Lukas Weihnachtswunsch

„Luka, wo bleibst du denn? Ich warte doch schon so lange, bis du endlich kommst. Ich habe doch auch nicht ewig Zeit!“

Natürlich Mam, die wieder nichts abwarten kann!

„Jetzt hetze dich doch nicht. Wir haben noch ewig Zeit. Ist doch erst Mittag. Du weißt genau, dass die erst um 14 Uhr aufmachen. Wenn wir eher dort sind, müssen wir wieder warten. Und innerhalb 15 Minuten sind wir locker dort. Außerdem weißt du doch gar nicht, ob du damit bei Martin überhaupt Chancen hast!“

Sodala, ja, jetzt passt es wieder! Mam hat ihren Dämpfer bekommen! Und ist wieder auf dem Boden der Tatsachen gelandet!

*-*-*

Ich stelle mich aber erst mal vor!

Hey! Ich bin der Luka! 19 Jahre. Eine Frohnatur von Kinderbeinen an. Schwarze, kurze Haare, die mir aber meist wirr auf dem Kopf rumstehen.

Fast keinen Bartwuchs. Zweimal in der Woche rasieren reicht bei mir. Wahnsinn, was ich mir allein dadurch an Zeit einspare!

Die weiß ich nämlich morgens besser zu nutzen! Ja, mit 19 hat man noch so seine Gelüste!

Manche haben mich schon als liebenswerten, frechen (B)engel beschrieben. Bin ich aber auch wirklich!  *fg*

Hilfsbereit, meistens gut drauf, zu jedermann nett und freundlich. Bis auf die paar Leute eben, die ich nicht mag. Die merken das dann aber!

Außerdem bin ich ein bisschen, sehr schwul!!!

Ich hure aber nicht in der Gegend rum! Weil ich eben keine Gelegenheit dazu habe!

Nein, im Ernst. Hier in diesem Dorf! In Innernzell! Meine Güte! 653 Einwohner. 27 Hunde.

Dann wohnen wir, meine Mam und ich, in einem ehemaligen Pfarrhof!

Nein, einen Vater gibt es nicht.

Na ja, biologisch schon. Aber real nicht. Ich habe ihn auch nie kennengelernt. Hat Mam wegen einer anderen sitzen lassen. Bzw. hat von seinen Eltern her eine andere heiraten müssen.

Mit den Alimenten waren sie, – na die Eltern von dem – aber nie knauserig. Mir hat nie etwas gefehlt.

Ich bin ja aber auch sehr genügsam! Eben Mams Liebling!

*-*-*

Ja, der ehemalige Pfarrhof! Ist fast einen Kilometer vom Dorf entfernt! Dafür haben wir aber unsere Ruhe!

Und zwei scharfe Hunde!

Aber an der Laufleine. Sind superliebe, brave, stille Kerle, solange ihnen kein Fremder zu nahe kommt!

Ja, es sind zwei Rüden! Und nicht kastriert! Sollen doch auch ihren Spaß haben!

Doch wirklich! Sie werden tatsächlich gelegentlich von anderen Züchtern gebucht! Eben wegen der Zucht! Sind superschöne, schwarze gesunde Labradore!

Also mich scheinen die beiden jedenfalls zu lieben. Zumindest kann und darf ich alles mit ihnen machen!

Und das beste an der Sache! Sie bringen uns einiges an Geld ein!

Sie werden zwar ständig tierärztlich untersucht, das kostet ja auch nicht wenig, trotzdem ist der Betrag monatlich beachtlich, der übrigbleibt!

*-*-*

Tschuldigung, ich schweife ab.

Der ehemalige Pfarrhof! Im Dorf drunten, in Innernzell, steht ja jetzt ein neuer. Allerdings nur noch ein großes Haus. Kein kompletter Bauernhof, so wie früher, so wie bei uns eben noch. Den Pfarrhof hat Mam vor ein paar Jahren von einer Tante geerbt. Und die muss ihn irgendwann einmal der Kirche abgekauft haben.

Landwirtschaft haben wir aber keine mehr. Die Felder und Wiesen hat Mam irgendwie verpachtet.

Die Stadel und Scheunen stehen aber alle noch. Sind auch noch prima in Schuss. Sogar einige alte Leiterwagen stehen noch in der Remise.

Und die Glocke im alten Glockenturm funktioniert auch noch einwandfrei.

*-*-*

Interessiert euch das überhaupt? Schon oder?!?

Jetzt beschreibe ich mich aber weiter! Weil, ihr seid ja neugierig!

182 cm groß, schlank, aber muskulös, meine Arbeit als Kfz-Mechaniker bringt das mit sich, man muss da gelegentlich auch mal schwere Sachen tragen.

Beim Draxler – das ist der Hausname der Werkstatt, und den Namen kennt man im Umkreis von 20 km – , oh ja, bei der Kfz-Werkstätte Kroiß bin ich bei den anderen Arbeitskollegen eigentlich sehr beliebt!

Ist nämlich eine große Werkstatt.

Also der Meister selbst, Josef Kroiß.

Dann der Geselle, also ich, Luka.

Und dann unsere zwei Lehrlinge. Der Sepp Kroiß, ja, ist der Sohn vom Meister, also der Juniorchef.

Und der Andy, Andreas, Weber, der zweite Lehrling.

Die sind beide im ersten Lehrjahr und ganz nett.

Und gegen Schwule haben die auch nichts!

Ehrlichkeit in dieser Beziehung ist mir wichtig! Im Betrieb wissen alle über mich Bescheid! Und eben das schöne daran – es stört auch keinen!

Die beiden kommen oft zu mir, fragen mich um Rat oder bitten mich, ihnen auch mal zu helfen. Ist ein schönes Arbeiten in dem Betrieb.

Und Weihnachten gibt’s von der Chefin sogar immer extra Weihnachtsgeld!

*-*-*

Gelegentlich spiel ich immer noch Fußball. Von daher auch mein geiler Hintern!

Doch da muss wirklich was dran sein. Die Weiber starren mir immer alle auf meinen Hintern! Ein Mann gelegentlich auch. Der ist dann aber meist nicht mehr ganz meine Altersklasse!

Selbst 300 Euro, die hat mir mal wirklich jemand geboten, können mich da nicht umstimmen. Wie schon gesagt, ich hure eben nicht rum!

Auf meinen Schwanz bin ich selber ein bisschen stolz. Mit 17 cm zwar nicht unbedingt sehr lang, dafür ist er aber ziemlich dick und kantig!

Vorne an der Eichel etwas dicker als hinten am Schaft, er (mein Schwanz) liegt auch super in der Hand.

Meine Eier sind auch recht dick. Nur ist der Sack selber nicht besonders lang. Sieht deshalb mit den dicken Eiern immer irgendwie prall gefüllt aus!

Das ist auch mit ein Grund, warum ich immer eine dicke Beule habe. Mich stört das aber nicht. Und außerdem habe ich schon oft genug die neidischen Blicke von anderen Männern gespürt.

Penisneid nennt man das ja wohl!

Und bei mir kommt’s von den Eiern her!

*-*-*

Blaue Augen würden eigentlich gut zu mir passen!

Hab ich aber nicht!

Meine sind haselnussbraun. Und ziemlich verträumt! Hat mir Andy mal gesagt. Ja, wirklich, dass ich so schöne, große, verträumte Augen habe! Direkt zum verlieben. Und wenn er schwul wäre…

… dann hätte ich meinen Schnuckel schon. Und ein Wunsch wäre schon erfüllt worden. Zu Andy würde ich bestimmt nicht nein sagen!

Über meinen sinnlichen Mund verliere ich aber jetzt kein Wort mehr. Und meine langen Wimpern verschweige ich natürlich auch. Alles müsst ihr dann ja auch nicht wissen.

Nun habe ich mich ja fast im Detail beschrieben und ihr wisst jetzt, wie ich aussehe!

*-*-*

Dann kann ich mich jetzt ja wieder Mam widmen. Die sitzt inzwischen ja wirklich schon auf Kohlen!

Heute ist der 20. Dezember. Ab 20. macht unser Betrieb bis 6. Januar immer zu. Nur Notfälle nimmt unser Meister in der Zeit noch an. Und die repariert er dann auch wirklich selber. Ist eben noch ein Mechaniker mit Herz und Seele und der nötigen Leidenschaft!

Aber wir anderen drei haben Sonderurlaub!

Morgen am Freitag hat Mam sich mit Martin, dem hiesigen Ponyhofbesitzer, wieder zum Ausgehen verabredet. Und dazu braucht sie ein neues Dirndl. Und das gibt es bei Trachten-Beckert. Und der ist in Schönberg.

Da fahren wir jetzt dann hin. Ist ja auch schon nach halb zwei. Und die arme Frau, was meine Mutter ist, ist auch bereits nervös genug.

Ist das mit vierzig dann schon Torschlusspanik oder wie?

„Jetzt beruhig dich doch erst wieder Mam. Du findest bestimmt das Richtige. Außerdem, mit deiner Figur! Da kannst du doch sowieso alles anziehen und die Blicke der anderen gehören dir!

Hast du etwas Bestimmtes im Sinn oder lässt du dich einfach überraschen, was sie so alles da haben? Frau Beckert hat dich doch auch noch nie falsch beraten!“

Dr. Luka hat gesprochen!

Oh ja, ich weiß, wie ich meine Mam nehmen muss!

Nur – zu viel Honig darf es auch nicht sein! Sonst wird sie misstrauisch. Aber heute habe ich wieder die richtige Dosis gefunden! Geradezu perfekt!

„Ach mein Großer, tut das gut. Danke dir. Weißt du, deine alte Mam braucht das schon ab und zu!

Letzte Woche ist doch ein neuer Prospekt gekommen mit der neuen Kollektion vom Beckert! Und da war so ein naturfarbenes Dirndl mit dabei. Das würde mir ganz gut stehen, glaube ich.

Luka? Du magst doch Martin auch, oder?

Du hast ihn zwar erst ein paar Mal gesehen, aber ich glaubte doch, dass du ihn ganz gerne mochtest. Das ist mir wirklich wichtig Luka!

Du musst ihn schon auch mögen und akzeptieren!“

*-*-*

Was soll man da jetzt darauf sagen?

„Ach nein, Mam. Der ist doch eh zu alt. Außerdem mit seinen 195 cm ist er ja viel zu groß. Und einen Bart hat er auch. Ich mag aber keine Bärte. Sogar einen kleinen Bauch hat er! Und wenn ich jetzt von seiner Größe auf seinen, na du weißt schon, schließe, nein, Mam, den vertrage ich doch gar nicht. Der ist mir bestimmt viel zu groß. Und zu dick ist er wahrscheinlich auch!

Dann will er womöglich auch noch zwei- oder dreimal in einer Nacht! Nein Mam, das vertrage ich bestimmt nicht!

Oder ist Martin passiv? Ja, dann überlege ich mir das schon noch mal!“

*-*-*

Hehe, jetzt habe ich sie voll kalt erwischt! Mam ist mittlerweile der Kinnladen schon fast auf ihren Balkon, äh, ihren Busen, gefallen!

War wohl doch etwas zu viel für sie!

„Ah… oh…ja Luka… weißt du…“ mehr bekommt Mam im Moment nicht raus!

Und mir steigt schon ein Glucksen hoch!

*-*-*

„Aber weißt du Mam, das gilt für mich!

Für dich ist Martin bestimmt der Richtige! Doch ja, ihr werdet sicher ganz gut zusammenpassen.

An deiner Stelle würde ich ihn mir nicht entgehen lassen!

Such dir ein besonders schönes Dirndl aus Mam. Ich glaube, Martin steht auf so was wirklich! Jedenfalls wünsche ich dir Glück bei ihm!“

Jetzt kann ich aber das Glucksen beim besten Willen nicht mehr unterdrücken und ich pruste lauthals los!

*-*-*

Mam fällt jetzt höchstwahrscheinlich ein ganzes Gebirge vom Herzen!

Sie beginnt jetzt auch langsam zu lächeln!

„L u k a   G e r b e r t! Du bist ein ganz großer Schelm! Und das in deinem Alter!!! Habe ich einen Schreck bekommen. Am Anfang habe ich wirklich gemeint, du meinst das ernst! Aber ich danke dir. Wenn er mich will, bekommt er mich auch.

Jetzt, da du auch nichts dagegen hast, erst recht!

Dein Traumprinz kommt auch noch Luka! Bestimmt! Wie soll er denn überhaupt aussehen?“

*

Ja, wie soll mein Traumprinz eigentlich aussehen?

„Ich weiß es nicht Mam. Vom Aussehen her habe ich mich ganz bewusst nicht festgelegt.

Na ja, Bauch soll er keinen haben. Eine Glatze auch nicht unbedingt. Nur – wenn die aber zu ihm passen würde – warum nicht?

Aber ein Mensch soll er sein, Mam. Er soll andere Menschen respektieren. Ihnen mit Achtung begegnen. Einen guten Charakter und gute Eigenschaften haben, Mam. Lieben soll er mich und mir treu sein! Für mich da sein, wenn ich ihn brauche!

Aber ansonsten weiß ich es nicht Mam!“

„Wir finden deinen Traumprinzen. Bis Weihnachten! Und wenn nicht, dann backe ich dir Heilig Abend einen! Du wirst sehen, wir finden ihn, mein Großer!“

*

Dann fahren wir endlich los. Es ist sogar schon nach 14 Uhr. Der Laden ist jetzt bestimmt geöffnet!

Auf dem Parkplatz steckt Mam mir 200 Euro zu.

„Du willst doch ganz bestimmt in den Laden da drüben oder? Du brauchst auch eine neue Thermo-Hose!“

Oh ja, meine Mam kennt mich gut.

„Ja will ich. Ich wollte für zu Hause eigentlich nur eine warme Trainingshose. Aber du hast recht. Von den alten hat eine sowieso schon einen Riss. Du weißt ja, dass Dieter da auch immer etwas da hat und die Sachen auch gleich ändert, wenn sie nicht genau passen. Obendrein hat er auch ausgefallene Sachen da. Danke für den Schein Mam. Ich werde ihn gut anlegen!

So in drei Stunden komm ich dann zu Beckert, ja?“

Mam weiß, wenn ich in Dieters Sport-Shop fertig bin, gehe ich ca. 600 m weiter die Straße rauf. Da kommt dann eine kleine Seitengasse! Und da ist ein kleiner Sex-Shop versteckt!

Allerdings mit einer überraschend großen Auswahl an Homo-Magazinen und Artikeln. Regenbogenanstecker und sogar schwule Krimis haben die da.

***

Nach über drei Stunden schau ich zu Trachten-Beckert rein. In der Hand habe ich eine große Plastiktüte mit dem Logo von Dieters Sport-Shop. Und in dieser Tüte außer den zwei neuen Hosen, noch eine weitere neutrale schwarze Tüte.

Auch der Besuch im Sex-Shop war äußerst erfolgreich. Ein paar neue Magazine und sogar ein Buch habe ich erstanden. Ist bis jetzt wirklich ein erfolgreicher Donnerstag.

„Hallo Frau Beckert! Haben Sie meine Mam gesehen?

Wer ist denn diese bezaubernde Frau neben Ihnen?

Wow! Mensch Mam. Sieht das klasse aus! Da verliebe ich mich ja noch in dich. Das ist ja wirklich wie für dich gemacht! Jetzt bist du bestimmt weg vom Markt! Wenn dich Martin so nicht nimmt, dann nimmt er gar keine!“

„Grüß dich Luka!

Da haben Sie aber einen Kavalier, Frau Gerbert! Alle Achtung! Die Frau, die dich einmal bekommt, kann sich glücklich schätzen Luka!“

Da sage ich besser nichts drauf!

Mams Augen strahlen, ob meines Kompliments. Und das ist sogar von Herzen gekommen und auch so gemeint von mir! Das Dirndl sieht wirklich klasse aus an ihr!

Nach 20 Minuten ist Mam auch fertig und wir machen uns auf den Weg nach Hause. Dort will Mam natürlich auch meine Errungenschaften sehen. Die Magazine weniger, aber die beiden Hosen lässt sie sich vorführen von mir!

Die weiße Thermo-Jeans passt perfekt. Hat Dieter auch noch ein bisschen geändert. Den Schritt noch ein bisschen angehoben!

Die Beule, die sich jetzt bei mir abzeichnet, ist schon mehr als provokant!

Und da Mam jetzt zu lächeln beginnt, ist sie der gleichen Meinung!

„Jetzt muss dein Traumprinz anbeißen! Ich weiß gar nicht, ob ich dich so auf die Straße lassen darf! Die fallen doch über dich her Luka!“

Über Mams Kompliment freue ich mich wahnsinnig und das sage ich ihr auch!

Die gelbe Trainingshose, wegen der ich eigentlich in den Shop wollte, ist innen mit Frottee gepolstert und auch wunderbar warm. Meine Beule ist auch bei dieser Hose sehenswert, aber bei weitem nicht so provokant wie bei der Jeans!

Dann ist die Modenschau beendet!

Mam und ich bereden dann noch den morgigen Tag, während wir zu Abend essen.

Mit Martin ist ausgemacht,, dass wir um ca. 14 Uhr bei ihm auftauchen. Dann wollen wir zusammen in die nächste Stadt, nach Grafenau, den dortigen Christkindlmarkt besuchen und dann bei Domani Kaffee trinken und von deren hervorragenden Torten versuchen.

Danach fahren mich Mam und Martin zurück zum Ponyhof. Dort werde ich mich dann noch etwas umsehen und in Martins Fremdenzimmer übernachten.

Nicht in einem Fremdenzimmer des Ponyhofes, sondern in Martins Privatwohnung.

Nach diesem Gespräch ziehen Mam und ich uns zurück.

Jetzt kann ich mich meinen Magazinen widmen!

*

Es wird eine harte, lange, sehr feuchte Nacht für mich!

So gegen vier Uhr morgens kann ich aber nicht mehr. Ich bin richtig Fix und Foxi, total ausgepowert!

Bis fast gegen Mittag schlafe ich dann tief und fest.

Mam hat ja mitbekommen, dass ich mir noch Lesestoff mitgebracht habe, deshalb lässt sie mich auch liegen.

Das Handtuch, das ich die Nacht über benutzt habe, mit Tempos fange ich da erst gar nicht an, ist immer noch ganz feucht! Während ich jetzt dusche, weiche ich es im Waschbecken ein!

Als ich dann zum Mittagessen schlurfe, trifft mich Mams belustigter Blick! Und ihrem Haifischgrinsen nach, kommt da auch noch etwas hinterher!

Ich soll mich nicht täuschen!

„Ach mein armer großer Junge! Deinem Gang nach musst du ja eine ziemlich harte Nacht verbracht haben! Soll ich Martin für heute Nachmittag nicht doch lieber absagen? Das lange Laufen auf dem Weihnachtsmarkt und dann das Sitzen beim Kaffeetrinken!“

Ich muss mich räuspern!

„Och weißt du Mam, das Sitzen bereitet mir keine Probleme!“

Jetzt beginnt Mam schallend zu lachen! Ja klar, Schadenfreude ist die schönste Freude. Aber ihr Lachen bestätigt mir, dass sie meinen Spruch verstanden hat!

Meinen Hintern habe ich nachts ja auch nicht verwöhnt! Da tut mir nichts weh!

Aber meine Eier ziehen wie verrückt. Kein Wunder, bei der Anstrengung. Und mein Schwanz ist natürlich um einiges angeschwollen!

Die Beule in meiner Trainingshose ist um einiges größer als gestern. Und da gestern mit dieser Hose ja Modenschau war, ist die heutige um einiges größere Beule Mam natürlich nicht entgangen!

Wie war das noch mit der Schadenfreude…?

Ich packe eine Sporttasche mit Klamotten zusammen, ziehe meine Thermo-Jeans an, dann fahren wir zu Martin!

***

„Hey Martin!“

„Hallo Luka, na alles klar bei dir? Grüß dich Melanie. Du siehst wieder fesch aus. Ich freue mich schon die ganze Zeit, dass ihr kommt. Und wie ihr ausseht, habt ihr auch gute Laune mitgebracht!

Übrigens Luka, die Jeans passt wie für dich gemacht!“

„Grüß dich mein Schatz. Hast du mich auch etwas vermisst?“

„Ja, ich freue mich schon auf heute Abend.

Du hast so einen leidenden Gesichtsausdruck Luka, was ist denn mit dir? Ist dir nicht gut? Tut dir irgendetwas weh?“

Bevor ich überhaupt zu einer Antwort ansetzen kann platzt Mam schon heraus:

„Wir waren gestern in Schönberg. Da hat sich Luka ein paar Hochglanzmagazine mitgebracht. Muss eine ziemlich lange Nacht gewesen sein. Jedenfalls bis Mittag war er noch fast tot. Der arme Junge!“

Danke Mam! Und wie sie den letzten Satz betont!

Martin beginnt dröhnend zu lachen. Und mit seinem Resonanzkörper hört sich das auch entsprechend an.

„Ach Melanie, er ist doch noch jung. In dem Alter braucht man das noch.

Sollen wir lieber dableiben Luka?“

Jetzt fängt der auch noch an!

„Nein! Wir fahren jetzt endlich. Ich freue mich schließlich den ganzen Tag schon auf die Torte. Also kommt endlich, ihr zwei Langweiler!“

Dann fahren wir schließlich los.

*

Die bewundernden, aber auch die neidischen Blicke die mir zugeworfen werden, genieße ich.

An einem Glühweinstand, wo ich mir meinen Früchtepunsch schmecken lasse, kommt es dann zu einem besonderen Erlebnis!

Ein ca. 40 jähriger, der mit seiner Frau auch an einem Glühweinstand steht, wirft mir ständig Blicke zu und starrt dermaßen auf meine Beule, dass ich mich genötigt sehe, den Gaffer jetzt richtig zu provozieren!

Mit meiner Hand fasse ich an meine Beule, knete zuerst ein bisschen und fahre dann, wirklich provokant, mit der ganzen Hand ganz langsam über meinen Schritt. Dazu stelle ich mich sogar extra breitbeinig hin!

Dem seine Frau hat jetzt aber auch etwas bemerkt!

Sie starrt erst ihren Mann und dann mich an. Und dann begreift sie vermutlich!

Denn sie faucht ihr Ehegespons an und gibt ihm einen kräftigen Stoß, dass ihm die Glühweintasse aus der Hand fliegt. Dann scheucht sie ihn mit lauten Worten vom Platz. Der arme Mann! Diese Szene ist offenbar aber nicht unbemerkt geblieben. Denn jetzt glotzen auch andere den beiden nach!

Auch Martin und Mam haben das mitbekommen. Mam fragt mich: „hat das jetzt sein müssen?“

Aber jetzt nimmt mich Martin in Schutz. Dem ist das Starren von dem Kerl nämlich auch nicht entgangen! Er klärt Mam auf, was da wirklich gerade abgelaufen ist.

„Du wirkst auch auf Männer sehr anziehend Luka. Der da war das beste Beispiel. Du könntest wohl jeden bekommen, Männlein wie Weiblein!“

„Der war aber wirklich nicht mein Fall. Der ist doch viel zu alt!“

*

Ups!

Scheiße! Was hab ich nur…

Meine Hand vor den Mund schlagen ist jetzt auch schon zu spät! Es ist längst raus. Mam wirft mir einen erschrockenen Blick zu!

Ja, Leutchen. Martin hatte bis eben noch keine Ahnung, dass ich auf Jungen stehe! Und ihr habt das an meiner Reaktion selbsverfreilich auch gleich bemerkt, dass Martin bis eben in dieser Beziehung noch völlig unbedarft gewesen ist. Logisch.

Auf diese Art und Weise wollte ich es ihm auch nicht sagen. Ein Gespräch in einer ruhigen Minute wäre mir dazu schon lieber gewesen. Aber nun ist es dafür zu spät! Wie kriege ich denn da jetzt bloß die Kurve?

*

„Ja, glaubt ihr zwei denn, ich bin blöd? Ich bin zwar schon über 40, aber noch am Leben, äh, ich meine, noch nicht verkalkt!

Und blind bin ich auch noch nicht, Luka!

Wenn dir ein Mädchen einen Blick zuwirft oder dich anhimmelt, lässt dich das kalt!

Und dir machen viele Mädchen ein Angebot! Aber du lässt sie links liegen, bzw. du bemerkst es nicht einmal, weil dir Mädchen egal sind und du nicht auf sie achtest!

Weißt du Luka, in den 70er und anfangs der 80er Jahre hat es mal Hosen gegeben, die auch fast so einen Schnitt hatten, wie du sie so gerne trägst.

Nur – solche Hosen gibt es heute nicht mehr. Also nehme ich an, du lässt sie dir extra so schneidern oder herrichten!

Luka, so deutlich wie man an deiner heutigen Jeans alles sieht, die muss extra so geschneidert sein, von der Stange gibt es die nämlich nicht. Die ist zu extrem Luka! Das ist schon fast ein Angebot, das du da machst Luka! Tja, und der Kerl vorhin hat auf dieses Angebot reagiert!

Ich bin nicht blind Luka und so, wie du dich benimmst, musst du einfach schwul sein. Ein 19 jähriger Hetero läuft nicht so rum!

Außerdem ist mein Bruder auch schwul Luka. Und ich liebe meinen Bruder. Und auch dich habe ich sehr gerne.

Bist du schwul Luka?“

*

„Ja, bin ich! Und dir macht das wirklich nichts aus Martin? Ich… ich… weißt du, Mam liebt dich und ich hab dich inzwischen auch sehr, sehr gern. Aber wenn du…“

Martin nimmt mich fest in den Arm und drückt mich. Minutenlang hält er mich fest, bis ich mich wieder beruhigt habe.

„Nicht Luka! Ich habe doch gesagt, dass ich dich gern habe. Sehr gern. In kurzer Zeit wirst du für mich wahrscheinlich wie mein eigener Sohn, den ich leider nicht habe, sein.

Ich liebe Melanie. Und dir möchte ich gerne ein Vater sein Luka, wenn du das zusässt!“

Jetzt halten wir uns alle drei fest umschlungen

***

Nach dieser Familienzusammenführung genießen wir den Tag.

Die Torten bei Domani sind super. Sogar Mam verdrückt zwei Stück davon!

Am späten Nachmittag fahren mich die beiden zum Ponyhof.

Dort ziehen sie sich um und machen sich dann auf die Socken.

Ich wünsche ihnen einen schönen Abend und gehe dann zum Parkplatz. Ich will sehen welche Autokennzeichen da sind. Eben, woher die Leute kommen!

Also was haben wir denn da alles:

BGL    – Berchtesgadener Land

M                     – München

F                     – Frankfurt

B                     – Berlin

FRG    – Freyung-Grafenau

K                     – Köln

DGF    – Dingolfing-Landau

L                     – Leipzig

Oh ja, doch ganz schön gemischt. Aus ganz Deutschland kommen sie zu Martins Ponyhof. Muss Martin direkt mal fragen, ob er inseriert, oder die durch Mundpropaganda kommen.

Jetzt mach ich mich auf den Weg zum Stall, wo die Ponys untergebracht sind.

Gut, dass hier alles so schön ausgeleuchtet ist.

Klar, um diese Jahreszeit ist es schon stockfinster.

In drei Tagen ist ja schon Heilig Abend! Die Geschenke hab ich ja schon lange. Gottseidank. Die Kette wird sogar gut zu Mams neuem Dirndl passen!

Die Weste für Martin war da schon schwieriger. Aber da hat mir dann Mam geholfen.

Oh, verdammt glatt schon. Jetzt hätts mich beinahe hingehauen.

Aber da kommt ja endlich die Stadeltür. Mal sehen ob das Graue Pony noch da ist.

Das ist sehr zutraulich. Das kommt sogar von selber auf einen zu, um gestreichelt zu werden. Ja, und um ein Stück Zucker zu erbetteln. Hab auch welches einstecken!

Wummmsss!!!

*

Mit einem Ruck geht die Stadeltür auf!

Und knallt mir mit voller Wucht gegen den Kopf!

Dann wird mir in zweierlei Hinsicht schwarz vor Augen!

***

„Mutsch, kommst du? Ich glaube, er wird jetzt wach!“

Langsam öffne ich meine Augen.

Mir ist ja immer noch schwarz vor Augen. Ich zwinkere ein paar Mal. Aber die Schwärze bleibt. Und langsam dämmert es mir!

Ein Schwarzer! Ein Neger! Ein… ja was eigentlich?

Afroamerikaner? Afrikaner? Aboriginel? Oder doch einfach nur ein Schwarzer?

„Da hast du aber auch ganze arbeitet geleistet Kevin. Über 30 Minuten war er bewusstlos. Ich habe mir schon überlegt, ob ich nicht doch einen Arzt hole. Aber nun ist das überflüssig.

Hallo junger Mann. Ich bin Abigail! Die Mutter von diesem Wirbelwind, der dich von den Beinen geweht hat. Wir sind Gäste hier im Ponyhof. Wie geht es dir denn? Hast du Kopfschmerzen? Tut dir sonst etwas weh?“

Die schwarze Frau hält mir ein Glas mit Wasser entgegen.

Gott, nun fehlt nur noch, dass ich auch schaue, ob das Glas schwarz ist, an der Stelle, an der sie es hält.

„Da drin ist eine Aspirin aufgelöst. Bitte trinke das. Zur Sicherheit.“

Automatisch greife ich nach dem Glas und trinke es aus.

Der Schlag gegen meinen Kopf muss wirklich heftig gewesen sein. Ich bin immer noch ganz benommen.

„Wo… wie… wie komme ich… ich denn hierher? Wo bin ich… ich denn über… überhaupt? Und wer… wer seid ihr?

Gleich platzt mir der Kopf. Ist mir schlecht! Ich muss… muss mich übergeben. Das Bad, wo… wo ist das Bad?“

Ich habe die Decke zurückgeschlagen und stehe schon auf meinen Beinen. Sie haben mich bis auf mein T-Shirt und meinen gelben CK Slip ausgezogen!

Aber jetzt reagiert auch dieser Kevin, weil ich zu schwanken anfange. Aber bevor ich umfallen kann, hat er mich in seine Arme genommen und hilft mir zu einer Tür, die Abigail gerade öffnet.

Dahinter befindet sich das Bad. Gerade schaffe ich es noch zum Becken, als es auch schon losgeht.

Die Torte, der Kaffee, es kommt alles hoch, was ich heute gegessen und getrunken habe!

Langsam wird mir besser. Es ist ja auch nichts mehr in mir, was hoch kommen könnte. Völlig zusammenhangslos beginne ich jetzt auch noch zu heulen und kann nicht mehr aufhören! Ich bekomme gar nicht richtig mit, wie mich Kevin hochhebt und wieder ins Zimmer zurückträgt. Dass dann später doch noch ein Arzt kommt, mich untersucht und mir eine Spritze gibt, bekomme ich so gut wie gar nicht mit!

Dass mich Kevin noch einmal zur Toilette bringt und mir dabei hilft, mich zu erleichtern, bekomme ich nicht mal annähernd mit. Ist auch besser so! Was da alles passieren könnte!

***

Ist das schön warm hier und so weich.

Warm und weich?

Wo bin ich denn? Es ist hell im Zimmer.

Also Martins Gästezimmer ist das schon mal nicht.

Und was ist das harte, das ich da in der Hand halte? Langsam werde ich richtig wach!

Warm! Lang! Dick! Was habe ich denn da in meiner Hand?

So schön griffig! Wie mein Schwanz. Der ist auch so schön griffig!

Was ist denn jetzt? In meiner Hand beginnt es zu zucken! Immer stärker! Und meine Hand wird jetzt auch ganz nass!

***

 

Und plötzlich bin ich hellwach!

Ich reiße meine Augen auf. Mein Gesicht färbt sich jetzt dunkelrot!

Wo kann ich mich denn verkriechen?

Mein Schwanz ist jetzt auch steinhart! Beginnt zu pochen und zu zucken!

Auch mein Slip wird jetzt ganz schön nass!

Ich muss laut aufstöhnen, weil ich noch nie so einen intensiven Orgasmus gehabt habe.

*

Meine Hand ist immer noch in Kevins Shorts. Auch sein Schwanz ist noch immer hart und prall. Während mich mein Orgasmus schüttelt, beginnt auch meine Hand in Kevins Hose wieder zu zucken.

Für Kevin ist das jetzt zuviel. Er beginnt auch zu stöhnen und kommt noch einmal in meiner Hand.

*

Wenigstens haben wir jetzt beide die Farbe einer überreifen Tomate. Nur – bei Kevin sieht man das nicht! Er ist ja schwarz.

„Tut… tut mir leid… ich…“

Gerade will ich mich bei Kevin entschuldigen. Aber ich komme nicht mehr dazu.

Die Tür öffnet sich und Kevins Mutsch, also Abigail, und meine Mam betreten das Zimmer.

Das ist jetzt zuviel für mich!

*

Meine Nerven liegen blank und ich drehe durch!

Die Bettdecke zurückschlagen und aus dem Zimmer flüchten, ist fast eins. Dass man dabei den großen nassen Flecken sieht und ebenso meine immer noch anhaltende Erektion, ist mir im Moment egal. Nur raus hier!

Abigail und Mam, habe ich das Gefühl, sehen mich entsetzt an!

Ich flüchte aus dem Zimmer über den Gästetrakt in das andere Gebäude, in dem Martins Privatwohnung liegt.

Ein Gästepaar sieht mich befremdet an, als ich im nassen Slip an ihnen vorbeistürme! Haben sie zu Hause wenigstens etwas zu erzählen!

Ich bin in Martins Wohnung! Geschafft! Zumindest fast!

Schell noch ins Gästezimmer flüchten! Dann schnell ins Bett und unter die Bettdecke verkriechen! Und jetzt die Welt aussperren!

Was habe ich da nur angestellt?!? Ich bin von mir selber entsetzt!

Jetzt beginnen die Tränen schon wieder zu fließen. Wieder fange ich zu weinen an. Die nächste halbe Stunde lässt mich der Weinkrampf auch nicht mehr los!

***

Irgendwann spüre ich dann ein Streicheln auf dem Kopf, das mich beruhigt!

„Ja weine dich aus Luka! Das hilft dir am besten!“

Jetzt fange ich an mich an Martin, den der ist es, zu schmiegen, wie ich es als kleiner Junge immer bei Mam getan habe, wenn mir etwas wehtat oder ich mich nicht wohlfühlte!

Martins Nähe beruhigt mich wirklich. Langsam lässt mein Weinen nach. Tränen habe ich ja inzwischen eh keine mehr.

Ich muss mit Martin reden! Mein Gott, wie soll es denn jetzt weitergehen?

*

Langsam fange ich an zu erzählen.

„Weißt du Martin, gestern wollte ich noch in den Stadel und mir die Ponys ansehen. Sie ein wenig streicheln. Aber dazu kam ich nicht mehr. Mir wurde plötzlich schwarz vor Augen.

In einem fremden Zimmer wurde ich dann wieder wach. Und da waren dann Kevin und Abigail. Wo kommen die beiden überhaupt her Martin? Weißt du das?“

„Aus dem Sudan! Allerdings sind die beiden bereits seit 18 Jahren hier. Abi ist damals in ihrer Heimat zwangsverheiratet worden. Und wurde von ihrem Mann dann ein paar Mal auf brutale Art und weise vergewaltigt.

Deshalb ist sie geflüchtet. Schwanger mit Kevin.

Sie hat sich hier eine neue Existenz aufgebaut und hat auch hart um Kevin gekämpft! Als es ihr finanziell noch nicht so gut ging, wollte das Jugendamt ihr Kevin wegnehmen und in ein Heim stecken.

Inzwischen gehören Abigail zwei Boutiquen in Grafenau und es geht den beiden finanziell ganz gut. Abi hängt sehr an Kevin Luka! Umgekehrt genauso. Dass solltest du nie vergessen! Und jetzt erzähle mir weiter!“

Martin ist wirklich gut und einfühlsam.

„Dann ist mir schlecht geworden. Ich habe mich übergeben müssen. Mir hat jemand eine Spritze gegeben.

Heute mittag bin ich in einem fremden Zimmer aufgewacht. Mir war so schön warm und ich hab mich so wohl wie noch nie gefühlt! Es war so ein schönes Gefühl Martin!

Und dann hab ich gespürt, dass ich… ja weißt du Martin, ich… du… da hatte ich…“

Flehend und verschämt sehe ich Martin an.

Und der hat ein Einsehen mit mir.

„Du bist mir so ein Held. Aus dem Sex-Shop die schärfsten Magazine heimschleppen, die halbe Nacht wichsen und dann beim Wort Schwanz kapitulieren. Oh Luka, ich bin noch nicht tot. Und Sex habe ich in meinem Alter auch noch. Ich weiß, dass du das einem alten Mann nicht mehr zutraust, aber das ist dennoch so!“

*

„Danke Martin!

Ich hatte meine Hand in Kevins Shorts. Aber ich weiß nicht, wie es dazu gekommen ist. Aber es muss ihm doch auch gefallen haben!

Er ist doch sogar zweimal gekommen. Und das zweitemal, weil ich gekommen bin. Martin. Ich hatte noch nie so einen intensiven Orgasmus! Und ohne, dass ich meine Hand brauchte! Von selber! Ohne dass ich nachgeholfen habe! Und ich hab doch gestern erst mehrmals…

Dann sind Mam und Abigail ins Zimmer gekommen. Mir sind die Sicherungen durchgebrannt. Wie soll ich das denn wieder gut machen?

Ich kann doch Kevin nie wieder unter die Augen treten. Und Abigail. Was soll ich denn bloß tun, Martin?“

„Also Luka, ich würde mich erst mal duschen! Und dann würde ich mich bei Melanie und Abigail entschuldigen! Und dann Luka, ja dann würde ich zu Kevin gehen und mit ihm reden!

Also wie gesagt, das würde ich tun. Vielleicht wäre das aber auch der richtige Weg für dich, was meinst du?

Ich habe dir doch gestern etwas gesagt, nicht Luka? Und ein schwarzer Schwiegersohn! Ja, warum denn nicht? Wenn es sein soll?“

„Ist denn Kevin wirklich auch schwul?“

„Frag ihn und finde es heraus, Luka! Und jetzt marsch ab unter die Dusche!“

Nach einem Blick auf meinen versauten Slip meint er nur: „Ja eine Dusche schadet bestimmt nicht. Und frische Wäsche auch nicht.“

Fröhlich lachend gibt mir Martin noch einen Klaps auf den Hintern und verlässt das Zimmer dann.

Ich ziehe meinen Slip aus und steige unter die Dusche. Da bereite ich mich schon etwas auf des folgende Gespräch vor.

***

Als ich das Wohnzimmer betrete grinst mir Mam schon entgegen.

„Tut mir leid, wie ich mich benommen habe Mam. Ihr kamt aber auch im ungünstigsten Augenblick ins Zimmer!“

„Das haben wir hinterher auch bemerkt, mein Großer. Aber bei Abi solltest du dich entschuldigen. Die wusste bis dahin ja überhaupt nicht, was los ist. Und dann solltest du zu Kevin. Da aber jetzt schon später Nachmittag ist, musst du bis Morgen damit warten. Abi will sich erst mit Kevin aussprechen. Und das tun die beiden heute noch! Und etwas Ruhe tut dir auch noch gut.

Jetzt komm schon endlich zu deiner Mam und lass dich drücken!“

Das machen wir dann auch ausgiebig.

Ich erzähle Mam aber auch, dass ich gar nicht weiß, wie das alles hat passieren können und wie es überhaupt dazu gekommen ist.

Mam meint dann nur, das soll mir Kevin selber erzählen!

Ich gehe noch ein wenig an die frische Luft und esse später eine Kleinigkeit zu Abend. Dann gehe ich ins Bett und schlafe auch durch bis Sonntagmorgen.

Morgen ist heilig Abend. Das kann ja was werden!

*

Das Frühstück schmeckt mir heute nicht besonders. Ich habe Angst vor dem Gespräch mit Abigail. Und vor dem mit Kevin!

Dann mache ich mich aber doch auf den Weg!

*

Ich klopfe an Zimmertür Nr. 6 und warte mit pochendem Herzen dass geöffnet wird. Dann geht die Tür auf. Abigail steht vor mir!

Ich kann aus ihrem Gesicht nicht herauslesen, was mich wohl erwartet. Sie tritt nur einen Schritt zur Seite, so dass ich eintreten kann. Sie sagt aber immer noch nichts!

Ausgerechnet jetzt fällt mir ein, dass ich ja noch immer nicht einmal ihren Nachnamen weiß.

„Das wegen… wegen gestern tut mir leid! Ich… ich wollte… wollte Sie doch nicht… nicht beleidigen. Und… und das mit… mit Kevin…“

Nein, Abigail macht es mir wirklich nicht leicht. Und ich stottere rum wie ein Erstklässler!

„… mit Kevin wollte ich… ich nicht. Ich… ich weiß… weiß gar nicht, wie… wie das hat… hat passieren können! Ent… Entschuldigung bitte!“

Abigail rührt sich immer noch nicht und sieht mich nur an.

Bei mir wollen die Tränen schon wieder zu kullern beginnen, als sie zu lächeln anfängt.

„Du hast Mut Luka! Das hätten jetzt nicht viele fertig gebracht! Ich habe es dir aber auch besonders schwer gemacht. Aber du hast tapfer deinen Mann gestanden! Das nötigt mir Respekt ab Luka.

Wenn du mich lässt, dann möchte ich dich auch gerne in den Arm nehmen!“

Mir fallen mehrere Steine vom Herzen. Gerne, sehr gerne lasse ich mich in den Arm nehmen.

Abigail flüstert mir etwas ins Ohr. Schon fast zu leise.

„Kevin wartet dort im Zimmer auf dich Luka. Aber passe bitte auf ihn auf Luka! Er ist mein größter Schatz und alles, was ich habe! Und jetzt laufe zu ihm!“

Ich bringe noch ein „Danke Abi“ heraus, dann gibt sie mir einen Stoß Richtung Kevins Zimmer!

***

Jetzt klopfe ich an Kevins Tür und ich höre ein leises herein. Vorsichtig gehe ich in das Zimmer. Dann schaue ich mir Kevin erst einmal genau an!

Kurzes, natürlich schwarzes Haar, große braune Augen, wo das weiß besonders hervorsticht, volle rote Lippen, blendend weiße Zähne, nicht einmal der kleinste Flaum. So ca. 180 cm groß, muskulös und kräftig. Er hat mich ja auch aus dem Bad getragen. Mit seinen 18 Jahren sieht er einfach super aus.

Ein zwar nicht unbedingt schönes Gesicht, aber mich zieht es unheimlich an und für mich ist sein Gesicht schön!

Kevin hat einen roten Jogginganzug an. Zu seiner dunklen Haut passt er perfekt. Und erregt mich schon wieder ungemein.

In meiner gelben Trainingshose ist das natürlich deutlich zu sehen!

Kevin scheint das aber zu gefallen. Denn jetzt beginnt auch er zu lächeln.

„Hey Luka! Schön dass du zu mir kommst. Gefällt dir, was du siehst?

Setz dich doch bitte. Ich möchte mit dir reden und mich bei dir entschuldigen!“

„Du dich bei mir? Doch wohl eher umgekehrt. Ich muss mich bei dir entschuldigen. Du hast doch gesehen was gerade passiert ist. Und dabei habe ich dich doch nur angesehen.

Kevin bitte entschuldige, was ich mit dir gemacht habe! Das war nicht…“

Weiter komme ich nicht! Kevin legt mir einen Finger auf die Lippen.

Und das Resultat? Ich steh wieder mit einem Steifen vor ihm.

Kevins Jogginghose beult jetzt allerdings auch ganz gewaltig!

*

„Halt Luka! Ich muss dir erst etwas sagen. Nachdem der Arzt dich untersucht und dir eine Spritze gegeben hat, habe ich dich noch einmal zur Toilette gebracht!

Die Spritze begann schon langsam zu wirken. Du hast dich gerade noch erleichtern können, bevor du eingeschlafen bist!

Und ich musste ja dich, aber auch deinen Schwanz festhalten. Und der ist immer größer geworden. Ja, und du hast dich so schön in meinen Arm geschmiegt und ich fand das eben so schön. Du bist der erste, der das gemacht hat.

Dass dein Schwanz in meiner Hand immer größer geworden ist, war ein unglaublicher Glücksmoment für mich! War ich das? Hast du dich wegen mir versteift?

Ich habe mir eben so meine Gedanken gemacht! Und gehofft!

Dann bist du eingeschlafen. Ich habe dich in mein Zimmer getragen und in das Bett gelegt.

Nach dem fernsehen habe ich mich zu dir gelegt. Da bin ich Stunde um Stunde wach neben dir gelegen und konnte nicht schlafen!

Ich habe öfter Licht gemacht und dich angesehen. Und je öfter ich das tat, desto besser gefielst du mir.

Auf Mittag zu hast du dich zu mir gedreht und den Kopf auf meine Brust gelegt.

Ich habe dann deine Hand genommen, in meine Shorts getan und auf meinen seit Stunden steifen Schwanz gelegt. Irgendwann bist du langsam aufgewacht!

Da du nicht wusstest, was du da in der Hand hieltest, hast du eben begonnen, darauf herumzudrücken. Ich war sowieso schon auf 180.

Natürlich hat es nicht lange gedauert, bis ich gekommen bin.

Dich schien das aber auch selber zu stimulieren. Du bekamst ebenfalls einen Steifen.

Als du deinen Höhepunkt hattest und so laut gestöhnt hast, bin ich auch noch einmal gekommen!

Dann kamen leider Mutsch und Melanie ins Zimmer!

Siehst du Luka! Ich muss mich bei dir entschuldigen! Für das, was ich dir angetan habe!

Aber du hast mich so stark erregt Luka! Ich musste das tun!

Bitte verzeih mir!“

***

Was soll man denn dazu jetzt sagen? Einfach das Zimmer verlassen? Kevin eine schmieren? Ihm die Eier lang ziehen? Ihn niederbrüllen? Oder ihn jetzt links liegen lassen? Oder was?

Es gibt da aber auch noch eine andere Möglichkeit!

Das ist glaube ich, die beste! Zumindest entscheide ich mich dafür!

*

Ich drehe mich Richtung Zimmertür!

Und sehe aus den Augenwinkeln Kevins Enttäuschung, weil ich mich umdrehe und gehe!

Aber das tue ich nicht! Ich drehe mich wieder blitzschnell zu Kevin um, schnappe ihn mir und lasse mich rückwärts auf sein Bett fallen, diesen natürlich fest in den Armen haltend.

Kevin liegt auf mir! Schwanz an Schwanz!

Jetzt nehme ich seinen Kopf in meine Hände und ziehe ihn zu mir. Presse meine Lippen auf seine. Fordere mit meiner Zunge solange Einlass, bis Kevins Mund in mir gewährt!

Und dann verpasse ich ihm den Zungenkuss seines Lebens!!!

*

Ich spüre, wie Kevins dicker Schwengel auf meinem pocht. Meine Hände liegen inzwischen auf seinem Po. Dass ich ihn noch fester gegen mich drücke, ist gar nicht mehr nötig!

Kevins Schwanz beginnt zu pumpen. Und meiner ebenfalls!

Mit dem Zungenkuss fahre ich natürlich fort. Schnell beginnt Kevin ganz massiv zu stöhnen!

Gleich darauf kommt Kevin zum Höhepunkt und reißt mich mit!

Wir sind so mit uns beschäftigt, dass wir gar nicht mitbekommen, wie die Zimmertür geöffnet wird. Freilich auch nicht, wie sie wieder geschlossen wird!

Nachher ist wieder eine Dusche fällig. Aber gerade genieße ich Kevins Geschmack. Und der Junge schmeckt verdammt gut!

Kevin wird wohl meine künftige Medizin werden. Und von dieser Medizin werde ich nie genug bekommen können!

„Du bist der absolute Wahnsinn Kevin! Was machst du nur mit mir?

Gehen wir miteinander duschen? Bitte!“

Und Kevin schmunzelt mich an.

„Hast du da noch was vor?“

Dann nimmt er meine Hand. Bevor wir aber Richtung Dusche verschwinden, greift sich Kevin noch zwei Shorts. Klar, die jetzigen sind ja schon wieder versaut!

Wir wollen schon in die Dusche stürmen, als wir plötzlich ruckartig beide stehen bleiben. Abigail und Mam!

Beide mit einem Haifischgrinsen!

Oh, oh, was haben die beiden denn mitbekommen?

Am besten, den Unschuldigen spielen.

„Hallo Mam! Das… das ist aber eine… eine Überraschung! Dusche… wir müssen…“

„Oh Mutsch! Ja du, ähm… ja also wir… doch glatt… verschüttet… oder so… bis später…“

Den Unschuldigen spielen. Aha. Und so geht das dann. Aha!

So schnell war bestimmt noch keiner in der Dusche als wir!

Begleitet vom Gelächter unserer Mütter!

***

Und nun darf ich Kevin ausziehen! Das mache ich Stückchenweise!

Ihr habt doch jetzt eh was anderes zu tun, liebe Leser!

Zuerst das rote Sweatshirt.

Dann das weiße T-Shirt. Dieser 18 jährige Junge ist Erotik pur!

Ich habe schon wieder eine prall gefüllte Hose!

Mit Genugtuung sehe ich, dass sich Kevins Jogginghose auch wieder ausbeult. Und zwar gewaltig! Was ich vorher im Zimmer gespürt und hier gleich sehen werde. Wow! Wahnsinn!

Ich greife mir Kevins Hosenbund und ziehe sie nach vorne weg. Sonst kann ich die Hose nicht runterziehen, eben, weil sie so beult! Ich ziehe sie ihm aus. Nun steht Kevin nur noch in einer grünen Boxer vor mir.

Die hat vorne einen großen nassen Flecken, und das sieht so unbeschreiblich geil aus, dass es mir schon wieder beinahe kommt. Ich sage ja: Erotik pur!

Dann ziehe ich ihm die Boxer langsam runter!

Pah! Puhh! Waaahh! Wow! Der ist ja riesig! Wie soll ich den jemals vertragen können?

Ich kann nicht widerstehen und hauche Kevin einen Kuss auf die Eichel seines beschnittenen Schwanzes.

Bislang habe ich noch nie einen gesehen (einen beschnittenen Schwanz), na gut, in den Magazinen schon, aber noch nie in Natura. Gut dass Abigail das hat machen lassen! Das finde ich mega geil.

Und das sage ich Kevin auch. Und ihn freut es sichtbar!

*

Kevin hilft mir dann auch beim Ausziehen!

Seinen leuchtenden Augen nach ist er von mir nicht weniger begeistert, als ich von ihm!

Ich muss Mam noch sagen, dass sie mir meinen Traumprinzen morgen nicht backen muss!

Wir seifen uns dann auch gegenseitig ein und helfen uns beim wieder abwaschen.

Fast zwangsweise kommt jeder von uns noch einmal zu Höhepunkt!

Dann aber beenden wir die Duscherei!

Mam und Kevins Mutsch unterhalten sich noch.

Wir verbringen auch den Rest des Tages noch miteinander. Und wir machen auch noch gleich aus, dass wir heilig Abend alle gemeinsam miteinander verbringen, gemeinsam feiern und vielleicht sogar in die Christmette gehen werden.

Aber abends schlafen wir dennoch in unseren eigenen Betten!

Und dann kommt endlich heilig Abend!

***

Und der ist jetzt da!

Ich habe von Kevin geträumt. Deswegen habe ich eine Mola die schon fast wehtut! Aber heute muss ich warten, bis sie von selber wieder verschwindet. Sie denkt aber gar nicht daran!

Aber es gibt da ein probates Mittel dagegen! Und das nehme ich jetzt!

Sogar mit der Nebenwirkung, dass ich schlagartig munter werde!

Eine eiskalte Dusche!

*

Dann gehe ich frühstücken. Martin und Mam sind logischerweise auch schon auf. Martin muss sich ja morgens schon um seine Gäste kümmern!

„Guten Morgen ihr zwei. Du siehst so glücklich aus Mam, was ist denn?“

„Morgen mein Schatz! Och, weißt du, mir geht’s einfach gut.“

„Aha! Darum grinst Martin auch so. Ach Gott ja, Eltern. Freut mich aber jedenfalls für dich. Gilt aber wohl für euch beide, Martins leuchtenden Augen nach!

Brauchst du das Auto dann Mam, oder kann ich es mir ausleihen? Sonst muss ich extra nach Hause, um meinen Flitzer zu holen.

Obwohl, wäre eh nicht verkehrt, mal nach dem rechten zu sehen. Unsere beiden Aufpasser bringt der Züchter doch am Freitag erst zurück oder?“

„Martin und ich waren gestern erst kurz zu Hause. Da passt alles. Doch, ja die Hunde bringen sie am Freitag zurück.

Den Wagen brauche ich aber leider selber. Aber möglicherweise kannst du ja mitfahren, wenn du mir sagst, wo du hinwillst.“

„Ich muss nach Schönberg, zu Dieter. Und dann noch in die kleine Seitengasse.“

„Das geht doch. Da lasse ich dich in Schönberg aussteigen und hole dich später wieder ab. Derweil erledige ich in Grafenau alles. Bist du in einer halben Stunde bereit?“

„Ja bin ich. Danke Mam!“

*

Mam lässt mich direkt vor Dieters Sport-Shop aussteigen.

Gottseidank ist er selber frei. Eine Aushilfe bedient heute die Kunden.

Ich frage Dieter, ob wir nach hinten gehen können. Dort hat er seine kleine Schneiderei. Und vor den anderen Kunden will ich meine Wünsche nicht vorbringen.

„Äh ja, ich habe da jemanden kennengelernt Dieter. Kevin. Einen Schwarzen. Und für ihn brauche ich ein Geschenk. Ich habe da an eine weiße Trainingshose gedacht. Aber was ganz besonderes. So Größe 5-6. Fast so wie bei mir.

Nur Kevins Hintern ist viel schöner als meiner. Und dann hat er einen großen… du weißt schon… jedenfalls größer als meiner.

Du hast doch vor ein paar Monaten mal so einen glänzenden Stoff gehabt. Goldne oder gelb und blau. Wenn du den noch hast und mir da je zwei Shorts daraus machen könntest? Nur für Kevin und mich. So ganz raffiniert! Du weißt schon!

Und kannst du auch an die Trainingshose so Applikationen machen? Die Taschen rot und an der Seite einen durchgehenden roten Reißverschluss? Geht das noch heute Dieter? Bitte! Bitte!“

„Aha, Kevin also. Ein Schwarzer. Mit einem wohlgeformten Hintern. Und einem riesigen Schwanz. Ja, haben Schwarze meist. Habe auch mal einen spüren dürfen! Puhh! So ausgefüllt war ich noch nie!

Oh, du glücklicher kleiner Luka! Hast du deinen Traumprinzen also endlich? Ja, deine Augen verraten dich.

Oh, freue ich mich für dich! Für dich werde ich heute Zaubern Luka! Aber es wird mindestens 16 Uhr. Eher später. Da war heut früh schon ein Kunde da! Der will auch was besonderes! Komm um 17 Uhr. Wie trägt denn dein Kevin Luka?  Links oder rechts?“

„Oh ich glaube rechts. Äh, ja… weißt du… so genau…“

Dieter beginnt jetzt zu glucksen.

„Oh Luka! Du bist mir so ein Herzchen! Warst also so scharf auf ihn, dass du darauf gar nicht geachtet hast. Aber wenn rechts, dann hat er allerdings wirklich einen Riesen!

Ich werde zaubern für dich Luka! Versprochen! Um 17 Uhr! Jetzt werde ich mich aber an die Arbeit machen. Ich werde doch meinen Lieblingskunden nicht enttäuschen! Tschüß Luka!“

Ich verabschiede mich auch von Dieter und mache mich auf den Weg zum Sex-Shop!

*

Dort habe ich letztes Mal noch eine Yin und Yang Kette gesehen.

Gut und Böse. Glück und Unzufriedenheit. Schwarz und weiß! Kevin und Luka!

Ja, und wenn Yin das weiche symbolisiert und Yang das harte, passt es auch wieder!

Yin =              das weiche =   Lukas, also mein Hintern!

Yang =            das harte =      Kevins Schwanz!

Und beide zusammengebracht, ergeben auch wieder ein Ganzes!

Unendlich, was dieses Symbol darstellt oder bedeutet oder symbolisiert!

Für mich soll es das Symbol unserer Liebe zueinander werden!

*

Gut dass ich unterwegs noch der Konditorei vorbeikomme. Die haben immer so super Pralinen. Da lasse ich mir eine Packung für Abigail zusammenstellen! Bei der Qualität dieser Köstlichkeiten kann man auch gar nichts falsch, bzw. verkehrt machen!

*

Ich habe Glück! Die Kette ist noch da. Eigentlich sind es ja zwei Ketten. Man kann das Symbol teilen. Eben in ein schwarzes und ein weißes Teil. Eben Kevin und Luka!

Und nur beide zusammen werden wieder eins!

Zusätzlich nehme ich noch etwas sehr wichtiges für heute abend mit!

*

Dann mache ich mich wieder auf den Weg zu Dieters Sport-Shop.

Den habe ich noch nicht einmal ganz erreicht, als auch schon Mam aus Richtung Grafenau angebraust kommt.

Ein besseres Timing kann man doch gar nicht hinbekommen.

Auf dem Weg zurück fällt mir dann aber doch noch etwas ein.

„M-a-a-m! Hast du mit dem Prinzenbacken schon begonnen? Nicht oder?“

Mam schüttelt den Kopf und ich beginne zu grinsen.

„Das brauchst du auch nicht mehr Mam! Ich habe meinen Traumprinzen gefunden. Ich meine, wenn er mich denn will! Und ich glaube, er will mich!

Um 17 Uhr muss ich noch mal zu Dieter. Da hat er dann alles fertig!

Und bei der Feier heute abends bleibt es? Mit Abigail und Kevin?“

„Ja, zumindest haben wir es doch so ausgemacht!“

***

Nach dem Mittagessen machen Kevin und ich einen langen Waldspaziergang.

Die verschneite Winterlandschaft ist einfach grandios!

Über den Zeller Berg, ein zusammenhängendes Waldgebiet, das insgesamt ca. 100 m höher als das Dorf Innernzell liegt, marschieren wir in einer langgezogenen Linkskurve durch den Wald.

Da die Bauern, sprich Landwirte, des Bayerischen Waldes im Winter das Brenn- bzw. Feuerholz, aber auch das Langholz* aufarbeiten und für den Abtransport im Frühjahr herrichten sind die Wege natürlich mustergültig geräumt. Klar, die Bauern müssen ja mit ihren Traktoren und Schleppern zu ihrem jeweiligen Waldabschnitt fahren.

Das Brenn- bzw. Feuerholz wird gleich in ein Meter lange Stücke geschnitten. Und 1×1 Meter ergibt dann auch einen Ster Holz.

Das Langholz, wird z. B. für Dachstühle als ganzer Stamm, dann allerdings gehobelt und gesägt, gebraucht; oder es wird zur Möbelherstellung verwendet. Vor allem das Langholz braucht dann auch den entsprechenden Lagerplatz.

Nach ca. zwei Kilometern kommen wir an den Scheitelpunkt der Anhöhe. Der Wald ist hier zu Ende. Wir können jetzt dafür auch auf das Dorf hinabsehen.

Und noch etwas sieht man von hier aus.

Die Berge des Bayerischen Waldes!

Die Bergkette mit ihren weißen Kuppen ist ein wunderschöner Anblick.

Ich kläre Kevin auf, was er da zu sehen bekommt:

Als erster Berg kommt der Arber.  Bekannt durch die Kapelle und den See!

Als zweiter der Rachel.  Bekannt durch das Rachelschutzhaus!

Als dritter der Lusen.

Als vierter der Dreisessel.

Vor allem der Dreisessel mit seinen drei fast gleichhohen Höckern ist faszinierend anzusehen und nach dem Arber eines der beliebtesten Ausflugsziele vom nahe gelegenen Freyung aus.

*

Während des Rückwegs zum Ponyhof kommen wir auch an Mams und meinem Zuhause vorbei. Zumindest ist das bis jetzt noch.

Wenn Mam und Martin heiraten, werden wir wohl ins Dorf zu Martin ziehen. Was dann aus dem Pfarrhof wird, keine Ahnung. Aber noch ist es ja nicht soweit!

Da Kevin und ich sowieso am Pfarrhof vorbeimarschieren, mache ich ihn auf diesen aufmerksam, auch will ich ja heute abends noch mit ihm hierher.

Außerdem nutze ich die Gelegenheit, um Mams und Martins Weihnachtsgeschenke zu holen und mit ins Dorf zu nehmen.

*

Am Ponyhof angekommen, trennen sich unsere Wege wieder. Jeder von uns hat noch etwas vorzubereiten bzw. abzuholen. Auch lege ich mich noch etwas hin und schlafe ein wenig vor. Abends will ich ja für Kevin fit sein!

Mam weckt mich dann um kurz vor Fünf. Sie fährt mich dann zu Dieter, ist mir auch lieber so, denn dann brauche ich nicht selber fahren. In der Dunkelheit tue ich das sehr ungern.

Meine Geschenke sind fertig und sogar schon fertig eingepackt.

So kann ich sie selber nicht einmal sehen, bis Kevin sie auspackt und vielleicht gleich anprobiert.

Au ja, bitte!

Mit den besten Wünschen für heute Abend verabschieden Dieter und ich uns dann herzlich voneinander.

Dann ist endlich Bescherung!

*

Abi, Kevin, Mam, Martin und ich treffen uns alle in Martins rustikal eingerichtetem Wohnzimmer.

Dort steht schon große Weißtanne. Die ist schon auf altdeutsch mit Strohsternen und Figuren aus rotem Wachs geschmückt!

Aber anstatt der echten Wachskerzen hat Martin doch lieber eine elektrische Lichterkette mit mindestens 300 Birnchen genommen.

Im Hintergrund läuft eine CD mit Weihnachtsmusik.

An fünf Plätzen im Raum hat Martin, dem wir alle die Geschenke vorher gegeben haben und der sie auf die jeweiligen Plätze verteilt hat, je einen großen Namenszettel auf die verschiedenen Pakete gelegt. So weiß jeder von uns, welches sein Platz und ist und welche Pakete zu ihm oder ihr gehören.

Abwechselnd macht dann immer ein anderer eines seiner Geschenke auf.

Für Kevin und mich gibt es mehrmals rote Köpfe!

Das erstemal, als wir Abis Geschenke öffnen!

Sie sind wunderschön verpackt. Aber mit einem brisanten Inhalt!

Sowohl Kevin als auch ich bekommen von Abi:

je einen weißen (Kevin) und einen schwarzen (für mich) Lackslip!

und je eine große Flasche Gleitgel mit 500 ml Inhalt!

Abis einziger Kommentar ist, sie sei ja nicht blind, außerdem seien wir noch jung und vor allem: junge Männer wie wir ständen ja auf so was!

Was soll man dazu noch sagen!

Das zweitemal, als Kevin und ich unsere gegenseitigen Geschenke auspacken!

Für Kevin eine rote Hose aus Satin!

Mit blauen aufgesetzten Taschen hinten. Und einem blauen durchgehenden Reißverschluss an beiden Seiten.

Am faszinierendsten jedoch ist der ebenfalls blau abgesetzte Bereich im Schritt!

Da, wo unweigerlich Schwanz und Sack zu liegen kommen, hat Dieter eine mit 8 Knöpfen gehaltene Klappe aufgenäht!

Und wie ich feststellen kann, ist hinter der Klappe kein störender Stoff!

Kevin in der Hose zu sehen wird ein Erlebnis besonderer Art! Darauf freue ich mich jetzt schon!

Seltsamerweise bekomme ich aber die gleiche, ebenso gearbeitete Hose. Jetzt hingegen in Blau!

Mit rotem Reißverschluss, roten Taschen und roter Klappe!

Beide Hosen in der Farbe genau aufeinander abgestimmt!

Aber wie… woher wusste Dieter, dass…

Mams Haifischgrinsen beantwortet meine stumme Frage.

Natürlich! Dieter hat doch gesagt, er muss für einen anderen Kunden auch noch etwas anfertigen. Der andere Kunde war Kevin!

Aber wir bekommen ja noch ein gegenseitiges Geschenk!

Dieter hat mir nicht zuviel versprochen! Er hat wirklich gezaubert! Schon beim Auspacken bleibt Kevin und mir fast der Atem weg.

Die glänzenden Shorts sind der absolute Wahnsinn!

*

Derart raffiniert geschnitten! Unmöglich in Worte zu fassen!

Als Martin den Stoff aus Gold, Blau und Grün sieht, muss er durch die Zähne pfeifen. Das sagt uns über die Qualität von Dieters Arbeit eh schon alles!

Ich freue mich schon, Kevin darin zuerst bewundern und ich dann auspacken zu dürfen!

Die Geschenke sind alle verteilt, Abi trägt bereits ihre neue Goldkette um den Arm und es lassen sich alle den Glühwein bzw. Früchtepunsch schmecken.

Deshalb nutze ich jetzt die friedvolle Stimmung und bitte um Aufmerksamkeit!

***

Ich will Kevin heute einen Quasi-Heiratsantrag machen!

Nach den paar Tagen, die wir uns erst kennen, möglicherweise etwas früh.

Nur – ich habe das Gefühl, dass ich das Richtige tue!

*

Inzwischen habe ich auch die Aufmerksamkeit aller und vier Augenpaare ruhen auf mir!

Ich halte Yin bereits in Händen!

„Kevin Jeremiah Grey

nimm diese Kette als Zeichen meiner Verbundenheit zu dir!

Ich, Luka Gerbert, werde dich Lieben und Halten, solange du mich das lässt!

Zu jeder Zeit werde ich zu dir stehen, in guten, aber auch in schlechten Tagen!

Auch werde ich dich immer Ehren und dein Bild in meinem Herzen tragen. Ewig, wenn ich das darf!“

Jetzt lege ich Kevin die Kette um den Hals und gib ihm einen zärtlichen Kuss.

Dann ziehe ich Yang aus meiner Tasche und halte sie Kevin entgegen.

„Willst du, Kevin Jeremiah Grey das gleiche bei mir, lege mir bitte das Gegenstück um meinen Hals!“

*

Kevin nimmt mir Yang aus der Hand.

„Luka Gerbert, gerne lege ich dir diese Kette um deinen Hals. Nimm sie als Zeichen meiner Liebe zu dir. Und gerade heute, an diesem besonderen Tag wird diese, unsere Liebe ewig halten! Luka Gerbert auch dein Bild ist bereits in mein Herz gebrannt. Sobald ich die Augen schließe, sehe ich jedes Detail von dir. Dieses Bild wird auch erst mit meinem Tod ausgelöscht werden. Auch ich werde dich Lieben und Halten auf ewig! Und diese Liebe zu dir werde ich jetzt mit einem Kuss besiegeln!“

Kevin legt mir die Kette um den Hals! Sieht mir in die Augen!

Und gibt mir einen liebevollen, nie enden wollenden Kuss!

Kurz vor dem Ersticken müssen wir den Kuss aber lösen!

Und hören das Schluchzen ringsum!

***

Dass Kevin und ich die Nacht im ehemaligen Pfarrhof verbringen, machten wir schon während des Abendessens klar. Na ja, Abendessen ist ein bisschen übertrieben. Heilig Abend gibt es traditionsgemäß bei uns immer Sauerkraut, verschiedene Würste und Brot oder Semmeln (Brötchen).

Auch, dass wir erst zum Mittagessen morgen wieder hier im Ponyhof sein müssen, setzen wir durch.

*

Da auch ich heute im Sex-Shop Gleitgel gekauft hatte, sind Kevin und ich nun auf Wochen hin, reichlich damit versorgt.

Dass wir heute das erste Mal welches brauchen werden, habe ich mir fest vorgenommen.

So packen wir eine Tasche zusammen, auch unsere Geschenke vergessen wir natürlich nicht, verabschieden uns von den anderen, die ja heute sowieso noch zur Mitternachtsmette gehen werden, und machen uns auf den Weg nach Hause.

*

Bei unserem kurzen Abstecher heute Nachmittag habe ich die Heizung etwas hochgedreht. So ist es in meinem Zimmer nun wohlig warm. Denn dahin verziehen Kevin und ich uns nun!

***

Die folgende Nacht ist ein Traum!

***

Zum Mittagessen werden Kevin und ich hingegen fahren! Großartig in der Gegend rumlaufen kann ich einfach nicht! Ich bin froh, überhaupt einigermaßen vernünftig gehen zu können! Nach so einer herrlichen Nacht ist das doch wirklich mehr als verständlich.

Die Gefühle, die ich für Kevin empfinde, reichen für ein langes gemeinsames Leben!

Mein Wunsch ist in Erfüllung gegangen. Ich habe meinen Traumprinzen gefunden!

*-*-*

Allen ein gesegnetes, friedvolles und erfülltes Weihnachtsfest! Und ein glückliches, erfolgreiches Jahr 2008!

 

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