Pannenkäfer – Teil 1

Der Tacho zeigt 60 km/h, die Autobahn steigt leicht an und im Scheinwerferlicht tanzen die Schneeflocken in immer größerer Menge. Der Magnum lässt seine 470 Pferdestärken spielen und zieht den Auflieger mit 20 to Tiefkühlkost locker die Steigung hinauf. Wir, der drei Wochen alte rote Renault Magnum und ich sind auf dem Weg von Düsseldorf nach Saarlouis. Koblenz liegt hinter uns und seit wir auf die Eifelautobahn eingebogen sind, hat es heftig zu schneien angefangen. Da es draußen unter Null Grad ist, bleibt der Schnee liegen und ich fange an, mir Sorgen zu machen, ob ich heute noch nach Hause komme.

Es ist Sonntag, der 22. Dezember und ich darf trotz Sonntagsfahrverbot fahren, da wir für den Kühlzug eine Sondererlaubnis haben. Ich heiße Stefan Gross, bin seit 4 Wochen 21 Jahre alt und fahre dieses drei Wochen alte rote Superauto, das zum Fuhrpark der Spedition meines Vaters gehört. Die Firma ist in Saarlouis ansässig, wir haben noch 14 von diesen Tiefkühlzügen und noch ein Reisebusunternehmen mit 6 Bussen verschiedener Größen. Ich hatte eine Lehre als Speditionskaufmann absolviert und wollte jetzt mal ein bis zwei Jahre praktische Erfahrung auf der Straße sammeln, um später, wenn ich einmal die Firma übernehmen werde, auch zu wissen, was da draußen abgeht.

Die Uhr zeigt 20:30 und ich habe noch knapp 160 Kilometer vor mir, bei dem Wetter keine Freude. Das Schneetreiben wird immer dichter und die Sicht ist nicht mehr so doll. Es ist so gut wie kein Verkehr mehr, ab und zu mal ein PKW und auf der Gegenfahrbahn ist auch nichts los. Nun liegt die lange Steigung hinter mir und es geht leicht bergab. Aber bei den Sichtverhältnissen ist nicht mehr wie Tempo 60 drin.

Die Bahn bezieht sich langsam mit einer geschlossenen Schneedecke und ich kann froh sein, dass die Reifen neu und der Zug gut beladen ist. Wenn das aber so weiter schneit, dann werde ich doch wohl einen längeren Stopp machen müssen und den Räumdienst abwarten.

Ich glaube, ich muss mal anhalten, denn der viele Kaffee, den ich unterwegs getrunken habe, macht sich doch bemerkbar. In ca. 5 km kommt ein Parkplatz und dort werde ich anhalten und pinkeln gehen. Das Handy klingelt und ich drücke die Freisprecheinrichtung: „Hier Stefan Gross“, melde ich mich. „Hallo, Junge“, hör ich meinen Vater, „wo bist du jetzt und wie sieht es aus da draußen?“ „ Es sieht nicht besonders gut aus und ich hab noch ca.150 km bis nach Hause“, antworte ich. „Wenn es nicht mehr geht, dann fahr rechts raus und penn auf der Raststätte oder auf dem Parkplatz, aber geh kein Risiko ein“, sagt mein Vater und ich spüre Sorge in seiner Stimme. „ OK, Paps, ich pass schon auf und wenn es sein muss, werde ich auf einem Parkplatz warten, bis die Verhältnisse besser sind. Vielleicht komm ich ja doch noch durch“, sage ich, „ich muss jetzt mal raus pinkeln, bis später. Ich melde mich wieder.“ Ich beende das Gespräch und setze den Blinker, um auf den Parkplatz einzubiegen.

Beim Auffahren auf den Parkplatz sehe ich einen VW-Käfer mit eingeschalteter Warnblinkanlage am Rand stehen. Ich fahre an dem Auto vorbei und bringe den Zug etwa 30 m hinter dem Käfer zum Stehen. Jetzt aber erstmal raus, bevor ich in die Hose mache. Ich laufe vorsichtig durch den Schnee zu einem Gebüsch und pinkle in die Sträucher. Gott sei Dank, das war höchste Zeit.

Ich mache mich auf den Weg zurück und sehe dabei, wie eine Person aus dem Käfer aussteigt und zum Lkw nach vorne geht. Bei den schlechten Lichtverhältnissen kann ich nur wenig erkennen, aber es scheint sich wohl um einen jüngeren Mann zu handeln. „Hallo“, sagt er beim näher kommen, „ich habe eine Panne und stehe schon fast eine halbe Stunde hier. Mein Handy hat den Geist aufgegeben und bei dem Schneetreiben habe ich mich nicht getraut, eine Notrufsäule zu suchen. Vielleicht können Sie mir ja helfen oder mich bis zur nächsten Raststätte mitnehmen.“

Er hat eine angenehme, warme Stimme und macht einen leicht verschüchterten Eindruck. Ich schätze ihn auf 19 Jahre und er ist fast 20 cm kleiner als ich und der wiegt höchstens 65 kg. Da bin ich mit 1,95 und 88kg schon eher ein Schwergewicht dagegen. „Kommen Sie mal nach vorne ins Scheinwerferlicht, damit ich sehen kann, mit wem ich es zu tun habe“, sage ich und gehe vorne in den Lichtkegel. Er hat die Kapuze seines Anoraks ins Gesicht gezogen, um sich vor dem Schneetreiben zu schützen. Also sehe ich nur eine rote Nasenspitze und eine ansprechende Mund- und Kinnpartie,

„Steigen Sie mal ein, drinnen ist es warm und dort können wir uns auch in Ruhe unterhalten, ohne nass und kalt zu werden“, sage ich, gehe zur Fahrerseite und steige ein. Als ich dann wieder auf meinem Platz sitze und er seine Kapuze abgenommen hat, bleibt mir fast die Luft weg. Ich starre ihn an und bringe kein Wort heraus. Mein Gott, ist der süß! SÜSS?? Richtig, ich vergaß, bei meiner Vorstellung zu erwähnen, dass ich mich nicht zum weiblichen Geschlecht hingezogen fühle und viel lieber Jungs hinterher schaue. Richtig, ich bin schwul, weiß das seit 2 Jahren und meine Eltern, meine Schwester Kerstin und mein bester Freund Oliver wissen das mittlerweile auch. Selbst meine Großeltern haben kein Problem damit. Erfahrungen in der Liebe habe ich aber eher nicht, da ich auch sehr schüchtern bin und mich lieber in die Arbeit stürze. Den richtigen Mann meiner Träume hatte ich noch nicht getroffen.

Mein Gegenüber hat dunkelblonde, wuschelige Haare, tiefbraune Augen, aus denen viel Wärme strahlt. Sein Gesicht ist ebenmäßig und der sieht einfach perfekt aus. Als ich ihn so anstarre, wird er leicht rot und senkt den Blick. Ich schalt mich innerlich einen Idioten, weil ich ihn so in Verlegenheit bringe. So ein Traumtyp wird wohl kaum schwul sein, denke ich.

„Also“, bringe ich heiser hervor, „du fährst am besten mit mir, mindestens bis zur Raststätte Eifel. Dort kannst du dich dann auch um den Abtransport des Käfers kümmern.“

Er nickt und sagt schüchtern: „Danke! Ich heiße Daniel Schneider und wir, meine Eltern, meine Brüder und ich sind vor ein paar Wochen von Köln nach Saarlouis gezogen, weil mein Vater dort am Krankenhaus eine neue Stelle bekommen hat. Ich mache in Köln noch mein Abitur fertig und wohne dort zurzeit bei meiner Oma. Jetzt haben wir Weihnachtsferien und die will ich bei meiner Familie in Saarlouis verbringen. Mit der Familie ist Weihnachten immer noch am schönsten.“

Er schweigt und jetzt ist es wohl an mir, mich vorzustellen. „ Ich heiße Stephan Gross, bin 21 Jahre alt und bin auf dem Weg nach Saarlouis. Dort wollte ich eigentlich heute vor Mitternacht eintreffen. Wenn das mit deinem Auto nicht so dringend ist, dann holen wir dein Gepäck und du fährst mit mir direkt nach Saarlouis. Dann kannst du von zu Hause aus den Abtransport deines Käfers regeln. Heut kommt da sowieso keiner mehr raus zum Abschleppen. Was meinst du?“

„Ich glaube, das ist die beste Lösung, ich habe aber einiges an Gepäck dabei, hoffentlich können wir das alles mitnehmen“, gab er mir zur Antwort.

„Auf der Beifahrerseite ist unten ein großes Gepäckfach, da werden wir schon einiges unterkriegen. Der Rest muss dann halt mit ins Führerhaus. Im Auflieger sind 22grad minus und den mach ich auch nicht so gern auf.“

„OK“, sagt Daniel, „dann los, sonst kommen wir vor lauter Schnee nicht mehr nach Saarlouis.“ Wir steigen aus und laufen zum Käfer. 2 Rucksäcke, 1 Koffer und ein großer Karton und ein bisschen Handgepäck bringen wir zum LKW und verstauen alles. Das Handgepäck nimmt Daniel mit ins Führerhaus.

Durch den Schneefall sind wir jetzt doch ganz schön nass geworden und so werden erst mal die Jacken ausgezogen und aufgehängt. Ich starte den Magnum und schalte Heizung und Gebläse auf volle Leistung, damit die Scheiben nicht von innen beschlagen. Ich werfe noch einen Blick hinüber zu Daniel und sage:“ Dann wollen wir mal los und schauen, wie weit wir heute noch kommen. Schnall dich bitte an und mach es dir bequem.“

„Wie viel PS hat denn der Wagen?“, will Daniel von mir wissen. „Na etwa 15-mal soviel wie dein Käfer, 470“, sage ich und lächle ihn an. Ich kann einfach nicht anders, dieser Junge ist ein Traum oder besser MEIN Traum.

Hoffentlich kann ich mich aufs Fahren konzentrieren, mit so einem Schnuckel neben mir. Aber warum sollte er ausgerechnet schwul sein, und warum sollte er gerade mich toll finden. Ich fahre los und konzentriere mich auf das Auffahren auf die BAB. Es ist kein Fahrzeug weit und breit zu sehen und der Schnee liegt bestimmt schon 10 cm hoch. Ich beschleunige langsam und beobachte das Fahrverhalten meines Trucks. Dank ESP gibt es aber momentan keine Probleme. Jetzt zeigt der Tacho 50 km/h an und alles ist im grünen Bereich. Solange sonst kein Fahrzeug in Sicht ist, kann ich so um die 60 fahren. Das ist das, was bei der Sicht noch zu verantworten ist.

Ich drehe meinen Kopf zu Daniel und sehe, dass er relativ entspannt in seinem Sitz hängt und mich beobachtet. Ich tauche wieder in seine Augen und spüre Schmetterlinge in meinem Bauch. Ich schmelze unter seinem Blick dahin. Mensch, reiß dich zusammen, denke ich oder willst du im Graben landen? Den Blick wieder auf die Straße gewandt sage ich: „Erzähl mal ein bisschen von dir, Daniel, was machst du denn so?“

Das Schneetreiben lässt nicht nach und wenn das so weitergeht werden wir wohl doch irgendwo übernachten müssen.

„Ich hab dir ja schon gesagt, dass wir von Köln nach Saarlouis gezogen sind und dass ich den Rest des Schuljahres noch in Köln bei meiner Oma wohne, um dort mein Abitur fertig zumachen. Ich stehe Noten mäßig ganz gut da und ein Schulwechsel würde mich bestimmt ein paar Zehntel vom Notendurchschnitt kosten. Da ich wie mein Vater Medizin studieren möchte, muss ich auf den Numerus Clausus achten.

Meine Eltern haben in Saarlouis ein Haus gekauft und wohnen mit meinen beiden Brüdern bereits seit drei Monaten dort. Die Zwillinge gehen auf das Gymnasium am Stadtgarten, das wirst du ja als Saarlouiser kennen und meine Mutter fängt am 2.Januar ebenfalls eine neue Stelle in der Verwaltung an. Ich kenn mich jetzt in Saarlouis nicht so aus, weil ich erst 4-mal über das Wochenende dort war.“

„Du hast bestimmt eine Freundin und Freunde in Köln“, frage ich und könnte mich gleich selbst ohrfeigen, dass mir das so rausgerutscht ist.

Er wird wieder ganz verlegen und sagt leise: „Nein, ich bin ziemlich allein und habe kaum Freunde und eine Freundin schon gar nicht.“ „Das verstehe ich aber nicht so richtig“, sage ich, „du siehst doch sehr gut aus.“ „Du machst mich ganz verlegen“, sagt er und senkt den Blick nach unten.

Plötzlich hebt er den Blick wieder und mit ein wenig Trotz in den Augen stößt er hervor: „Selbst auf die Gefahr hin, das du mich jetzt rausschmeißt, ich mache mir nichts aus Mädchen! Ich bin schwul und deshalb habe ich auch kaum Freunde, weil halt viele ein Problem damit haben. In meiner Klasse wissen es alle und den meisten ist das egal, aber sich mit mir abzugeben, das wollen die wenigsten.“

Er schweigt und schaut durchs Seitenfenster nach draußen. Ich bin zunächst platt, aber dann steigt Freude in mir auf und Hoffnung und im Überschwang der Gefühle rede ich drauflos: „Daniel, ich bin auch schwul und als ich dich hier im Führerhaus das erste mal richtig gesehen habe, hab ich mich direkt in dich verliebt.“

Mein Gesicht ist leicht gerötet und innerlich verfluche ich mein loses Mundwerk, das ich so von mir überhaupt nicht kenne. Wahrscheinlich habe ich ihn mit meinem Geständnis in die Enge getrieben. Er hat die Hände vors Gesicht gelegt und fängt an zu schluchzen. „Entschuldige, Daniel, ich wollte dich nicht kränken und wollte dir auch nicht weh tun“, sage ich in seine Richtung. Er nimmt die Hände vom Gesicht und antwortet: „Ist schon OK, ich muss das jetzt erst einmal verdauen, Das kommt alles so plötzlich.“

Ich schaue jetzt wieder angestrengt auf die Fahrbahn. Es geht wieder stetig bergan. Bald würden wir die Raststätte Eifel erreichen und dort erst einmal anhalten. Der Blick auf die Tankuhr zeigt mir, dass es gut wäre, den Treibstoffvorrat zu ergänzen, wer weiß, wie lange wir noch unterwegs sein würden. Die Kühlung des Aufliegers auf konstante 22 Grad minus kostete auch Treibstoff und wenn der Inhalt antauen würde, dann ist Ware für Zweihunderttausend Euro hin.

Mein Handy klingelt und mein Vater ist dran. Er will wissen, wo ich bin und wie das Wetter sich entwickelt hat. Ich berichte kurz und erzähle auch von Daniels Anwesenheit und die Umstände drum herum.

Mein Vater sagt: „ Junge, fahr auf die Raststätte und dann schlaft ihr dort, bis der Räumdienst kommt. Dein Fahrgast soll seine Eltern anrufen und Bescheid sagen, was los ist. Dann brauchen die sich keine Sorgen zu machen, wo Ihr Junge bleibt. Denk dran, eure Sicherheit hat absoluten Vorrang.“ „OK, Paps, wird gemacht. Ich melde mich später wieder bei dir, ciao.“

Daniel hat alles mitgehört und ich reich ich ihm das Handy rüber. Seine Familie war offenbar schon schwer in Sorge und heilfroh, endlich etwas von ihm zu hören. Ich schalte die Freisprecheinrichtung aus, weil ich nicht so vorwitzig sein will und konzentriere mich nach vorm.

Daniel schildert seinem Vater die gesamte Situation und erzählt auch, wie unsere weitere Planung aussieht. „ Mein Vater möchte mit dir sprechen“, sagt Daniel und reicht mir das Handy. Ich schalte die Freisprechanlage wieder ein und melde mich: „Hallo, hier Stefan Gross, guten Abend.“ Eine angenehme Stimme antwortet:“ Hallo, Klaus Schneider hier, ich bin Daniels Vater und ich möchte mich recht herzlich dafür bedanken, das sie unseren Großen aus seiner misslichen Lage befreit haben und das er jetzt mit ihnen fahren darf. Passen Sie bitte gut auf sich und Daniel auf. Und noch eins, wir möchten Sie am 2.Weihnachtsfeiertag zu uns zum Essen einladen, damit wir Sie und Sie uns mal kennen lernen und wir uns persönlich noch mal bedanken können. Ich hoffe, das lässt sich einrichten, oder?“

„Vielen Dank, ich nehme diese Einladung gerne an. Nun müssen wir aber Schluss machen, denn wir fahren gleich auf die Raststätte. Wir melden uns morgen früh noch mal, bis dann.“ Ich unterbreche das Gespräch und biege auf die Raststätte ein. Als erstes fahre ich zur Tankstelle. „Daniel, ich muss jetzt erstmal schnell tanken, willst du warten oder willst du schon ins Restaurant gehen?“ „ Ich warte lieber hier auf dich und dann gehen wir zusammen“, höre ich seine leise Antwort und ein feines Zittern ist in seiner Stimme. Als ich ihn anschaue, weicht er meinem Blick nicht aus.

Mein Gott, diese Augen, man kann in Ihnen ertrinken. Ich reiß mich los und gehe hinüber zur Zapfsäule. Locker 320 Liter Diesel verschwinden im Tank, der jetzt wieder über 600 Liter enthält und somit sind wir für alle Eventualitäten gerüstet. Ich zahle an der Kasse, dann fahre ich auf einen nahe gelegenen Parkstreifen für LKW und wir steigen beide aus.

Nachdem der Truck verschlossen ist, laufen wir durch den Schnee auf den Eingang zu. Es ist glatt und beinahe wäre ich gestürzt. Daniel kann mich grad noch festhalten. Ich genieße die Berührung und wünsche, er würde mich nie mehr los lassen, aber vor dem Eingang gab er meinen Arm wieder frei, schade.

In der Raststätte war kein Betrieb. Nur weiter hinten saßen noch zwei Leute. Wir gingen zur Selbstbedienungstheke und holten uns was zum Essen und zum Trinken und setzten uns dann an einen der vorderen Tische ans Fenster.

Während wir uns kauend gegenüber sitzen, muss ich dauernd in seine Augen schauen. Erstaunt bemerke ich, dass er meinen Blicken nicht mehr ausweicht, sondern mich echt lieb ansieht. Mir wird ganz komisch und ich sage leise: „Wenn ich jetzt so in deine Augen sehe, Daniel, dann wächst in mir die Hoffnung, dass du mich ja vielleicht auch magst.“ „Du Dummer, du. Ich habe mich genauso in dich verliebt, als ich dich gesehen habe, aber ich war auf so etwas gar nicht vorbereitet und wusste überhaupt nicht, wie ich in dieser Situation reagieren sollte. Ich glaube und fühle, dass ich dich auch liebe und es wird jede Minute mehr.“ sagt er so leise, dass nur ich es hören kann.

Mir treten zwei Tränen in die Augen und ein Glücksgefühl, wie ich es noch nie gespürt habe, überwältigt mich „Dass ich das hier erleben und fühlen darf, das ist Glück pur“, murmele ich vor mich hin, „Daniel, kneif mich in die Hand, damit ich weiß, dass ich nicht träume.“ Daniel kneift mich fest in die Hand und grinst dabei. „Au, das beweist, dass ich nicht im falschen Film bin. Du machst mich so glücklich, dass ich gar nicht weiß, wohin mit all den Gefühlen. Daniel, ich liebe dich, wie ich noch nie einen Menschen geliebt habe.“

Nun laufen doch dicke Glückstränen meine Wangen herunter und Daniel nimmt seine Serviette und tupft zärtlich meine Tränen ab. „Auch ich bin so glücklich, dass wir uns gefunden haben. Ich kann es immer noch nicht fassen, dass der Pannenkäfer mein und dein Leben so schlagartig verändert hat. Stefan, ich liebe dich.“

„Komm, lass uns zum Wagen gehen und ein paar Stunden schlafen. Wenn die Schneeräumer kommen, müssen wir uns gleich an die hinten dran hängen. Ich muss jetzt eine Ruhepause einlegen.“

Wir stellen die Gedecke in den Container und machen uns auf den Weg zum LKW. Im Truck angekommen, versinken unsere Blicke ineinander und wir umarmen uns. Langsam nähern sich meine Lippen seinem Mund und ich drücke einen sanften Kuss auf seine warmen Lippen. Ein tolles Gefühl durchströmt mich und ich merke seine Zunge an meinen Lippen. Erwartungsvoll öffne ich sie und spüre wie seine Zunge im meinem Mund spielt. Auch ich fange an, meine Zunge zu bewegen und spiele damit an seiner Zunge. Wahnsinn!!!

Ich löse mich, schau im in die Augen. „Ich habe vor Dir noch nie einen Jungen geküsst“, flüstere ich leise, „es ist unbeschreiblich schön, küss mich bitte noch einmal.“ Tränen des Glücks laufen meine Wangen runter und in mir tobt ein Sturm der Gefühle. Mein Gott, ist denn soviel Glück auf einmal überhaupt möglich. Wie lange der zweite Kuss dauert weiß ich nicht aber irgendwann müssen wir mal Luft holen. Ich rutsche zurück auf den Fahrersitz und lasse den Motor an.

Als ich die Fahrstufe wähle und losfahre, ruft er:“ Hey, ich denke wir bleiben hier und warten auf den Räumdienst?“ „Keine Angst, ich fahre nur bis ans Ende des Parkplatzes, da, wo man wieder auf die Autobahnauffahrt kommt. Dort sehen wir das gelbe Rundumlicht und hören den Schneepflug, wenn er vorbeifährt. Und außerdem sehen uns die Leute von der Raststätte nicht ins Auto. Ich will die Rollos oben lassen, damit wir den Schneepflug sehen können.“

Auf dem letzten Parkstreifen angekommen, stelle ich den Motor ab. Daniel rutscht sofort zu mir und schon nehmen wir uns wieder in den Arm. Wieder küssen wir uns und ich denke dabei, wenn schon ein Kuss in uns solche Gefühle auslöst, was ist dann bei all den anderen Dingen, die es da noch gibt.

Gegen seinen leisen Protest löse ich mich wieder von ihm. „Daniel, wir, besonders ich, müssen jetzt ein wenig ruhen. Willst du dich oben in das Bett legen oder möchtest du unten mit mir noch ein wenig kuscheln?“ Er schaut mich ein bisschen verschmitzt an: „Normal werden dumme Fragen nicht beantwortet, aber in Anbetracht der Lage sei dir verziehen. Merke Dir, wann immer wir unter irgendeinem Dach zusammen sind, werde ich mit dir in einem Bett schlafen, und komm nur nicht auf die Idee, dich nachts wegzuschleichen.“

„Ich hoffe, du bist nicht böse“, sage ich, „dass wir jetzt einfach nur schlafen. Aber noch mehr Glück ist für mich im Moment kaum zu ertragen und wir haben ja noch soviel Zeit, all die schönen Sachen, die es da sonst noch gibt, miteinander zu genießen.“ „Du hast Recht, mein Liebster, wir wollen nichts überstürzen und wenn ich denke, dass wir uns erst seit ein paar Stunden kennen, dann bin ich glücklich und zufrieden.“

Nachdem die untere breite Koje fertig ist, ziehen wir die Hosen aus und mit Shorts und Shirt krabbeln wir unter die Decke. Daniel liegt hinter mir und kuschelt sich an mich. Ich mache das Licht aus und bis auf das leise Summen der Kühlmaschine ist es ganz ruhig. Seine Hände kraulen meinen Nacken und dann übermannt mich doch der Schlaf nach dieser anstrengenden und so ereignisreichen Nacht.

Das Brummen des Schneepfluges weckt mich und ich sehe das gelbe Licht flackern. Nichts wie los, denke ich und löse mich vorsichtig aus Daniels Arm. Hose an und starten, das geht nahtlos ineinander über. Ein Blick auf Daniel zeigt mir, dass er noch fest schläft. Fahrstufe rein und los, dem Räumdienst hinter her.

Als ich die Autobahn ereiche, sehe ich weit vor mir das gelbe Licht flackern. Gas, Stufe höher, Gas, 30, 40, Stufe höher, Gas, 50, 60 . Langsam komme ich näher heran. Ich beschleunige noch ein bisschen und nähere mich dem Räumer bis auf 150 m, dann passe ich mich seiner Geschwindigkeit an. Mit 20 to Tiefkühlkost auf den Antriebsachsen und ESP kann man schon ein wenig riskieren und da sonst kein Verkehr ist, kann ich an dem Streufahrzeug dranbleiben. Der vorausfahrende Wagen räumt nicht nur den Schnee beiseite, sondern streut auch noch reichlich Salz auf die Fahrbahn. Der Fahrer scheint ein alter Fuchs zu sein, denn er fährt ständig mit 60 km/h. So kann ich meine Geschwindigkeit auf 60 einstellen und lehne mich zurück. Heimat, ich komme und ich bringe einen Schnuckel mit, der euch bestimmt gefallen wird. Auf die Gesichter bin ich schon gespannt. Mein Glück hat einen Namen – Daniel!

Plötzlich spüre ich zwei warme Lippen, die zärtlich mein Ohr liebkosen. „Hi, Schnuckel“, flüstert mir mein Glück ins Ohr. Mir läuft ein Schauer über den Rücken und meine Augen werden wieder feucht. Soviel Glück – gibt’s das?? „Hi, mein Glücksstern“, antworte ich und möchte meine Gefühle am liebsten in die Welt hinaus schreien.

„Hast du was zum Trinken?“, fragt mein Schatz, „ich habe einen ganz trockenen Hals.“ „Mach mal da in der Mitte unten den Kühlschrank auf, da ist bestimmt was drin für dich und gib mir bitte ein Cola, ich hab nämlich auch Durst,“ antworte ich. Wir trinken und Daniel klettert auf den Beifahrersitz, zieht Hose und Pulli wieder an und schnallt sich an. Ich schaue ihm dabei zu und würde mich am liebsten auf ihn stürzen und alles Mögliche mit ihm anstellen, aber mein Job, der meine ganze Aufmerksamkeit erfordert, hält mich davon ab.

Der Schneepflug fährt in Wittlich raus, der wird wohl jetzt auf der Gegenfahrbahn zurückfahren und dort räumen. Ab Wittlich ist wohl schon länger geräumt, denn hier hat das Salz bereits gut gewirkt. Hinzu kommt, dass es aufgehört hat zu schneien. Das heißt im Klartext, da sich das Tempo weiter erhöhen kann, was uns natürlich schneller nach Hause bringt. Gas, Stufe hoch, 80, so jetzt läuft es.

Die Uhr zeigt kurz vor Sieben und ich schalte das Radio ein. Gleich kommen Nachrichten und vor allem die Wettermeldungen. 93.3 ist mein Lieblingssender und ich bin gespannt, was die zum Wetter in der Region sagen. Die erste Meldung in den Nachrichten berichtet über das Schneechaos in Deutschland und wir hören, dass wir hier im Großen und Ganzen noch gut weggekommen sind.

In Bayern und Baden-Württemberg war alles noch viel schlimmer und ich denke an die Fernfahrerkollegen, die dort unterwegs sind. „Stefan, ich müsste mal auf eine Toilette, ist da irgendwas in Sicht, denn ein Gebüsch reicht diesmal nicht“, höre ich Daniel sagen.

„Die nächste kommt so etwa in 10 km, ich hoffe, du schaffst es noch so lange.“

„Ich denke, das klappt bestimmt noch“, antwortet er und lacht leicht gequält. Sofort gebe ich noch mehr Gas und der Rote Brummer kann mal zeigen was er echt drauf hat. Die Anzeige weist 85 km/h aus und ich fahre mit höchster Konzentration.

Vereinzelt sehen wir jetzt auch wieder mal andere Verkehrsteilnehmer, die trotz winterlicher Verhältnisse unterwegs sind. Dann kommt das erste Hinweisschild, noch 5 Km bis zum Parkplatz mit WC.

„Gleich haben wir es geschafft, dann können wir auf die Toilette“, sage ich und grinse leicht. „Es wird echt höchste Zeit für mich“, kann Daniel sich nicht verkneifen. „Fliegen kann der Magnum nicht“, sag ich, „aber er tut sein Bestes.“

Nun haben wir es bald geschafft, nur noch 1000 m bis zum Parkplatz.

300m, Blinker, Fahrstufe runter, bremsen, Fahrstufe runter, bremsen 40, 30, wir biegen auf den Parkplatz ein. In der Nähe der Toilette biege ich auf die Parkspur für Lkw ein. Hier stehen noch einige andere Trucker mit ihren Wagen. Daniel macht einen Satz aus dem Auto und rennt auf die Toilette zu. Ich kann mir ein Grinsen nicht verkneifen, mache den Motor aus und steige dann ebenfalls aus.

Zunächst mach ich mal einige Dehn und Streckübungen, weil mir die Knochen und Muskeln ein wenig schmerzen. Tief atme ich die kühle Luft ein und mache mich dann ebenfalls auf den Weg zur Toilette, nicht ohne den Truck sorgfältig abzusperren.

Vor der Toilette angekommen, kommt mir Daniel wesentlich erleichtert entgegen und strahlt mich an. Ich kann nicht anders, ich nehme ihn in meinen Arm und gebe ihm einen dicken, langen Kuss und möchte ihn am liebsten gar nicht mehr loslassen.

Lautes Hupen erschreckt uns und unterbricht unseren Kuss. Offensichtlich hat da jemand ein Problem mit Schwulen.

Ich hebe den berühmten Stinkefinger, lasse Daniel los und verschwind auf der Toilette. Da ich nur pinkeln muss, bin ich schnell wieder draußen. Da steht doch tatsächlich der Huper vor Daniel und schreit rum.

Ich höre Wörter wie Arschficker, Afterdirne und Schwanzlutscher. Binnen Sekunden bin ich hinter dem Schreihals, fasse ihn an der Schulter und zieh ihn herum. Offensichtlich hat er so was erwartet, denn in der Drehung schlägt er mit seiner Faust in meinen Bauch.

Mir bleibt die Luft weg, aber jetzt sehe ich rot. 13 Jahre Judotraining brechen aus mir raus und mit einem dumpfen Krach fliegt der unangenehme Zeitgenosse in den Schnee.

Schreiend und fluchend rappelt er sich auf, zieht ein Messer und dringt wieder auf mich ein. Ich werde kalt wie eine Hundeschnauze und beobachte jede seiner Bewegungen. Meine Nerven sind zum Zerreißen gespannt und an den Augen erkenne ich, welch ein Hass mir hier entgegen schlägt.

Das hier geht ums Leben und plötzlich springt er vor und stößt das Messer in meine Richtung. Ich mache einen Schritt auf ihn zu, greif seinen Messerarm hinter dem Gelenk und drehe ihn mit einem Ruck nach hinten. Mit einem Dreh kugele ich den Arm aus dem Gelenk und mein Gegner geht schreiend zu Boden.

Ich denke, dass er jetzt genug hat und wende mich Daniel zu, der mit aufgerissenen Augen immer noch wie angewurzelt am Truck steht.

„Pass auf“, schreit er und als ich mich umdrehe, spüre ich einen wahnsinnigen Schmerz in meinem linken Bein. Der andere hat doch tatsächlich das Messer mit der anderen Hand gefunden und mir die Klinge über die linke Wade gezogen. Jetzt ist meine Vernunft dahin und ich werfe mich auf ihn und schlage wie ein Irrer mit beiden Fäusten auf ihn ein.

Der Schmerz raubt mir den Verstand und erst Daniel, der sich von hinten an mich hängt und immer wieder laut „Aufhören, du schlägst ihn tot!“, in meine Ohren schreit, bringt mich wieder auf den Boden der Tatsachen zurück.

Mein Gegner liegt jetzt reglos auf dem Boden und blutet am Kopf und ich fühle am Hals, ob der Puls noch geht. Er lebt und ich sage zu Daniel: „Hier, sperr das Auto auf und setz einen Notruf ab, ich werde den Kollegen mal erst sichern.“ Daniel macht gleich Geschick und ich nehme den Gürtel von dem Kerl und binde seine Arme auf dem Rücken zusammen. Als ich den ausgekugelten Arm nach hinten bringe, fängt er an zu stöhnen. Ich drehe ihn auf die Seite und winkele ein Bein an, damit er nicht zurückrollen kann.

Ich krempele das Hosenbein hoch und sehe eine cirka 7 cm lange tiefe Schnittwunde etwa 15 cm über dem Knöchel. Blut quillt aus der Wunde und das tut jetzt mal sau weh. Ich setze mich vorsichtig auf den Boden, fange an zu zittern und bin froh, dass Daniel kommt und mich in den Arm nimmt. „Hol bitte meine Jacke und zieh deine auch an, es ist alles schon schlimm genug. Wir müssen uns ja nicht noch eine Lungenentzündung holen. „Dein Bein, ist es schlimm?“, fragt Daniel besorgt und ist total aufgeregt, „hast du starke Schmerzen. Sag doch was, das macht mich ganz krank.“ „Halt mich einfach nur fest, das hilft mir jetzt am meisten“, antworte ich, „und wenn du mir einen Kuss gibst, dann sind die Schmerzen gleich nicht mehr so schlimm.“ Schnell holt er die Jacken und hilft mir beim anziehen, nachdem er seine Jacke übergezogen hat.

Jetzt hören wir ein Martinshorn und sehen einen Polizeiwagen auf den Parkplatz fahren. Daniel winkt und sie halten in unmittelbarer Nähe. „Der Arzt muss gleich kommen, was ist passiert?“, wollen die Beamten wissen.

Ich erzähle schnell, was und wie es passiert ist. Der Dreckskerl am Boden versucht sich aufzurichten, kommt aber nicht hoch. Die Beamten setzen ihn auf und sofort fängt er an, diese und uns auf das übelste zu beschimpfen. Die Beamten suchen seine Papiere und geben über Funk die Daten weiter. Jetzt kommt auch endlich der Arzt und er wird gleich von den Beamten eingewiesen.

Der Arzt will mich ins nächste Krankenhaus bringen, um das die Verletzung dort nähen zu lassen. Er meint, ich müsse dann wohl ein bis zwei Tage dort bleiben.

„Das kommt für mich überhaupt nicht in Frage. Ich habe noch 50 km bis nach Hause und 20 to Tiefkühlkost, die heute noch ausgeliefert werden müssen. Nähen Sie das bei, das muss doch mit örtlicher Betäubung machbar sein. Mit ein paar Schmerztabletten komm ich dann locker nach Hause. Hier bleibe ich nicht, übermorgen ist Weihnachten und ich werde das Fest nicht im Krankenhaus verbringen“, erwidere ich und ich bin fest entschlossen, notfalls mit einem selbst gemachten Verband zu fahren

Der Arzt ist nicht begeistert und sagt was von auf eigene Verantwortung. Als Daniel sagt, dass sein Vater Arzt ist und nach unserem Eintreffen zu Hause direkt die Verletzung behandeln kann, gibt der Arzt seinen Widerstand auf und bereitet alles vor.

Sein Assistent hat mittlerweile die Verletzungen meines Gegners versorgt und auch den Arm wieder eingekugelt. Die Beamten verfrachten ihn in den Polizeiwagen, nicht ohne ihm vorher Handschellen anzulegen. Der soll dann nachher ins Krankenhaus zur Untersuchung gebracht werden. Die Überprüfung seiner Person haben einige Gewaltdelikte ans Tageslicht gebracht und er ist kein unbeschriebenes Blatt.

Ich bin froh, dass der jetzt aus meinem Blickfeld verschwunden ist. Der Arzt beginnt jetzt mit der örtlichen Betäubung und ich habe das Gefühl, dass er reichlich spritzt, damit ich nichts merke und es auch ein bisschen länger anhält. Daniel hält mich im Arm und küsst andauernd meinen Nacken und als die Schmerzen nachlassen, näht der Doktor die Wunde mit 5 Stichen.

Es ist ein Butterflymesser und er meint, das wäre Glück im Unglück, weil die nur eine schmale Klinge haben und keine größeren Blutgefässe verletzt worden sind. Er spritzt noch einmal eine Ampulle neben die Einstichstelle und verbindet dann das Bein. Dann schreibt er einen Zettel, den er Daniel gibt, „Da hab ich aufgeschrieben, was ich gespritzt habe und wie viel. Dein Vater weiß dann Bescheid. Ihr Freund muss das Bein auf jeden Fall schonen, Bettruhe wäre das einzig richtige, sobald ihr zu Hause seid. Frohe Weihnachten und Tschüss, gute Besserung.“

Der Arzt macht sich wieder auf den Weg und die Polizei nimmt noch unsere Personalien auf, „Sie werden wohl nach Weihnachten beide zu einer Vernehmung hier bei uns erscheinen müssen, vielleicht geht das aber auch in Saarlouis. Das entscheidet aber unser Chef. Sie kriegen auf jeden Fall rechtzeitig Bescheid. Und jetzt fahrt vorsichtig nach Hause. Frohes Fest und gute Besserung.“

Wir bedanken uns und Daniel hilft mir beim Aufstehen. Wir gehen zum Wagen und ich habe momentan überhaupt keine Schmerzen. Rein ins Führerhausund erst mal eine innige Umarmung uns ein langer Kuss. „Ich bin fix und fertig“, flüstert Daniel in mein Ohr, „ich wäre gestorben, wenn er dich erstochen hätte. Lass uns in Zukunft etwas vorsichtiger in der Öffentlichkeit sein.“ „Ich bin nicht gewillt, mich immer zu verstecken, aber wir werden schon etwas mehr aufpassen, und wenn wir gemeinsam unterwegs sind, werden wir in Zukunft immer zusammen bleiben“, entgegne ich, „und jetzt werde ich meinem roten Brummer mal die Brust geben, damit wir endlich nach Hause kommen.“ „Hätte ich nur nicht zur Toilette gemusst, dann wäre das alles nicht passiert“, seufzt Daniel. „So einen Quatsch will ich hier nicht hören“, sage ich etwas schärfer als gewollt, „hier gibt es nichts, was du dir vorwerfen musst. Ich will das nicht wieder hören, mein Schatz.“

Ich gebe Daniel das Handy und sage, er soll seinen Vater anrufen und im mitteilen, das wir etwa in einer Stunde bei ihm zu Hause eintreffen werden. Er ruft an und erzählt seinem Vater, was vorgefallen ist und dass er sich später um mein Bein kümmern muss. Das ganze sorgt natürlich für eine gewisse Aufregung, aber Daniel beruhigt seinen Vater und sagt, dass wir jetzt losfahren und alles im Griff haben.

„Papa, ich muss Euch noch was sagen, ich habe mich verliebt und werde euch heute noch meinen Freund vorstellen.“ „Ja, Papa ich bin auch ganz glücklich, bis später. Ich liebe euch auch.“

Nun rufe ich meinen Vater an und erzähle von dem Vorfall auf dem Parkplatz und den Folgen .Er soll sich jetzt schon Gedanken machen, wer den Zug nachher bei Daniels Eltern abholen soll. Er sagt, dass er sich um alles kümmern will und fragt noch nach Daniels Adresse und Telefonnummer. „ Wir wollen jetzt endlich los, bis später“, sage ich und lege auf.

Anlassen, Stufe, Gas, 20, Stufe, Gas 30, 40, Stufe, Gas, binnen kürzester Zeit zeigt der Tacho satte 85 und es geht zügig voran.

„Offensichtlich wissen deine Eltern, dass du schwul bist?“, frage ich Daniel. „Ja, seit etwa 5 Monaten wissen sie es. Meine Mutter hat wohl etwas gespürt und eines Abends, als die Zwillinge schon im Bett waren, da haben sie mich angesprochen. Mein Vater sagte, meine Mutter hätte den Verdacht geäußert, das ich wohl mehr an Jungen als an Mädchen interessiert wäre. Wenn ich denn also schwul wäre, dann hätte das keinen Einfluss auf unser Familienleben und sie hätten auch absolut kein Problem damit. Ich habe vor Freude geheult und sie haben mich beide in den Arm genommen. Am nächsten Tag habe ich es dann meinen Brüdern erzählt und sie gebeten, anderen gegenüber nichts davon zu sagen. Die haben das auch ganz cool aufgenommen.“

„Bei mir ist es ähnlich gelaufen, allerdings hatte ich mich schon meinem besten Freund Oliver gegenüber geoutet. Wir kennen uns schon aus dem Kindergarten und er war immer der allerbeste Freund, den man sich wünschen kann.

Meine Schwester hat es dann auch noch vor meinen Eltern erfahren, aber das war wohl mehr ein dummer Zufall. Sie wollte sich ein Buch bei mir ausleihen und hat dabei eins über ein schwules Paar gegriffen. Das, und das Nachdenken über ein paar andere Sachen haben sie dann dazu gebracht, mir auf den Kopf zuzusagen, dass ich schwul bin.

Das war eine unmögliche Situation für mich, aber sie versprach mir hoch und heilig, niemanden etwas zu erzählen. Darauf hin habe ich es dann zugegeben.

Meinen Eltern habe ich es dann erzählt, als wir von einer Hochzeit eines Cousins zurück kamen und meine Mutter fragte, ob sie denn in absehbarer Zeit auch so eine schöne Hochzeit ausrichten könnte. Ich habe dann gesagt, vielleicht für Kerstin, für mich wohl eher nicht.

Darauf sagte mein Vater, ich solle mir mal kein Kopfweh machen. Er hätte längs gemerkt, dass ich mich wohl eher nicht für Frauen begeistern könnte. Dann meinte er noch, er wäre auch nicht böse, wenn ich einen jungen Mann mit nach Hause bringen und den als meinen Schatz vorstellen würde. Ich habe mich dann geoutet und von da an war alles in bester Ordnung.“

Der Motor brummt gleichmäßig und der Tacho zeigt 90 km/h. Wir haben die Landesgrenze schon länger passiert und haben noch etwa 7 km bis nach Saarlouis. Ich schalte das Navi ein und gebe Daniels Strasse und Hausnummer ein. Wir kommen nach Roden, ein Ortsteil von Saarlouis und 5 Minuten später sagt das Navi: „Sie haben das Ziel erreicht.“

Noch bevor der Motor zum Stillstand kommt, wird die Haustür geöffnet und zwei jüngere Ausgaben von Daniel rennen auf den Lkw zu. Mein Schnuckel ist wie ein geölter Blitz aus dem Führerhaus gesprungen und wird nun von seinen Brüdern heftig umarmt und geknuddelt. Ich klettere auf meiner Seite aus dem Wagen und gehe vorsichtig um den Wagen herum. Jetzt kommen auch Daniels Eltern aus dem Haus auf uns zu. Daniel löst sich aus dem Knäuel und ruft die beiden zur Ruhe.

Alle versammeln sich jetzt um mich und Daniel sagt:“ Darf ich Euch den Mann vorstellen, der mich aus meiner misslichen Lage befreit hat und in den ich mich wahnsinnig verliebt habe? Das ist Stefan Gross und seit gestern ist er mein Schatz.“

Vier Augenpaare mustern mich von oben bis unten und offensichtlich ist man mit dem, was da vor ihnen steht, zufrieden. Daniels Vater reicht mir die Hand und sagt: „Herzlich willkommen und noch mal Danke für Ihre Hilfe. Wir sind froh, dass Sie und Daniel jetzt da sind und als erstes wollen wir uns mal um die Verletzung kümmern. Kommt bitte mit ins Haus.“

Alle geben mir nun nacheinander die Hand und jeder sagt ein paar nette Worte zu mir. „Vielen Dank für die nette Begrüßung, aber ich möchte gleich klarstellen, das ich der Stefan und nicht ein Herr Gross bin“, erwidere ich, „und ich freue mich riesig, die Familie von meinem Schatz so schnell kennen zu lernen.“ „Nun, dann bin ich der Klaus, das ist Edith und die beiden rufen wir Mike und Chris, obwohl sie eigentlich Michael und Christian heißen. Es wird sowieso noch eine Weile dauern, bis du die zwei da auseinander halten kannst.“

Lachend gehen wir nun alle ins Haus und Daniel bringt mich direkt in ein großes, gemütlich und hell eingerichtetes Wohnzimmer und drückt mich auf die Couch. Klaus kommt mit einem Hocker und eine Decke und dann legt er mein Bein vorsichtig auf den mit der Decke gepolsterten Hocker. Ich ziehe das Hosenbein nach oben und der Verband kommt zum Vorschein.

Edith sagt: „Ich mach uns mal frischen Kaffee“, und verschwindet in der Küche. Daniel sitzt neben mir und hält meine Hand und die Zwillinge stehen hinter der Couch und sehen zu, wie Klaus jetzt vorsichtig den Verband aufschneidet. Offensichtlich hat die Wunde noch nachgeblutet, denn der Verband und die Wundauflage sind ziemlich rot. Klaus tupft nun Ein- und Ausstich mit Alkohol ab und reinigt den ganzen Wundbereich gründlich.

Daniel hat im schon zuvor den Zettel vom Notarzt gegeben und Klaus zieht jetzt ebenfalls zwei Spritzen auf. „Ich spritze dir jetzt ein Antibiotikum, das gleiche wie mein Kollege es schon gespritzt hat und dann ein Schmerzmittel, allerdings ein stärkeres, weil du ja jetzt kein Auto mehr fahren musst. Mit dem Mittel darf man kein Fahrzeug mehr lenken, weil das auf das zentrale Nervensystem wirkt.“

Die Einstiche und das Spritzen merke ich kaum, aber ich merke langsam, dass mir doch eine Menge Schlaf fehlt. Ich schaue Daniel an und auch er sieht nicht mehr ganz so frisch aus. „Ich bin ganz schön kaputt“, sage ich zu ihm, „und würde gern ein wenig schlafen.“ „Ich bin auch nicht mehr fit und könnte ein Nickerchen gebrauchen“, antwortet er.

Als der Verband fertig ist, meint Klaus, wir sollten einfach hoch in Daniels Zimmer gehen und ein bisschen schlafen und außerdem wäre es gut, wenn ich gleich über Nacht dableiben würde. Erstens würde das Bein geschont und zweitens wäre er ja dann in der Nähe, falls die Wunde Probleme machen sollte. „Und morgen früh können wir, wenn du geduscht hast, gleich den Verband erneuern. Ich denke, dass Daniel bestimmt kein Problem damit hat, wenn du bei ihm im Bett schläfst“, sagt er und kann sich ein Grinsen nicht verkneifen.

„Papa, was soll das? Ich habe bereits gesagt, dass wir jetzt zusammen gehören und dass wir uns lieben. Ich müsst euch also mit dem Gedanken anfreunden, dass wir immer, wenn wir zusammen sind, auch in einem Bett schlafen werden. Ich gebe Stefan nicht mehr her!“

„Damit haben wir kein Problem“, meldet sich Stefans Mutter, „und bevor wir jetzt noch weiter darüber reden, wer wo schläft, trinken wir mal noch einen Kaffee.“

Der Kaffee ist dann doch schnell getrunken und ich bitte Daniel, mir sein Zimmer zu zeigen, damit ich mich endlich ein wenig erholen kann. Allerdings müssen wir jetzt noch schnell die ganze Geschichte erzählen, vom Zusammentreffen auf dem Parkplatz bis hin zu unserer Ankunft vor dem Haus. „Mensch, das ist ja wie in einem Roman“, sagt Mike, „dass man in zwei Tagen so viel erleben kann. Das ganze ist einfach toll. Na ja, was den Idioten mit dem Messer angeht, das war wohl nicht so prickelnd, darauf hättet ihr bestimmt verzichten können.“

Klaus will dann meinen Vater anrufen und ihn bitten, mit meiner Mutter doch einfach hierher zu kommen. Dann kann er sich auch um den LKW kümmern und gleichzeitig wäre das wohl die beste Gelegenheit, sich kennen zu lernen. Ich finde die Idee gut und auch die anderen sind begeistert von dem Vorschlag.

Daniel nimmt meinen Arm, zieht mich on der Couch hoch und schiebt mich in Richtung Treppe. Ich gebe Klaus den Truckschlüssel und sage ihm, dass die Zwillinge schon Daniels Sachen aus dem Wagen holen können damit dass später nicht vergessen wird. Der Wagen muss nämlich noch heute nach Bous zum Aldi-Depot.

Dann gehen wir die Treppe hoch und Daniel führt mich in sein gemütliches und auch toll aufgeräumtes Zimmer. „Ich sehe schon, hier wohnt ein Saubermann“, grinse ich und schau ihn spitzbübisch lächelnd an. „Du kannst froh sein, das du verletzt bist sonst würdest du mal gleich gut ausgekitzelt“, flachst er zurück und schiebt mich Richtung Bett.

Das Bett ist 1,40 m breit und reicht locker für Zwei. Nachdem die Hosen und Pullis ausgezogen sind, schlüpfe ich als erster unter die Decke und rutsche soweit wie möglich an die Wand, damit mein Schnuckel auch Platz genug hat.

Der lässt noch den Rollladen am Fenster ein gutes Stück runter und krabbelt dann ebenfalls unter die Decke, wo ich ihn sofort fest in den Arm nehme. „Du hast mich schon seit ewigen Zeiten nicht mehr geküsst“, flüstere ich in sein Ohr, „liebst du mich denn schon gar nicht mehr?“

Als Antwort küsst er mich, dass mir fast die Luft weg bleibt und wieder überwältigt mich ein wahnsinniges Glücksgefühl. „Daniel mein Stern, ich bin so glücklich, dass ich dich gefunden habe“, stottere ich und meine Augen füllen sich wieder einmal mit Freudentränen.

„Ich gebe dich auch nie wieder her, aber lass uns jetzt ein wenig schlafen“, flüstert er und kuschelt sich eng an mich. Es dauert nicht lang, da sind wir beide fest eingeschlafen.

Während wir schlafen, ruft Klaus bei meiner Familie an. „Hallo, hier ist Klaus Schneider. Ich bin der Vater von Daniel, den Ihr Sohn Stefan gestern Nacht auf einem Parkplatz angetroffen und mitgenommen hat.

Die Beiden sind jetzt hier bei uns, die Verletzung ist versorgt und sie haben sich beide etwas hingelegt. Die waren ganz schön geschafft. Der Zug steht hier vor dem Haus und Stefan meinte, sie sollten sich doch bitte um die Abholung bemühen. Er kann und darf jetzt nicht mehr fahren, denn ich habe ihm ein starkes Schmerzmittel verabreicht.

Wir würden uns freuen, wenn sie im Laufe des Nachmittags mit Ihrer Familie zu uns kommen könnten. Dann können sie die beiden begrüßen und wir können uns alle mal kennen lernen, Ich glaube, dass unsere Familien sowie so in Zukunft so gut wie verschwägert sind. Bestimmt sind sie ja auch gespannt, die ganze Geschichte, die sich da abgespielt hat, zu hören.“

„Gut, Herr Schneider, dann werde ich mal alles organisieren und ich denke, das wir so in etwa 2 Stunden bei Ihnen sind. Den Lkw lasse ich von Stefans Freund Oliver schon vorher abholen und nach Bous fahren. Meine Tochter Kerstin bringt ihn mit dem Auto zu Euch und er kann dann auch die Zugmaschine zu uns in den Hof bringen. Bis später also und Danke. Tschüss!“

30 Minuten später klingelt es und Oliver und Kerstin stehen vor der Tür. „Kommen Sie bitte herein“, sagte Edith, als sie die Haustür öffnet, „die beiden Grossen schlafen, aber der Rest der Familie würde sie gern kennen lernen.“ Sie führt die beiden ins Wohnzimmer, wo Klaus und die Zwillinge bereits warten. „Hallo, können wir gleich im Truck mitfahren“, platzt Chris direkt heraus. „Mal langsam, junger Mann“, sagt Klaus, „zuerst wollen wir uns mal miteinander bekannt machen. Danach ist dann immer noch Zeit für eure Fragen.“ Er stellt seine Familie vor und Oliver stellt sich und dann Kerstin als seine Freundin vor.

„Ich hoffe, Oliver, sie haben kein Problem damit, das sie jetzt noch einen Freund als Zugabe erhalten denn so wie es aussieht, haben die beiden Grossen sich gesucht und gefunden. Sie sind wohl schwer verliebt ineinander.“ „Das freut mich sehr und Kerstin bestimmt auch. Stefan ist so ein feiner Kerl und hat einen lieben Partner verdient. Ich denke, für unsere langjährige Freundschaft ist immer noch Raum genug und Ihr Sohn wird bestimmt noch ein bisschen Stefan für mich übriglassen“, antwortet Oliver mit einem leichten Grinsen auf dem Gesicht.

„Jetzt müssen wir uns aber um den Truck kümmern“, sagt er und an die Zwillinge gewandt fährt er fort: „Ihr beiden wollt also mitfahren, dagegen ist nichts einzuwenden. Kerstin muss uns dann von der Spedition aus wieder hierher zurück fahren, denn ich will auf jeden Fall meinen Freund und seinen Schatz heute noch begrüßen.“ „Wird selbstverständlich erledigt“, sagt Kerstin, „dann fahr ich jetzt erstmal wieder nach Hause und warte dort auf euch.“

„Auf geht’s“, sagt Oliver, ließ sich von Klaus die Schlüssel geben. Die Zwillinge und er besteigen den Truck und Oliver macht sich mit ihnen auf den Weg nach Bous. Kerstin sagt ebenfalls tschüss und fährt nach Hause.

Ich werde wach, weil mir ein feuchtwarmes Etwas meinen Hals und mein linkes Ohr streichelt. Es ist Daniel, der mich sanft mit seiner Zunge aufweckt. Wieder so ein wahnsinniges, unbekanntes Glücksgefühl, das nie mehr aufhören soll. Leichte Schauer laufen meinen Rücken runter und ich merke, dass Klein-Stefan offensichtlich auch wach geworden ist. An meinem Rücken merke ich dann, dass auch Klein-Daniel bereits zur Hochform aufgelaufen ist. Ich fange an mich sanft an dieser Beule in meinem Rücken zu reiben und spüre, wie mein Schatz noch näher an mich rückt.

Seine Hand wandert an meinem Bauch nach unten und fängt an, meine Beule zu reiben. Ich schiebe meine Hand zwischen uns und suche seinen Hosenbund. Als ich in seine Hose fahre und sein bestes Stück mit meiner Hand umfasse, hält er die Luft an. Dann beginnt er leise zu stöhnen und ich reibe zärtlich sein Ding. Es dauert nur ein paar Sekunden bis er sich verkrampft und stöhnend seinen Samen auf meinen Rücken und über meine Hand verteilt.

Als sein Atem wieder ruhiger geht, rutsch seine Hand in meine Shorts und nun reibt er zärtlich meinen Schwanz. Ich versinke in Glücksgefühlen, lasse mich fallen und so wie vorher bei ihm ist nach wenigen Sekunden der Punkt erreicht, an dem alles Glück der Welt über einem zusammenbricht.

Ich schnaufe wie eine Lokomotive, solche Gefühle waren mir bisher noch nie beschert worden und ich kann nicht anders, als wieder mal ein paar Tränen zu drücken. Ich hab halt nah am Wasser gebaut.

Ich drehe mich zu ihm um und fange an, ihn zu küssen. „Danke, dass du bei mir bist, Danke dass es dich gibt und danke, dass du ausgerechnet mich so lieb hast“, flüstere ich ihm ins Gesicht und küsse ihm zwei dicke Tränen von den Wangen.

„Bitte Stefan, versprich mir dass du mich nie mehr verlässt, ich weiß sonst nicht was ich machen werde. Ich will und kann jetzt schon ohne dich nicht mehr leben“, flüstert mein Kleiner und lässt mich in seinen braunen Augen ertrinken.

„Ich werde dich nicht verlassen solange du mich liebst und wenn du mich wirklich einmal nicht mehr lieben solltest, dann will ich nicht mehr weiter leben. Du bist meine große Liebe und ich will für immer mit dir zusammen sein.“ Wieder muss ich ihn küssen und unsere Zungen spielen miteinander.

Nach einer Viertelstunde, in der wir uns nur festhalten und küssen, sagt er zu mir: „Komm, lass uns duschen gehen, damit wir fertig sind, wenn jemand ins Zimmer kommt. Das Bett muss ich wohl auch frisch machen, das ist ganz schön feucht geworden hier drin.“ Ich grinse ein wenig und wälz mich vorsichtig aus dem Bett. Die Shorts klebt vorne und hinten an meinem Körper. Wir gehen ins Bad und entledigen uns unserer Kleider. Wir wickeln eine Plastiktüte um den Verband und Daniel klebt einen Klebestreifen so darüber, dass der Verband nicht nass werden kann.

Ups, da regt sich ja schon wieder was. Wir betrachten uns gegenseitig und wir sehen uns wachsen. „Du bist wunderschön Daniel“, sage ich, und streichele seine Brust. „Du bist auch wunderschön, du siehst einfach fantastisch aus, wenn du gar nichts anhast“, erwidert er und seine Hände streicheln über meinen Po. Das macht mich aber jetzt schon wieder ganz nervös und ich schieb ihn vorsichtig in die Duschkabine, nur um gleich hinterher zu gehen. Wir drehen das Wasser auf und unter dem warmen Wasserstrahlen konzentrieren wir unser streicheln und knuddeln wieder auf die Körpermitte des jeweils anderen. Nach wenigen Minuten haben wir zum zweiten Mal das Paradies durchschritten und halten uns eng umschlungen und total glücklich aneinander fest, bereit, nie mehr loszulassen.

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