Mein liebster, bester Weihnachtsmann – Teil 8

Welcome und mehr  

Mittwoch,  21, Januar abends

Jan

Um halb acht sind wir beide fertig angezogen und dem Anlass des Abends entsprechend gestylt. Julien hat eine weiße Jeans angezogen und ein gelbes Sweatshirt mit einem bunten Logo auf dem Rücken. Es ist ein Teil aus Nelsons Bestand, den Mama Mbete Julien vermacht hat.

Es ist sehr körperbetont und passt ganz Doll zu seiner Hautfarbe. Auch Nelson trug gerne gelbe Kleider, vor allem gelbe Shorts, in denen sah er immer galaktisch gut aus. “Er ist da, Jan, immer bei uns”, sagt Julien, der meine Blicke und meinen Gesichtsausdruck natürlich kennt.

Manchmal wundert es mich, dass er Nelsons Präsenz so ganz ohne Eifersucht erträgt, sich nie einfach als Ersatz für Nelson vorkommt. Nicht jeder würde mit einem toten Ex so gut zurechtkommen, wie mein Schatz, der nie, oder, wenn überhaupt,  nur in den ersten Tagen, als wir uns kennen gelernt haben, ein Ersatz meines Nelson für mich war.

“Du siehst toll aus, anziehend, so anziehend, dass ich dich am liebsten wieder ausziehen möchte”, sag ich. “Jetzt aber doch nicht mehr”, sagt er lachend, “du bist ja echt unersättlich heute. Die Aktion in der Wanne war doch sehr zufriedenstellend, hatte ich den Eindruck, so abgegangen bist du schon lange nicht mehr.”

“In dieser Wanne ist das Poppen einfach besonders geil”, sage ich und ziehe jetzt meine beige Jeans an, bevor ich noch geiler werde, und ich sie nicht mehr zu kriege. Ein hellblauer Pulli, nicht so dick und ohne Aufdruck rundet mein Outfit ab. Auch mein Pulli ist körperbetont und ich finde, wir sehen beide ganz gut aus heute Abend.

Wir gehen runter, zuerst noch kurz zu Opa und Oma ins Wohnzimmer, wo die beiden ein bisschen in die Glotze gucken. Oma ist dabei am stricken, die Wolle ist dick und die Farbe Gelb. Ich tippe mal auf einen Pulli für meinen Schatz. Michael kommt rein und sagt:”Hier seid ihr, ich war gerade oben und hab euch gesucht. Habt ihr eigentlich eure Instrumente schon dabei oder kommen die mit dem Container?”

“Die sind im Container”, sagt Julien, “warum fragst du?” “Nur so”, sagt Michael, “wir hätten was spielen können, wenn sie schon hier gewesen wären. Dann mal los, ihr beiden, runter mit euch, die anderen warten schon, wollen euch begrüßen.” “Ist der Schreiner, der Johannes auch schon da und sein Freund Benjamin?”, will ich wissen.

“Nein, aber der wird wohl noch kommen, denk ich”, meint Michael und gemeinsam gehen wir runter in den Keller. Das ist ein freudiges Wiedersehen, Nadine fällt uns um den Hals, Raoul, Kevin und Dominik schließen sich an und ausgelassen drücken und küssen wir uns abwechselnd.

Ein langer Tisch mit zehn Stühlen steht in der ersten Hälfte des Kellerraums, in der zweiten Hälfte sind die Instrumente aufgebaut, so als ob wir proben wollten. Auf einem Tisch neben der kleinen Theke an der Wand stehen einige Platten mit Leckereien, Teller und Zubehör und alles sieht auf den ersten Blick toll und lecker aus.

“Man”, sag ich zu Michael, “ihr habt euch ja gewaltig ins Zeug gelegt, das ist ja echt lieb von Euch, Danke.” Julien drückt Michael kurz und sagt laut: “Es ist so ein tolles Gefühl, Freunde wie Euch zu haben. Wir haben den Eindruck, endlich wieder zu Hause zu sein. Ihr habt uns alle so gefehlt.”

 Michael

Ein Sektkorken knallt, Dominik hat zwei Flaschen vom Besten seines Opas mitgebracht und füllt jetzt die Gläser mit der feinen Brause. Die Tür geht auf und Opa kommt mit dem Schreinerlehrling Johannes rein, dem ein blonder, schlanker Junge, vermutlich Benjamin, der Freund nach folgt.

Dominik füllt schnell noch drei Gläser, reicht Opa und den beiden Neuankömmlingen je eins und jetzt bin ich es, der das Wort ergreift. “Liebe Freunde und die, die es noch werden wollen”, dabei schaut ich Johannes und Benjamin an, ” wir feiern heute die Rückkehr von Jan und Julien, die uns vor längerer Zeit verlassen mussten, um Jans Familie in Südafrika zu unterstützen.

Nun sind sie zurückgekommen und bleiben für immer hier bei uns. Jans Familie kommt in einigen Wochen nach, um ebenfalls auf Dauer hier zu leben. Wir freuen uns alle sehr darüber, dass ihr wieder bei uns sein könnt und trinken den ersten Schluck dieses edlen Tropfens auf Eure glückliche Heimkehr, hier her zu uns.”

Wir prosten uns zu, stoßen an und trinken einen guten Schluck. “Den zweiten Schluck trinken wir jetzt als Willkommensschluck für Johannes und Benjamin, die von Jan, Julien und mir heute Nachmittag spontan eingeladen worden sind, die Umstände erfahren wir später. Herzlich Willkommen heute Abend und wenn es passt, auch für die Zukunft hier in unserem Kreis.”

Wir prosten wieder und trinken den beiden zu.” Fürs erste würde ich sagen”, fahre ich  fort, “ist mal Essen angesagt. Nadine, Oma und Mama haben keine Mühen gescheut und einige Leckereien für uns zubereitet.

Bevor wir uns aber zur Schlacht am Buffet einfinden, möchte ich Johannes und Benjamin um eine kurze Vorstellung bitten, damit alle wissen, mit wem sie heute Abend noch feiern.”

Opa stellt das leere Glas auf die Theke und verlässt den Keller, nicht ohne uns noch viel Spaß zu wünschen. Die Augen ruhen jetzt erwartungsvoll auf den zwei Neuzugängen.

Johannes fängt an: “Also, ich heiße Johannes Blümer, bin fast achtzehn Jahre alt, aus Kiedrich und lerne Schreiner bei meinem Onkel, dem die Schreinerei Blank gehört. Meine Freunde nennen mich Jannes”

Er macht eine kurze Pause, so als müsse er Mut schöpfen und fährt dann fort: ” Dort wohne ich auch seit heute, nach dem meine Eltern mir heute, nach dem ich mich endlich getraut und als schwul geoutet habe,  klar sagten, das sie keinen schwulen Sohn in ihrem Haus haben wollen.

Ihr seid nach Benny, der mein bester Freund ist, nach Jan und Julien und Michael, die jenigen, die das jetzt wissen und die, wie mir Jan versichert hat, auch kein Problem mit schwulen Menschen haben. Ich bin nun froh, dass ich heute Nachmittag den beiden oben in ihrer neuen Wohnung alles erzählt habe, sonst hätte es immer noch kein Outen gegeben. Ich hatte einfach zu viel Angst.

Mit Hilfe von Jans Opa, der meinen Onkel, der ja auch mein Chef ist, herbestellt und über sein Verhältnis zu Schwulen befragt hat, haben mein Onkel und seine Frau mich bei sich aufgenommen. Meine Tante hat einen Bruder, der auch schwul ist und Jan, Julien und Michael haben den schon kennengelernt.”

Er schaut jetzt Benjamin an und der stellt sich jetzt ebenfalls vor. “Ich heiße Benjamin Förster und bin auch aus Kiederich. Ich bin seit ewigen Zeiten mit Johannes befreundet, aber hetero und ich wusste seit zwei Jahren, dass Johannes schwul ist. Meine Freunde rufen mich Benny, was ich lieber höre, wie Benjamin

Meine Eltern werden bestimmt versuchen, wenn sie von Jannes Outing erfahren, mir den Kontakt mit ihm zu verbieten. Da ich aber schon einige Wochen Achtzehn bin, werde ich mir das niemals verbieten lassen. Mal sehen, wie sich alles entwickelt. Wenn es gar nicht geht, muss ich mir was anderes zum Wohnen suchen.”

Ich ergreife wieder das Wort; “Danke, ihr beiden, nochmals herzlich willkommen und nun ist das Buffet eröffnet.” Nacheinander bedient sich jetzt jeder beim Essen und dann sitzen alle mehr oder weniger ruhig am Tisch zusammen und essen.

 Jan

Nadine hat zwei Teller für Opa und Oma fertig gemacht und bringt die schnell nach oben, bevor sie sich selber mit zu uns an den Tisch setzt. Wir erzählen von unseren letzten Tagen in Südafrika, von dem Flug und den Umständen, die zur Bekanntschaft mit dem Bruder von Johannes Tante geführt haben

Julien, der links von mir sitzt, unterhält sich angeregt mit Jannes, der ihm wohl gerade erzählt, was zu Hause abgegangen ist, als er mit seinem Onkel dort ankam. Michael, der zu meiner Rechten Platz genommen hat, erzählt mir, das er eine Klarinette von seinem Vater mit her gebracht hat und auch Dominik hätte auf seine Bitte hin seine Gitarre mitgebracht, könne aber selber nicht gut darauf spielen.

“Wir wollten eigentlich euch zwei überreden, mit uns nachher ein bisschen zu spielen”, sagt er, ” die Lieder, die wir vor deiner plötzlichen Abreise nach Südwest mit der Band eingeübt haben. Wir könnten doch auch mit den vorhandenen Instrumenten spielen, bis eure eigenen hier ankommen”.

Ich stupse meinen Schatz an und erzähle ihm von Michaels Vorschlag und mein musikverrückter Julien ist natürlich gleich dafür. Somit steht also fest, dass wir später noch Musik machen werden, wir fünf. Benny ist in ein Gespräch mit Raoul vertieft, während Kevin und Dominik sich an der Musikanlage   beschäftigen.

Da die meisten nicht mehr Auto fahren müssen, trinken wir Opas Wein, wohl bedenkend, das ja morgen früh für fast alle der ganz normale Alltag ist, mit Arbeit bei Jannes und Benny, der Bürokaufmann in Wiesbaden lernt und Studium bei Nadine, Michael und Raoul , Julien und ich können etwas länger schlafen.

So gegen neun, alle haben gegessen, will Michael, das wir ein bisschen zusammen spielen. Es dauert ein paar Minuten, bis jeder seinen Platz eingenommen hat. Und dann geht es los und es ist fast so, als wären wir nie weg gewesen. Die Stücke, die wir damals für unseren geplanten Auftritt eingeübt haben, kommen gut und fast fehlerfrei rüber. Nadine singt noch besser, als damals und Julien und ich sind hin und weg.

Unseren zwei Neuzugängen scheint das, was wir spielen, zu gefallen. Nach fünf Liedern machen wir eine Pause, zum essen, trinken und reden. Benny ist ganz begeistert, lobt unser Spiel und vor allem Nadines Gesang. “Benny singt auch gut und spielt gut Akkordeon und auch Keyboard”, sagt Jannes zu Nadine und Michael. Raoul, der das auch gehört hat, hakt gleich nach.

“Was kannst du denn so singen, Benny, zähl mal was auf”, sagt er zu dem Jungen. Der ist ein bisschen rot geworden, sagt: “So Doll ist das nicht mit dem Singen, spielen mit dem Akkordeon oder dem Keyboard geht da schon eher. Spielen kann ich nach Noten, ich hatte sogar drei Jahre Unterricht und übe ab und zu immer noch.”

“Er singt echt gut, er traut sich nur nicht vor anderen Leuten”, sagt Jannes und kriegt dafür von Benny einen Stoß in die Rippen. “Hier kannst du ruhig mal was vor singen, unter Freunden so zu sagen. Auch wenn es nicht hinhaut, wirst du hier nicht ausgelacht”, sagt Raoul zu Benny und wir anderen nicken zustimmend.

Nach dem nun alle auf in einreden, er sieht Jannes sehr vorwurfsvoll an, sagt er endlich zu. Er geht rüber ans Keyboard, setzt sich, schaut das Teil an und drückt probehalber ein paar Tasten. Wir schauen interessiert, warten auf das, was er spielen wird und singen natürlich.

Ein Lied aus den Neunzigern klingt an und mitsamtweicher , richtig guter Stimme singt er den Song von Smokey “Living next Door to Ellis”. Als der letzte Ton verklungen ist, herrscht andächtige Stille, solange, bis Raoul nur ein Wort sagt, das alle unsere Emotionen ausdrückt: WOOOW”

Dann applaudieren wir sehr laut und lange. Benny ist rot geworden, schaut verlegen auf das Board. “Das war so Hammer, soo geil” ruft Nadine und eilt zu Benny, nimmt ihn kurz in den Arm und wiederholt immer wieder das Wort “Hammer, Hammer, Hammer. Wir müssen mal was zusammen singen.”

Verlegen schaut Benny sie an, ein kleines Lächeln schleicht auf sein Gesicht. “Echt jetzt? Ist das dein ernst, du singst doch viel besser als ich”, sagt er. “Vergiss es”, sagt Nadine, “du hast eine Wahnsinnsstimme, glaub mir, Ich bin froh, das Jannes uns das gesagt hat, du musst unbedingt bei uns mitmachen, bitte.”

Jannes strahlt und freut sich für seinen Freund, das sieht man ihm an. Alle reden jetzt durcheinander, man versteht gar nichts mehr und so rufe ich so laut ich kann, dazwischen: “HAAALLOOOO”. Plötzlich sind alle ruhig. “Setzt euch mal bitte alle wieder hin”, bitte ich meine Freunde.

Als alle wieder um den Tisch rum sitzen, sage ich: “Es ist uns glaub ich allen ebenso ergangen, mir jedenfalls ist ein Schauer über den Rücken gelaufen, als Benny gesungen und gespielt hat. Er wäre für unsere Band eine große Verstärkung und im Hinblick auf Michaels Pläne, eine Auftritt in Eltville zu machen, da, wo immer noch an Samstagen Musik und Tanz für die Jugendlichen aus der Region gemacht wird, erst recht”.

Auf dieser Veranstaltung hatten Nelson und ich damals Dominik und Kevin kennengelernt und wir waren gute Freunde geworden. Dort aufzutreten, zu spielen, das wäre für uns alle mit vielen Erinnerungen verbunden und Michael hatte bereits Verhandlungen geführt, als er wusste, dass wir zurück in den Rheingau kommen würden. Ein Termin stand aber noch nicht fest.

“Ich will dich jetzt nicht drängen, Benny, aber bitte überleg es dir. Wir würden uns alle sehr freuen, wenn du bei uns mitmachen würdest”, sag ich zu ihm und sehe alle ringsum zustimmend nicken.

Jannes sagt dann: “Ich frage meinen Onkel, ob wir den Kombi kriegen, um alles zu transportieren, wenn wir zu den Auftritten fahren. Dann bin ich auch zu was nütze, denn ein Instrument kann ich nicht spielen, aber mit Elektrik und sowas kenn ich mich aus und zum Auf und Abbau braucht es ja auch wen, oder?”

“Ich freue mich richtig”, sag ich jetzt, “das wir uns heute kennen gelernt haben, und auch, wenn das mit deinen Eltern nicht gut aus gegangen ist, hast du ein tolerantes zu Hause gefunden und wenn du willst, auch sechs neue Freunde, auf die du dich verlassen kannst.”

“Benny und ich sind zwar etwas jünger als ihr, aber ich glaube, dass ihr uns echt gerne dabei hättet. Also, ich kann jetzt nur für mich sprechen, aber ich wäre schon gern euer Freund”, sagt Jannes.

“Du Clown”, sagt Benny”, als hättest du schon jemals was ohne mich gemacht. Vom Schwul sein mal abgesehen, waren wir doch vom Kindergarten an die meiste Zeit zusammen unterwegs, immer dieselben Interessen, die gleichen Hobbys, von der Musik mal abgesehen.

Aber selbst, wenn ich üben musste, hast du in der Ecke gesessen und zugehört. Glaub nur nicht, das du hier alleine einen auf Freund machen kannst, ohne mich läuft das nicht. Da du mich jetzt hier auch noch als Sänger geoutet hast und ich Freunden nichts abschlagen kann, muss ich deinetwegen jetzt auch noch in einer Band singen.

Das einzige, was jetzt noch fehlen würde, ist, das ich morgen früh schwul aufwachen werde. Obwohl, wenn ich mich so umgucke hier, die Quote betrachte, scheint das ja auch nicht so schlimm zu sein.”

Er hat sich auf nette Art ein bisschen in Rage geredet, aber gleichzeitig auch seine Zustimmung zu unserer Bitte, doch mit zu machen gegeben. Jannes strahlte ihn an und sagte dann: “Lass es mich aber bitte dann unbedingt wissen.” “Was denn”, fragte Benny. “Wenn du mal schwul aufwachst, was denn sonst”, sagt Jannes lachend. “Arsch”, kommt es lachend von Benny.

Wir heben jetzt die Gläser, stoßen auf die neue Freundschaft an, trinken eine Schluck und dann werden die Beiden nacheinander von allen umarmt und geküsst, auf die Wangen, versteht sich. Ich sag zu Benny, das wir Montag und Freitag immer proben, von halb sechs bis gegen neun, freitags auch mal noch länger und das Oma immer noch einen kleinen Imbiss macht.

Da Raoul immer von Geisenheim rüberkommt mit seinem Auto, kann er die beiden in Kiedrich abholen und auch wieder wegbringen. Da die Zeit nun doch schon sehr weit fortgeschritten ist, es ist gleich zehn, beschließen wir, für heute Schluss zu machen, damit alle noch genügend Schlaf kriegen. Raoul nimmt Benny und Jannes mit, so dass sie kein Taxi brauchen.

Dominik und Kevin gehen die ein ein halb Kilometer zu Fuß nach Hause, das erste Stück bis runter ins Dorf werden Michael und Nadine sie begleiten. Wir gehen mit Hoch und bringen alle bis vor die Haustüre und verabschieden sie dort. Es war ein schöner Abend und wir bedanken uns noch mal bei Nadine und Michael dafür.

Julien und ich gehen noch mal runter und versorgen die übrig gebliebenen Sachen zum Essen und räumen alles in den Kühlschrank. Nach dem alles Notwendige für Heute gemacht ist, schalten wir alles aus und gehen nach oben in unser Zimmer.

Wir unterhalten uns, nach dem wir ausgezogen sind und aneinander gekuschelt im Bett liegen, über den heutigen Abend, über Jannes und Benny und über die Band. Wir freuen uns über den Zuwachs, über unsere neuen Freunde und glauben, dass die zwei Jungs, trotzdem sie fast fünf Jahre jünger sind im Schnitt als wir, gut zu uns passen.

Jannes wird es gut tun zu erfahren und zu erleben, das sein Schwul sein in unserem Kreis zur absoluten Normalität gehört und er sich nicht verstecken oder verstellen muss. Wir sind beide der Meinung, das Benny und Nadine mit ihren Stimmen das Publikum begeistern werden und wir freuen uns, wenn es wirklich soweit ist, das wir auftreten werden.

Morgen, nach dem Frühstück, werden wir weiter tapezieren und verputzen, damit wir bald einziehen können. Eine eigene Wohnung, ohne Nachbarn, nur wir zwei allein im Gebäude, da brauchen wir keine Rücksicht zu nehmen, wenn wir uns lieben.

Eine Zukunft, Zuhörerfrei und auch, weil oben, spannerfrei, textilfreies rumlaufen, aneinander naschen und fummeln, Liebe machen überall in der Wohnung, die Vorstellung hat was. Julien schläft schon, aber mir fehlt noch irgendwas zum einschlafen.

“Massa Jan träumt, von neue geile Wanne, wo gut poppen mit Julien, wie gepoppt Massa mit Nelson in geile Sprudelwanne von Opa. Nelson froh ist das Masa Jan jetzt gut hat hier. Wenn Massa Jan gut hat, Nelson glücklich und auch gut hat. Jetzt gut schlafen Massa Jan bei liebem Julien. Nelson immer da ist bei euch, passen auf, auf euer Glück.”

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