erweckt dass seine Glieder…“

Michael hatte schon wieder dieses fiese Grinsen auf den Lippen.

„Oder nur eins“, folgte es dann aus seinem Mund.

Ich ließ mich aufs Kissen plumpsen und begann wieder zu lachen. Mein Dad winkte uns zu und verschwand wieder.

Adrian

Ich war erst etwas verwundert, das meine Mum schon so früh in der Klinik war, aber als ich Roberts Eltern im Gefolge sah, war mir alles klar. Ich ging mit meiner Mutter nach draußen und ließ die drei alleine.

„Siehst du, ich habe dir doch gesagt, er wird wieder… Robert ist ein Kämpfer.“

„Kann es sein, dass du Robert so gut wie adoptiert hast?“, fragte ich sie.

„Wie kommst du da drauf?“

„Du schwärmst von Robert, dass ist mein Part!“

„Ich nehme dir deinen Robert schon nicht weg, okay.“

Jetzt musste ich lachen. Sie drückte mich kurz und schon war sie wieder verschwunden und ich stand alleine im Flur.

Volker

Scheiße… ich hätte das nicht tun sollen. Ich saß am Bettrand und stütze mich auf meinen Knien auf. David lag neben mir, immer noch dieser Welt entrückt. Wie konnte ich nur so blöd sein, mich zu sowas hinreisen zu lassen.

„Du bist echt der Hammer, weißt du das?“, fragte David.

Ich drehte meine Kopf zu im um.

„David, dass hätten wir nicht tun dürfen…“

„Was denn, wir haben uns doch nur gegenseitig einen runtergeholt, ist doch nichts dabei!“

„Nichts dabei? Ich bin dein Bruder und zudem zwanzig Jahre älter.“

„Von mir erfährt niemand etwas.“

„Arsch“, sagte ich und ging zornig ins Bad um die verräterischen Spuren vom Bauch zu wischen.

Ich spürte plötzlich Davids Hand auf meiner Schulter. Erschrocken fuhr ich herum und ging auf Abwehrstellung.

„Hat es dir denn überhaupt nicht gefallen?“, fragte David.

Ich sagte nichts und schaute David nur in seine Augen. Es hatte mir gefallen, es hatte mir sogar sehr gut gefallen. Langsam kam mir der Verdacht, dass ich nicht sauer war, weil ich gerade etwas mit meinem Bruder angestellt hatte, sondern, weil ich es mit einem Mann gemacht hatte.

War ich etwa auch schwul?

Robert

„Und wie geht es dir Junge?“, fragte mein Vater und kam zu mir ans Bett.

Auch sie trugen diesen grünen Umhang.

„Es geht, fühlte mich ehrlich gesagt schon besser.“

„Wir hatten gestern mit Renate noch ein sehr langes Gespräch“, sprach Vater weiter.

Oh, sie waren sogar schon per Du.

„Und ich weiß jetzt wirklich, was ich für einen riesen Fehler ich gemacht habe. Ich akzeptiere auch, dass du hier wohnen bleiben willst… bist ja schließlich erwachsen und gehst deinen eigenen Weg.“

Ich wollte etwas sagen, aber mein Vater hob die Hand.

„Robert ich wollte dir einfach nur sagen, wir finden es okay, dass du mit Adrian zusammen bist, scheint ja auch ein ganz lieber Junge zu sein… wir möchten nur nicht… dass nach unserem Besuch… der Kontakt wieder abbricht.“

„Wird er… nicht…!, sagte ich.

Meine Eltern atmeten erleichtert auf.

„Nur weiß ich nicht, wie es ist… euch zu besuchen. Ihr wisst, damals haben sich alle von mir abgewendet und ich weiß nicht, wie sie heute zu mir stehen. Ich will nicht euch Besuchen und womöglich von jemanden angeböbbelt werden.“

„Ich denke, da brauchst du dir keine sorgen zu machen. Deine damaligen Freund kamen alle ein paar Tage später, wollte sich entschuldigen…“

Mein Vater brach ab.

„Und?“, fragte ich.

Mein Vater schaute zu Boden.

„Ich habe sie weggeschickt, ihnen hinterher gerufen… ich habe keinen Sohn… tut mir leid Robert, ich weiß nicht wie ich das jemals wieder gut machen soll.“

Ich atmete tief durch.

„Jetzt muss ich erst mal wieder fit werden, dann sehen wir weiter. Können wir uns so einigen?“

Meine Eltern nickten.

Dennis

„Also ihr beiden, ich schlage vor, wir machen uns jetzt fertig, frühstücken und fahren in den Zoo. Mein Schatz muss sich um zwei Bärenkinder kümmern, du Sebastian musst jetzt Heike mehr unterstützen, da Robert ausgefallen ist und ich selbst habe auch genug zu tun.“

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