Die Brüder – Teil 2

Phillip ärgerte sich. Jedes Mal kam Peter zu spät zu den Proben. Georg und Thomas warteten auch schon ungeduldig. Die Tür flog auf und Peter stürmte herein.

„Hey Leute tut mir Leid, ich hatte Stress mit meinen Alten“, sagte Peter und packte seine Bassgitarre aus.

„Dann können wir ja endlich  anfangen“, meinte Phillip verstimmt.

Seit zwei Jahren spielten die vier miteinander. Als Schulband begonnen konnte man sie mittlerweile auch auf kleinen Festen zu sehen kriegen. Grund war allen voran Phillip, er war der Schwarm aller Mädchen.

Mit seiner Stimme und seinem Aussehen, mischte er das Damenvolk gehörig auf. Seine Leadgitarre wurde dabei Nebensache, obwohl er was auf dem Kasten hatte. Thomas am Schlagzeug und Georg am Keyboard genossen es sichtlich immer im Mittelpunkt zu stehen.

Am Samstagabend war ein Gig auf der Schulfete angesagt und dafür mussten sie noch ein wenig üben. Gespielt wurde ohne feste Richtung, meist aktuelle Lieder, mit denen man die Truppe so richtig aufheizen konnte.

Bekannt waren sie auf für ihre Balladen, von denen einige aus Phillips Feder stammten. Sie probten zwei ganze Stunden und waren völlig geschafft, weil Phillip ihnen keine Pause gewährt hatte.

„So Leute, dann sehen wir uns am Samstag, eine Stunde vor Begin der Party. Herr Drechsler transportiert uns wie immer unsere Instrumente dorthin“, meinte Phillip und verstaute seine Gitarre im Koffer.

„Phillip kommst du mal?“, rief Georg.

Phillip ging dem Wunsch nach und trat neben Georg.

„Was ist?“

„Schau mal hier bei >Cry me a River< nach dem dritten Absatz, soll ich da die Pause länger halten oder gleich weiter spielen?“

Georg setzte kurz vor dem Absatz an, und spielte die zwei Versionen durch.

„Nimm eine längere Pause, sonst kommt Thomas hier an der Stelle in Schwierigkeiten, weil er umsetzten muss, so hat er genügend Zeit“, gab Phillip von sich.

Als alles verstaut war, trennten sich die vier und jeder ging seines Weges. Nicht ganz. Phillip wartete auf Peter. Er saß bereits auf seiner Achtziger und wollte gerade sein Helm aufsetzen, als Peter aus dem Probekeller kam.

„Peter hättest du die Güte nur einmal pünktlich zu kommen?“, fragte Phillip.

Verschämt schaute Peter zu Boden.

„Ich versuch es ja, aber du weißt ja mein Alter macht mir zur Zeit höllisch Ärger zu Hause“, gab dieser zur Antwort.

„Kannst du mir den Grund nennen, warum er das macht?“

„Bitte Phillip, sei so gut. Ich kann darüber nicht reden, ich erzähle es dir ein andermal“, meinte Peter.

„Hey Peter, du weißt du kannst jederzeit zu mir kommen“, sagte Phillip.

Peter zog sein Helm auf, dabei verrutschte sein Tshirt nach oben. Deutlich sah Phillip den frischen roten Striemen auf dem Rücken von Peter.

„Was hast du denn da gemacht?“

„Ähm… bin gefallen.“

„Das sieht aber böse aus“, meinte Phillip und stieg vom Motorrad.

Er hob Peters Tshirt an und erschrak. Peters Rücken war übersät mit Kratzern und Striemen.

„Peter das ist aber nicht von einem Sturz“, meinte Phillip entsetzt.

Peter viel in sich zusammen wie ein nasser Sack und fing an zu heulen.

„Wer war das?“, fragte Phillip jetzt schon verärgert, dass Peter nichts von sich gab.

Peter blieb still, nur ein leises Weinen war zu hören.

„Du fährst mir jetzt hinterher, wir fahren wo hin, an der Stelle sind wir ungestört.“

Peter machte was ihm gesagt und startete seine Maschine. Er kurvte Phillip hinter her und so verließen sie gemeinsam die Ortschaft. Am Dorfweiher machte Phillip halt und sie stellten auf dem Parkplatz die Mopeds ab.

„Nun sag was ist los“, meinte Phillip.

„Das kann ich nicht Phillip, bitte… nicht böse sein…“

Ängstlich sah er mich an.

„Peter dein Rücken ist total aufgerissen, das stammt unmöglich vom Stürzen.“

„Phillip begreife doch endlich ich kann es nicht sagen, weil ich dich kenne und du dann was machst, was ich nicht möchte.“

Doch Phillip blieb eisern.

„Sag mir bitte, wer dir diese Verletzungen zu gefügt hat. Weiß dein Vater davon?“

Bei dem Wort Vater, zuckte Peter zusammen.

„Dein Vater,…. hat er das gemacht?“

Peter schaute auf den Boden und fing an zu Weinen. Zusammen gesunken und ohne jede Hoffnung. Was sollte er Phillip schon erzählen. Der brachte es fertig und zeigte seinen Vater an. Er hatte den Job verloren und seit dem ließ er sich jeden Abend zulaufen.

Der liebe Alkohol machte aus seinem Vater eine Bestie. Anfangs hatte er in der Wohnung immer nur herum geschrien, aber dann fing er an Peter zu schlagen. Zuerst waren es noch Ohrfeigen, aber mittlerweile prügelte er mit einem Gürtel auf ihn ein und trat ihn mit Füssen.

Peter dachte, es würde schon wieder aufhören, sobald sein Vater wieder eine Arbeit hatte, aber es wurde von mal zu mal schlimmer. Seine Mutter.. Sie schaute weg aus Angst, weil sie dachte sie wäre die Nächste.

Phillip nahm Peter vorsichtig in den Arm. Peter lehnte sich an seine Schulter und fing laut an zu schluchzen.

„Lass es einfach raus, ich bin ja da.“

Phillip kam sich hilflos vor, in solch einer Situation war er noch nie gewesen. Klar hatte er schon davon gehört, dass Eltern ihre Kinder misshandeln, aber das war in den Nachrichten, nicht in seiner unmittelbaren Umgebung.

Peter hing immer noch an ihm, aber seinen weinen wurden leiser.

„Phillip versprich mir tu nichts, ich liebe meinen Vater und das hört auch gewiss bald wieder auf,“ wimmerte Peter.

Phillip sagte nichts, er war einfach zu perplex dafür. Da lag ein Junge in seinen Armen, der von seinem Vater misshandelt wurde, und er wolle ruhig bleiben.

*-*-*

„Hallo Sohnemann, auch schon zu Hause, sind die Proben heute länger gegangen?“ sagte Hannes, als sein Sohn die Wohnung betrat.

„So ungefähr“, meinte Phillip und verstaute seine Jacke und sein Helm.

„Willst du noch was essen?“

„Nein Dad, ich hab kein Hunger, vielleicht später.“

„Kein Hunger? Ist was gewesen?“

„Nein, ich bin nur etwas müde.“

Phillip lief in sein Zimmer und schmiss seine Tasche in die Ecke, er ließ sich aufs Bett fallen und starrte an die Ecke. Der Rücken von Peter ging ihm nicht mehr aus dem Kopf. Was sollte er tun, mit Ansehen, dass dies so weiterging… oder mit seinem Vater darüber reden.

Aber der war ein guter Freund von Peters Vater, der würde ihm das nie glauben. Er war ratlos.

*-*-*

Zwei Tage später…

„Peter ist immer noch nicht da, und in einer Stunde fängt die Schulparty an“, meinte Georg und verteilte seine Noten auf dem Keyboard.

„Ich weiß auch nicht wo er bleibt, vorhin haben wir noch miteinander am Telefon geredet und er meinte er fährt jetzt dann gleich los“, sagte Phillip, mit einen mulmigen Gefühl im Bauch.

Sein Handy ging.

„Ja Phillip hier….. wassss…… in welchem Krankenhaus … und sein Vater? …. danke Matthias, dass du mich angerufen hast.“

Phillip war kreidebleich geworden.

„Phillip was ist mit dir?“, fragte Thomas.

„Peter… “

„Was ist mit Peter, nun rede doch schon?“

Phillip stiegen Tränen.

„Peter wurde krankenhausreif geschlagen, Nachbarn fanden ihn halb verblutet im Treppenhaus, bei sich zu Hause.“

„Ach du Scheiße!“, entfleuchte es Georg.

„Phillip du zitterst ja am ganzen Körper, was ist mit dir?“, sagte Thomas plötzlich.

Ich atmete tief durch und begann leise zu erzählen.

„Vor zwei Tagen hat mir Peter erzählt, dass sein Vater ihn verprügelt, ich solle niemanden etwas erzählen davon, warum hab ich’s nur nicht getan. Wenn Peter nun stirbt, ich kann mir das nie Verzeihen.“

„Georg ruf deinen Bruder an, er muss hier mit seinem Freund einspringen, Phillip ist unmöglich in der Verfassung heut Abend irgendetwas zu spielen“, sagte Thomas und Georg griff sofort nach seinem Handy.

Thomas führte Phillip in einen Nebenraum und setzte ihn dort auf einen Stuhl. Er nahm Phillips Handy in die Hand und rief dessen Vater an. Er erklärte Herr Mertens am Telefon kurz die Sachlage, und der erklärte sich bereit sofort zu kommen.

Beunruhigt saß Thomas bei Phillip, der seither kein Wort mehr gesagt hatte. Der starrte ins Leere, Tränen tropften von seinen Wangen.

„Phillip das wird schon wieder Peter ist ein Stehaufmännchen“, versuchte Thomas die Stimmung an zuheben, doch seitens Phillip kam keine Regung.

*-*-*

Eine viertel Stunde später stand Phillips Vater in der Tür.

„Wissen sie schon etwas genaueres, Herr Mertens?“

„Einiges, um genau genommen, zu viel, wenn ich den Kerl in die Finger bekommen würde, ich glaub ich würde Hackfleisch aus ihm machen. Tut mir Leid Thomas, dass ich so rede, aber so was macht mich einfach wütend. Phillip…“

Phillip reagierte immer noch nicht. Her Mertens führte seinen Sohn aus dem Gebäude und verfrachtete ihn in sein Auto. Er startete seinen Wagen und fuhr Richtung Krankenhaus los. Der Vater von Peter war immer noch nicht gefasst.

Als die Polizei Peter zu Hause eingetroffen war, bot sich ihnen ein Bild des Schreckens. Peter hatte sich aus der Wohnung geschleift, nachdem sein Vater ihn zusammen geschlagen hatte, im Treppenhaus war er dann zusammen gebrochen.

In der Wohnung war alles zusammen kurz und klein geschlagen. Im Schlafzimmer fanden die Polizei Peters Mutter.  Sie hatte die Attacke ihres Mannes nicht überlegt. Aus einer Kopfwunde war das Blut geronnen, und hatte auf der Bettdecke eine großen roten Fleck hinterlassen.

Eine sofortige Ringfahndung nach dem Vater hatte bisher noch nichts gebracht. Herr Mertens machte sich Sorgen um Phillip. Total appatisch, saß Phillip neben ihm. Am Krankenhaus angekommen, stellte er seinen Wagen auf dem großen Parkplatz ab.

Er nahm Phillip in den Arm und wollte ihn in das Gebäude führen. Herr Mertens stockte plötzlich, denn vor dem Eingang konnte er plötzlich Peters Vater Roland ausmachen. Er ließ Phillip los, und rannte auf Roland zu.

Mit einem Hechtsprung fiel er auf ihn und riss ihn zu Boden.

„Du elendes Schwein“, schrie Herr Mertens und schlug Peters Vater voll in die Fresse. Ein wildes Handgemenge begann. Was Hannes nicht gesehen hatte, Roland hatte ein Messer. Genau im Augenblick, als er es sah war es schon zu spät.

Roland hatte zu gestochen und Hannes spürte einen starken Schmerz oberhalb seines Bauches. Phillip bis zu der Zeit total abwesend, schrie auf als er das Blut, auf seines Vaters Pullover sah. Personal aus dem Krankenhaus, hatten Roland überwältigt und bei Hannes waren schon zwei Ärzte um ihn zu versorgen.

Phillip war die Luft ausgegangen. Er stand vor seinem Vater ohne ein Wort mächtig. Eine Schwester nahm sich ihm an. Sein Vater wurde auf einer Trage ins Haus befördert. Phillip schaute dem Ganzen zu.

„Dad… „ sagte Phillip und streckte die Hand zu ihm aus.

Die Schwester begriff wenn sie da im Arm hatte und führte Phillip hinter den anderen her, vorbei an Roland, der von ein paar Pflegern auf den Boden gepresst wurde. Mit großen Augen schaute Phillip auf Roland und verstand nicht wie so ein Mensch zu so alles fähig sein konnte.

In der Notaufnahme  hörte man Hannes nach seinem Sohn rufen. Phillip wurde zu ihm gebracht. Sein Vater hatte eine fahle Gesichtsfarbe und war notdürftig verbunden worden und auf dem Weg zur OP.

„Phillip hör mir genau zu jetzt, du musst deine Mutter verständigen.. auf meinem Schreibtisch liegt die Nummer von ihr,“ sagte sein Vater leise und nahm die Hand von seinem Sohn in die seine.

Phillip wurde auf die Seite gedrückt und sein Vater in den Lift geschoben. Ein letztes Mal schaute er seinem Vater in die Augen, bevor sie die Tür des Aufzugs schloss.

„Mein Gott Junge, was ist denn passiert?“

Phillips Großeltern waren gekommen. Phillip sprang auf und fiel seiner Oma um den Hals. Sie schloss ihn fest in ihre Arme. Sein Opa sprach mit der Stadions Schwester. Sie konnte ihm aber nicht weiter helfen. So hieß es für die drei, nur warten zu können bis die OP endlich fertig war.

„Maria, wir müssen Clarissa verständigen.“

„Nein müssen wir nicht, sie hat sich die letzten sechszehn Jahre auch nicht um ihn gekümmert, warum sollte sie jetzt damit anfangen“, sagte Phillips Oma.

Phillip nahm das Gespräch nur aus der Entfernung war. Sein Kopf streikte, wie wild flogen seine Gedanken durcheinander. Er sah nur noch das Blut auf dem Pullover seinens Vaters vor sich.

„Maria du weißt genau, was die beiden ausgemacht haben. Und unser Sohn hat den Vorschlag auch noch gemacht. Wenn Hannes jetzt… wir müssen sie anrufen..!“

„Dann tu was du nicht lassen kannst, ich werde jedenfalls nicht mit ihr reden,“ sagte sie barsch zu ihrem Mann.

Es wurde Phillip zu viel.

„Könnt ihr mal aufhören zu streiten? Da drin liegt Dad und kämpft um sein Leben…“

Betroffen schauten die Großeltern Phillip an. Eine Tür ging auf und eine Schwester lief an ihnen vorbei.

„Papa ist tot…“, kam es über Phillips Lippen.

„Nicht doch mein Junge, so was darfst du nicht sagen“, meinte seine Oma.

*-*-*

„Hallo Clarissa, hier ist Hubert.“

„Hubert du? Freut mich dich zu hören, wir haben schon lange miteinander nicht mehr geredet.“

„Clarissa ich habe eine schlechte Nachricht für dich.“

„Was ist…? Ist etwas mit Phillip?“

„Nein mit meinem Sohn Hannes… er wurde… niedergestochen.“

„Was?“

„Ich kann dir das am Telefon nicht erklären.“

„Hannes niedergestochen?“, stammelte Clarissa am anderen Ende der Leitung.

„Du musst sofort herkommen, schon alleine wegen Phillip… Clarissa?“

Hubert hörte nur noch einen Schrei… dann war die Leitung unterbrochen. Er legte auf und ging beunruhigt zu Maria und Phillip zurück. Er fand beide weinend auf der Bank vor, wo er sie zurückgelassen hatte.

„Hubert unser Sohn… er ist … tot…“ sagte Maria.

Hubert stand fassungslos vor den Beiden und merkte, wie ihm die ersten Tränen über die Wangen rannen. Er musste sich setzten, denn er hatte das Gefühl, als würde ihm jemand den Boden unter den Füssen weg ziehen.

*-*-*

Die Tage vergingen. Hannes Beerdigung war organisiert, Phillip hatte solange  bei seinen Großeltern gewohnt.

„Maria, wir müssen jetzt Phillip die Wahrheit sagen, du kannst ihn nicht bei dir behalten,“ meinte Hubert.

„Ich sehe das gar nicht ein Hubert, Clarissa soll bleiben wo der Pfeffer wächst, sie hat mir meinen anderen Enkel vorenthalten, sie soll mir nicht auch noch Phillip nehmen.“

„Wer will mich dir wegnehmen?“

Phillip war zur Tür herein gekommen.

„Niemand Phillip, deine Oma sieht mal wieder schwarz.“

„Ach Hubert wenn es doch so einfach wäre..“

„Maria, wir haben es damals beide akzeptiert, als sich die zwei entschieden haben, die Jungs zu trennen, alle fanden wir es wäre das Beste für alle.“

„Könnt ihr mir mal erzählen was ihr überhaupt meint, wovon ihr sprecht.“

„Phillip, worüber wir sprechen, das betrifft dich.“

„Hubert bitte…“

„Maria, was soll das? Morgen zur Beerdigung kommt Phillips Mutter und dann erfährt er es sowieso.“

„Was erfahre ich?“

„Das du einen Bruder hast, einen Zwillingsbruder“

„Was habe ich, …einen Bruder?“

„Ja einen Bruder, du bist der ältere du kamst damals vier Minuten früher, als Sebastian.“

„Sebastian… Bruder, ist ja irre und warum hat mir nie jemand etwas gesagt?“, fragte Phillip.

„Weil es eure Eltern nach eurer Geburt so ausgemacht haben,“ meinte Maria.

„Muss man erst etwas Liebes verlieren, um etwas anderes Liebes zu finden?“

Phillip lies die Frage im Raum stehen. Tränen pressten sich hervor. Er nickte den beiden zu und verlies den Raum. Er legte sich auf sein Bett und versuchte Klarheit in die Verworrenheit seiner Gedanken zu bringen.

Kein Mensch konnte nachfühlen, so dachte er, was er durchmachte. Einen Bruder. Auf einmal kam ihm der Gedanke die Erinnerung, manchmal Dinge gespürt, ja gefühlt zu haben, womit sein Leben nichts zu tun hatte.

Wie mochte Sebastian sein, was für ein Mensch war er. Waren sie eineiige Zwillinge. Morgen würde er es erfahren. Morgen wenn er zusammen mit Sebastian am Grab ihres Vaters standen.

*-*-*

Ich lag auf meinem Bett und dachte über Phillip nach. Morgen würde ich das Gegenstück zu mir kennen lernen. Morgen auf der Beerdigung meines Vaters …unseres Vaters. Ich fühlte mich irgendwie kalt, weil ich dachte der Tod meines Vaters würde mich mehr berühren.

Doch ich kannte ihn nicht mal, hatte ihn noch nie gesehen. Und ihn zu sehen… diese Chance war vertan. Ich war Clarissa deswegen nicht böse. Sie wollte nur das Beste für mich, schon immer. Aber wie würde sich Phillip fühlen, wenn morgen sein Vater beerdigt würde.

Von ihm wurde er groß gezogen. Mir tat Phillip jetzt schon Leid, obwohl ich ihn nicht kannte. Dies würde sich morgen alles verändern. Morgen standen viele Entscheidungen an. Auch wenn wir gerade dabei waren eine neue Familie zu gründen, und ich schon einen Bruder, Andreas bekam, wo viel dann schon ein Bruder mehr ins Gewicht. Zudem es ja auch der leibliche Bruder war. Meine Mutter war wieder voll auf, und wir führten ein langes Gespräch.

Und nun wo dies vorbei war, schien alles geklärt zu sein. Über diese Gedanken schlief ich ein.

*-*-*

Am nächsten Morgen war Trubel angesagt. Michael und Andreas waren zwar zeitig da, aber meine Mutter noch nicht fertig. Die Beiden hatte beschlossen mit zufahren, um uns einfach eine Stütze zu sein, was wir auch dankend annahmen.

So befanden wir uns eine halbe Stunde später auf der Autobahn. Es dauerte nur kurz, da war Andreas an meiner Schulter eingeschlafen. Meine Mum lugte, nachdem Michael vorne etwas gemurmelt hatte, nach hinten und lächelte.

Ich genoss es Andreas an meiner Seite zu spüren, und spielte mit seiner Hand, die auf mein Bein gerutscht war, er schlief unbehelligt weiter. Irgendwann muss ich dann auch eingeschlafen sein. Ich wurde nämlich unsanft aus dem Schlaf gerissen, als Michael an einer Ampel bremsen musste,

Wir hatten bereits die Autobahn verlassen, und mussten kurz vor dem Ziel sein. Meine Mutter redete leise aufgeregt auf Michael ein.

„Der Große ist wach geworden“, meinte Michael, als er mich im Rückspiegel, die Augen reiben sah.

„Sebastian, weckst du bitte Andreas? Wir müssten gleich da sein“, meinte meine Mum.

Andreas war mittlerweile mit seinem Kopf auf meinen Schoss gerutscht. Zärtlich strich ich ihm über seine Wangen. Ohne Wirkung. Man hatte er einen festen Schlaf. Ich kraulte ihm in den Haaren, und da fing er sich an zu bewegen.

Er griff mit seiner Hand nach oben und zog mich am Nacken hinunter zu sich und gab mir einen Kuss. Völlig verschreckt, änderte sich meine Gesichtsfarbe in tief rot. Doch ich merkte schnell, dass unsere Eltern, nichts davon mitbekommen hatte.

Ich schaute nach unten und direkt in Andreas braune Augen. Ich hatte das Gefühl zu vergehen, als ich dieses hinreisende Lächeln auf seinen Lippen sah. Seine Augen funkelten teuflisch. Er richtete sich auf und versuchte erst mal sich zu Recht zu finden, wo wir waren.

Dabei nahm er meine Hand in die Seine und strich mit seinem Daumen über meinem Handrücken. Ich genoss es in vollen Zügen.

*-*-*

Phillip wischte sich die Tränen von den Augen, sein Vater lag in dem Sarg als würde er schlafen. Er wollte ihn berühren, hatte aber dann doch Angst und zog seine Hand zurück. Erneut kam ein Weinkrampf. Er stützte sich am Sarg ab, es schien ihm all seine Kraft verließe ihn.

„Papa, ich vermiss dich so“, sprach Phillip leise, „was soll ich nur ohne dich machen. Ich fühl mich so leer innen drin.“

Dicke Tränen rannen über die Wangen.

„Papa ich will ohne dich nicht sein, warum lässt du mich im Stich…. warum hast du mir nie was gesagt… dass ich einen Bruder habe…“

Phillips Trauer schlug in Zorn um.

„Warum hast du mich so angelogen, so hintergangen… ich habe dir immer vertraut…..“

„Phillip…“

Phillip hörte seinen Namen nur in der Ferne. Zu tief war er in sich selbst versunken.

„Phillip.“

Ein Ruck ging durch den Jungen, er wischte sich die Tränen ab und richtete sich auf.

„Ja.“

Ohne sich umzudrehen, hatte Phillip geantwortet.

„Phillip, hallo ich bin Sebastian…“

Phillips Körper wurde starr vor Aufregung. Hinter ihm stand sein Bruder. Er konnte sich nicht umdrehen, sein Körper gehorchte ihm nicht.

„Soll ich wieder gehen?“

Eine kleine Pause entstand….

*-*-*

Mit einem mulmigen Gefühl war ich in die Friedhofskapelle eingetreten. Die Anwesenden starrten mich an, aber ich konnte es mir denken warum, sie haben Phillip gesehen und jetzt komme ich. Ein älteres Ehepaar stand auf und kam auf mich zu. Meine Mutter nahm meine Hand fest in die Ihre.

„Hallo Larissa“, sagte der Mann.

„Hallo Hubert…, hallo Maria“, sprach Mum leise.

Ihre Stimme war unsicher. Die Frau nickte kurz und starrte mich nun an.

„Sebastian das sind deine Großeltern, die Eltern deines Vaters.“

„Darf ich dich in den Arm nehmen?“ fragte die Frau mich.

„Warum nicht, als Oma sollte man so etwas doch immer dürfen,“ gab ich mit einem frechen Lächeln von mir.

Damit war das Eis gebrochen, für den Augenblick schien alles vergessen zu sein. Meine Oma drückte mich an sich und wollte nicht mehr los lassen. Ich fühlte mich trotzdem noch etwas unwohl.

„Er gleicht Phillip genau und jetzt in ihren schwarzen Anzügen…, ich werde sie nicht auseinander halten können“, sagte mein Opa, der mich schließlich auch in die Arme schloss.

„Wo ist Philip?“, fragte ich leise.

„Er ist bei seinem Vater, sich verabschieden, im Aufbewahrungsraum“, erklärte Opa.

„Macht es euch etwas aus, wenn ich alleine zu ihm gehe?“, fragte ich in die Runde. Ich schaute jeden an. Alle schüttelten ihren Kopf.

Mein Opa wies mich zur Tür. Schweren Herzens lief ich hindurch, ungewiss was mich dahinter erwartete. An einem Sarg stand ein Junge, so groß wie ich und auch dieselbe Haarfarbe.

„Phillip…“

Es kam keine Reaktion von ihm, ich probierte es noch einmal.

„Phillip.“

„Ja.“

Phillip richtete sich auf, drehte sich aber nicht um.

„Phillip, hallo ich bin Sebastian…“

Keine Reaktion.

„Soll ich wieder gehen?“

Er antwortete nicht und stand starr da. Ich wollte mich gerade umdrehen als Phillip zu sprechen begann.

„Kannst du mir sagen, warum man erst was Liebes verlieren muss um was anderes Liebes zu bekommen?“

Ich verstand erst nicht, was er damit meinte.

„Du kennst mich doch noch gar nicht, warum denkst du ich bin was Liebes?“ fragte ich.

Noch immer hatte er sich noch nicht herum gedreht.

„Du bist mein Bruder, also müsstest du auch was Liebes sein…“ kam es von ihm.

Langsam drehte er sich um, bis ich sein Gesicht sah.

*-*-*

„Und wie gedenkst du es weiter zu führen?“, fragte Maria Clarissa kalt.

„Inwiefern?“

„Was hast du jetzt mit Phillip vor?“

„Ich weiß es nicht Maria, aber ich denke, das hängt wohl von dem Jungen ab, ob er bei euch bleiben will, die er von klein auf kennt, oder bei mir, eine Frau die ihm völlig fremd ist. Egal wie er sich entscheidet, ich werde es akzeptieren. Und vor allem Maria, ich will ihn dir nicht weg nehmen, eher dir deinen zweiten Enkel..,“ sie brach ab.

Tränen stiegen ihr in die Augen.

„Er hat viel von dir Clarissa, das habe ich die Jahre über festgestellt“, sprach Maria nun ruhig weiter.

„Sebastian viel von seinem Vater…“, erwiderte Clarissa, als sie sich etwas gefangen hatte.

„Tut mir Leid Clarissa, wenn ich immer so feindselig gegenüber dir war, aber ich hattet sicherlich nur das Beste für eure Jungs im Sinn.“

„Danke.“

Clarissa streckte ihre Hand entgegen, aber Maria nahm sie in den Arm.

*-*-*

Ich schritt langsam auf ihn zu, es war als würde ich auf mein Spiegelbild zu laufen. Er schaute mir in die Augen und ich sah wie ihm die Tränen herunterliefen. Ich hob meine Arme und wartete. Er rührte sich immer noch nicht schaute aber auf meine Arme.

Dann viel er mir um den Hals und fing laut an zu schluchzen. Ich drückte ihn fest an mich. Endlich hatte ich meinen Bruder, wie oft hatte ich mir ausgemalt in den letzten Tagen, wie es sein würde, wenn ich ihn gegenüber stehe.

Und jetzt hatte ich ihn endlich in den Armen. Ich riskierte einen Blick in den Sarg. Ein für mich völlig fremder Mann lag, aber es war mein Vater. Unsere Ähnlichkeit mit unserem Vater war enorm.

Ich merkte wie mir die Tränen hochstiegen. Ich ließ ihnen freien Lauf. Sekundenlang oder waren es Minuten, ich weiß es nicht, standen wir gemeinsam da. Phillip lockerte als erstes seinen Griff und ließ mich los.

Wir standen uns gegenüber blickten uns in die Augen, aber sagten kein Wort. Es gab nichts zu sagen, jeder wusste über die Gefühle, des anderen Bescheid. Na ja, dass ich schwul war, wusste Phillip noch nicht, aber das konnte man ja ändern.

Doch nicht jetzt. Ich nahm ihn bei der Hand, und gemeinsam verließen wir den Aufbewahrungsraum. Als wir wieder in die Kapelle zurück kehrten, war sie fast voll ausgefühlt. Abrupt verstummte das Gemurmel und alle schauten gebannt auf uns.

Ich lief mit Phillip direkt zu Mum, die noch immer bei meiner Oma stand.

„Phillip, darf ich dir deine Mum vorstellen“, sagte ich als wir die Plätze erreicht hatten.

Meine Mutter schaute Phillip mit einem verklärten Blick an.

„Phillip.“

Er schaute zu mir, als wartete er auf ein Zeichen, ich nickte ihm bloß zu.

„Hallo Mum“, sagte Phillip und versuchte locker zu wirken.

Wir nahmen unsere Mutter in die Mitte und der Gedenkgottesdienst begann. Ich bekam eigentlich fast nichts mit, weil so viele Gedanken in mir schwebten, und ich mich einfach nicht konzentrieren konnte.

Ich blickte laufend Richtung meines Bruders und musste feststellen, dass es ihm nicht anders ging. Nur zum Unterschied zu mir, ihm die ganze Zeit die Tränen liefen. Woran ich gar nicht gedacht hatte, war wie der Sarg auf den Wagen kam, auf dem er zum Grab gefahren wurde.

Ein älterer Mann fragte mich zum Ende ob ich und Phillip vielleicht so nett sein würden, und helfen könnten. Phillip war es sichtlich zu viel und mir wurde es auch anders.

„Ich helfe dir“, sagte eine Stimme hinter mir.

Andreas. Er drückte mich freundschaftlich und ging mit mir zum Sarg. Mit vier mir unbekannten Männern hoben wir den Sarg auf den Wagen.

„Danke Bruderherz“, sprach ich leise und warf Andreas einen liebenvollen Blick zu.

„Jederzeit wieder mein, Kleiner.“

Phillip schaute mich an, weil er nicht verstand was er eben zu hören und zu sehen bekam. Alle Anwesenden standen auf und folgten den Wagen. Ich wollte mich eigentlich im Hintergrund halten, aber Phillip nahm mich an der Hand.

Er zog mich mit sich und so lief ich neben ihm, direkt hinter meinen Großeltern, die als erstes hinter dem Sarg herliefen. Meine Mum und Michael folgten in gewissen Abstand. Am Grab selbst folgten noch einmal einige Reden.

Es war interessant für mich zu hören, wo sich mein Vater überall eingesetzt hatte, wo er überall tätig war. Er schien wirklich ein herzensguter Mann gewesen zu sein, doch so richtig konnte ich mich nicht für ihn erwärmen.

Eher machte ich mir Sorgen um Phillip, ob er und wie lange vor allem er das noch durchhalten würde. Ich schaute zu meiner Mutter hinüber. Sie hatte sich bis jetzt tapfer gehalten, aber ich dachte mit Michael an ihrer Seite hatte sie eine gute Stütze.

Als der Sarg abgesenkt wurde, bekam Phillip einen neuen Weinkrampf, ich hörte ihn immer wieder >Papa< sagen. Ich hatte ihn in den Arm genommen, weil ich Angst hatte, er würde neben mir zusammen brechen.

Die Blicke meiner Mutter und meinen trafen sich. Sie waren voll Mitgefühl. Die Leute gaben uns die Hand, wobei Phillip das wahrscheinlich gar nicht richtig wahrnahm, wer ihm da sein Mitleid aussprach.

Am Schluss standen wir alleine da. Die Großeltern, Michael mit Mum und Andreas standen etwas Abseits, während ich und Phillip noch am Grab standen. Ich versuchte ihn langsam weg zuführen, er kam wortlos mit.

*-*-*

Zurück in dem Haus meiner Großeltern saßen wir nebeneinander auf dem Sofa im Wohnzimmer. Phillip hatte seit unserem Eintreffen kein Wort gewechselt. Die Erwachsenen waren in der Küche geblieben, nur Andreas gesellte sich zu uns.

„Was ist eigentlich jetzt mit deiner Prüfung?“ fragte mich Andreas um mal das Thema zu wechseln.

Etwas von der Rolle, musste ich erst umdenken, was Andreas nun meinte.

„Der Text steht, die Meloldie auch, aber ich habe immer noch keinen Sänger, der es vorträgt“, gab ich zur Antwort.

„Warum brauchst du denn einen Sänger?“ meldete sich Phillip zu Wort.

„Weil wenn ich es vortrage, ich sicherlich durchfalle, bei meiner Piepsstimme. Zudem habe ich ein Duett geschrieben.“

„Dann haben wir doch nicht alles gemeinsam, wie man das von Zwillingen behauptet.“

„Wieso?“

„Weil ich in einer Band gesungen habe, aber das mit dem komponieren, das haben wir gemeinsam“, erklärte Phillip.

Endlich hellte sein Gesichtsausdruck ein wenig auf. Andreas hatte wohl das richtige Thema angeschnitten.

„Und was für Lieder spielt ihr so?“, wollte Andreas wissen.

„Eigentlich alles was die Stange hergibt. Es gibt aber auch einige Lieder von mir, die ich beigesteuert habe“, gab Phillip zur Antwort.

„Und du singst?“ wollte ich wissen.

„Ja und spiele Leadgitarre. Alle sagen immer mir liegen deswegen die Mädchen zu Füssen“, meinte Phillip.

„Mir nicht, jedenfalls merke ich nichts davon, interessiert mich eh nicht…“

Ich brach ab, hatte schon zuviel gesagt. Beschämt schaute ich zu Boden.

„Das habe ich schon gemerkt, so wie du mit Andreas umgehst, könnte man eher meinen er wäre dein Boyfriend und nicht dein Stiefbruder.“

Mir fiel die Kinnlade runter.

„Was ja nicht ist, kann ja noch werden“, sagte Andreas scherzhaft.

Ich wurde knall rot.

„Du bist auch schwul?“, fragte Phillip erstaunt.

„Na ja, eigentlich Bi, ich interessiere mich für beide Seiten.“

„Hast du Probleme damit, dass ich schwul bin?“ startete ich den Gegenangriff.

„Ich hab generell nichts gegen Schwule und du lieber Sebastian, du bist mein Bruder, und Brüder halten doch zusammen oder?“ meinte Phillip.

Jetzt war ich doch ein wenig gerührt.

„Phillip“, mischte sich Andreas ein, „er spannt dir schon keine Mädels aus!“

„Stimmt“, entgegnete Phillip und lächelte nun etwas.

„Du kennst mich doch noch gar nicht,“ sagte ich.

„Sebastian, so wie du die letzten Stunden für mich da warst, musst du einfach total lieb sein.“

„Danke.“

„Und wie soll es jetzt weiter gehen mit euch beiden?“ fragte Andreas.

Diese Frage schwebte durch den Raum und eine seltsame Stille trat ein.

*-*-*

Am nächsten Morgen wollte Phillip mit mir seinen Freund Peter im Krankenhaus besuchen. Er hatte mir die Geschichte komplett erzählt, wie es eigentlich zu dem Tod seines Vaters kam, daher war ich selber interessiert diesen Peter kennen zulernen.

Phillip klopfte an und von drinnen war ein leises Herein zu hören. Er ging auch als erstes hinein, während ich noch an der Tür stehen blieb. Schließlich wusste von seinen Freunden oder seinen Klassenkameraden noch niemand, dass er einen Zwillingsbruder hatte.

„Hallo Peter“, hörte ich meinen Bruder sagen.

„Warum kommst du zu mir?“, kam es kalt von seinem gegenüber.

Was war denn hier los, dachte ich noch.

„Peter du bist mein Freund, warum sollte ich dich nicht besuchen?“

„Weil ich dir das alles angetan hab…“

Ach daher wehte der Wind.

„Peter, du hast mir gar nichts angetan, das war dein Vater, du trägst keinerlei Schuld. Mich ärgert nur das ich nicht gleich eingegriffen habe, als du es mir erzählt hast, da wäre es sicherlich nicht soweit gekommen.“

„Du bist mir nicht böse?“, fragte Peter kleinlaut.

„Nein, Peter überhaupt nicht.“

Ich bewunderte meinen Bruder, der in dieser Situation so gefasst wirkte.

„Du Peter, ich habe dir noch jemand mitgebracht, den ich dir unbedingt vorstellen möchte?“

„Du hast eine Freundin?“, kam es von Peter.

„Nein was besseres .. meinen Bruder.“

„Bruder?“

„Sebastian kommst du bitte.“

Ich trat in das Zimmer ein und sah einen Jungen auf dem Bett liegen, der mich mit großen Augen anschaute. Er hatte einen großen Verband am Kopf, das Gesicht noch etwas geschwollen und einen Arm und ein Bein in Gips. Sonstige Verletzungen konnte ich auf die Schnelle nicht ausmachen.

„Wow, dich gibt’s zweimal?“

„Ja“, sagte Phillip stolz und fing an zu lachen.

Das erste Mal, seit ich ihn kennen gelernt hatte. Es war ein herzhaftes Lachen, das in mir die Sonne aufgehen ließ.

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