Eric Einarson – Der versprochene Mann – Tür 3

Ich klopfte kurz an die Holztür und wartete noch etwas. Als sich daraufhin auch nichts tat, zog ich Kims Wagenschlüssel hervor, an dem sich auch ein Haustürschlüssel befand. Gerade, als ich den Schlüssel in das Schloss stecken wollte, wurde die Tür aufgezogen.

„Haben sie sich vielleicht an der Haustür geirrt?“, meinte der ältere Mann vor mir und zeigte auf den Schlüssel in meiner Hand.

Ich brauchte etwas, mich zu fassen.

„Oh, nein, entschuldigen sie, ich bin wegen Kim hier.“

„Kim ist nicht zu Hause…, darf ich fragen wer sie sind?“

„Entschuldigen sie bitte, wo bleibt mein Anstand.“

Ich griff in meine Innentasche der Jacke und zog meinen Ausweis hervor.

„Ich bin Eric Einarson, ein Kollege von Kim…“

Die Augen des Mannes zogen sich zusammen und er schaute meinen Ausweis genau an.

„Sie sind der erste Kollege, der hier vorbei schaut, aber wie gesagt, Kim ist nicht zu Hause.“

Das war jetzt eine etwas verfahrene Angelegenheit. So beschloss ich ihn zu fragen, wer er denn sei.

„Sie sind…?“

„Kims Vater… Jon Brigson.“

Mist, auch noch seinem Vater.

„Ihr Sohn… hatte heute Nacht…, einen Unfall und ich wollte ihm ein paar Sachen für das Krankenhaus holen…“

„Unfall, sagen sie?“

„Er wurde… überfallen, aber ich kann sie beruhigen, man wollte ihn nur zur Beobachtung über Nacht dabehalten. Ich wollte nur ein paar Sachen zum Anziehen für Kim holen.“

„Ich zeige ihnen sein Zimmer…“, meinte mein Gegenüber und drehte sich um.

Ein besorgter Vater hörte sich anders an. Verwundert folgte ich ihm ins Haus und schloss hinter mir die Haustür.

„Sie müssen die Unordnung entschuldigen, aber meine Frau ist verreist.“

„Kein Problem“, erwiderte ich.

Also lebte Kim noch mit seinen Eltern zusammen. Kims Vater lief den schmalen Flur entlang, bis zu einer Treppe.

„Es gibt nur ein Zimmer oben…, sie können es nicht verfehlen…“

Von wegen ein Zimmer. Als ich oben angekommen war, stand ich nun vor zwei Türen. Mein Blick wanderte noch einmal die Treppe hinunter, aber Kims Vater war bereits verschwunden.

Komischer Mensch, dachte ich mir, aber Kim hatte, wie gesagt, noch nicht viel über sich erzählt.

Ich öffnete die rechte Tür als erstes und war wohl in Kims Bad gelandet. Eigentlich praktisch, denn Zahnbürste und solche Dinge brauchte Kim schießlich auch. Mit allen Dingen, in einem kleinen Beutel verstaut, ging ich dann in das andere Zimmer.

Erst jetzt kamen mir Zweifel, ob das, Kim überhaupt recht war. Vielleicht hätte ich ihn doch vorher fragen sollen. Aber so gesehen, es war auch eine klare Order von Anna. Oder dachte sie, ich wäre mit Kims Zuhause etwa vertraut?

Ich schüttelte den Kopf, um diese Gedanken zu verdrängen und betrat Kims Zimmer. Drinnen blieb ich erst einmal stehen. Ich fühlte mich plötzlich in einem anderen Land. Hier stach Kims asiatische Herkunft durch. Nichts erinnerte hier daran, dass wir in Island waren.

In der Mitte des Zimmers stand ein niedriger Tisch ohne Stühle, auf dem sich ein Laptop befand, dahinter stand ein großes Futonbett. Die Wand hinter dem Bett war mit dicken Bambusstöcken verkleidet, an der gemalte Landschaften hingen.

Die Kommode und der Schrank rechts und links davon, sahen aus, wie aus einen dieser alten chinesischen Kostümfilme, dunkles Holz mit Eisenbeschlägen und jede Menge malerische Verzierungen. Direkt neben der Tür befand sich noch ein Regal, voll mit Büchern.

Ich besann mich auf den Grund meines Kommens und ging als erstes zu diesem altertümlichen Schrank. Ich zog an einem der Ringe und öffnete ihn. Fein säuberlich hingen da Hemden und Anzüge.

Das konnte Kim im Krankenhaus wohl nicht gebrauchen. So zog ich die andere Tür auf und Fächer kamen zum Vorschein. T- Shirt und Pullover kamen ins Blickfeld. Das war schon eher das, nachdem ich suchte.

Ich zog vorsichtig einen Wollpullover heraus und zwei Shirts. In den zwei Schubladen, unten im Schrank fand ich dann auch Unterwäsche und Socken. Ich musste grinsen, als ich seine Shorts heraus zog. Sie war viel kleiner als meine.

Eine Tasche zu finden, war doch etwas schwerer, wurde dann aber in der Kommode fündig. Turnschuhe und etwas ältere Latschen fand ich auch noch. Alles fein säuberlich in der Tasche verstaut, schaute ich mich noch einmal kurz im Zimmer um.

Vergessen hatte ich hoffentlich nichts. Mein Blick fiel auf den Laptop. Sollte ich ihm das auch mitnehmen, schließlich wusste ich nicht, wie lange er im Krankenhaus bleiben musste. So klappte ich es zu und verstaute es samt Kabel ebenso in der Tasche.

So beladen, verließ ich Kims Reich und machte mich wieder auf den Weg nach unten. Dort angekommen, suchte ich seinen Vater. Irgendwo lief ein Fernseher. So folgte ich dem Geräusch und fand ihn dort in einem Sessel.

„Herr Brigson, ich habe alles gefunden und werde dann gehen…“

Er schaute kurz zu mir und nickte.

„Soll ich ihrem Sohn etwas ausrichten, oder möchten sie vielleicht gleich mit kommen und ihn besuchen?“

Wieder schaute er kurz mir und schüttelte den Kopf, ohne einen Ton zu sagen.

„Gut, ich werde dann wieder gehen…!“

Dieses Mal nickte er nur und schaute mich nicht mal mehr an. Sehr komischer Mensch. Ohne weiter etwas zu sagen, verließ ich das Haus.

*-*-*

Dieses Mal ohne Schwierigkeiten, fand ich das Krankenhaus sofort. Schwieriger erwies es sich einen Parkplatz zu finden, denn im Unterschied zu gestern Nacht, war der Parkplatz nun gut gefüllt.

Ich musste etwas herum fahren, bis ich endlich eine Lücke entdeckte. Für den kleinen Wagen von Kim brauchte ich ja nicht viel Platz. Ich griff nach der Tasche meines Kollegen und stieg aus.

Mir kam es so vor, als wäre es heute am Tag viel kälter, als ich gestern Kim hier gebracht hatte. Drinnen angekommen, machte ich mir erst etwas Luft. Dann lief ich zum Empfang, da ich ja nicht wusste, wo er untergebracht war.

„Eric?“, hörte ich jemand meinen Namen rufen und drehte mich um.

Frau Doktor Tinna Gyselhaf höchst persönlich.

„Hallo Tinna.“

„Hallo Eric, ist alles in Ordnung mit ihnen?“

„Mit mir?“

Ich zeigte auf mich.

„Ja, sie hier, mit einer Tasche…“

„…, die ich für einen Kollegen gebracht habe. Ich habe ihn gestern hergebracht, nachdem er von irgendjemand verprügelt wurde.“

„Das hört sich schlimm an…, kann ich den Namen erfahren?“

„Kim Jonson.“

„Einen Moment, ich schaue nach…“

Sie umrundete die Theke des Empfangs und ging einfach an den Computer, obwohl da eine Kollegin saß, die notgedrungen Platz machen musste. Dann hörte ich sie etwas murmeln, sie lass wohl die Krankenakte, aber außer komisch klingende Wörter wie Commotio cerbri, verstand ich nichts.

„Okay, es wird wohl noch etwas bei uns bleiben, zumindest, bis die Gehirnerschütterung weitgehend überstanden ist.“

Ich nickte.

„Die Prellungen und die angeknackste Rippe dürften kein Problem sein. Da wird er wohl eine Weile langsam machen müssen.“

All das hatte ich schon gestern Nacht vom zuständigen Arzt gehört, aber ich ließ sie im Glauben, mir etwas Neues erzählt zu haben.

„Und in welchem Zimmer finde ich ihn?“

Sie schaute abermals auf den Monitor vor sich und hob dann wieder lächelnd ihren Kopf.

„Zimmer 213, im oberen Stockwerk, rechte Seite.“

„Herzlichen Dank für ihre Hilfe, Tinna… vielleicht sieht man sich ja irgendwann mal wieder“, bedankte ich mich lächelnd bei ihr, schaute mich kurz um und wurde fündig. Das Treppenhaus.

Mir war es egal, dass ich sie einfach stehen ließ, Kim war mir nun mal wichtiger. Nachdem ich die ersten Stufen genommen hatte, stutze ich und blieb stehen. Die Dame wird sich doch keinerlei Hoffnungen machen?

Ich schüttelte den Kopf und lief weiter. Wenig später stand ich vor Zimmer 213 und klopfte. Da nicht zu hören war, schob ich die Tür leise auf und betrat den Raum. Es standen zwar zwei Betten im Zimmer, aber Kim schien hier wohl alleine zu liegen, das andere Bett war unberührt.

Ich stellte die Tasche auf eben diesem leeren Bett ab und ging zu Kim hin, der immer noch seine Augen geschlossen hatte. Ein dicker Verband zierte seinen Kopf. Wecken wollte ich ihn nicht, aber einfach wieder gehen auch nicht.

So holte ich mir leise den Stuhl, der in der Ecke stand, stellte ihn vorsichtig neben das Bett und ließ mich nieder. Ich zog mein Handy hervor und klinkte mich im Büro ein. Hekla hatte wie nicht anders erwartet, alle Daten vom Sonntag eingegeben und auch die Bilder, die Alexander gemacht hatte, waren einsehbar.

Sie hatte sich sogar die Arbeit gemacht, sämtliche von mir aufgeschriebenen Daten einzufügen, so war mittlerweile ein kleiner Dossier entstanden. Wie sie an die Notizen kam, wusste ich nicht.

Mein Notizbüchlein war auf meinem Schreibtisch gelegen, bevor ich gestern das Büro verlassen hatte. Kim begann sich zu bewegen. Seine Hand wanderte an seinen Kopf, wo er den Verband vorfand.

„Kim…?“, sagte ich leise.

Er zuckte etwas zusammen und öffnete seine kleinen Augen.

„… Eric…, was ist passiert…?“

„Du standst gestern Abend blutend vor meiner Tür…“

Er schaute zur Decke und schien die Geschehnisse vom gestrigen Abend Revue passieren zu lassen. Eine Träne verließ sein Auge. Ich griff nach seiner Hand und drückte sie etwas.

„Warum muss mir so etwas passieren…“, hauchte er leise.

„Du hast gesagt, du hast das Wort „Ausländer“ gehört…“

„Ja…“, meinte er und atmete tief durch.

„Ich war spät dran“, begann er zu erzählen, „und dachte mir, wenn ich die ganzen Unterlagen heute noch ins Büro bringe, kann ich mir morgen mehr Zeit lassen. Ich fand vor dem Haus, wo du wohnst einen Parkplatz und dachte zur Station ist es ja nicht weit. Ich lehnte mich gerade in mein Auto, um die Akten einzusammeln, die ich ins Revier bringen wollte, als ich hinter mir Stimmen hörte. Das Wort Ausländer fiel und bevor ich überhaupt reagieren konnte, zog mich jemand nach hinten und schon spürte ich den ersten Tritt an der Seite. Ich verlor die Unterlagen und stürzte zu Boden.“

„Konntest du erkennen, wie viele es waren?“

Er wollte den Kopf schütteln, hielt aber sofort inne.

„Nein, es ging alles so schnell, aber ich denke von den Stimmen her… vier oder fünf.“

„Du sagtest etwas von Jugendlichen?“

„Ja, zumindest haben sie sich so angehört… sie haben englisch gesprochen…“

Dass Kim dazu überhaupt im Stande war, sich so etwas zu merken, nachdem sie eine solche Nummer mit ihm abgezogen hatten. Er schien sich aufrichten zu wollen, aber stöhnte auf. Sanft drückte ich ihn ins Kissen zurück.

„Das lässt du mal lieber… hast du Schmerzen… soll ich jemanden holen? Du hast ein paar Prellungen und eine Rippe ist angeknackst…“

„… nein…“, Tränen rannen nun über sein Gesicht.

„Kim, sei doch vernünftig, ich sehe doch, dass du Schmerzen hast.“

Ich ließ seine Hand los und stand einfach auf. Der Knopf, um die Schwester zu rufen war schnell gefunden. Es dauerte auch nicht lange, bis jemand erschien. Ich machte der Schwester Platz, die zuerst Kims Puls fühlte.

„Ist ihnen irgendwie schlecht, oder schwindlig, Mr. Jonson?“

„Nein…, nur Schmerzen.“

„Gut, ich werde dem Arzt sagen, dass sie wach sind und ich bin ihnen gleich etwas gegen die Schmerzen.“

„… danke…!“

Die Schwester lief an mir lächelnd vorbei und verließ das Zimmer.

„Anna meinte, ich solle ein paar Sachen von dir holen…“

Nun waren Kims Augen sehr groß. Schockiert schaute er mich an.

„Du warst bei mir zu Hause, aber wie…“

„Du vergisst, ich habe seit gestern Abend deinen Wagen, deine Adresse ist auf meinem Handy abgespeichert und deine Wohnungsschlüssel habe ich auch.“

Um das Ganze zu unterstreichen, zog ich seine Schlüssel aus der Jackentasche. Kim drehte seinen Kopf weg.

„War… war er da?“

„Er? Ach so, du meinst deinen Vater, ja er hat mir aufgemacht. Netter Mann! Ich soll dich…“

Ich brach mitten im Satz ab, weil Kim mich plötzlich böse anschaute.

„Du brauchst mir nichts vorzuspielen, ich kenne meinen Vater.“

Ich ließ mich wieder auf dem Stuhl nieder.

„… sorry, ich wollte dich bloß etwas aufmuntern“, meinte ich schuldbewusst.

„Danke…, brauchst du nicht. Auf alle Fälle, nicht wenn es um meinen Vater geht.“

Bevor er weiter reden konnte, öffnete sich die Tür und ein Arzt kam herein.

„Kim, ich komme später wieder, ich werde aufs Revier gehen.“

Kim wischte sich die Tränen aus den Augen, sagte aber nichts weiter. Ich stand auf, nickte dem Arzt zu, stellte noch schnell Kims Tasche in den Schrank, bevor ich das Zimmer verließ.

Auf dem Flur lehnte ich mich erst einmal an die Wand.

Die ruhige Art, die Kim bisher ausstrahlte, mochte ich sehr, aber wie er sich eben benahm, war ein komplett fremder Kim für mich. Es dauerte einige Zeit, bis ich im Revier angekommen war.

Kims Wagen stellte ich auf dem Mannschaftsparkplatz ab und die Frage kam auf, warum Kim nicht schon gestern dort geparkt hatte, das wäre doch viel einfacher gewesen. Verwundert betrat ich das Haus, durch den Hintereingang.

Wenig später im Büro, wurde ich wie üblich freudig begrüßt.

„Wie geht es Kim?“, fragte Stefan besorgt.

„Den Umständen entsprechend, denke ich, als ich gegangen bin, kam gerade der Arzt.“

„Und warum bist du nicht im Krankenhaus geblieben?“

Das kam von Anna, die nun gerade in der Tür zu ihrem Büro stand.

„Ähm ich dachte der Fall…“

„Um den Fall kümmern wir uns. Ich habe mir übrigens erlaubt, Hekla deine Notizen zu geben.“

„Das habe ich gesehen…, danke!“

„Eric, gibst du mir bitte dein Handy“, hörte ich Hekla fragen.

Ich drehte mich zu ihr.

„Warum?“, fragte ich neugierig.

„Damit ich dir die App für Notizen darauf laden kann und du keine Handschriftlichen Notizen mehr machen musst! Dann wird es auch einfacher für mich!““

„Oh danke!“, meinte ich und reichte ihr mein Handy.

„Du gehst wieder zu Kim und versuchst mehr aus ihm heraus zu bekommen!“, meinte dann Anna wieder.

Eine klare Order. Ich überlegte kurz.

„Kim meinte, es wären vier oder fünf Jugendliche gewesen. Sehen konnte er sie nicht, aber sie hätten englisch gesprochen.“

„Englisch?“, fragte Katrin, „… vielleicht eine Gruppe im Vibrant oder Kex Hostel. Dort sind doch immer Gruppen aus dem Ausland untergebracht. Ich klemm mich gleich dahinter.“

„Mach das!“, meinte Anna und schaute dann zu mir.

Sie gab mir einen Wink zur Tür.

„Melde dich, wenn du mehr weißt. Richte schöne Grüße aus!“

Die anderen nickten, ohne etwas zu sagen.

„Okay…“, antwortete ich nur und nahm meine Tasche wieder auf, die ich zuvor auf meinen Stuhl hatte gleiten lassen.

Hekla gab mir mein Handy zurück.

„Die Handhabung ist eigentlich ganz einfach, aber ich erkläre es dir später gerne.“

„Danke… ähm… dann mal bye…“, meinte ich und verließ unser Büro wieder.

Mir war etwas komisch zu mute. Was würden die anderen denken, wenn ich mich jetzt um Kim kümmerte. Aber es war Annas Ansage, so sollte ich mir über dies keine Gedanken machen.

Leichter gesagt als getan. Ein Fetzen Gedanken bleibt immer hängen. Schnell hatte ich das Gebäude wieder verlassen und stand vor Kims Wagen. Als wäre es schon selbst verständlich, schloss ich auf, stieg ein und legte die Tasche auf den Beifahrersitz.

Dieses Handeln von Anna ließ mein Gehirn dann doch auf Hochtouren arbeiten. Plötzlich flammten so Worte wie Partnerschaft, zusammen leben und ähnliche Dinge in meinem Kopf auf. Ich hatte mir über solche Dinge noch nie richtig Gedanken gemacht.

War doch der Spießroutenlauf in der letzten Dienststelle kräftezerrend genug gewesen. Klar gab es Wünsche, nicht alleine zu sein, aber so direkt hatte ich nie Zeit gehabt, oder mir die Zeit genommen, darüber ausführlich nachzudenken.

Ich startete den Motor und rollte wenig später auf die Straße. Wie automatisch fuhr der Wagen Richtung Krankenhaus, denn meine Gedanken hingen immer noch an dieser Frage. Wollte ich wirklich eine Beziehung? Wollte ich Kim?

Nach einer viertel Stunde befuhr ich den Parkplatz des Krankenhauses. Ich wunderte mich, wie ich so schnell hier her gekommen war, die Erinnerung an die Fahrt war nicht vorhanden.

Gedankenverloren stieg ich aus und schaute zum Krankenhaus.

Ich zog die Jacke zurecht, richtete den Schal, bevor ich loslief. War Kim wirklich derjenige, den ich wollte? Wollte Kim mich überhaupt? So richtig geäußert hatte er sich nie über dieses Thema. Aber da waren diese Abende, wo wir Arm im Arm neben einander saßen und ich habe sie sehr genossen.

Als ich mich umsah, wo ich war, stand ich bereits vor Kims Zimmertür. Ich klopfte und konnte ein leises Herein von drinnen hören. Ich atmete noch einmal tief durch und schob die Tür auf.

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