Margie 69 – Der Fahrer

Zuerst sah ich raus, auf den Weg, den wir fuhren. Aber nichts, gar nichts kannte ich hier und es war ohnehin die tiefste Pampa.
Nach ein paar Minuten lenkte sich meine Neugier in eine andere Richtung. Okay, ich hatte mir den Fahrer ja schon so mal betrachtet, aber so ganz genau natürlich nicht. Bemerkt hatte ich ja bloß, dass er jung war, viel zu jung für so ne merkwürdige Sache. Dunkelblond, mir schien auch, dass da ein paar blonde Strähnchen drin waren. Braun, das hatte ich schon erwähnt. Ein hellblaues, einfaches T-Shirt und Jeans.

»Sag mal, was hast du denn mit der ganzen Sache zu tun?«, wollte ich dann von ihm wissen. Derweil steuerte er den Riesenwagen sicher über die schmale Straße, die von der Hütte wegführte.

»Ich mach nen Job, mehr nicht.«

Schon diese Aussage wurmte mich. Jeder macht seinen Job, irgendwie halt. »Kann man das auch noch etwas konkretisieren, oder darfst du nicht reden?«

Er grinste, was ihm sehr gut stand. Ja, ich hätte mich angelogen wenn ich ihn nicht hübsch gefunden hätte.
Aber noch bevor er mir antworten konnte, klingelte mein Handy. Angelo.
Mein Herz änderte seine Schlagfrequenz nach oben, obwohl ich stinksauer auf ihn war. Ich fühlte mich einfach abserviert, ungewollt, überflüssig. Richtig Gedanken darüber konnte ich mir ja nicht machen, dazu wollte ich mir irgendwann Zeit nehmen.
Sekundenlang überlegte ich, ob ich ans Handy gehen sollte. Er würde sich doch wieder nur entschuldigen und ich hatte eigentlich nur noch eins im Kopf: Ich wollte nach Hause, Ruhe haben, zumindest eine Weile den normalen Weg gehen. Aber all das ohne Angelo.. ging das überhaupt?
Erst dann sah ich, dass es ein Videoanruf war. Sowas hatte ich noch nie, auch nicht ausprobiert und zudem noch nie gebraucht. War ja auch eine Kostenfrage.
Ich nahm das Handy in die Hand und drückte die grüne Taste. Dann sah ich ihn, meinen Angelo. Etwas verschwommen, irgendwie wackelig das Ganze, aber immerhin.

»Ralf.. ich ..«

Nicht wieder meine Stunde, nicht wieder nachgeben und auch nicht herumschreien. Und auch nicht fragen, was er wollte.
»Angelo, ich möchte nur eins sagen: Wenn du Margie wieder hast, wenn alles seinen ganz normalen Gang geht, dann erst bitte sage mir Bescheid, okay? Vorher.. macht’s eh keinen Sinn.«
Es war etwas schwierig, seinen Gesichtsausdruck zu deuten, aber mir schien, er hatte verstanden.
Noch bevor er loslegen und alles Mögliche zu meiner Beruhigung sagen konnte, legte ich auf. Wütend war ich nicht, diese Wolken waren schon wieder verzogen. Traurig.. vielleicht das, auf jeden Fall war ich auf meine Worte ein bisschen stolz. Alles war offen, alles lag in Angelos Händen.

»Ich weiß jetzt immer noch nicht, wohin ich fahren soll«, bemerkte mein Fahrer, nachdem ich das Gespräch beendet hatte.

»Und ich weiß immer noch nicht, was du mit dem Laden da zu tun hast«, konterte ich so quasi mit einer Gegenfrage.

»Das ist kein Laden«, sagte er etwas mürrisch.

»Nicht?«

»Nein.«

»Mit Verlaub: Was ist es dann? Ich darf annehmen, dass du meine Fragen im Zuge dieser Angelegenheiten verstehst. Ich komme mir nämlich nicht nur vor wie im falschen Film, mitnichten, ich bin ja tatsächlich schon mittendrin. Und ich find’s einfach legitim, näher über die Umstände nachzufragen.«

Der Fahrer rutschte etwas auf seinem Sitz hin und her. Zweifellos, es war ihm nicht behaglich und er schien mit sich zu ringen. Aber das war mir echt so was von egal.

Mittlerweile waren wir auf eine schöne Landstraße gekommen und die Orte, die rechts und links an uns vorbeizogen, kannte ich nicht. Nie gehört. Die Nähe zu Frankfurt wurde mir nur einmal bewusst, als ein Düsenflieger über uns hinwegbrauste und sonderlich hoch war der nicht.
»Wie heißt du überhaupt?«, wollte ich dann von meinem Chauffeur wissen. »Du kannst mir auch nen falschen Namen sagen, Hauptsache ich kann dich anreden.«

Er grummelte aber nur. »Wozu soll das gut sein?«

»Okay. Du willst nicht. Auch recht. Darf ich dann wenigstens erfahren, welchen Bildungsstand du hast? Hauptschule, Abi, Studium? Oder nichts von all dem? «

Es war provokant, und es war genau meine Absicht. Mit irgendetwas musste sich der Kerl doch aus der Reserve locken lassen.

»Ich wüsste nicht, was dich das angeht.«

Ups, der Junge war ebenfalls bockig. Ich überlegte ein paar Minuten lang, dann beschloss ich, nichts mehr zu fragen. Und auch nichts mehr zu sagen. Höchstens, wohin er fahren musste. Irgendwann musste es ja rausgehen aus der Pampa und dann würde ich den Weg schon wissen. Der Bordnavigator war scheinbar im Moment außer Betrieb, jedenfalls rührte sich da nichts. Ich hätte nur meine Adresse eingeben brauchen, und schon wäre jeder weitere Wortwechsel hinfällig. Aber da war noch etwas ganz anderes.
»Wir müssen noch mal in Angelos Wohnung vorbei «, sagte ich dann doch, weil das eben wichtig war und ich es beinahe vergessen hätte.

»Wohin?«

»Tu nicht so, als würdest du die Adresse nicht kennen. Meine Sachen sind noch dort und ich muss sie haben, ganz einfach.«

»Und wo soll das sein?«

Katz und Maus, dazu hatte ich keinen Bock mehr. Obwohl ich ihm kein Wort glaubte, gab ich nach. »Fahr direkt nach Frankfurt rein, dann sage ich es dir. «

»Gut. Hast du einen Schlüssel zu der Wohnung?«, fragte er wie beiläufig und ich war mir sicher: Der wusste ganz genau, dass ich keinen hatte. Nichts desto trotz war die Frage durchaus berechtigt und obwohl ich ein Schnelldenker bin (manchmal jedenfalls) fiel mir dazu überhaupt nichts ein. Mit einem Dietrich wie früher kam man jedenfalls nicht dort rein. Entweder aufbrechen, den Hausmeister rufen oder – das Ganze bleiben lassen. Letzteres kam aber auch nicht in Frage. Ich musste meine Sachen haben, egal wie. Mein halbes Leben war in meinem Gepäck und das konnte und durfte ich nicht zurücklassen.

»Warum sollte ich einen Schlüssel haben? Ich hab den ganzen Mist hier weder verbockt noch verzapft, ich denke mal, das ist eure – oder deine – Angelegenheit.«

Er lachte. »Meine? Ganz sicher nicht.«

Ich wurde zornig. Am Ende versuchte man, mir das alles in die Schuhe zu schieben. »Hör zu, Klugscheißer, ich hab nichts mit diesem Affentheater zu tun und wie du an den Schlüssel kommst, ist mir schnurz piep egal.«

»Hey, komm runter«, versuchte er abzulenken, »ich soll fahren, sonst nichts.«

»Aha. Und wer sagte dir, dass du fahren sollst? Der Heilige Geist? Wird Zeit, dass du mir mehr erzählst.«

»Es gibt aber nichts zu erzählen.«

Mittlerweile fuhren wir durch die ersten Vororte Frankfurts. Schön zu beobachten, wie unser Auto angeglotzt wurde. Eigentlich prädestiniert für eine Polizeikontrolle, denn dem Nummernschild nach hatten wir keinen Diplomatenstatus. Aber wie immer – keine Polizei. Vielleicht auch besser so, wer konnte schon wissen was das wieder für Probleme aufwarf.

Weit unten, in einer Kurve jener Straße auf der wir fuhren, leuchtete ein großes gelbes M auf rotem Grund in der Sonne. Ich hatte beim Anblick plötzlich mächtigen Hunger und Durst war ebenfalls ein Thema. Daran änderte auch die Klimaanlage nichts. Vielleicht wurde mein Fahrer ein bisschen gesprächiger und nachher fiel uns ja auch eine Lösung des Schlüsselproblems ein.
»Ich würde gerne etwas essen«, bemerkte ich und zeigte nach vorn.

Der Junge grinste, was bei ihm scheinbar angeboren war. »Von mir aus, ich hab Zeit.«

Nun gut. Etwas, das ich eigentlich nicht hatte, aber wichtigen Dingen des Lebens muss man einfach Vortritt lassen.

Er bog in die Einfahrt zu dem Schnellrestaurant und fand auf Anhieb einen Parkplatz für den Riesenschlitten. Insgeheim hatten sich inzwischen einige viele Fragen in meinem Kopf zusammengebraut und ich musste diesen Kerl einfach weich kriegen.

Wenig später schob ich meine leeren Schachteln von mir. Satt zu sein ist doch eine sehr angenehme Angelegenheit. Aber zwischen Nuggets, Hamburger und Cola war kein Wort zwischen uns gefallen. Der wollte nicht reden, das spürte ich. Nur, was war so schrecklich geheimnisvoll? Das war letztlich der Punkt, der mich nachhaltig Neugierig machte.
»Sag mal, bist du von Natur aus so schweigsam oder was ist los? Immerhin haben wir ein Stück unsres Wegs zurückgelegt, zusammen gegessen – und ich weiß immer noch nicht deinen Namen.«

Er schnaufte. Ich spürte, meine Fragerei ging ihm auf den Wecker, aber genau das wollte ich ja. Man muss bei manchen Leuten eben etwas länger picken, bis man auf dem Hirn ist.

»Sandro«, sagte er im Flüsterton, als würde er mit sich selber reden.

Aha. Ein ungewöhnlicher, aber schöner Name. »Meinen kennst du ja«, gab ich zurück.

Er sah mich an. »Woher sollte ich?«

»Oh. Du hast einen wichtigen Auftrag in wichtiger Sache und kennst die Namen deiner Klientel nicht?«

Sandro lachte leise. »So ein Quatsch. Ich hab diesen Auftrag seit gestern und nicht die leiseste Ahnung von dem, was du da die ganze Zeit faselst. Man hat einen Fahrer gesucht, für zwei Tage, für gutes Geld. Morgen bin ich diesen Job wieder los – das heißt besser – um Mitternacht.«

Stand es etwa jetzt eins zu null für ihn? Ganz tief in meinem gesunden Menschenverstand sagte etwas, dass das stimmen konnte. Zwangsläufig nicht musste, aber es war so ein Gefühl. Ein eher plötzliches, weil dann immerhin der Verdacht aufkam, ich hätte ihm Unrecht getan.

»Aber du kennst deine Auftraggeber?«

»Klar.«

Ich atmete aus, denn das war eine schöne Überraschung. Die Dinge erschienen sofort ein einem anderen Licht. »Und wer.. sind diese Leute?«

Sandro grinste wieder, seine Grübchen verliehen dem ohnehin hübschen Gesicht so den „ich mag den abknutschen“ – Effekt. »Keine Leute. Ein Mann. Mein Chef nämlich.«

Ich stutze. Was passte denn nun schon wieder nicht zusammen? »Dein Chef.. heuert dich für eine Tour an? Erklär es mir bitte, ich versteh nur Bahnhof.«

Sandro kramte in seiner Hosentasche, dann legte er eine Visitenkarte auf den Tisch.

Ich nahm sie und da stand: „Mietwagen – günstig, auch mit Fahrer…“

Ich hab bestimmt große Augen gemacht. »Du arbeitest.. da?«

»Klar. Ich mach dauernd solche Jobs. Mal hierhin, mal dorthin, mal für dies und mal für jenes. Ist ganz unterschiedlich, aber immer sehr interessant.«

»Das heißt, der Wagen hier..«

».. gehört meinem Chef. Genau. Und über was und warum ich fahre, frage ich nicht, ich muss diskret bleiben und am besten ist dabei, wenn man so gut wie überhaupt nichts darüber weiß.«

Plong. Ich hatte ihm Unrecht getan.. Sandro hatte mit Margie so wenig am Hut wie ich, gewissermaßen. Mir war auf der Stelle klar, dass sein Chef kein Sterbenswörtchen über die Auftraggeber rausrücken würde, also unterließ ich dazu jeden Ansatz einer Überlegung.

»Und begonnen hat alles in der kleinen Seitenstraße..«, wollte ich nur sicher gehen.

»Genau. Es hieß, dort ein paar Leute abzuholen und da raus zu fahren. Mehr weiß ich nicht.«

»Und da raus – ist wo?«

»Das darf ich dir nicht sagen, ist Teil meines Auftrags. Wenn ich plaudere bin ich nicht nur den los, sondern auch meinen Job.«

»Dann weißt du nicht wer Angelo Kassini ist und demzufolge auch nicht, wo er wohnt?«

»Angelo Kassini?«, fragte Sandro laut und verdammt, er strahlte plötzlich. »Klar kenn ich den. Also nicht persönlich, aber seine Musik. Der spielt doch Geige.. Ich hab ihn mal gesehen, war abgebildet in so ei Zeitschrift.«

Jetzt war ich am Zuge: »Kamerad, du lügst.«

Sandros Freude wich schlagartig. »Lügen? Wie meinst du das?«

»Du hast ihn gefahren.. er saß neben mir in dem Auto. Hier, hinten drin. Also sag nicht, du würdest ihn nicht persönlich kennen.«

Er wurde rot und schluckte. »Was sagst du?«

»Komm, ich glaub dir kein Wort.«

»Ähm.. jetzt würd ich glaub ich auch gerne deinen Namen wissen«, sagte er leicht verlegen.

»Ralf. Also, du hast nicht gesehen, dass er hier drin saß?«

»Ich hab nur den Typen gesprochen, der ans Auto kam. Auf andere hab ich nicht geachtet.«

Okay, warum sollte ich ihm nicht glauben. »Und jetzt?«, fragte ich locker nach. »Ich muss in die Wohnung, egal wie.«

»In Angelos Wohnung? Also ich mein, die von Kassini?«

Wieso redete der meinen Schatz mit Vornamen an? Ich biss mir auf die Lippen. Diese Schwärmerei fiel mir sofort auf und obwohl ich Angelo schon auf dem Nachbargleis geparkt hatte, musste ich mehr wissen.

»Es hört sich so an, als würde dir nicht nur seine Musik gefallen«, brachte ich mehr oder weniger unüberlegt hervor.

Sandro starrte mich an. »Was soll diese Frage? Und was hast du mit ihm zu schaffen?«

Gut, warum Geheimnisse. Sandro würde mich zu Hause abliefern und das war’s. »Er ist mein Freund«, gab ich als Antwort.

»Was heißt, dein Freund?«

»Gibt ein altes, gebräuchliches Wort dafür«, kam mir leise über die Lippen, obwohl uns niemand zuhören konnte. »Wir gehen zusammen, du verstehst?«

Au weh, jetzt wurde Sandro wirklich knallrot und ich dachte, er versinkt in seinem Stuhl. »Nicht dein ernst, oder?«

Jetzt war ich derjenige, der grinsen musste. »Mein voller ernst.«

»Is ja n Ding«, stotterte Sandro und mir schien, dass er mich erst jetzt ganz genau ansah.

»Nun, auch wenn dich das stören sollte – es ist so und mir ist egal wie du darüber denkst. Somit lass etwaige Diskussionen über das Schwulsein einfach bleiben, okay?«

»Angelo.. ist schwul?«

Ich hörte, er konnte es nicht fassen. »So ist es. Meiner einer natürlich auch, sonst ging das ja nicht.«

»Uff«, stöhnte Sandro und ließ sich richtig nach hinten in die Lehne seines Stuhls fallen.

»Aber ich würde es begrüßen, wenn wir zur Tagesordnung übergingen. Ich muss nämlich an mein Gepäck und genauso wichtig nach Hause.« Dann schien mir, Sandro hörte mir überhaupt nicht zu. »Hallo? Jemand zu Hause?«, fragte ich höflich nach.

»Wie? Was? Ach so.. ja.«

»Ich glaub dir ja, dass das eine Überraschung für dich ist, aber es ändert nichts an der Tatsache, dass..«

»..doch«, unterbrach er mich, »das ändert schon was.«

Damit machte er mich dann doch wieder Neugierig. »Und was, bitteschön?«

»Wen ihr – wie du sagst – zusammen seid, warum bist du dann hier? Und warum das Theater am Auto? Habt ihr euch.. gestritten?«

»Hey Sandro, das ist etwas, das dich sicher nichts angeht. Es ist im Moment etwas schwierig, okay, aber nichts wirklich Beunruhigendes.«

Sandro rieb sich das Kinn. »Glaub ich aber nicht.«

Offensichtlich begann er, in meinem Leben herumzukramen. Dinge, die ich nicht leiden kann, nicht von gewissermaßen fremden Leuten. »Ich denke, das kannst du getrost unser Bier sein lassen. Mach dir lieber Gedanken, wie wir in die Wohnung kommen. Und ich muss jetzt wirklich nach Hause.«

Sandro rührte sich nicht.

»Sag mal, was interessiert dich das eigentlich so?«, wollte ich dann von ihm wissen.

Er beugte sich weit über den Tisch zu mir. »Angelo ist.. ein ziemlich hübscher Kerl..«

Zang. Auch ohne weitere Worte wusste ich auf der Stelle, wo der Hase im Pfeffer läuft. Allerdings tat er das in meinem Pfeffer und da sollte er auch bleiben, auch wenn ich das zu dem Zeitpunkt schwer kontrollieren konnte. »Du.. scheinst also tatsächlich nicht nur seine Musik zu mögen?«, fragte ich hinterlistig, obschon die Antwort völlig klar war.

»Du kannst es mir ja schlecht verdenken, oder?«

Da hatte er auch wieder recht. Jetzt aber, wo mir Sandro so ein paar Zentimeter vom Leib in die Augen sah, gab’s neuerlich ein Ringelreigen in meinem Kopf. Es bestand nun mal kein Zweifel, Sandro war eine Sünde wert. Eine kleine vielleicht nur, aber sie war es. Und er roch gut, weiß der Geier nach was. War mir im Auto schon aufgefallen, aber jetzt war es ziemlich deutlich. Diese Augen mir den langen Wimpern, die glatte, makellos braune Haut. Insiderkreise würden da sicherlich von niedlich sprechen. Und auch sonst war an dem Kerlchen nichts auszusetzen, was er mir vorher beim vorauslaufen durch seine engen Hosen auch deutlich gemacht hatte. Ein süßer Po, der einem zu Inspirationen hinreißen ließ.
Und nun stand so quasi fest, dass Sandro Mitglied unserer Gewerkschaft war.
Aber die Wohnung und mein zu Hause vereitelten jeden Versuch, den Dingen genauer auf den Grund zu gehen. Angelo gab’s immerhin auch noch, wenn ich auch nicht wusste wie das weitergehen sollte.

»Nein, kann ich allerdings nicht. Trotzdem, wie ist? Gehen wir?«

»Sag mir noch eins«, hielt mich Sandro auf, »was ist denn überhaupt passiert? Ich mein, ich weiß ja wirklich nichts.«

Ich sah auf die Uhr. Okay, ein Tag früher oder später war jetzt noch egal. Die Frage stand im Raum, ob ich überhaupt Bock hatte, die ganze Geschichte abzuspulen. Das dauerte eh einige Stunden und die wollte ich keinesfalls an dem Ort verbringen. Zudem wurde der Laden langsam zu voll und fremde Zuhörer brauchten wir keinesfalls. Aber irgendwie spürte ich, dass es gut tun würde, den ganzen Mist loszuwerden. Was konnte Sandro schon mit dem Wissen anfangen? Dass Angel und ich ein Paar waren, das konnte ohnehin jeder wissen.

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