Eine andere Liebe – Teil 4

Zwei Pfleger kamen angerannt.

„Sind sie verrückt“, brüllte der eine, „sie können doch nicht einfach andere Patienten nieder prügeln.“

Die beiden hatten Mühe, den wütenden Mann fest zu halten

„Was ist den hier los?”

Ein Arzt und eine Schwester kamen über den Rasen gerannt.

„Was wohl ich hab nur einwenig aufgeräumt, mit diesem Abschaum.”

„Abschaum? Ich frage mich auf wen die Bezeichnung besser passt. Schwester Renate bitte rufen sie die Polizei.”

„Was sie nehmen diesen Dreck da auch noch in Schutz?”

„Seien sie froh das ich mich dazu verpflichtet habe Leben zu retten, sonst wären sie der erste an dem ich mich vergessen könnte.”

„Lassen sie mal Doktor, sie wollen sich doch nicht auf den sein Niveau herunterlassen.”

Ich hatte wieder seine Sprache gefunden, meine Lippe blutete stark.

Eine andere Schwester kam gerannt.

„Die Polizei ist gleich da, Doktor Heibens, ich habe auch gleich Verbandszeug mit gebracht.“

Nun kam auch Schwester Renate wieder gelaufen und beugte sich zu Lukas herunter.

„Alles klar bei dir?“

„Ja meine Rippen, da ist so ein stechender Schmerz in meiner Brust.”

„Ich glaube es nicht, was ich da sehe. Das sind dreckige kranke Schwuchteln! Warum helfen sie denen auch noch? Da ist jeder Penny zuviel ausgegeben!“

Schwester Renate drehte sich herum und stand auf.

„Weil es für mich Menschen sind wie jeder andere.“

Sie ging auf ihn zu und stoppte ganz dich vor seinem Gesicht.

„Was man von ihnen nicht behaupten kann…“

„Schwester Renate…“, mahnte der Arzt.

„Wieso? Wieso soll ich jetzt meinen Mund halten. Menschen wie dieser Herr, muss Einhalt geboten werden. Wurden in den letzten Jahren nicht schon genug Jugendliche und junge Erwachsene verprügelt, gar fast umgebracht, weil man solche Menschen nicht ausbremste?“

„Schwester, ich mahnte sie nicht wegen ihres Gefühlsausbruch, sondern, dass wir uns um die Jungen kümmern müssen. Lukas muss sofort zum Röntgen und Markus muss die Lippe genäht werden.“

„Na nu, woher kennen sie meinen Namen?“, fragte ich verwundert und spürte plötzlich wie meine Lippe brannte.

„Ich kenne Kim und wer Kim kennt, kennt auch seinen Bruder. Er spricht über niemanden anderen mehr.“

Ich versuchte zu lächeln, was mir aber der stechende Schmerz verdarb.

„Ich glaub es echt nicht“, fing der Mann plötzlich wieder an.

Doch bevor er noch etwas sagen konnte, sah ich, wie die Frau, die, die ganze Zeit fassungslos neben ihm gestanden war, ausholte und ihm kräftig eine scheuerte.

„Halt bloß dein dummes Maul, Matthias und lass dich hier nie wieder sehen!“

„Aber Martina.“

„Verschwinde einfach aus meinem Leben!“

Die Polizei kam über den Rasen gerannt und nahm den Mann fest.

„Ich glaube wir werden dich mal gleich zum Röntgen bringen“, sagte Schwester Renate zu Lukas und half ihm zusammen mit einem Pfleger auf.

„Und du junger Mann, kommst mit mir, dass muss genäht werden“, meinte der Arzt zu mir.

Diese Martina trat hinzu.

„Es tut mir wirklich Leid Jungs. Eigentlich müsste ich euch sogar dankbar sein, dass ihr mir die Augen geöffnet habt… und ich wollte diesen… auch noch heiraten.“

„Nichts zu danken“, kam es von Lukas, der schmerzverzerrt in seinem Rollstuhl saß.

Ein weiterer Pfleger kam hinzu und half mir auf.

„Bist du nicht Markus?“

Ich schaute ihn mit großen Augen an.

„Dich scheint hier wohl jeder zu kennen“, sagte Martina.

„Ja, das scheint mir auch so“, erwiderte ich.

„Ich bin Andreas“, begann der Pfleger, „der Pfleger für deinen Bruder Kim.“

„Okay, dann versteh ich alles, warum erzählt er allen etwas über mich?“, meinte ich.

„Tut noch etwas weh?“, fragte Andreas besorgt.

Ich schüttelte den Kopf.

„Wer ist denn Kim, wenn ich fragen darf?“, kam es neugierig von Martina.

„Mein ältere Bruder.“

„Kann ich euch nachher besuchen? Mein Name ist übrigens Martina?”

„Klar“, sagte Lukas, der gerade von einer Schwester weggeschoben wurde, „Zimmer 422.”

„Du Lukas ich wollte doch noch mit dir zu meinem Bruder, könnten wir uns nicht dort treffen?”

Der Mann wurde inzwischen still schweigend von der Polizei abgeführt. Ein Beamter kam zu mir.

„Junger Mann ich brauche noch eure Aussagen, aber das können wir auch später klären.”

„In Ordnung. Martina wenn du Lust hast komm doch einfach in einer halben Stunde in Block C Zimmer 10.”

„Und wer ist dort?”

„Da liegt mein Bruder, der freut sich sicherlich dich kennen zu lernen.”

„Geht in Ordnung bis später.”

Und schon verschwand sie.

*-*-*

Kim

„Echt, ich kann das gar nicht glauben. Tut es sehr weh?”

„Nein Kim, es geht ich habe eine Spritze gegen Schmerzen bekommen.”

Es klopfte an der Tür.

„Herein riefen Kim und Markus fast gleichzeitig und lachten sich dabei an.

„Störe ich?”, fragte Lukas der die Tür geöffnet hatte.

„Keineswegs, du bist sicherlich Lukas, komm rein.”

Lukas ließ den Rollstuhl hereinrollen und ich schloss für ihn die Tür.

„Yepp der bin ich.”

„Ich kann dir nur die Hand geben, Markus hat dir es ja sicherlich erzählt.”

„Ja hat er aber auch, das du gerne umarmt wirst,” erwiderte Lukas und drückte ihn ein wenig.

„Muss ich jetzt eifersüchtig werden?”

Lukas und Kim fingen an zu lachen. Die Tür ging auf und Mutter Scheffler kam herein gebraust.

„Junge was machst du für Sachen?”

„Wo kommst du denn jetzt her, Mum?”

„Andreas hat mich angerufen, dann bin ich gleich hergefahren.”

„Andreas?”

„Andreas ist mein Pfleger, den hast du vorhin draußen kennen gelernt.”

„Ach ja  der.”

„Hallo Kim mein Schatz wie geht es dir. Was ist das für ein Pflaster an deinem Hals?” fragte Gisela.

„Ach nur so ne Untersuchung, weiter nichts.”

Kim schaute mich an.

„Mum du siehst uns geht es beiden gut und Lukas auch, wie wäre es wenn du zu Almut fährst,

ihr das erzählst und mit ihr Kaffee trinken gehst.”

„Willst du mich los haben. Ich mach mir Sorgen!“

„Wie kommst du nur darauf?”, lachte ich.

„Männer!” kam von seiner Mutter, gab Kim und mir einen Kuss und wuschelte über Lukas’ Haare, dann zog sie von dannen.

„Uffz, gerade noch mal gut gegangen, oder Kim?”

„Ich denke auch? So und nun möchte ich deinen Schatz näher kennen lernen.”

*-*-*

Martina

Das war echt Scheiße von Matthias, so ein Ding abzuziehen. Aber wenigstens weiß ich jetzt wo ich dran bin. Wo sagte Markus muss ich hin. Ah da Block C. Einrichtung für Körperlich und geistig Behinderte. Ist sein Bruder behindert? Da bin ich mal gespannt. Zimmer 10. Sieben … Neun… ah da ist zehn. Kim Scheffler. Mal anklopfen.

*-*-*

Markus

Es klopfte.

„Herein“, meinte Kim und sah verwundert auf die Frau, die da mit Gipsarm stand.

„Hallo.”

„Hallo Martina komm doch rein. Das hier ist Kim mein Bruder.”

„Das ist Martina, ihr Freund, na ja du weißt schon.”

„Exfreund, wenn ich bitten darf, mit dem will ich nichts mehr zu tun haben.”

Kim schaute Martina mit großen Augen an und bekam kein Wort heraus. Lukas stand auf und humpelte zur Kommode auf der die Bilder standen.

„Wer ist eigentlich der hübsche Junge auf dem Bild“, meinte Lukas, als er vor der Bildersammlung vor Kims Schrank stand und es in die Hand genommen hatte.

„Das ist Max, er war den ganzen April hier. Er wurde von einer Kugel in den Rücken getroffen, und lernte hier wieder laufen“, sagte Kim.

„Angeschossen?” sagte Martina.

„Ja. Wisst ihr nicht mehr, im März bei dieser Preisverleihung, wo dieser Verrückte wegen Eifersucht auf die Boys von Westlife geschossen hat und ein Freund der Band getroffen wurde?”, erzählte Kim.

Ich nahm Lukas das Bild aus der Hand und sah ihn mir genauer an.

„Stimmt, daran kann ich mich erinnern“, meinte ich.

Martina und Lukas nickten ebenfalls, und er stellte das Bild zurück.

„Max hatte es fast die Wirbelsäule zertrümmert so dicht saß die Kugel, und weil es mit seinen Beinen nicht so ging und er hier aus München ist, kam er hier in die Reha.”

Alle drei lauschten gespannt Kims Worte.

„Ich hab noch nie einen Jungen erlebt, der so an sich arbeitete, dass er wieder richtig laufen kann.”

„Daran kannst du dir dann ja ein Beispiel nehmen, oder?” sagte Markus.

Martina schaute die zwei fragend an. Kim erzählte ihr von der kleine Operation, und das er vielleicht wieder laufen könnte.

„Tja wenn ich so einen Ansporn hätte wie der Kleine, würde mir das leichter fallen,” sagte Kim.

„Welcher Ansporn?”, wollte Lukas wissen und legte sein Gipsfuß auf einen Stuhl, um die Schmerzen zu lindern.

Kim sah in die Runde.

„Ihr müsst mir aber versprechen, dass was ihr jetzt hört für euch zu behalten, weil es für die Öffentlichkeit eigentlich nicht bestimmt ist, okay?”

Alle drei nickten ihm zu.

„Also ich hab erzählt vorhin, dass Max ein Freund von den Westlife wäre. Um genauer zu sein, ist es der feste Freund von Kian.”

„Kian ist schwul? Wow“, sagte Lukas.

„Lest ihr eigentlich keine Klatschspalten? Es war doch wochenlang in der Presse das die Zwei zusammen sind. Das die schönsten Schnuckel immer schwul sein müssen“, meinte Martina und zog einen Schmollmund.

„Also ich bin nicht schwul“, sagte Kim lachend und Martina wurde rot.

Lukas und Markus konnten sich auch nicht mehr beherrschen und prusteten los.

„Lacht ihr nur, Rache ist süß!”, meinte Martina.

„Er hat sich also eine Kugel für seinen Freund eingefangen, dass muss echte Liebe sein…” sagte Markus Gedanken verloren, „würdest du das auch für mich machen Lukas?”

„Nee, dafür bin ich ja für dich den Berg runter gesprungen“, erwiderte Lukas grinsend.

„Du wieder“, sagte Markus, stand auf und gab seinem Lukas einen langen Kuss.

„Da könnte man richtig neidisch werden“, sagte Kim mit verträumten Blicken.

„Das kann sich ja noch ändern“, erwiderte Martina mit einem Lächeln auf dem Mund.

Diesmal war es an Kim rot zu werden.

„Meinst du wir könnten den Max kennen lernen?” fragte Markus.

„Er hat mir seine Adresse und Email da gelassen, schau in meinem Nachttisch nach, da müsste ein kleines rotes Buch liegen, da hat er es reingeschrieben” meinte Kim.

„Okay, dann wird ich mal versuchen ihn zu Kontakten“, sagte Markus und widmete sich wieder Lukas.

„Meinst du wir sollten die Zwei nicht ein bisschen alleine lassen?” sagte Lukas leise zu Markus.

„Könnte jedenfalls nicht schaden.“

*-*-*

Private Wohnung von Schefflers

„Hallo bin wieder da“, rief ich.

„Hallo Markus und wie geht es unserem Bruderherz?“, fragte Rosi.

„Gut könnte man sagen, jedenfalls als ich ging, war er sehr mit einer jungen Damen beschäftigt“, grinste Markus.

„Einer jungen Dame?“, kam es von Mum, die gerade die Küche betrat.

„Ja sie heißt Martina, sie war die Freundin, deren Macker mich und Lukas verhauen hat“, antwortete Markus, „und als wir gingen saßen die beiden immer noch da und unterhielten sich angeregt.“

„Ob da sich was anbahnt?“, wollte meine Schwester wissen.

„Zu schön um war zu sein, aber ich denke bei Kims Zustand, wir es wohl eine normale Freundschaft bleiben, wie bei vielen“, sagte meine Mutter.

Ich war ein bisschen sauer, aber ich konnte darauf nichts erwidern, nicht ohne Kims und mein kleines Geheimnis Preis zu geben.

„Markus, gehst du noch ins Büro und bleibst du hier oben?“, kam es von Gisela.

„Ich geh noch runter, meine Mails kann ich auch von dort abrufen“, gab ich ihr zur Antwort.

Büro

Ich schaltete den Pc an und rief meine Emails ab. Aha sie haben Post. Max? Welcher Max denn? Mal öffnen.

Von: markuss@web.de

An: max.schefflers@t-online.de

Gesendet: Dienstag, 03. September 2003 10:14
Betreff: Einladung/Verabredung

Hallo Markus,

ich weiß wir kennen uns zwar nicht, aber das will ich ja ändern. Ich denke dein Bruder hat sicher von mir erzähl., Ich bin der Max, der im April wieder in der Klinik wieder laufen lernte und dabei deinen Bruder kennen lernte. Mein Bild auf seiner Kommode hast du ja vielleicht gesehen.

Es tat mir leid, als ich dass von deinem Freund erfuhr. Ich habe das erfahren, als ich gerade in Dublin war, sonst hätten wir uns sicherlich schon eher getroffen. Hoffentlich geht es dir soweit gut, ich weiß ein Menschen den man liebt und verliert, ist fast nicht auszuhalten.

Der eigentliche Grund warum ich dir schreibe ist Kim. Wie du vielleicht aus den Zeitungen mitbekommen hast, bin der Freund von Kian – „Westlife“. Ich habe den Jungs von Kian erzählt und sie würden gern Kian zum Abschlusskonzert in Frankfurt Anfang Oktober einladen. Könntest du dich bitte schlau machen, ob das irgendwie zu bewerkstelligen ist? Ich möchte natürlich dich gerne kennen lernen, seit Kim mir soviel von dir erzählt hat. Ich finde dich sehr interessant und hoffe wir können uns schon vor dem Konzert treffen.

Sag bitte Kim noch nichts, es soll wirklich eine Überraschung werden. Ist bei seiner OP jetzt was heraus gekommen? Kann er vielleicht wieder laufen? Es würde mich so für ihn freuen. So jetzt aber genug ich habe noch ein wenig zu arbeiten. Schick mir bitte eine Antwort, ob das mit Kim klar geht und ob wir uns nicht einfach mal treffen können.

 

Bis dahin

 

Max

Ich lass mir den Text zwei dreimal durch und beschloss Max gleich zu antworten, schließlich hatte ich es mir ja auch fest vorgenommen. Also machte ich mich daran, und setzte die Antwort auf.

Hallo Max!

 

Danke für deine liebe Mail, aber ich hatte eh vor mich bei dir zu melden, weil ich dich ebenfalls kennen lernen wollte. So hast du mir den ersten Schritt schon abgenommen. Ebenfalls danke für deine Anteilnahme. Tommy ist und wird auch in Zukunft in meinem Herzen bleiben. Aber es geht ja weiter, wie Kim jetzt sagen würde. Ja und ich hab jemanden neuen kennen gelernt. Er arbeitet bei uns im Haus, als Azubi. Wir sind jetzt seit zwei Tagen fest zusammen, trotz anfänglicher Schwierigkeiten, aber das kann ich dir ja erzählen, wenn wir uns treffen. Seine Liebe zu mir hilft mir doch über einiges weg. So ich will ebenfalls noch etwas Arbeiten, ruf mich einfach an und wir können einen Termin ausmachen. Darf ich meinen Lukas mitbringen?

 

Als bis dann

 

Markus

So und abschicken. Bin mal gespannt wann die Antwort kommt oder er anruft. Ich ging aus dem Internet, und kümmerte mich wieder um die Hotelbelange, bis plötzlich das Telfon klingelte.

„Hotel Schefflers, guten Tag, sie sprechen mit Markus Scheffler.“

Wie dieser Spruch mich schon anödete. Aber man muss ja freundlich bleiben.

„Hallo Markus, hier ist Max, ich habe gerade deine Mail abgerufen.“

„Wow, das ging aber schnell, hallo Max.“

Eine kleine Pause entstand.

„Hast du heute Abend schon etwas vor? Oder anders gefragt, habt ihr heute Abend noch einen Tisch für sechs Personen frei?“,

„Was hast du denn vor willst du Westlife mitbringen“, sagte ich lachend zu ihm.

„Nein, die hätten gar keine Zeit, haben morgen Abend ein Konzert in Sizilien. Ich wollte meine Freunde mitbringen, die wollen dich nämlich auch kennen lernen.“

„Was hat Kim bloß über mich erzählt, das mich alle Welt kennen lernen will?“,

„Nur positives Markus, nur positives.“ Wir fingen beide an zu lachen.

„Moment ich schaue mal, ob wir noch Plätze frei haben, wie viel Uhr eigentlich denn?

„So gegen sieben? Beim letzten Anruf hat Kim etwas von einem Lukas erzählt, ist der dann auch da?“

„Nein der liegt noch im Krankenhaus.“

„Im Krankenhaus?“

„Ja, aber das ist eine längere Geschichte, kann ich dir heute Abend erzählen. Ich denke wir machen dass heute Abend anders. Ich setzte euch einfach an unseren Familientisch, da kann ich mich wenigstens dazu setzten.“

„Man das wäre toll, da kann ich gleich meine Leute zusammen trommeln.“

„Ach Max bevor ich es vergesse, dass Kim vielleicht wieder laufen kann soll auch ein Geheimnis bleiben, er will alle damit überraschen, wenn es wirklich klappt.“

„Geht in Ordnung, also dann bis heute Abend.“

„Okay, bis später ich freue mich schon.“

„Ich auch. Bye.“

„Bye.“

Ich legte auf und begann gleich die Nummer der Terrasse  zu wählen.

„Hallo Doris, ist meine Mutter in der Nähe?“

„Ja, einen Moment!“

„Danke, ich warte.“

„Hallo Markus, was ist?“

„Hallo Mum, ich bekomme heute Abend Gäste zum essen, könnte ich die an unseren Familientisch setzten?“

„Wie viele Personen?“

„Sechs Personen.“

„Gehe ich recht in der Annahme, dass dieser Besuch etwas mit Kim zu tun hat?“

„Ja genau.“

„Und um wie viel Uhr?“

„So gegen sieben.“

„Okay ist notiert und ich lasse auch sofort den Tisch von Marlene eindecken.“

„Ach Mist, ich wollte doch heute Abend mit Marlene die Geäste gemeinsam bedienen.“

„Stimmt und Rosi kann erst ab zehn.“

„Ach, das krieg ich schon irgendwie hin.“

„Das glaub ich dir aufs Wort.“

Ich musste lachen.

„So ist alles notiert.“

„Danke Mum, sehr lieb von dir.“

„Willst du ich einschmeicheln?“

„Hab ich das nötig?“

Jetzt begann auch sie zu lachen und legte auf. Ich tat dies ebenfalls und machte mich an den Wochendienstplan der nächsten Woche.

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