Traumschiff – Teil 36

Seeluft, Sand und feine Kleider
Martin
Das ist ja eine gelungene Geburtstagsüberraschung. Nicht im Traum hätte ich gedacht, dass ich Kai und den Chef mit der ganzen Familie und den Frauen, die im Haus arbeiten, heute hier sehen würde.
Auch Jerome hat von nichts gewusst, das konnte ich

an seinem Gesicht erkennen. Carl August ist immer für eine Überraschung gut. Das er Oles Mutter und auch Sigrids Mutter mitgebracht hat, zeugt für mich wieder einmal davon, dass die Leute, die bei Remmers ihre Arbeit tun und das ordentlich machen, nicht behandelt werden wie normale Angestellte, sondern eher wie Menschen, die man gern um sich hat und die man achtet und wertschätzt. So eine Arbeitsstelle zu finden, ist schon fast wie ein Wunder ein zu stufen. Für Kai und mich als schwules Paar, auch schon lange vor Jeromes Outing, ist das wie ein Sechser im Lotto, einmalig und einfach fantastisch. Carl August und Lis wissen aber auch, das sie auf uns in jeder Lage zweihundert prozentig zählen können, immer, Tag und Nacht und das dreihundert fünfundsechzig Tage im Jahr.
Das Essen, das wohl in dieser Auswahl Jerome bestellt hat, ist einfach gut und den Mädels und den Jungs scheint es hervorsagend zu schmecken. Sogar Torstens Mundwerk widmet sich momentan überwiegend der Nahrungsaufnahme und seine Kommentare sind auf „mmmh, lecker“und „boaah, schmeckt das geil“ beschränkt.
Für die Damen und den Chef und seine Frau hat der Ober Wein gebracht, roten, und da es viel Fisch hat auf dem Buffet, auch weißen und Sergej, Jerome und Frank probieren auch Weißwein zum Fisch. Kai und ich, heute müssen wir nicht mehr fahren, trinken Holsten Pils, wir waren noch nie so die Wein Fans, Cremant und Sekt oder Schampus schon eher, aber das ist ja auch eins der Standards, vor allem bei Oma Gesine und Tante Frieda. Da wird man als Angestellter frühzeitig dran gewöhnt.
Kai und ich gehen zum zweiten Gang ans Buffet und füllen unsere Teller erneut mit lauter feinen Sachen.
Carl August
Wenn das Essen vorbei ist, müssen wir, meine Mutter und ich ja dann auch mal Martins Geschenk überreichen. Wir haben lange überlegt, Mutter und ich und auch Lis, wie wir Martins langjährige Tätigkeit für das Haus Remmers und vor allem, die Art und Weise, wie er das geleistet hat, entsprechend würdigen und ich denke, wir haben das richtige gemacht. Aber ich will jetzt nichts vorweg nehmen, alles zu seiner Zeit.
Die Organisation der Fahrt hier her und der Gag mit der Trennwand haben sich Dank frühzeitiger Kontaktaufnahme mit dem hiesigen Direktor als relativ problemlos raus gestellt.
Unsicherheitsfaktor war einzig die Fahrt hier her, eventuelle Staus und so, die man ja vorher nicht weiß und die unsere rechtzeitige Ankunft gefährdet hätten. Aber wir hatten Glück, und die Nacht, bei Martin zu verbringen, war wohl die beste Motivation für Kai, pünktlich und früh genug hier her zu fahren.
Er war von Anfang an Feuer und Flamme für meinen Vorschlag zur Geburtstagsüberraschung der besonderen Art, hat dicht gehalten und bei den Vorbereitungen geholfen. Kaum waren Martin und die Jungen unterwegs, wurde alles in den Achter gepackt, was mit musste. Mutter und Frieda brachten ihre Taschen und Lis und Ich unsere. Frau Jensen und Frau Gut luden mit Kais Hilfe ihre Taschen und noch einen Kuchen ein und knapp eine Stunde, nachdem die Jungen gefahren sind, waren wir auf dem Weg. Zimmer und Essen hatte ich schon vorher reserviert, vier Doppelzimmer mit ein bisschen mehr Komfort, und bezüglich der Trennwand und unserem Aufenthalt dahinter und auch das mehr an Essen war alles mit dem Serviceleiter abgesprochen. Im Kuvert, das Ole abgegeben hat, war alles noch mal zur Kontrolle aufgeschrieben und ein Scheck über alle entstandenen Kosten einschließlich den Kosten der Torstenbesucher, sowie ein angemessenes Trinkgeld für die Leute vom Service, die das alles so toll arrangiert haben und die Jungen und uns bis Sonntag noch bedienen werden.
Wir werden Sonntag nach dem Frühstück zurück fahren, die jungen Leute mit Martin werden noch bis Nachmittags bleiben und erst gegen Abend wieder nach Bremerhaven zurückkommen. Morgen werden wir Älteren mal an den Timmendorfer Strand fahren und dort barfuß im Sand spazieren, gut Kaffee trinken und mal den Alltag komplett vergessen. Das tun wir leider viel zu selten und insgeheim nehme ich mir vor, so was spontan mal öfter zu machen. Bei Lis lauf ich mit so was offene Türen ein und die Kinder sind alt genug um mal ein oder zwei Tage ohne uns aus zu kommen. Mutter und Frieda sind für alle Unternehmungen außerhalb der vier Wände zu haben, da brauch ich nie zweimal zu fragen.
Der nächste größere Ausflug wird wohl unser Ausflug mit dem Schiff nach Dresden und dann ein bisschen Urlaub mit Sergejs Leuten sein. Das haben wir mal für die letzten zwei Juliwochen geplant, Waltraud aus Dresden hat Lis ihren Zeitrahmen gemailt und wir haben ihr unsere Zeit zurück gemailt. Sie können alle in der Zeit frei und ich habe unsere Yacht für diesen Zeitraum plus drei Tage vorher und nachher geblockt. Die Jungen, die mit fahren wollen, können dann mit Sergej und Jerome am zwoten Juli in Bremerhaven an Bord gehen und dann Elbe aufwärts nach Dresden fahren. Sergejs Bruder Boris wollte dann mit dem Zug kommen und mit den Jungen auf dem Schiff nach Dresden fahren.
Auf der Yacht sind zweiunddreißig Schlafplätze für Passagiere in Zweier und Vierer Kabinen, mit Dusche, versteht sich, so dass alle einen Platz finden werden. Wir, Lis und die beiden Damen fahren dann sonntags mit dem Auto nach Dresden und gehen dort an Bord
Jetzt sind alle erst mal mit dem Essen fertig und es wird Zeit, das Geburtstagskind zu würdigen und zu beschenken. Die Jungen haben das ja schon getan und jetzt fang ich dann wohl mal an, dann Oma und Frieda und dann wohl auch noch Kai, wobei der sein Hauptgeschenk vielleicht erst später im Zimmer auspackt. (der hätte von Torsten sein können).
Ich erhebe mich, klopfe ans Glas und die Stimmen verstummen. Alles schaut auf mich und wartet darauf, was jetzt noch kommt.
Nach kurzem Räuspern und noch einem kleinen Schluck Schampus beginne ich: „Lieber Kai, ich hoffe, das dich unser Überfall heute an deiner Geburtstagsfeier fern der Heimat freut und möchte ein paar Worte los werden. Du wirst heute zweiundfünfzig Jahre jung, ein Geburtstag, wie er eigentlich jedes Jahr aufs neue kommt, alle fünf Jahre von einem Runden unterbrochen und trotzdem ist dieser Geburtstag in unseren Augen ein ganz besonderer. Heute in vier Tagen jährt sich zum fünfundzwanzigsten Mal der Tag der Einstellung bei uns, damals durch meinen Vater und kaum einer hätte damals geglaubt, dass es so wird, wie es heute ist.
Ich muss voraus schicken, das die Menschen, die bei und gearbeitet haben, alle geblieben sind, bis sie aus Altersgründen ausgeschieden sind. Das liegt mit Sicherheit nur bedingt an der Bezahlung sondern mehr daran, das alle in unserem Haus immer darauf bedacht waren, nicht die Angestellten, sondern die Menschen in ihnen zu sehen.
Du, Martin, warst uns durch die Abordnung von Vater zu uns, als Lis schwanger war und Jerome zur Welt kam, besonders nah und als Lis mit Natascha schwanger war und es ihr nicht gut ging, der, welcher sich um den damals noch nicht drei jährigen Jerome kümmerte und immer für ihn da war. Das Verhältnis zwischen Euch beiden ist ständig gewachsen und es gab Momente, da war ich manchmal etwas eifersüchtig, weil du und dann Lis und dann erst ich kam bei dem Jungen.
All das, was du für ihn und uns getan hast, war weit mehr, als dein Arbeitsvertrag von dir verlangte, soviel mehr, als das es jetzt mit Worten zu beschreiben ist. Ich weiß, das Jerome dich dafür liebt, wie einen Bruder und das hast du auch verdient und wir, wir lieben dich auch.
Nun zuerst zu Deinem Geburtstagsgeschenk, das ähnlich ist, wie das, dass Jerome dir gemacht hat. Allerdings habe ich dabei auch an euren Vorsatz gedacht, nämlich Euch beide, Kai und Du, offiziell zu binden, ich sag einfach mal, zu heiraten.
Ich schenke Dir oder besser Euch zwei Karten für das Musical „Phantom der Oper „für den zwanzigsten November am Brodway in New York. Ihr fliegt von Hamburg aus am siebzehnten Elften mit Lufthansa, erste Klasse, nach New York, ins Hotel „Radisson Martinique on Broadway“, für eine Woche, All inklusive, Rückflug am fünfundzwanzigsten Elften nach Hamburg. Das soll auch ein bisschen Hochzeitsreise sein, eine tolle Auszeit von uns, Zeit abzuschalten und neue Dinge kennen zu lernen. Ich hoffe, das euch das gefällt und das ihr es genießen könnt, einmal nicht dauernd präsent sein zu müssen, wenn einer von uns euch braucht.“
Beide schauen immer noch ungläubig und in die Stille hinein zuerst Torsten mit: „O leck, wie geil ist das denn“ und dann Frieda mit „Darauf müssen wir anstoßen“. Beifall und Gelächter folgen.
Wir trinken alle den Beiden zu und Martin will was sagen. Ich zeige an, dass ich noch nicht fertig bin. Immer noch stehend fahre ich fort.
„Deine Arbeit lieber Martin, war in den vergangenen fünfundzwanzig Jahren für die Familie Remmers ohne Tadel, immer mehr als hundert Prozent und das verpflichtet uns zu tiefstem Dank.
Ein viertel Jahrhundert Treue und Loyalität, Fleiß und die Bereitschaft zur Arbeit, wann immer es gefordert wurde und weit über das zu erwartende Maß hinaus haben dich zu einem Menschen für uns gemacht, den wir lieben und achten und den wir noch lange, lange in unserem Haue behalten möchten. Der Gedanke, ohne dich auskommen zu müssen, macht mir Angst und ich freue mich auf noch viele schöne Jahre mit dir und Kai an deiner Seite, der dir, was deine guten Eigenschaften angeht, erfolgreich nach eifert.
Zu deinem fünfundzwanzigsten Dienstjubiläum überreiche ich dir ein Aktienpaket, für jedes geleistete Jahr in einem Wert von tausend Euro als Dank und Anerkennung für das, was du für uns geleistet hast.“ In ein verdutztes Gesicht blickend, freue ich mich über den Beifall, der jetzt laut gespendet wird. Bevor ich mich setze, hebe ich nochmal mein Glas und proste Martin zu und alle tun es nach.
„Ich übergebe jetzt zunächst das Wort an meine Mutter, die auch noch gratulieren möchte“, sag ich und setz mich hin, Torstens Bemerkung „un noch ein Gedicht“ geht im Applaus unter.
Jerome
O Ha, da haben meine Eltern ja echt was abgedrückt, ich bin begeistert und Martin ist ganz verlegen geworden. Ich kann nicht anders ich muss Papa kurz in den Arm nehmen, so toll empfinde ich das, vor allem seine Worte und das sie Martin auch lieben. Das wird Martin sehr viel bedeuten, das weiß ich. Jetzt ist Oma aufgestanden und zieht die Aufmerksamkeit auf sich.
„Lieber Martin, ich weiß noch heute sehr genau, wie mein Mann damals nach Hause kam und sagte, er habe einen neuen Fahrer eingestellt, weil sein Fahrer mit siebenundsechzig Jahren in den Ruhestand gehen wollte.
Ich fragte dann „Und wie ist er?“ und dann sagte mein Mann: „Er ist schwul und deshalb hat man ihm beim Grenzschutz ausgeschlossenen. Mir ist das egal, er macht einen guten Eindruck und ist ein großer Mann, der mit in Mogadischu war. Zum Dank für seinen Einsatz wirft man ihn raus, diese sturen Komissköppe, Idioten sind das.“
Von dem Tag ist kein Wort mehr darüber gefallen und du hast gezeigt, das du einer der besten bist und das hat mein Mann damals erkannt. Leider konnte er nur noch wenig von der Zeit erleben, in der du mit dem Jungen aufgewachsen bist, sein Bezug warst, immer zuerst Martin. „Oma, da muss ich erst mal Martin fragen“, diesen Satz habe ich oft gehört.
Aber es war gut so und die Jahre haben gezeigt, was für ein guter Mensch du wirklich bist und deshalb möchte auch ich meine oder besser gesagt unsere Dankbarkeit zum Ausdruck bringen, für alles, was du für uns getan hast.
Frieda und ich sind wahrlich nicht arm und so haben wir, Carl Augusts Beispiel folgend, ein Aktienpaket geschnürt, das wir dir einmal zum Geburtstag, in erster Linie aber für deine treuen Dienste in den letzten fünfundzwanzig Jahren für die Familie Remmers, schenken möchten. Darüber hinaus bin ich mit meiner Schwester dahin gehend einig, das wir dich, wenn uns einst der Sensenmann holt, in unserem Testament berücksichtigen werden. Das es damit noch Zeit hat hoffentlich versteht sich von selbst, aber wie pflegte mein Verstorbener immer zu sagen „Der kluge Mann baut vor.
So, jetzt haben wir fast genug geredet, aber natürlich möchte meine Schwiegertochter auch noch zu Wort kommen. Also Lis, du bist jetzt dran.“ Wieder wird applaudiert und dann steht Mama auf.
Sie schaut kurz in die Runde und hat die Aufmerksamkeit von allen.
„Lieber Martin“, fängt sie an, „du warst dabei, als Carl August mich einst aus Berlin entführte, du hast den Wagen bei unserer Hochzeit gefahren, du hast uns bei Eis und Schnee ins Krankenhaus gefahren und es hätte nicht viel gefehlt, und Jerome wäre im Auto zur Welt gekommen. Du hast dich um Jerome gekümmert, als es mir nicht gut ging, hast alles für ihn getan, was immer du konntest, hast noch nebenbei gefahren, wenn es gebraucht wurde und warst immer für mich da.
Die Geschenke sind verteilt, mir bleibt nur Danke zu sagen, Danke für alles, Martin und das du noch lange, lange bei uns bist. „Mama hat feuchte Augen bekommen und geht nun zu Martin, der aufsteht und den Stuhl weg schiebt. Mama nimmt in den Arm, stellt sich auf die Zehenspitzen und küsst ihn links und rechts auf die Wangen. Martin ist ganz rot geworden und als Mama ihn loslässt, wischt auch er sich über die Augen. Wieder gibt es Applaus und ich denke, dass der offizielle Teil jetzt zu Ende ist, allerdings nicht ohne das Frieda noch mal alle auffordert, auf Martins Wohl anzustoßen.
„Mir hat ein Vögelchen gezwitschert, das es noch Schwarzwälder gibt, von Frau Jensen, und wenn jetzt ja alle mit Reden zu Ende sind, könnte man doch einfach den Kuchen mal holen“, kommt es von Torsten und wird mit einem Lachen quittiert.
Kai klopft ans Glas und erhebt sich, Torsten stöhnt theatralisch, was ihm einen Rippenstoß von Natascha einbringt. „Lieber Martin“, fängt Kai an, „herzlichen Glückwunsch noch einmal zum Geburtstag und ein paar Worte, die ich heute unbedingt loswerden muss. Es ist über fünfzehn Jahre her, dass wir uns kennengelernt haben und ich habe dich vom ersten Augenblick an sehr gemocht. Du warst damals auch einer Freundschaft nicht abgeneigt, die dann letztendlich auch zu meiner Einstellung bei der Familie Remmers geführt hat. Sehr schnell wurde mehr aus der Freundschaft und wir sind schon viele Jahre ein Paar. Vor kurzem haben wir dann beschlossen, uns zu Verpartnern und auch Kevin als unseren Sohn zu adoptieren. Da die Formalitäten noch etwas Zeit in Anspruch nehmen, habe ich mir gedacht, wir könnten uns ja, wie das unter Hetero-Pärchen üblich ist, verloben. Dazu war ich dann die notwendigen Ringe kaufen und möchte, dass wir die uns jetzt gegenseitig anstecken.“
Er hat ein Kästchen raus geholt und geöffnet und hält es Martin hin. Der steht nun auch auf, dreht sich zu Kai und umarmt ihn. Dann greift er in das Kästchen, entnimmt einen Ring und steckt ihn Kai an den Finger. Der macht nun dasselbe bei Martin und dann küssen sich die Beiden. Wieder applaudieren alle und dann will natürlich auch jeder gratulieren. Bis alle durch sind, das dauert einen Moment und Sergej und ich, wir gehen dann mal die Kuchen holen. Sergej holt den aus dem Zimmer und ich den aus dem Achter und Frau Jensen schneidet die Kuchen auf. Als Erster bekommt Torsten ein Stück und seine Augen strahlen. Dann kommen Martin und Kai an die Reihe und Oma und Frieda. Nach Mama und Papa kriegen dann auch alle anderen ein Stück.
Papa hat einen Ober bestellt, der nun Kaffee und Tassen bringt, für alle die, die Kaffee zum Kuchen möchten.
Torsten, der eigentlich bei Martin schlafen sollte, hat jetzt das Zimmer für sich allein. Ich denke, das ist ihm recht, da kann er sich wenigstens in Ruhe einen runter holen, das würde er sich wohl in Martins Gegenwart nicht trauen. Traurig sieht er jedenfalls nicht aus, der Torsten.
Ich hatte mit dem Serviceleiter abgesprochen, das wir nach dem Essen gerne eine kleine Anlage zum Musik hören bräuchten und als er mir sagte, das würde gehen, habe ich ein paar CDs mit verschiedener Musik zum Tanzen mitgenommen. Sergej und ich schieben die Trennwandteile an eine Seite und so bekommen wir eine Tanzfläche, von der wir nur noch zwei Tische auf die Seite räumen müssen. Hier steht dann auch die Musikanlage und ich lege eine CD mit moderner Tanzmusik ein. Das erste Stück ist zu Ende, ohne das einer getanzt hat, aber jetzt beim zweiten Stück machen Mama und Papa den Anfang. Jetzt trauen sich auch andere, Ole mit Frank und Wölfchen mit Kevin und auch Sergej und ich bleiben nicht am Tisch sitzen, Kai fordert Frau Gut auf und Martin Oles Mutter und es herrscht echt Gedränge jetzt auf der Tanzfläche. Papa tanzt zwischendurch mit Frieda und Mama mit Oma und Armin und Denise und Heiner mit Marie sind auf zu Gange. Sogar Torsten tanzt, mal mit Sigrid, mal mit Natascha und sein Bein funktioniert schon wieder ganz gut.
Zwischendurch isst der ein oder andere immer noch mal eine Kleinigkeit vom Buffet und auch getrunken wird nicht so wenig.
Um halb Zwölf sind Oma und Frieda die ersten, die sich auf ihr Zimmer verabschieden, der Schampus und der Wein und wohl auch das Tanzen fordern ihren Tribut. Kai und Martin folgen, wohl weniger, um zu schlafen und das weckt auch bei dem ein oder anderen Gelüste, die auf der Tanzfläche nicht gut kämen und so verkrümeln sich nach und nach immer mehr auf die Zimmer. Sergej, Papa und Mama und ich sind die Letzten, die um viertel nach zwölf den Raum verlassen. Der Service versorgt noch das restliche Essen, von Papa mit einem zusätzlichen Trinkgeld belohnt und wir wünschen uns eine gute Nacht. Mama und Papa haben die Zimmer im dritten Stock gebucht und müssen deshalb eins höher.
Hinter der Tür werde ich geschnappt und zum Bett geschoben und Ruck zuck liege ich auf dem Rücken und Sergej auf mir. Seine Hände fummeln sich unter mein Hemd und sein Steifer drückt auf meinen Oberschenkel. „Da ist aber einer rattig“, sag ich in sein Ohr und schiebe meine Hände in seine Hose und knete seinen Po. „Und wie“, stößt er hervor, „wenn ich mir vorstelle, wie Martin jetzt Kai die Seele aus dem Leib vögelt, Ole sich von Frank ficken lässt und Kevin in Wölfchen steckt, da muss man ja rattig werden. Ich will dich auch ficken, will die meinen Dicken langsam rein schieben, will dein Stöhnen hören, mein Schatz.“
„OK, OK, das ist ja auch mein Wunsch, aber erst mal ins Bad, und ein bisschen vorbereiten“, sag ich und schiebe ihn von mir runter. Wir ziehen uns gegenseitig aus und fummeln auch dem anderen ein bisschen an der Vorhaut rum, landen aber dann schnell im Bad, wo ich zunächst mal auf die Schüssel geh. Schließlich soll ja Platz sein für den Prachtschwanz meines Reiters. Dann ziehe ich Max und Moritz aus und Sergej setzt mich in die Wanne. Mit der Handbrause mach ich mich nass, dann schraube ich die Brause ab und mit dem Schlauch spüle ich dann meinen Hintern sauber.
Sergej benutzt derweil die Dusche und wäscht den Schweiß des Tages ab. Es soll ja Leute geben, die lieber ungewaschen Sex haben, aber wir sind lieber frisch, schon allein, weil bei uns immer auch gelutscht und geleckt wird. Ich schäume mich ein und spüle mich ab und werde dann, nach dem ich mich in der Wanne abgetrocknet habe, von meinem Schatz aufs Bett getragen. Sogleich beginnt er, zunächst mit Küssen und dann mit saugen und knabbern, meine Nippel zu reizen, die dann immer knüppelhart und sehr empfindlich werden.
Das kribbelt runter bis in den Sack und das Blut pulsiert in meinem harten Schwanz, der jetzt, nach dem seine Zunge meinen Bauch entlang geleckt hat, von ihm in den Mund genommen wird. Er verwöhnt mich, züngelt flink über das Frenulum, dieses kleine, sich sooo geil anfühlende Bändchen an der Eichelunterseite. Ich werde davon so geil, dass ich fast komme.
Er wäre nicht Sergej, wenn er das nicht genau merken würde und just im richtigen Moment, kurz vor dem Punkt, an dem es kein zurück mehr gibt, lässt er mich aus.
Er legt sich neben mich, so, das ich seinen Schwanz mundgerecht vor der Nase habe und nun meinerseits daran lutsche, als wäre es ein Lolly. Er leckt jetzt meine Hoden und lässt auch meinen Po nicht aus. Dort geleckt zu werden, das sind schon ganz besondere Reize und so kann ich mir das Stöhnen nicht mehr verkneifen und es ist mir auch gerade egal, ob Wolfi und Kevin nebenan unsere Vögelei mit hören können. Im Gegenteil, der Gedanke, dass die beiden jetzt auch nackt an einander rumfummeln, geilt mich noch mehr auf. „Fick mich, Schatz“, stoß ich hervor, „bitte mach endlich.“
Natürlich hat er nur darauf gewartet und holt Gummi und Gel aus der Schublade neben dem Bett.
Nachdem er sein Teil in Gummi eingerollt hat, verteilt er Gel drauf, und macht auch Gel an meinen Po. Eine kurze Vorbereitung, zwei Finger dehnen mich, dann hat er seinen Schwanz an meinem Schließer platziert und drückt langsam gegen meinen Eingang. Es zieht ein bisschen und ich ziehe hörbar Luft ein und dann ist er drin, drin in mir und ganz langsam, mit viel Gefühl lässt er sich tiefer sinken, sein Mund sucht meinen, verschließt mein Stöhnen mit seinen Lippen, während er langsam bis zum Anschlag in mich gleitet. Die Welt steht still in dem Moment, wo sein Speer auf meine Drüse trifft. Fast schmerzhaft erst, dann immer geiler werdend, trifft er mit jedem Stoß meine Prostata, bringt mich in Fahrt, lässt mich stöhnen. Mein Schwanz, nach dem ersten Eindringen ein bisschen geschrumpft, wächst wieder auf volle Größe an und pocht vor Geilheit .Ich will danach greifen, aber seine Hand ist schneller und reibt nun im Takt seiner Stöße über mein Glied, schiebt die schleimige Vorhaut über die Eichel vor und zurück.
Er fickt einfach göttlich und es dauert nicht all zulange, bis sich die herbeigesehnte Spannung über den gesamten Unterleib verteilt und immer größer wird. Das Tempo seiner Stöße zeigt mir , das er auch bald soweit ist und als es über mich hinweg fegt, nimmt ihn mein Zucken mit über die Klippe und er sinkt, stöhnend und spritzend zugleich auf meinen Bauch. Sein Kopf liegt auf meiner Brust und sein Schwanz schrumpft in mir. „Das war so gut, mein geiler Schatz“, stöhne ich verhalten in sein Ohr und spüre sein Nicken auf meiner Brust., Er zieht sein halb steifes Glied, den Gummi festhaltend , heraus und fummelt den Gummi ab und legt ihn neben dem Bett ab.
Dann rutscht er hoch, neben mich gibt mir einen Kuss und murmelt: „Schlafen“. Er zieht die Decke über uns, dreht sich rum und drückt seinen Po gegen mich und schläft ein. Ich grinse, dreh mich ebenfalls und Po an Po schlafen wir ein.
Wolfi
Natürlich ist es uns nicht verborgen geblieben, dass bei Sergej und Jerome was los ist. Die Geräusche waren eindeutig und obwohl Kevin eigentlich nur Müde war, wurde seine Lust auf ein bisschen Sex durch das Treiben im Nachbarzimmer geweckt. Als auch noch in Ole und Franks Zimmer eindeutig Fickgeräusche zu hören waren, konnte der Kleine wohl nicht anders, wurde steif und drückte den Schwanz wortlos an meinen nackten Oberschenkel. Wir tragen beide nur eine Unterhose und jetzt schmiegte er sich an mich und lässt mich seine nackte Haut und seinen steifen Schwanz spüren.
„Ich glaube, die Müdigkeit ist der Geilheit gewichen, oder mein Schatz?“, frag ich ihn und dreh mich um zu ihm. „Die ficken alle um uns rum“, sagt er und seine Hände reiben über meine Brust.
„Ja“, sag ich“, und deine neuen Eltern tun das bestimmt gerade auch. Martin wird Kai einen Geburtstagsschwanz rein schieben und den Geräuschen der anderen nach zu urteilen, steckt da auch einer tief im anderen.“
„Und wir? „fragt er und küsst meinen Mund, „sollen wir auch ficken, ich mein, du hast ja gesagt, immer gerne?“
„Willst du denn?“, frag ich, mir wohl bewusst, das er schon lichterloh brennt, denn seine Spitze an meinem Bauch sabbert schon durch die Shorts. „Ja, und wie“, sagt er leise und reibt an meinem Bauch, „aber ich habe keine Gummis eingepackt, das habe ich vergessen und Gel haben wir auch nicht.“ „Gut, das ich daran gedacht habe, Kevin, mein Schatz“, sag ich und setz mich auf, „ich habe alles in meiner Tasche, mach mal dein Licht an, dann hol ich die Sachen. Sein Licht flammt auf und mein Blick fällt auf seine prall gefüllte Hose, die mittlerweile einen großen nassen Fleck enthält.
Ich geh kurz ins Bad und als ich zurückkomme, hol ich Gummis und Gel aus meiner Reisetasche uns leg es auf seinen Nachttisch. Ich knie mich vors Bett, und pelle ihn aus der Shorts, meine Hose hab ich im Bad gleich aus gezogen und auch ich bin mittlerweile hart und feucht.
Ich streife seine Vorhaut zurück nehme seine Hoden in die andere Hand und schiebe mir sein Teil in den Mund. „Ich kann nicht lang durchhalten“, stöhnt er. „Macht nix, den mach ich schon wieder steif“, sag ich und sauge in jetzt gezielt bis zum Abspritzen, was dann auch schnell passiert. Jetzt spiele ich mit seinen Teilen, küsse und massiere und reibe und drei Minuten später erwacht sein Schwanz zu neuem Leben, wird wieder hart und ist bald wieder einsatzbereit.
Ich tüte ihn ein, Gel ihn und auch meinen Po, und setz mich dann über ihn und führe seine Spitze an mein gegelltes Loch.
Langsam, Zentimeter für Zentimeter senke ich mich auf sein nicht kleines Rohr, immer wieder verharrend, seinen Seufzern lauschend und um meinem Po Zeit zu geben, den harten Schwanz schmerzfrei auf zu nehmen. Es dauert, bis sein Schamhaar an meinen Pobacken kitzelt und ich fühle mich ausgefüllt, kein Platz mehr, nur noch Schatz in mir. Ich beuge mich zu ihm runter, küsse ihn geil und nass, mit Zunge und viel Verlangen und hebe gleichzeitig meinen Po ein paar Zentimeter an, um mich dann wieder auf ihn sinken zu lassen. Er stöhnt in meinen Kuss und ich fange an, langsam immer auf seiner Stange rauf und runter zu rutschen, mit ein bisschen Beckenkreisen zwischendurch, was ihm kleine Seufzer entlockt. „Oh mein Gott“, stöhnt er, „du bist so eng und heiß. Das ist so gut, so geil, bitte mach schneller“. Ich erhöhe das Tempo, aber nicht so viel, ich will das jetzt genießen, wenn er so rein und raus gleitet und dann die Prostata trifft. Das wird mit jedem Stoß besser und ich werde wieder knüppelhart. Ich nehme seine Hand und führe sie an meinen Schwanz, den er dann auch zu reiben beginnt. Nun beobachtet ich sein Gesicht, lustbetont, rot, mit leicht geöffnetem Mund und leisem Stöhnen, schön ist er in seiner Lust, mit verhangenen Augen, meinen Schwanz reibend sieht er so toll aus für mich.
Ich kann mir gut vorstellen wie er aussieht, wenn er selber mal gefickt wird, er wird es mögen, das fühle ich und die Vorstellung, ihn zu ficken, geilt mich noch mehr auf. Ich erhöhe das Tempo und auch er reibt mich schneller und als er in mir zu zucken beginnt, sich ergießt, von Spasmen geschüttelt und laut stöhnend, da spritze ich im meine ganze Ladung auf die Brust, der erste Schuss trifft ihn sogar am Kinn, und ich lass mich nach vorn abkippen, such seine Lippen und wir küssen uns .
Wir sind erschöpft, es war ein langer Tag und ein furioser Abschluss und auch in den Zimmern neben dran ist wohl Ruhe eingekehrt.
„Meinst du echt, das Martin und Kai mit einander gefickt haben“, fragt er leise in mein Ohr. Ich hebe meinen Po, halte das Kondom und zieh es dann von seinem Glied und verknote es. Mit seiner Unterhose wische ich seinen Pimmel und meinen Po ab und werfe sie vors Bett, nachdem ich ihm meinen Saft von Kinn und Brust geputzt habe.
„Warum fragst du“, sag ich. „Na ja, Martin ist doch schon zweiundfünfzig, ich dachte immer, das hört irgendwann auf“, sagt er. „Dummerchen“, sag ich scherzhaft, „ficken kann man bis ins hohe Alter, voraus gesetzt, man tut es auch öfter. Das ist wie Training, man muss Schwanz und vor allem die Prostata immer wieder fordern und dann bleibt man gesund und leistungsfähig. Martin und Kai mit siebenunddreißig sowieso werden immer fleißig gepoppt haben, denk ich und Martin mit seinen fast zwei Metern hat bestimmt auch einen fetten Prügel, so das Kais Arsch schon was aushalten muss und umgekehrt ist ja Kai auch ein stattlicher Mann und wird auch genug in der Hose haben um Martins Arsch in Wallung zu bringen. So, und jetzt wird geschlafen, bevor ich wieder geil werde und dich dann vielleicht auch mal ficken will.“
Es bleibt so etwa dreißig Sekunden ruhig, dann sagt er: „Gell, du möchtest das auch gern mal, deinen Schwanz in mich stecken?“. „Natürlich möchte ich das“, sag ich, „das ist aber nicht so wichtig jetzt. Das wird es geben, wenn du das möchtest, Kevin und das weißt du auch, also setz dich bitte nicht unter Druck.“ „Ich möchte es aber bald mal probieren“, flüstert er in mein Ohr und küsst mich dann an den Hals. „Sag mir wenn es soweit ist, wir werden uns dann viel Zeit nehmen, wir zwei“, sag ich, „es soll schön werden für dich und du sollst immer gerne daran zurück denken können.“ „Ich lieb dich so, Wölfchen“, flüstert er in mein Ohr. „Ich liebe dich auch ganz doll“, sag ich, ziehe die Decke über uns und küsse in zärtlich, „Schlaf gut mein Schatz, gute Nacht.“ „Gute Nacht, mein Liebster“, nuschelt er an meinen Lippen.
Frank
Es war ein toller Abend und auch die Partnerübungen vor dem Einschlafen, umrahmt von eindeutigen und anmachenden Geräuschen aus dem Nebenzimmer, Wolfi war das wohl, der so schön abging, haben uns bis in den Samstag hinein begleitet und dafür gesorgt, das mein Po sich sehr strapaziert vorkommt. Als ich jetzt langsam wach werde, spüre ich das schon, denn Ole ist richtig wild gewesen und hat mich zweimal gut rangenommen. Offensichtlich hat in das Kopfkino vorübergehend in andere Zimmer entführt und zum geistigen Spanner werden lassen. Egal, mir war es recht, so gebürstet bin ich schon lange nicht mehr worden und das merke ich jetzt beim vorsichtigen Befühlen und sanften Abtasten meiner feuchtwarmen Rosette und der Gedanke an den Morgenschiss weckt nicht unbedingt Jubel in mir.
Es war einfach schön, zu erleben, wie die Remmers sich bei Martin bedankt und seine Arbeit in den fünfundzwanzig Jahren gewürdigt haben. Remmers erfüllen für mich in keiner Weise das Klischee versnobter Millionäre. Sie sind bei allem Reichtum die Eltern geblieben, wie man sie sich wünscht. Das ist jetzt nicht etwa neidgeprägt, auch meine Eltern sind toll, nein, das ist einfach Anerkennung und Würdigung ihres Verhaltens ihren Kindern, ihren Angestellten und auch uns, den Freunden ihrer Kinder gegenüber. Ich bin dem Schicksal dankbar, das ich durch die Freundschaft mit Sergej diese Familie kennenlernen durfte und mit Jerome einen sehr guten Freund gefunden habe. Das der auch mit meinem Schatz eine schon fast außergewöhnliche Freundschaft eingegangen ist, lässt uns alle Möglichkeiten offen. Die in irgendeiner Form durch dieses Verhältnis entstandenen Perspektiven sind vielfältig und aussichtsreich und unsere Zukunft wird durch diese Verbindung eigentlich so gut wie abgesichert sein.
Das verführt uns aber nicht dazu, unsere eigenen Möglichkeiten in Bezug auf unsere Ausbildung zu vernachlässigen. Ein guter Abschluss sollte schon her, um den späteren Anforderungen gerecht werden zu können. Ole wird Jura studieren, ich wohl Wirtschaftswissenschaften und vielleicht Politik im Nebenfach, das war auch für München geplant und hat in Bremen auch geklappt. Da habe ich mit Sergej und Jerome einen Teil der Vorlesungen und Aktivitäten gemeinsam.
Die im Bau befindliche WG ist auf jeden Fall so in dieser Konstellation einzigartig und wohl auch nur möglich, weil Jerome die Möglichkeiten, die ihm sein jetziges Vermögen bietet, ausschöpft und uns an diesen Vorzügen teilhaben lässt.
Ich freue mich, zusammen mit Ole, den ich wirklich von ganzem Herzen liebe, in dieser WG wohnen und arbeiten zu können und an mir soll und wird es nicht liegen, alles zu geben, damit es funktioniert.
Es ist neun und mein Magen knurrt, ficken macht hungrig. Ich fange an, meinen Schatz wach zu schmusen. Es ist immer wieder schön, seinen Blick und das erscheinende Lächeln zu sehen, das sich auf seinem Antlitz ausbreitet, wenn er mich erkennt, er zu strahlen beginnt.
Dieser Moment, wenn in seinen Augen die Liebe aufflammt, sein Mund sich zu einem wunderbaren Lächeln verzieht, das ist so wundervoll und unbezahlbar und nur ich bekomme das jeden Morgen umsonst. Ein großes Gefühl von Glück überschwemmt mein Herz, meine Lippen finden seine und ich lasse mit meinem zärtlichen Kuss mein Glücksgefühl auf ihn übergehen.
„Guten Morgen“, nuschelt er an meine Lippen, seine Hand legt sich in meinen Nacken und zieht mich fester in den Kuss. So aufzuwachen morgens, das ist einfach toll und ich möchte, dass es nie enden wird, dieses Gefühl nicht mit dreißig, nicht mit vierzig, eigentlich nie.
Wir gehen zusammen unter die Dusche, befummeln gegenseitig unsere Morgenlatten und ziehen uns dann nach dem Abtrocknen zufrieden an, nicht zu warm, denn ein Blick aus dem Fenster zeigt strahlenden Sonnenschein, was uns einen tollen Tag am Meer verheißt. Mal sehen was wir und die anderen heute so alles machen. Wir haben beide eine Bermuda angezogen und ein Shirt dazu, das wird dem Wetter gerecht und so machen wir uns auf den Weg nach unten, um dort fest zu stellen, die letzten zu sein, die zum Frühstück vom Buffet eintrudeln. Egal, lieber spät als nie, denk ich und so bedienen wir uns reichlich am vielfältigen Angebot und setzen uns dann gegenüber von Kevin und Wolfi an den Tisch.
Kevin
Ole und Frank sind zu uns an den Tisch gekommen und zunächst vermeide ich den direkten Blickkontakt, die haben uns doch heute Nacht bestimmt gehört und Jerome und Sergej auch, das hab ich am Blick von beiden gesehen, als Wolfi und ich rein gekommen sind. Wolfi hat gesagt, das wäre doch egal, weil die ja auch alle gepoppt haben, aber wenn ich daran denke, dass sie mein lautes Stöhnen und Wolfis erst, gehört haben, als es uns gekommen ist, dann ist mir das irgendwie doch ein bisschen peinlich. Wolfi meint, das wären doch unsere besten Freunde und sie wären doch auch schwul und kennen das doch, das muss mir nicht peinlich sein. Na ja, ich denke, mit der Zeit wird es wohl besser mit mir aber im Moment ist unser Sex einfach nur uns und Publikum nicht unbedingt das, was ich will. Der Gedanke, dass sie auch alle ficken, war schon irgendwie geil, aber wie gesagt, Zuhörer und noch weniger Zuschauer muss es nicht dabei haben. Wolfi hat nur gegrinst und gemeint, das es mir heute Nacht, als ich geil war, nichts ausgemacht hat, das es vielleicht jemand hören könnte und erst heute Morgen, so von Angesicht zu Angesicht, wäre es mir peinlich. Er hat ja recht, aber ich kann halt nicht aus meiner Haut und es ist für mich nach wie vor nicht so einfach selbstverständlich, Sex, lauten Sex zu haben, wenn dem andere zuhören können.
Carl August
Alle sitzen bei einem ausgedehnten Frühstück beisammen und schwatzen munter miteinander. Dort, wo Torsten sitzt, ist öfter Gelächter zu hören. Wenn ich das richtig mitgekriegt habe, erzählt er über seine Anwendungen, jedenfalls haben sie Spaß. Kevin sieht ein bisschen so aus, als wäre im nicht so wohl, ich kann mich aber nicht erinnern, das er viel Alkohol getrunken hätte. Wolfi neben dran macht jedenfalls einen zufriedenen Eindruck. Jerome geht gerade zu Kevin hin und sagt ihm was ins Ohr und weil der jetzt rot wird, dann aber doch grinst und von Wolfi geküsst wird, will ich echt nicht wissen, um was es geht.
Ich stehe jetzt mal auf und klopfe an mein Wasserglas und es kehrt ein bisschen Ruhe ein.
„Guten Morgen zusammen“, sag ich und alle murmeln mehr oder weniger laut zurück. „ich weiß nicht, wie euer Plan für heute aussieht, aber nach dem Mittagessen um halb eins fahren alle Erwachsenen, damit meine ich alle über dreißig, mit dem Achter an den Timmendorfer Strand und werden dort einen gemeinsamen Nachmittag verbringen. Ihr jungen Leute habt dann die anderen Autos zur Verfügung und könnt natürlich auch dann dort hin fahren oder gehen, wohin ihr wollt. Es würde mich freuen, wenn ihr euch zu einem gemeinsamen Abendessen um neunzehn Uhr wieder hier einfinden würdet. Falls ihr danach noch weg wollt, tanzen oder so, kein Problem. Morgen früh nach dem Frühstück fahren wir Erwachsenen mit Kai los, wieder zurück nach Hause. Ihr habt ja dann noch Zeit, hier mit Torsten was zu unternehmen.
Lis möchte nach dem Frühstück noch mit Ole, Frank und Wolfi zu Peek und Cloppenburg, einen Anzug für den Empfang am dreizehnten kaufen. Ich denke, das die anderen vielleicht mitfahren und auch mal schauen, was es in Lübeck so alles zu kaufen gibt.“ Als ich mich wieder setze, kommt eifriges Gemurmel auf und die Jungen beraten nun, was sie denn unternehmen wollen. Achtundzwanzig bis Dreißig Grad sind für heute gemeldet, sie könnten wohl ans Wasser und schwimmen gehen, wobei ich nicht weiß, wie Jerome dazu steht, da ja Max und Moritz nicht wassertauglich sind.
Jerome
Papas Ansage hat uns veranlasst, über das Programm des heutigen Tages zu reden. Nach dem nun die Anzuggeschichte ansteht, können wir ja eigentlich auch ein bisschen shoppen gehen, wir anderen und wo doch ein Abendessen geplant ist, könnte doch das Mittagessen zu Lasten eines Döners, einer Currywurst oder auch Mc Donalds ,in der City ausfallen, dann könnten wir los und bräuchten nicht auf die Uhr zu schauen beim Shoppen und wir könnten doch auch an den Timmendorfer Strand und dort Baden oder Sandburgen bauen, egal. Das gefällt den meisten und so mach ich dann Papa und Mama den Vorschlag, jetzt alles notwendige für den Tag am Strand mit zu holen und dann alle in die Stadt zu fahren.
Papa und Mama schauen sich an und nicken und auch die anderen Erwachsenen finden es OK, wenn wir alle zusammen losziehen heute.
Als alle fertig sind mit Frühstück, verabreden wir uns in fünfzehn Minuten auf dem Parkplatz und gehen dann auf die Zimmer, die Sachen für an den Strand zu packen. Sollte einer keine Badekleidung dabei haben , so kann er ja beim Shoppen das fehlende Teil noch kaufen. Die drei Anzugkandidaten haben zwar kein Hemd und auch keine Krawatte dabei, aber wie ich Mama kenne, wird das eh passend dazu gekauft.
Fünfzehn Minuten später sind alle da und es geht los. Mama hat natürlich alles schon zu Hause geplant, nachdem feststand, das sie uns hier her nach fahren und so weiß sie auch, wo das Kaufhaus zu finden ist, nämlich am historischen Markt in Lübeck, Schlüsselbuden heißt die Straße.
Da wir dann später eh weiterfahren wollen, fahren wir mit allen Autos in die Nähe des Kauftempels au feinen Parkplatz am alten Stadtgraben und dann fällt Remmersclan und Co ins Peek und Cloppenburg ein.
Ein solcher Pulk an Menschen bleibt natürlich nicht ohne Aufsehen und alle zur Zeit freien Verkäuferinnen und Verkäufer laufen sternförmig auf uns zu, was sehr lustig aussieht und bei Torsten einen Lachflash auslöst. Mama fragt nach Anzügen, Hemden und Krawatten und sie und die drei Leidtragenden werden von drei Verkäufern entführt, dorthin, wo die Objekte der Begierde sind. Kevin klebt sich natürlich an sein Wölfchen und der Rest, der verteilt sich und guckt sich um, schaut auf das Warenangebot und wir jungen schauen überwiegend bei Bademoden.
Sergej hat ein super schönes Höschen gefunden, Hose kann man nicht sagen bei dem bisschen Stoff und ich kann mir die Frage nicht verkneifen: „Was ist denn, wenn du in dem Teil steif wirst, da passt doch niemals dein steifes Ding rein.“
Auch Torsten, der uns beobachtet hat, meint: „der ist nur für Leute, die keinen mehr hoch kriegen, mit dem Teil landest du bei der ersten Erektion, wegen Exhibitionismus bei den Bullen,“ „Ich hab doch nur geguckt“, sagt Sergej, „die könnte ich nur zu Hause im Pool anziehen, um Jerome scharf zu machen“, lacht er.
„Die Oma kauft einen Bikini“, fängt Torsten an, „als sie aus der Umkleide kommt, reicht sie der Verkäuferin das Oberteil und sagt, das brauch ich nicht, ich hab alles in die Hose gesteckt.“ Gackernd lacht er los, der Witz war zwar schon alt, aber Torstens Gegacker löst auch bei uns schallendes Gelächter aus.
„Komm, lass uns mal schauen, wie die drei im Anzug aussehen“, sagt er, als er sich wieder beruhigt hat und wir gehen dorthin, wo sich neugierig auf die Modenschau auch alle anderen eingefunden haben.
Auf den ersten Blick bin ich sehr erstaunt, als ich die drei sehe. So ein Anzug mit Hemd und Krawatte macht doch optisch was daher und da die drei auch eine gute Figur haben, Wölfchen ist zierlicher als Frank und Ole, sehen die einfach nur gut aus. „Echte Edelschwuppen, die drei“, flüstert mir Torsten zu, „und dann noch Boss, das ist ja voll der Hammer.“Wolfis Anzug ist in etwa im selben Grauton, wie der, den Mama für Kevin gekauft hat, Ole und Frank tragen Schwarz, Smokingform und sehen echt scharf aus. Natürlich sieht auch Wölfchen geil aus und Kevin ist hin und weg.
Mama und Papa sind zufrieden und Oles Mutter hat auch so einen verzauberten Blick drauf, so hat sie ihren Ole wohl noch nicht gesehen und dann noch Frank daneben, wer braucht da noch ne Schwiegertochter?
Ich mach ein paar Handyfotos, das sind einfach tolle Bilder und dann gibt Mama grünes Licht fürs Umziehen. Bei einem der jüngeren Verkäufer ist der Anblick wohl in die Hose gegangen im wahrsten Sinne des Wortes. Der hat eindeutig ne Latte gekriegt bei dem Anblick und Torsten ist das natürlich auch aufgefallen. „Dem ein oder anderen ist doch tatsächlich bei dem Anblick das Herz in die Hose gerutscht, zumindest sieht das mal so aus“, sagt er kichernd und keinen Blick von der Beule lassend.
Dem armen Verkäufer ist das nicht entgangen und er schaut zu Torsten. Der setzt natürlich noch eins drauf und leckt sich provokativ über die Lippen. Mit leichtem Rotton im Gesicht
sucht der junge Mann das Weite und Torsten raubt uns zu: „Hoffentlich ist nicht gerade besetzt.“
Nur mühsam kann er sich ein erneutes Gackern verkneifen, während unserer drei, nun wieder sommerlich leicht angezogen, mit einem Teil aus der Umkleide. Mama geht dann mit den Jungs zur Kasse und alles wird eingepackt. Die Karte begleicht die Rechnung und dann ziehen wir los, zunächst zum Parkplatz, um die Sachen ins Auto zu bringen. Papa meint, wir sollten mal durch die Altstadt schlendern, die seit neunzehnhundert siebenundachtzig Weltkultur erbe ist und uns dann später, um dreizehn Uhr wieder bei den Autos hier auf dem Parkplatz bei Peek und Cloppenburg, treffen.
Also ziehen wir los und wir schauen uns die historische Altstadt an, in der viele große und kleine Läden, Kneipen und Esslokale sind. Thailändisch, über arabisch, griechisch bis hin zu italienischen Lokalen gibt es hier alles und die Auswahl ist groß. Allerdings gibt es auch hier immer wieder Leerstände und mir fällt auf, das es für mein Empfinden unwahrscheinlich viele Handyläden gibt.
Kleine Gassen, viele alte, sehr schöne Häuser und Kirchen gibt es. In der Breite Straße ist das Buddenbrooks Haus, das Heinrich und Thomas Mann Zentrum, an dem wir vorbei marschieren. In einem Buchladen kauf ich einen Stadtführer, der nicht nur die Altstadt umfasst, sondern ganz Lübeck und auch Travemünde mit erfasst. Den werde ich Morgen vor der Abreise Torsten geben, dann kann er gucken, was er an den noch verbleibendem Wochenende anschauen kann, wenn er mal nicht mit Natalie beschäftigt ist. Der Gedanke belustigt mich und ich versuche, das Kopfkino aus zu lassen.
Pünktlich um Dreizehn Uhr treffen wir wieder bei den Autos ein und beschließen, gemeinsam zum Timmendorfer Strand zu fahren. Das ist nicht weit und bald darauf stehen wir am Strand, der sich über fast acht Kilometer hinzieht und viele Möglichkeiten bietet. Die Erwachsenen, ohne Kai und Martin, brechen zu einem Strandspaziergang auf, barfuß, versteht sich. Wir nehmen ein Stückchen Strand, etwas vom Wasser entfernt in Beschlag, wo wir auch die Sachen der Spaziergänger ablegen. Da wir alle Badesachen und Handtücher dabei haben, fallen sehr schnell die Kleider und wir liegen in der Sonne.
Natürlich gehen wir auch ins Wasser, Sergej trägt mit Huckepack soweit hinein, bis ihm das Wasser an den Po, geht, erst dann lässt er mich ins Wasser gleiten. Martin und Kai sind auch im Wasser und ich habe den Eindruck, das sie uns alle beobachten, um sicher zu sein, das keinem was passiert. Ole und frank liefern sich mit Heiner und Marie, Torsten und Sigrid eine Wasserschlacht, während ich mit Sergej ein bisschen hin und her schwimme. Armin und Denise haben, nachdem sie bis zu den Knien im Wasser waren, den Rückzug angetreten und liegen wieder auf den Handtüchern. Kevin und Wolfi stehen etwas abseits, bis zu Wölfchens Brust im Wasser und halten sich im Arm.
Ich sage zu Sergej, dass die zwei bestimmt gerade mal wieder den Eiweißgehalt der Ostsee vermehren wollen und wir erkennen dann auch genau, wann das passiert, weil sich beide unter Wasser sinken lassen, als es knallt. Wir schmunzeln und ein bisschen kribbelt es auch in meiner Hose, aber da ich hier keinen Beckenrand zum festhalten habe und mir zum stehen die Füße fehlen, lass ich erst gar keine größere Versteifung zu. Ich speichre das Bild der beiden ab, für heute Abend und denke einfach an was anderes, auch wenn das nicht so einfach ist.
Sergej, der mich wohl beobachtet hat, schwimmt auf mich zu. „Der Kleine entwickelt sich“, sagt er, „und dich macht das an, oder? Warte bis heute Abend, dann werde ich auf die reiten, versprochen.“
Er steht jetzt im Wasser, das ihm bis zur Brust reicht, hinter mir und hält mich und küsst mich zärtlich in den Nacken. Auch seine Badehose ist ein bisschen ausgebeult, das merk ich an meinem Po. „Es macht offensichtlich nicht nur mich an, oder?“, sag ich zu ihm und fahre mit der Hand über die Badehose. „Nicht reiben, sonst müssen wir im Wasser bleiben“, sagt er und lacht, „es wird langsam kühl, lass uns in die Sonne gehen. „Ich sehe mich um und stelle fest, dass wir die einzigen sind, die noch im Wasser stehend und Sergej nimmt mich wieder Huckepack und trägt mich ans Ufer. Auf meinem Handtuch setzt er mich ab und gibt mir ein zweites zum abtrocknen. Mein Blick sucht Wolfi und Kevin, die drei Meter von mir weg auf dem Handtuch liegen und schmusen. Sie sind einfach süß und die Vorstellung, das Wolfi auf Kevins Schwanz reitet, das Bild zwingt mich, Bauchlage ein zu nehmen, was Sergej zu einem süffisanten Grinsen verleitet. „Ja, ja, das Kopfkino, sagt er und legt sich neben mich und schließt die Augen. Seine linke Hand hat er auf meinen Po gelegt. Auch ich mach die Augen zu und döse.
Ich muss wohl eingenickt sein, denn Mamas Stimme weckt mich auf. „Dahinten ist ein Strandcafe, hat jemand Lust auf Eis oder Kuchen. Zustimmende Laute und Kommentare begleiten den Aufbruch. Sergej hilft mir beim anziehen von Max und Moritz, es darf kein Körnchen Sand zwischen Haut und Prothesen kommen, sonst gibt es Probleme. Als ich meine Hose vorher anziehen möchte, schüttelt Sergej den Kopf. „ Du bist, wie du bist und das sollst du ruhig zeigen, ich Schäme mich nicht mir dir.“
Martin und Kai wollen bei den Sachen bleiben und ich verspreche den Beiden, ihnen Kuchen mit zu bringen. Dann folgen wir Mama, die einem Cafe in etwa dreihundert Meter Entfernung zustrebt. Im Sand zu laufen geht nicht ganz so gut, wie auf festem Boden, aber nach einhundert Metern habe ich mich dran gewöhnt und schüttle Sergejs Hand von meinem Arm. „Es geht jetzt“, sag ich, „alles nur Übungssache.“ Kaum ausgesprochen, stolpere ich über einen Sandhaufen und fliege auf die Nase.
Sergej kann sich das Lachen nicht verbeißen und Torsten meint lapidar: „Suchste Muscheln oder Bernstein“, und gackert dann. Da wir am Ende der Gruppe gehen, haben die meisten nichts mit bekommen und erst als Torstens einmaliges Lachen erklingt, drehen sich alle zu uns um, Ich bin gerade dabei, aufzustehen und Sergejs Hilfe lehn ich mit einem kurzen „lass bitte“, ab und stelle mich wieder auf die Beine. „Übung macht den Meister“, sag ich und wir marschieren weiter hinter Mama her.
Wir kommen an eine von Sonnenschirmen beschatteten größeren Tischgruppe, wo die anderen bereits im Schatten sitzen und sich Kaffee, Kuchen und Eis schmecken lassen. Da nicht genügend Plätze für uns frei sind, setzen uns, ich auf Sergejs, Wolfi auf Kevins und Ole auf Franks Schoss. So geht es fast auf und als eine Bedienung kommt und noch drei weiße Plastikstühle bringt, hat jeder einen Sitzplatz. Es gibt zwar einige fragende und auch komische Blicke von anderen Gästen, aber das stört uns nicht und wir suchen jetzt emsig in der Eiskarte nach was Leckeren.
Das sitzen auf dem jeweiligen Schoss des anderen, Hände auf dem nackten Bauch, die auch mal sanft hin und her streicheln, verliebte Blicke, das alles ist einigen der Gäste nicht so recht geheuer und sie ziehen es vor, zu zahlen und mit ihren Kids zu gehen, bevor diese anfangen, unangenehme Fragen zu stellen.
Die freiwerdenden Stühle und den Tisch direkt neben uns nehmen wir dankbar in Beschlag, denn eine großen Eisbecher isst man besser und bequemer, wenn keine sechzig oder siebzig Kilo und mehr auf dem Schoss sitzen. Mamas Grinsen zeigt mir mal wieder, das sie alles wahrgenommen und wie mir scheint, auch genossen hat.
Es ist eine fröhliche Runde und Oma und Frieda erzählen viel von Badeferien früher, von gräulicher Badekleidung und so und viele Anekdoten sind so lustig, das wir viel lachen müssen. Die Bedienung freut sich, weil gut verzehrt wird und als wir nach eineinhalb Stunden zurückgehen, strahlt sie förmlich, als Papa alles bezahlt und wohl auch beim Trinkgeld nicht geknausert hat. Fast hätte ich noch den Kuchen für Kai und Martin vergessen, aber mein Schatz hat mit gedacht und es gibt sogar „Kaffee to Go“, was wir für die beiden dann auch noch mitnehmen.
Da der Nachmittag sehr heiß ist, wollen wir noch mal ins Wasser gehen, die Erwachsenen wollen noch ein Stück in die andere Richtung den Strand entlang und machen sich auf den Weg. Diesmal gehen auch Martin und Kai ins Wasser und jetzt, nur in der Badehose, sieht man ihre gut ausgeprägten Muskeln und das bei hundert Kilo Martin so gut wie kein Speck vorhanden ist und der Badehoseninhalt, hinten wie vorne, zu Kais vollster Zufriedenheit ausgestattet ist. Und umgekehrt sieht es ähnlich aus. Kai hat wesentlich mehr Körperbehaarung als Martin, vor allem auf Brust und Bauch. Martin hält sich haarlos, präsentiert blanke Haut, was wohl auch nur mit Hilfe des Rasierapparates so sauber möglich ist. So hat halt jeder seine Vorlieben und mit Kais Haarpracht wäre ich nicht so glücklich aber Martin scheint es ja zu mögen.
Sergej und ich sind relativ schwach behaart und am Südpol gestutzt und teil rasiert, fast gleich, so wie es uns gefällt. Haarpflege dort findet immer gegenseitig statt, so dass jeder den Rasen auf der geliebten Spielwiese selber gestaltet.
Wir tollen jetzt alle im Wasser rum und machen auch Reiterkämpfe, wobei ich immer der Reiter bin, wegen der fehlenden Hufe. Da Wolfi und Kevin auf Grund von Größe und Gewicht deutlich im Nachteil sind, schnappt Martin Kevin und Kai den Wolfi und setzen sie auf die Schultern. Jetzt ist es schwierig, gegen die beiden Paare zu gewinnen und sie um zu schmeißen, obwohl Ole auf Frank uns zur Hilfe kommen. Es ist ein lustiges Kräfte messen, unbeschwert und einfach toll. Kai und Martin mit ihren Reitern Drängen auf uns ein, Martin gegen Sergej und mich und Kai gegen Ole und Frank. Nach längerem Gerangel falle ich nach rechts, während Ole nach links und dann auf mich drauf fällt und mich tief unter Wasser drückt. Ich verschlucke mich, muss husten, krieg Panik und drücke mit den Stümpfen intensiv nach unten, so, als ob die Füße noch da wären, Als mein Kopf durch die Wasserfläche nach oben drückt, huste ich raus und schnappe dann nach Luft, um dann weiter zu husten.
Instinktiv versuch ich von den anderen weg zu laufen, was auf Grund des Wassers auch gelingt, bis ich mit dem linken Stumpf in einen scharfkantigen Muschelrest trete. Ich schreie kurz auf und knicke dann ein, wieder mit dem Kopf unter Wasser. Scheiße, tut das weh.
Zwei Arme fassen nach mir, ziehen mich hoch und tragen mich Richtung Ufer.
Sergej, mein Schatz rettet mich aus den Fluten und trägt mich an den Strand. „Was ist denn passiert?“, will er aufgeregt wissen. Die anderen kommen auch hinter uns her, allen voran Martin, dessen Beschützerinstinkt voll wach ist.
„Ich hab Wasser geschluckt als Ole auf mich fiel“, erkläre ich, „ und hab Panik bekommen. Dann bin ich losgelaufen, wohl auf den Stümpfen, ohne zu denken, reflexartig und dann hab ich mich an etwas geschnitten und bin eingeknickt und wieder unter gegangen.“
Er setzt mich auf meinem Handtuch da und dann hat Martin auch schon den linken Stumpf in der Hand und tupft mit einem anderen Handtuchzipfel die Wunde ab, um zu schauen, wie groß und wie tief es ist. Kai sagt: „Ich lauf zum Auto, hole den Verbandskasten“, und weg ist er.
Ole: „es tut mir leid, das wollte ich nicht.“
Ich: „Spinnst du, du hast keine Schuld, es war nur Pech, sonst gar nichts.“
Ole: „Ich hätte besser aufpassen müssen, wo ich hinfalle.“
Ich: „Es reicht, du bist nicht schuld,, ich bin gelaufen, weil ich Panik hatte, weil ich keinen Grund unter den Füssen hatte, weil die eben fehlen und das habe ich in der Panik vergessen und wohl in eine Muschel getreten. Du.. Bist.. nicht.. schuld, OLE , kapiert?“
Kai kommt zurück und bringt den Remmerschen Verbandskoffer, der sich von handelsüblicher Ware doch seht unterscheidet.
Martin klappt das Teil auf und legt bereit, was er braucht. Zuerst tupft er die Wunde sauber und desinfiziert sie. Dann macht er ein Bild und auf meinen fragenden Blick sagt er: „Das schicke ich zu Schmelzer, will wissen, was das jetzt für Folgen hat.“ Sergej, der die ganze Zeit mein Bein hält, beugt sich zu mir, haucht mir einen Kuss auf die Lippen und fragt: „Tut es sehr weh, mein Schatz?“
„Nein, jetzt nicht mehr, nur am Anfang“, sag ich und küss ihn zurück.
Martin schaut auf sein Handy, eine Nachricht ist gekommen, von Schmelzer. „Wieso erreichst du den Samstags Nachmittag?“, frag ich erstaunt. „Ich habe seine private Nummer, das war so abgemacht, dass er erreichbar ist für uns, deinen Vater und mich. Wir haben das bis heute noch nicht in Anspruch genommen“, erklärt Martin den Vorgang.
„Was schreibt er?“, will Sergej wissen. „Wir sollen es steril verbinden und Montagmorgen um sieben da sein“, sagt Martin und desinfiziert den Stumpf noch einmal. Bepanthen Salbe acht er drauf und eine sterile Kompresse, dann wickelt er das ganze geschickt ein und befestigt alles mit Pflasterstreifen, Perfekt.
Die Erwachsenen kommen zurück und auf bange Fragen gibt Martin entsprechend beruhigende Auskunft und er erwähnt lediglich, das ich in eine Muschel getreten bin und eine zwei Zentimeter lange, nicht besonders tiefe Schnittwunde an der Stumpfunterseite habe.
Auch, das er Dr. Schmelzer per Bild von der Wunde kontaktiert hat und dessen Anweisung teilt er Papa und Mama mit. Papas Kommentar: „Sehr gut, Martin“, quittiert er mit einem eher verlegenen Schulterzucken. Mama gibt ihm einen Schmatz auf die Wange, was ihn rot werden lässt.
„Wir brauchen einen Rollstuhl“, sagt Sergej, „die Prothese wird so nicht passen, das geht nicht.
„Im SUV unter der Matte im Kofferraum, wo normal das Reserverad ist, ist ein zusammen klappbarer Rollstuhl, wenn den nicht einer raus genommen hat“, sagt Kai, „Voriges Jahr, als wir die Halterung für das Reserverad hinten angebracht haben, habe ich den zusammen klappbaren Rollstuhl, der Jerome nicht gefallen hat, in die Vertiefung gelegt, für alle Fälle.“
Das kommt mir jetzt zu Gute, ich erinnere mich daran, der erste Rollstuhl hatte eine dunkel pinken Lackierung, die mir in meinem damaligen Zwiespalt zu schwul und zu auffällig war. Mama hatte dann einen in silbermetallic geholt, der war mir recht.
Jetzt kommt der schwule Rolli doch noch zum Einsatz. Auf Torstens Kommentar, wenn er die Farbe sieht, bin ich jetzt schon gespannt.
Sergej hilft mir beim Anziehen, auch die anderen machen sich fertig und packen zusammen. Als Sergej mich tragen will, nimmt Martin ihn beim Arm und sagt: „Hol du die Sachen, ich nehme Jerome, bis zum Auto und durch den Sand, das ist mein Job.“ Sergej lächelt ihn an und sagt: „Danke Martin.“
Wir gehen zu den Autos und da es mittlerweile achtzehn Uhr durch ist, sagt Papa, das sich alle frisch machen sollen im Hotel, er hat dort angerufen und gesagt, dass wir erst ab halb acht zum Essen kommen.
Im Hotel lege ich mich nackt in die Wanne, den Stumpf oben auf den Rand in einer Plastiktüte und Sergej duscht mir Meer und Sand vom Körper. Ganz besonders wäscht er meinen zum Leben erwachten Penis, der, dem intensiven Rubbeln nach zu urteilen, viel Sand und Meer ab bekommen haben muss.
Das mir dann ganz nebenbei noch gut einer abgeht, das nehme ich gerne in Kauf, oder.
Er kommt dann, nachdem er sich geduscht hat, zu mir. Ich sitze auf der zugeklappten Schüssel und trockne ich ab, als er sich vor mich stellt und seinen Speer auf mich richtet. Ich trockne die dargebotenen Regionen akribisch ab, wiege mit der Hand seine Glocken hin und her und bevor er mir noch ein Auge aussticht mit seiner Lanze, lass ich die in meinem Mund verschwinden. So, als hätte er Hummeln im Arsch, stößt er jetzt immer vor und zurück und es dauert auch nicht lang, bis er anfängt zu stöhnen.
Meine Finger suchen seine Rosette, massieren dort hin und her und beschleunigen das ganze so, als wenn man eine Turbo einschaltet. An das Nutella heute Morgen und das große Eis heute Nachmittag denkend, und auch weil mein Gesicht schon sauber und trocken ist, werde ich schlucken und als es ihm kommt, liegt meine Hand durch die Beine hinweg auf seinem Po und verhindert so, das er sich aus mir zurück ziehen kann.
Warm und süß, wie erhofft und auch nicht wenig pumpt er unter Stöhnen in meinen Mund und während seine Eichel im eigenen Sperma badet, lecke ich sein Bändchen und die Unterseite, die gerade jetzt besonders empfindlich sind. Die Töne sind bestimmt bei Kevin und Wolfi zu hören.
Es klingt ab und ich hab alles geschluckt und schön sauber geleckt. Ein bisschen lasse ich ihn probieren, bei unserem Kuss, den wir uns zufrieden und glücklich geben und die Tatsache, jetzt für zwei Tage wieder im Rolli zu sitzen, stört mich nur am Rande ein wenig.
Sergej
Boah, das war hammerhart, so geblasen, mit gekraulten Glocken, massierter Rosette und noch alles geschluckt, mein Schätzchen ist schon ein ganz Lieber. Es hat tatsächlich süß geschmeckt, nach Nutella und Eis, Erdbeere war es genau. Wenn mir mal vor einem halben Jahr einer gesagt hätte, ich würde mir von einem Mann einen blasen lassen, der mit dabei am Sack und am Arsch rumspielt und dann noch beim Kuss mit ihm meinen eigenen Saft zu schmecken, ich hätte ihn ins Irrenhaus einliefern lassen. Was dieser liebe Kerl mit mir gemacht hat, ist nicht logisch zu erklären aber ich kann mich auch nicht dagegen wehren und wollte es auch gar nicht. So einen Menschen zu finden, dagegen ist ein Sechser im Lotto noch häufig, finde ich. Es passt einfach alles so gut, das ich manchmal, wenn ich wach liege, ein bisschen Angst habe, so im Unterbewusstsein und dann wünsche ich mir, dass es so bleibt, dass nix passiert. Vorhin im Wasser, ich bin so erschrocken, Ole fiel auf ihn und er kam nicht hoch und dann der Husten und wieder war der Kopf weg. Da kommt sofort Panik auf, aber es ist ja glücklicherweise alles gut ausgegangen und die paar Tage Rolli, was ist das schon. Da kann ich ihn noch öfter tragen, meinen Schatz.
Ich habe uns Kleider geholt, nachdem ich ihn aufs Bett gelegt habe. Mit einem Handtuch putze ich seine und auch meine Schwanzspitze trocken, weil es immer noch ein bisschen nach tropft und gleich wieder Schleimspuren in der frischen Unterhose, wenn die dann auch noch farbig oder schwarz ist, das muss ja nicht sein. Außerdem hat das Abputzen etwas ganz Intimes, das hat mit Liebe und Fürsorge zu tun, bei einem Fremden, mit dem man nur mal so gefickt hat, würde das nie einer tun, oder?
Wir ziehen uns an, der Rolli in dunkel pink steht bereit und als wir fertig gestylt sind, schiebe ich ihn auf den Flur und zieh die Türe zu. Es ist zwanzig nach sieben und wir gehen, er fährt sich selber, gemeinsam zu Aufzug.
Wir sind die ersten unten und warten, wie gestern in der Bar auf die anderen, die nach und nach eintreffen.
Wir haben beide einen roten Martini auf Eis bestellt, es war Jeromes Idee, quasi als Taufe des neuen, alten Rollstuhls, der von Torsten erst bestaunt, dann belächelt und dann kommentiert wird mit den Worten: „Ich hätte nicht gedacht, das es eine spezielle Schwuppenkollektion gibt, kommt aber gut, steht dir.“ Wir haben alle herzlich gelacht, nur Natascha hat ihm eine Kopfnuss verpasst.
Carl August
Wir gehen in denselben Raum zum Essen wie gestern und heute wird nach der Karte gegessen. Jerome sitzt mit dem Rolli direkt am Tisch, die Bedienungen sind die gleichen wie gestern und haben ein bisschen erstaunt geguckt, haben sie doch gestern gesehen, das Jerome mit Sergej getanzt hat und nun der Rolli und unten fehlende Füße. Man kann förmlich sehen, wie sie das beschäftigt.
Wir wissen ja nicht genau, was und wie es passiert ist, jedenfalls sah die Wunde nicht so gefährlich aus und Martin hat alles gut versorgt und das er dem Schmelzer ein Bild geschickt hat, das ist doch echt….Martin eben, unbezahlbar.
Die Getränke sind da und die Bestellungen sind raus, jetzt warten wir alle aufs Essen. Die meisten haben sich auch eine Vorspeise bestellt und das kommt dann auch relativ schnell, so das nach fünfzehn Minuten alle was vor sich stehen haben. Seeluft macht ja auf Grund ihres Jodgehalts hungrig und so verstummen zunächst die Gespräche ein wenig.
Morgen nach dem Frühstück fahren wir Alten mit Kai nach Hause. Sonntagmorgen ist ja wenig Verkehr, da dürften wir mit dem Achter keine zwei Stunden brauchen. Es hat sich gelohnt, her zu fahren, Zeit mit diesen jungen Leuten zu verbringen, Martin zu gratulieren und unseren Leuten, die im Haus jeden Tag für uns da sind, unsere Verbundenheit zu zeigen, das sie eben nicht nur Angestellte mit einer Steuernummer sind, sondern das sie unser Vertrauen und unsere Achtung besitzen und das sie, wenn sie mal Hilfe brauchen, auch immer auf uns zählen können.
Nach und nach bekommt jeder, was er bestellt hat und alle scheinen zufrieden, jedenfalls sind am Ende fast alle Teller leer.
Das heißt aber nicht, das nicht noch ein Eis reinpasst und vom Nachtischangebot wird dann auch rege Gebrauch gemacht und als Torsten meint, von diesem Becher könne er locker noch einen essen, sag ich ihm, dann soll er noch einen bestellen, die Oma hätte zur Not ihren Geldbeutel auch noch dabei. Diesmal sind die Lacher auf meiner Seite.
Es ist einundzwanzig Uhr vorbei, als alle fertig gegessen haben. Nachdem ich gesagt habe, das wir Erwachsenen morgen um Acht frühstücken wollen um danach zu fahren, macht Jerome den Vorschlag, noch ein bisschen in die Bar zu gehen und nicht so spät schlafen zu gehen. Wer will und Kann, soll dann auch um acht zum Frühstück kommen, dann könnten sie ja auch noch was unternehmen, wenn wir gefahren sind.
Torsten
Schade, das so ein Wochenende immer so ruck zuck rum geht. Bis jetzt war ja alles OK soweit bis auf Jeromes Wasserunfall, aber das ist ja ganz gut ausgegangen. Ich glaube, ich bin der Sigrid nicht egal und mir gefällt sie auch gut. Wenn ich zurück bin, wollen wir mal was zusammen unternehmen. Ihre Mutter ist auch OK und vielleicht wird es ja was, wenn wir uns mal näher kennen. Es kribbelt schon ein bisschen und ich hab das Gefühl, bei ihr auch. Mal sehen, was draus wird. Jetzt habe ich ja noch zwei Wochen hier, eine wurde noch dran gehängt von der Krankenkasse, also hab ich noch ein paar warme Unterwassermassagen vor mir. Ich muss mal pinkeln gehen, bevor ich noch einen Nachtisch bestelle. Das Essen hier in dem Schuppen ist toll und wenn ich das richtig gereiht habe, gehört Remmers ein Teil dieser Hotelkette, also ist er ja auch ein Boss hier. Als ich aus der Toilette komme, kommt einer von unseren Bedienungen, ich schätze mal achtzehn, auf mich zu. „Hallo, darf ich dich mal was fragen?“, fragt er mich, als er vor mir steht. „Kommt drauf an, was du wissen willst“, sag ich.
„Der Junge im Rollstuhl, der hat doch gestern da drin getanzt“, sagt er, „ wohl mit seinem Freund, nehme ich an. Jetzt sitzt der im Rollstuhl und hat keine Füße. Ist das ein Zwillingsbruder, wenn ja, wo ist der andere?“ Was soll ich dem denn jetzt erzählen? Ich könnt dem ja jetzt gut die Säcke vollmachen, aber macht das Sinn? Soll ich einen Spaß machen mit Jeromes Behinderung? Nein, ich denke, das werde ich nicht tun.
„Kennst du den Jungen oder seine Eltern?“, frag ich den wissbegierigen jungen Mann. „Nein, das nicht“, sagt er, „aber das interessiert uns alle schon und wir haben gelost, als du auf der Toilette warst und ich hab verloren und sollte dich fragen gehen.“
„Der Mann da drin, das ist Carl August Remmers, einer deiner obersten Chefs und der Junge im Rollstuhl ist sein Sohn, also dein Juniorchef. Normal hat der Prothesen an, mit denen er richtig laufen kann. Er hat sich beim Schwimmen heute an einem der Stümpfe verletzt und kann jetzt keine Prothesen tragen, deshalb sitzt er heute und auch die nächsten Tage in seinem Rolli bis das verheilt ist. So, ich hoffe, ich hab eure Neugier befriedigt“, beende ich meine Erklärung, und will wieder zu den anderen gehen. „Danke, dass du es mir gesagt hast“, sagt der Junge. Jetzt kommt Jerome mit dem Rolli und Sergej kommt hinter ihm her. Jerome bleibt bei uns stehen und fragt, ob ich irgendwas bräuchte, weil ich hier mit einem Ober stehe.
„Nein“, sag ich, „der junge Mann wollte einfach wissen, warum du gestern noch tanzen konntest und heute im Rollstuhl sitzen muss.“ „Und, hast du es ihm erklärt“, fragt er mich. Ich nicke und sage: „Ja, hab ich.“
„OK“, sagt er, lächelt den Kellner an und fragt den dann: „Möchtest du sonst noch was wissen?“
Jetzt wird der junge Mann ein bisschen rot.“Trau dich ruhig“, sagt Jerome, „du bekommst eine ehrliche Antwort.“ Sergej hat beide Hände auf Jeromes Schultern gelegt und schaut den jungen Mann ebenfalls an. Der druckst ein bisschen rum, sagt aber dann doch, beide anguckend: „Ihr habt zusammen getanzt, seid ihr schwul?“ „Was meinst du“, fragt Jerome, „sehen wir denn schwul aus für dich?“ Jetzt kriegt sein Gesicht noch mehr Farbe und er sagt: „Eigentlich nicht, aber zwei Jungs, die mit einander tanzen, sind doch bestimmt schwul, denken wir, das heißt, eigentlich sie, die beiden anderen Kellner. Ich habe gesagt, das mir das egal ist, wer mit wem tanzt, und schwul oder nicht, das muss doch jeder selber wissen.“ „Du hast eine gute Einstellung“, sagt Jerome, „du kannst den beiden sagen, dass wir schwul sind, aber auch, dass es uns gut geht dabei und das sie sich überlegen sollen, irgendetwas Abfälliges über oder zu Schwulen zu sagen während ihrer Arbeit, weil man in diesem Konzern dafür rausfliegen kann und jetzt muss ich erst mal pinkeln. Kommst du, Sergej?“, und dann rollt er zur Toilette, von Sergej gefolgt.
Ich grinse, weil wenn er noch roter wird, kann er als Tomate durchgehen. „Alles klar bei dir?“, frag ich vorsichtshalber und er nickt. „Bist du auch schwul?“, fragt er mich jetzt und schaut mich an. „Nein, und Du? Bist du schwul?“, dreh ich den Spies jetzt um. „Ich weiß nicht“, sagt er, „ich habe überhaupt keinen Plan und mit Mädchen hatte ich auch noch nichts.“ „Da mach dir mal keinen Kopf, das kommt schon, spätestens dann, wenn du dich verliebst“, sag ich, „und dann siehste ja, ob das ein Mädchen ist oder ein Junge. So, ich muss dann mal wieder, ich will mir noch ein Eis gönnen, Montag in der Klinik ist wieder normales Essen angesagt und Joghurt und Pudding als Nachtisch.“
„Du bist hier in der Klinik?“, fragt er. „Drüben in Bad Schwartau“, sag ich. „Und die anderen?“, will er wissen. „Du bist ganz schön neugierig, finde ich“, sag ich zu ihm, „Die sind hier, um mich zu besuchen und ein schönes Wochenende zu erleben. Gestern war noch Geburtstag und heute waren wir in der Altstadt und am Timmendorfer Strand. So, jetzt weiß du alles, weitere Auskünfte, Namenslisten, Impfdaten und so weiter nur noch gegen Bares, Frohes Schaffen wünsche ich und bring bitte die Eiskarte, Danke.“ Ich lass ihn stehen und geh zurück in den Raum, Sergej und Jerome kommen auch kurz darauf von der Toilette zurück.
Kurze Zeit später kommt der junge Kellner und bringt Karten für Eis und anderen Nachspeisen und das rege Interesse beweist, das nicht nur ich ein Leckermaul bin.
Gut eine halbe Stunde später ist der Nachtisch auch geschafft, die Erwachsenen wollen noch einen Verdauungsspaziergang machen, die meisten anderen wollen aber aufs Zimmer der Nachmittag am Wasser war halt anstrengend. Natascha, Sigrid und ich schließen uns den Spaziergängern an, die anderen werden die Kalorien wohl auf andere Art verbrennen, denk ich und muss mich zwingen, mein Kopfkino aus zu lassen.
Martin
Wir gehen vom Hotel aus noch mal ein Stück Richtung Altstadt ungefähr eine Viertelstunde und dann wieder zurück. Alle gehen auf ihre Zimmer, morgen um acht Uhr ist Frühstück, danach fährt Kai wieder los. Ich habe aber noch einen Geburtstagswunsch frei. Kai ist eigentlich der passive Teil in unserer Beziehung und wenn ich mal gern der Passive sein will, muss ich immer betteln, oder mir das aus bestimmten Anlässen wie zum Beispiel Geburtstag, wünschen. Dann ist er schon bereit, auch mal aktiv zu werden.
Das hängt auch zum Teil damit zusammen, das Kai sehr gut gebaut ist, zwar nicht so übermäßig lang, aber sehr dick und wir immer Kondome für ihn extra bestellen müssen, aber wohl in erster Linie, weil er einen harten Ritt auf meiner Stange besonders gern hat. Heute werde ich auf ihm reiten und ich bin schon geil, als wir im Aufzug sind. Da wir nicht allein sind, muss ich mich zurück halten, aber kaum, das die Zimmertüre hinter uns verschlossen ist, greif ich an seine Arsch und zieh ihn mit der andern Hand zu mir. Die Hose öffnen und runter schieben, das ist eine Bewegung und die dick ausgebeulten Pants, wir bevorzugen beide weiße, geht auch gleich den Weg nach unten.
Dick und prächtig ist er, der Schwanz von meinem Schatz und ich werde ihn Reiten, bis wir beide nur noch Sterne sehen.
Die anderen Textilien sind schnell verschwunden und ich hab mein Bärchen aufs Bett gepinnt.
Meine Finger kraulen durch seinen dunklen Brustpelz und ich reize seine recht kräftigen Nippel mit Zunge und Zähnen.
Unser Zimmer liegt am Ende des Ganges und neben uns das Zimmer ist leer, also können wir schon ein bisschen abgehen. Wenn der Chef oder die Oma neben dran wären, müssten wir uns mit Blümchensex begnügen und in die Kissen stöhnen, wenn es knallt. Das ist aber nicht möglich, wenn ich auf Kai reite und ich sage immer, wer Kai aufnehmen kann, der schreckt auch vor einer Faust nicht zurück, aber das käme für mich nie in Frage. Schwanz ja, gerne auch dick, aber Fäuste und Arme haben in meinem Arsch nix verloren, Basta. Wer es mag, bitte, aber nicht mit mir.
Es gibt jetzt auch kein langes Vorspiel, ich nehme ein Gummi und Gel aus der Tasche neben dem Bett und packe den Hammer von Kai ein und mache Flutschi drauf. Dann versorge ich meinen Po und weite ihn ein bisschen, das es ein klein wenig besser rein flutschen kann, nur das der Begriff „flutschen“ hier gar nicht passt. Langsam, Millimeter für Millimeter lass ich mich langsam, sehr langsam auf im nieder, Schweiß bricht mir aus und mein Po bemüht sich, sich der extremen Herausforderung zu stellen. Als ich das Gefühl habe, das jetzt irgendwas reißt da unten, bin ich plötzlich drin. Die Internetwerbung, die es mal mit Boris Becker gab „Ja, bin ich denn schon drin „hatte für Kai und mich in der jetzigen Konstellation immer eine besondere Bedeutung. Jetzt sitze ich auf ihm, habe alles aufgenommen und halte ein bisschen still. Kai grinst mich an, bläst die Backen auf und sagt dann:“ Isch der dick Mann“, und lacht. Das Lachen setzt seine Bauchdecke in Schwingungen, die sich dann über sein Teil in meinen Po übertragen und ähnlich wie ein Vibrator wirken.
Das bringt mich dazu, mich langsam auf ihm hin und her zu bewegen. Zart erst, dann etwas schneller, aber immer nur wenige Zentimeter rauf und runter und dann ist es auch schon schmerzfrei und fängt an, richtig gut zu werden. Wir werden beide etwas lauter, je besser es wird für uns. Meine Hände wühlen in seinem Brustpelz, während ich nun schneller und auch mehr von seiner Länge nutzend, auf im reite, das Rodeo hat begonnen und jetzt geht es auch richtig ab.
Als es knallt, sinke ich nach vorn auf seine Brust, er ist vor mir gekommen, gab mir den heiß ersehnten Rest, der zum freien Fall noch fehlte und jetzt liegt mein Kopf auf seinem Fell und er krault durch meine Haare. „Noch mal herzlichen Glückwunsch, mein Schatz“, sagt er leise, „und zum Jubiläum darfste ja dann wieder was wünschen. Bis dahin und das sind ja noch zwei Tage, bin ich noch mal mit reiten dran.“ „Ab morgen schläft der Junge bei uns“, sag ich, „da müssen wir schon ein bisschen Rücksicht nehmen.“ „Der ist ja nicht immer zu Hause“, sagt er grinsend, „und wenn er mit Wölfchen da ist, werden sie auch nicht immer Fernsehen, oder meinst, die machen nichts, wenn sie allein sind. Außerdem ist unser Zimmer nicht direkt an Kevins Wand und da wir ganz unten wohnen, sind die Wände dick und lassen den Schall nicht gut durchgehen.“
Wo er Recht hat, hat er Recht, denk ich und die Jungen können ruhig wissen, das man mit zweiundfünfzig auch noch poppen kann und will. Ich denke, dass die Jungen, die mit Partner hier sind, jetzt auch sexmäßig aktiv sind, in dem Alter kann man doch eigentlich immer. Für die anderen ohne Partner gibt es ja auch noch diverse Möglichkeiten und ich kann mir nicht vorstellen, das Torsten die Hände immer schön über der Bettdecke hat heute Abend. Ab morgen Abend hat er ja dann Natalie, das ist ja dann schon mal eine Steigerung.
Ich stemme mich hoch und lass die jetzt weiche, aber immer noch dicke Nudel aus mir raus gleiten und mach den Gummi weg. Zärtlich kraule ich durch sein Gewöll, das am Schwanz gestutzt, dann aber Ziemlich dicht um den Nabel nach oben wächst und auf der breiten Brust wie ein Angora Pullover die Haut bedeckt und nur die Nippel mit ihren dunkelbraunen Höfen drumherum stechen aus der Haarpracht hervor. Mein Bär, alles an ihm mag ich, ist mein für immer, ich liebe ihn so und er mich. Was will man mehr. Wir gehen ins Bad, den Gummi nehme ich mit, wickle ihn in Toilettenpapier und entsorge ihn im Mülleimer. Zusammen gehen wir Duschen und danach schlafen wir. Morgen ist auch noch ein Tag.
Jerome
Um Acht sind fast alle und um zehn nach acht alle beim Frühstück. Das Buffet ist gut und reichhaltig und für jeden Geschmack ist was dabei. Der Montag ist ein Thema, Sergejs und Kevins neue Arbeitszeit, jetzt fangen sie eine Stunde später an, und die Koordination mit Wolfis Fahrzeit wird so geregelt, das sie alle drei jetzt einen Zug später fahren. Sergej und Kevin sind dann etwa eine halbe Stunde früher im Hotel und Wolfi schafft es gerade so bis zum Vorlesungsbeginn. Ole und Martin Fahren auf die Baustelle um elf, Marvin bekommt ja montags immer sein Geld und da seit Freitag keiner mehr dort war, wird es Zeit, zu gucken, was gelaufen ist und was gerade gemacht wird. Frank hat Mittagsdienst und ab Dienstag Frühdienst und am Dienstag beginnt auch die Abschlussfahrt von Oles Klasse, an der Ole und auch Mike nicht teilnehmen. Bei mir läuft die Vorbereitung fürs Abi an, das dann in der Woche von Mamas Geburtstag beginnt, mal sehen, wie sich das vereinbaren lässt. In der Woche vom siebten an hat auch Ole dann noch mündlich, ich meine natürlich Abitur, grins.
So, jetzt gehen wir mal Mama und die Anderen verabschieden und dann sehen wir mal, was wir heute noch machen. Strand ist ja mit Rolli nicht mehr und jetzt müssen wir überlegen, was wir tun.
So, das war Nummer siebenunddreißig, ich hoffe, es hat gefallen. Ich würde mich schon sehr über einige andere Meinungen freuen, schreiben tun immer nur dieselben. Gebt euch mal einen Stoß und sagt eure Meinung, bitte.
LG Niff

 

 

 

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5 Kommentare

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    • Andreas auf 8. August 2014 bei 09:23
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    Ich bin sehr erfreut, nach langer Pause nun so kurz hintereinander soviel aus dem Leben der Remmers’ lesen zu können – vielen Dank und beste Wünsche für einen weiteren erfolgreichen Gedankenfluss.

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    • Toni Oberhage auf 9. August 2014 bei 20:03
    • Antworten

    Siebenunddreißig großenteils recht lange Teile und kein Ende in Sicht 🙂
    Deinen Schreibstil, lieber Niffnase, finde ich immer noch etwas ungewöhnlich. Aber vielleicht sorgt gerade er dafür, dass die Geschichte bei mir eine Sucht entstehen ließ. Kaum ist ein Teil gelesen, warte ich Hände ringend auf den nächsten.
    Die Geschichte hat eindeutig Lindenstraßenpotential. Bei Deiner Fantasie und den immer neuen Geschichten, die Du einbaust, werden wir bald den 100. Teil erleben dürfen 🙂 Ich freue mich schon darauf!

    Viele Grüße
    Toni Oberhage

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  1. Huhu hallihallo, erneut suuuper, daumen hoch 😉 Schön dass du weiter auf dem Weg der Besserung bist, freut mich. Mach so weiter, bitte.

    VlG aus Hahnstätten Andy

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  2. Hallo Niffnase,

    ja, mach weiter so, einfach klasse geschrieben!
    eine super geschichte!

    vg Claus

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    • Joachim auf 11. August 2014 bei 20:21
    • Antworten

    Hallo Niffnase,

    wieder mal sehr schön. Kannst Du mich nicht mit in die Story einbauen. So ein lustiges und aufregendes Leben hätte wohl jeder. Das lesen macht auf jeden Fall Lust auf viele weitere Teile.

    Habe ich das Gefühl, dass Du uns einen Teil unterschlagen hast? Vom Inhalt her scheint alles chronologisch abzulaufen, aber oben wird der 36.Teil angekündigt und am Ende der Folge schreibst Du was vom Ende des 37. Teils. Bei der menge an Fortsetzungen, kann schon mal passieren das man glaubt mehr geschrieben zu haben, als das es wirklich der Fall ist. 🙂

    Ich wünsche Dir auf jeden Fall noch viele, viele weiteren Episoden von „Jerome, Ole & Co“

    Liebe grüße aus Berlin

    Joachim

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