Traumschiff – Teil 43

Erkenntnisse,Entschlüsse und Reaktionen.

Zunächst mal ein Danke an die treuen Reviewer, ich freue mich immer über die Kommentare. An ein Ende der Story denke ich momentan nicht, dazu gibt es noch zu viel zu schreiben. Also, weiter geht es.

Jerome

Sergej und ich werden jetzt mal ein schönes Entspannungsduschen machen, denk ich. Mike und Dirk übernachten wohl hier, weil sie wissen, das sie hier ungestört und ungehört miteinander rum machen können.
Ihre Eltern sind da wohl noch nicht locker genug und geräuschvoller Sex ist wohl nicht so gern gesehen , bzw. gehört, bei ihnen zu Hause. Man hilft ja gern, wenn man kann und der Gedanke an das was sie eventuell treiben, bleibt auch an mir nicht ohne Reaktion. Sergej bleibt das Zelt in meiner Hose nicht verborgen und grinsend kommt er auf mich zu. „Ja, das Kopfkino, heute als gedanklicher Spanner bei Mike und Dirk. Wir gehen nicht Duschen“, sagt er.

 

„Wie“, sag ich, wir gehen nicht duschen?“  „Wir gehen Baden und ich will von dir gefickt werden, mein Schatz“, sagt er und knetet durch die Hose mein steifes Glied. „Aye, Aye, Sir“, sag ich, „einmal poppen, zu Befehl“, und salutiere dabei. „Na dann“, kommt es im Kommandoton, „Bux runner, aber zack, zack!“ Ich zieh die Hose mit der Pants runter und mein Glied schnellt nach oben. „Zu Befehl, Sir“, ruf ich uns salutiere wieder. „Abmarsch ins Bad, los“kommandiert er weiter und wir gehen, nach dem blitzschnell alle textilen Hüllen auf Bett und Boden verteilt sind, rüber ins Bad.
Dort setze ich mich auf den breiten Rand der Badewanne, Sergej lässt Wasser einlaufen und zieht mir dann Max und Moritz aus und stellt diese zur Seite. Dann geht er zur Dusche, nimmt den Schlauch mit dem Spülrohr und bereitet sich vor. Nach dem alles sauber ist, kommt er und setzt mich in die schon halb volle Wanne.
Das Wasser ist herrlich warm und Sergej macht noch einen gut riechenden Badezusatz hinein, den ich mit den Händen rund um mich im Wasser verteile.Jetzt kommt er ebenfalls, sichtlich erregt, genau so steif wie ich auch, ins Wasser und setzt sich zwischen meine Beine und legt sich dann zurück auf meinen Bauch und bettet seinen Kopf auf meiner Brust.Meine Arme umschlingen ihn und meine Hände liegen zwischen Nabel und Südpol auf seiner Bauchdecke. „Schön ist das, sehr schön“, sagt er leise, nach dem er das Wasser abgestellt hat,  „ jetzt so auf dir zu liegen, deine Wärme, deinen Herzschlag zu spüren und das Streicheln deiner Hände zu fühlen. Zu fühlen, das du mich begehrst, mich liebst , für mich da bist. Diese Gefühle, die ich für dich empfinde, die du immer und immer wieder in mir auslöst, sind fast nicht in Worte zu kleiden. Das macht mich oft zu einem emotionalen Bündel Mensch, das kaum noch denkt, dafür um so mehr empfindet, dessen Herz überläuft in all diesen wunderbaren Stunden, in denen wir zusammen sind. Ich bin dir total verfallen, mit Leib und Seele, mein Schatz, du bist mein Leben. Ohne dich will und kann ich nicht mehr sein. Ich liebe dich über alles.“
Wow, ich bin überwältigt nach dieser Liebeserklärung, ich beuge mich vor, küsse die Stelle hinter seinem linken Ohr. Hinter den Ohren ist er total empfindlich ,das mag er so, wenn ich ihn dort küsse oder lecke.
„Das war die schönste Liebeserklärung, die ich je bekommen habe. Mir geht es nicht anders, mein Liebling“, sag ich in sein Ohr, „wenn du nicht bei mir bist, fehlt ein Teil von mir, fühle ich mich allein,  ja einsam. Bereits nach kurzer Zeit vermiss ich dich, wünsche dich zurück zu mir, möchte dich immer um mich haben.“
Mein Streicheln auf seinem Bauch wird intensiver, die Peniswurzel und seinen Sack beziehe ich jetzt in meine Fingerspiele mit ein. Das lässt ihn die Luft hörbar einziehen und als ich dann den Schaft umfasse, die Haut nach hinten ziehe und die Eichel ganz heraus guckt, beginnt er leise zu stöhnen und hebt sein Becken hoch, so das der Penis nicht mehr unter Wasser ist.
So ein erigierter Penis, der hat schon was, ist ein tolles Instrument, mit dem man, wenn man ihn gut behandelt, allerhand Töne bei seinem Besitzer erzeugen kann.Ich versuche, nun mit beiden Händen, eine Melodie der Liebe aus dem Mund meines Schätzchens ertönen zu lassen und kleine Seufzer und Stöhner sind die Ouvertüre zu einem Finale furioso, das ich ihm heute entlocken möchte.

Dirk

Ich bin ein bisschen aufgeregt, als wir das schon bekannte Zimmer betreten. Hoffentlich zieh ich das auch durch, heute Abend, ich meine, das ist ja so was wie meine Entjungferung, zumindest, was meinen Po angeht.
Jetzt kann ich sowie so nicht mehr kneifen, nach dem Küsschen auf seine Eichel heute Nachmittag und dem Kommentar: „Ich freue mich auf dich“ wäre mein Schatz auch mit Recht sauer. Das hat er aber nicht verdient, er, der immer „den Arsch hingehalten hat“ in wahrsten Sinne des Wortes, mein Teil aufgenommen hat, am Anfang bestimmt nicht schmerzfrei, der nie gemault hat, weil ich nichts reinlassen wollte in mich.
Sein Finger neulich und auch heute haben aber echt gut getan und er geht ja auch immer voll ab, wenn ich in ihm stecke . Ich will es jetzt einfach wissen, ob gefickt werden auch so gut tut wie ficken.
Anfangs, als wir uns näher gekommen sind, es war voriges Jahr beim Schulfest, haben wir in den ersten Wochen keinen Sex gehabt. Ich habe damals gesagt, das wir es langsam angehen wollen. In Wahrheit hatte ich Angst, das, wenn er meinen Pimmel sieht in steifem Zustand, das er Angst bekommt und nicht mehr zu mir kommt. Das war natürlich totaler Quatsch und als ich ihm das später sagte, hat er gelacht und gesagt, das er da schon total in mich verliebt war zu dem Zeitpunkt. „Niemals hätte ich dich deswegen allein gelassen, du warst vom ersten Augenblick an mein Herzkönig und du und an dir , da war alles richtig“, hat er gesagt und mich damit sehr froh gemacht.
Dann haben wir angefangen, uns zusammen und dann auch gegenseitig zu wichsen und dann hat es auch nur ein paar Tage bis zum lutschen und blasen gedauert. Aber immer, wenn er an meinen Po wollte mit einem Finger, hab ich geblockt. Ich habe mich nicht getraut, das zu zu lassen damals.
Nach etwa einem Monat Handsex, es war der einundzwanzigste Juni, an meinem siebzehnten Geburtstag, da hat er mir beim Blasen plötzlich ein Kondom über gerollt, Gel dran und an seinen Po und hat er sich auf meinen Schwanz gesetzt, die Spitze an seinen Eingang geführt und sich dann in Zeitlupe langsam, Stückchen für Stückchen abgesenkt, bis seine Pobacken meine Oberschenkel berührten. Das Minenspiel in seinem Gesicht werde ich nie vergessen. Es muss anfangs schon weh getan haben und erst als etwa ein Drittel in ihm war, entspannte sich sein Gesicht ein wenig. Erleichtert öffnete er die Augen, als er dann auf meinen Schenkeln saß. „O Gott“, sagte er, „was für ein Prügel, aber jetzt ist er ja drin.“ Dann haben wir bestimmt zwei Minuten lang nur ganz ruhig da gesessen und uns geküsst und in diesem Moment wusste ich endgültig, das er der Schatz meines Lebens ist und ich sagte ihm das dann auch. Er hat gestrahlt und gesagt, das er mich liebt.
Danach begann er, sein Becken zu bewegen, aber nicht rauf und runter, sondern immer ein bisschen vor und zurück. Dadurch weitete sich offenbar sein Schließmuskel und er ging nun auch immer ein Stück hoch und sank dann wieder runter. Es war ein irres Gefühl und wir begannen beide zu stöhnen. Ich nahm seinen Steifen in die Hand und rieb in ziemlich schnell, weil ich das Gefühl hatte, das ich nicht lang durch halte in dieser heißen und sehr engen Höhle. Kurz drauf hatte ich einen wahnsinnigen Orgasmus und pumpte wie verrückt ins Gummi, während er all seinem Samen auf meine Bauch, bis hoch zur Brust pumpte. Dann sank er nach vorn auf mich und wir küssten uns erneut sehr lange.
Seit der Zeit, so denke ich, möchte er auch mal der Topp sein, aber mein Schiss davor, das es mir nicht gefällt oder sehr weh tut, haben mich immer dazu gebracht, auf der Topposition zu bestehen. Ernsthaft sauer war Mike aber nie, weil ich mit Lust und Hingabe blase, macht ihn jeder meiner Bowjobs glücklich und entspannt und davon kriegt er immer so viele, wie er will, als Ausgleich so zu sagen. Das soll sich aber heute ändern, ab heute, wenn es mir gefällt, darf er auch öfter mal durch oder besser gesagt, im Hinterausgang kommen, mein Schatz. Das wird ihn sehr freuen und er wird sich bestimmt Mühe geben mit meinem jungfräulichen Hintern.
Nach er seinen Rucksack neben dem Bett abgestellt hat, ziehen wir uns bis auf die Unterhose aus und gehen in das Bad. „Sollen wir in der Wanne poppen oder willst du deine Unschuld im Bett verlieren?“, fragt er und grinst ein bisschen. „Auf dem Bett und in Rückenlage“, sag ich,  „ich will in deine Augen sehen, wenn du ihn reinsteckst und auch, wenn du absspritzt. Ich weiß noch heute jede Regung auf deinem Gesicht, als du in SlowMotion auf meinem Torpedo nach unten gerutscht bist. Diese Erinnerungen möchte ich nicht missen.“ Er nimmt mich in den Arm und küsst mich sanft und knabbert an meinem rechten Ohr. „Mir ist dein erstes Mal auch lieber im Bett, mein Schnuckel“, sagt er leise an mein Ohr, „also ab in die Dusche, Spülen und Duschen. Das Brötchen muss frisch und sauber sein, damit man auch überall lecken und reinbeißen kann.“
Dann zieht er meine Pants nach unten und mein Schwanz hängt halb steif herunter. Ich ziehe seine Hose runter und seiner schnellt unter dem Gummi heraus nach oben, vorne feucht glitzernd und voll steif. „Da freut sich aber dein kleiner Höhlenforscher auf seine erste Expedition in die unerforschte Schneiderhöhle“, sagt ich und fahre mit der Hand an den Schaft und schiebe die Vorhaut ein paar mal hin und her. Direkte zieht er hörbar die Luft ein und stöhnt dann leise. „Schluss“, sagt er, „sonst komm ich schon vorher.“ Er schiebt meine Hand weg und öffnet die Duschkabine. Wir steigen hinein und er dreht den Duschkopf ab und  dreht dann das Wasser auf.Als der erste Kalte Guss weg ist, hält er mir den Schlauch hin, damit ich spülen kann.
Nachdem das geschehen ist, montiert er den Duschkopf wieder drauf und jetzt beginnt das eigentliche Duschen.
Wir lassen uns Zeit und er wäscht mich am Po sehr gründlich und  als wir nach etwa fünfzehn Minuten die Kabine verlassen, sind wir makellos sauber, vor allem am Arsch und am Südpol. Wir rubbeln uns gegenseitig gut trocken und gehen dann ins Zimmer zurück. Mike hat eins von den trockenen großen Handtüchern aus dem Bad mit genommen zum unterlegen, vermute ich mal. Er deckt das Bett auf und platziert ein Kissen und das Handtuch, einmal in der Mitte gefaltet dort hin, wo gleich mein Po liegen wird. Dann nimmt er mich und setz mich auf die Bettkante.

Sergej

Mittlerweile ist meine Spitze in silbrigen Schleim getaucht und es sind leichte Geräusche, einem Schmatzen ähnlich, zu hören, wenn die Vorhaut nach vorne geschoben und dann schnell wieder zurück gezogen wird. „Du musst jetzt aufhören“, sag ich heiser, „sonst komm ich. Ich will kommen, wenn du in mir steckst.“
Er lässt meinen Schwanz los und ich senke mein Becken ab und geh dann auf die Knie. „Ich möchte mich auf den Wannenrand setzen, so das du dich auf meinen Schwanz setzen kannst“,sagt Jerome, „im Knien hab ich nicht so guten Halt beim poppen ohne meine Füße.“
„Sorry, das vergesse ich immer“, sag ich, „dann baden wir kurz und gehen dann ins Bett zum Poppen, oder?“
„OK, Bett ist noch besser“, sagt er und beginnt damit, mich zu waschen. Ich knie vor ihm und wasche ihn ebenfalls mit Duschgel.
Das ist eigentlich schon ein  Teil des Vorspiels, denn mittlerweile kennen wir des anderen empfindliche, Lust erweckende Stellen am Körper und wenn man denen mit samtweichem Schaum besondere Aufmerksamkeit widmet, dann ist das wie das Einstimmen der Instrumente bei einem Orchester, bevor man mit dem Konzert beginnt.
Mit der Handbrause waschen wir den duftenden Schaum ab und dann setze ich meinen Schatz zum Abtrocknen auf den Sitz unter der Dusche und reich ihm ein großes Handtuch. Nach dem ich mit dem Trocken reiben bei mir fertig bin, helfe ich im kurz beim Rücken und hebe ihn dann hoch, so das er seinen Po abtrocknen kann. Dann trag ich ihn nach nebenan und setz ihn auf dem Bett ab. Nachdem ich die beiden Lampen neben dem Kopfteil des Bettes angemacht habe, schalte ich das große Licht aus. Jetzt ist es richtig heimelig und hell genug, das man nicht aus Versehen ins Laken beißt, man sieht also im Bett alles, was wesentlich ist.Ich hole noch aus unserer Wundertüte Gel und zwei Kondome, die ich in  Reichweite neben dem Bett auf der Ablage deponiere. Das erspart abtörnende Sucherei, wenns denn ans Eingemachte geht.
Wir liegen mit den Gesichtern zueinander auf dem Bett und Küssen und streicheln uns gegenseitig, bewusst die Geschlechtsteile und den Po aus lassend. Die Brustwarzen, die Ohrläppchen, die Kuhlen an den Schlüsselbeinen und am Nabel, alle empfindlichen stellen werden mit Fingern und Zungen und den Lippen besucht, geleckt, liebkost und wir werden beide bretthart und feucht, ohne an den Genitalien des anderen rum gefummelt zu haben.Jetzt dreh ich mich rum, mit dem Kopf auf Höhe des Südpols und nun beginnt quasi Runde drei, nämlich küssen, lecken und streicheln von Schwanz und Umgebung, Innenseite Oberschenkel, Damm und nicht zuletzt auch der Tempeleingang, wie Jerome das Poloch seit kurzem nennt. Er hat das in einer Geschichte gelesen, da nannte einer der Protagonisten seinen Po den Tempel der Lust. Das hat meinem Schatz wohl gut gefallen. „Das klingt nicht so ordinär wie Arschloch und kommt ja auch der Wahrheit bei uns Schwulen sehr nahe, was die Lust angeht“, hat er gesagt. Mich hat das ein bisschen amüsiert, aber wenn er jetzt vom Tempel spricht, meint er immer den Arsch. Es fehlt nur noch, das er zu jemand sagt:“Du Tempeleingang“ statt  „Du Arschloch“*grins*.
Wir geben uns ein Weilchen dem gegenseitigen Anheizen und Lust bereiten hin und dann halt ich es einfach nicht länger aus und sage: „Schluss jetzt mit dem Gefummel, jetzt will ich endlich spüren, das du einen schönen, dicken Schwanz hast und damit auch gut ficken kannst.“
Ich hole einen Gummi, das Gel und rolle seinem  Freudenspender das Kautschukmäntelchen über. Dann spiele ich Frau Holle, mache alles schön glatt und glitschig und nehme dann, mich über ihn hockend, sein Teil in die Hand und suche mit der Spitze meinen Tempeleingang, der relativ leicht zu finden ist.Nun senke ich mit sanftem Druck meinen Po nach unten und nehme ihn in mich auf. Während er in mich gleitet, kommt ein erster Stöhnlaut und der Kommentar: „Man ist das eng und so gut, mehr davon.“
„Immer mit der Ruhe“, sag ich, muss ich mich doch erst mal an den Eindringling gewöhnen. Langsam beginne ich mein Becken zu kreisen und erst kurz darauf hebe und senke ich mich auf seinem Lustpfahl auf und ab. Er hat meinen Schwanz in die Hand genommen und reibt ihn. Bedächtig zuerst, darauf wartend, das es auch bei mir lustvoll wird und dann, als schnell gute Gefühle aufkommen, die Bienen im Bauch anfangen, zu schwärmen, erhöhe ich das Tempo und stoße mich auch fester immer wieder runter, bis mein Po auf seine Schenkel klatscht. Auch seine Faust reibt mein Teil jetzt schneller.
Die Töne werden lauter und auch die Körpertemperatur steigt bei mir, ich beginne, zu schwitzen. Poppen ist mitunter auch anstrengend, vor allem, wenn man im Galopp reitet wie ich gerade. Der Bienenschwarm im Bauch wird immer wilder und bewegt sich Richtung Südpool, jeder Stoß lässt mich jetzt stöhnen und auch mein Schatz wird nicht mehr lange brauchen, bis der Blitz einschlägt und sein Teil anfängt, zu spucken. Noch einige harte, schnelle Stöße, dann krampft sich alles zusammen bei mir, dann explodiert der Südpol,mein Samen spritzt über seine Brust, ein Batzen landet am Hals, direkt unter dem Kinn. Ich lass mich erschöpft nach vorn in seine Arme sinken, lege den Kopf auf seine Brust und versuche, meine Atmung zu beruhigen. Er streichelt meinen Rücken, sein Herz klopft schnell.
Langsam senkt sich der Adrenalinspiegel, es kehrt Normalzustand ein, die Glieder schrumpfen und Seins gleitet aus mir heraus. Es wird kurz kühl am Po, wo alles nass geschwitzt ist und voll Gel. Ich zieh die Decke über uns, küsse ihn, immer wieder. „Ich liebe Dich“, sagt er, „mein Sonnenschein, wie Martin gesagt hat. Bleib für immer meine Sonne, mein Schatz, bitte.“
„Niemand weiß“, sag ich, „was das Schicksal mit uns vor hat ,aber ich verspreche dir, alles dafür zu tun, das wir glücklich sind. Ich will immer für dich da sein und habe nicht vor, dich irgendwann zu verlassen. Denk an die Drachensage, verbunden für immer bis in den Tod.“ Ich schau ihm dabei tief in die Augen, die jetzt einen feuchten Schimmer bekommen. „In Zukunft werden wir den sechsundzwanzigsten April jedes Jahr besonders feiern“, sagt er, „nur wir zwei.“ „Das ist der Tag, an dem wir uns das erste Mal gesehen haben in der Klinik“, sag ich. Jetzt strahlt er mich an. „Du hast dir das Datum gemerkt?“, fragt er freudig. „Du doch auch“, sag ich, „es war wohl der folgen reichste Tag in meinem Leben, der Beginn einer neuen Zeitrechnung für mich, der Beginn meiner schwulen Karriere, vom Bahnarbeiterkind zum schwulen Schwiegersohn im Remmerschen Konzern.
Aber das allerwichtigste und beste war der Typ, den ich da kennen und lieben gelernt habe. Den gebe ich nicht mehr her.“Langes Küssen folgt, streicheln, kosen und dann, hart werden……war klar, oder?
„Und jetzt?“, fragt er und grinst. „Jetzt popp ich dich“,  sage ich und nehme ihn hoch und geh mit ihm ins Bad. Er guckt mich fragend an. „Spülen“, sag ich, „das hast du vorhin nicht gemacht.“ „Ok“, sagt er. Ich helfe ihm und bald sind wir wieder auf dem Bett und fummeln ein bisschen. Dann nehme ich das Kondom, das noch auf der Ablage liegt und das Gel und bereite uns vor. Nachdem der Tempeleingang vorbereitet ist, lasse ich den strammen Pilger in den Tempel hineingleiten und beginne langsam, zu stoßen. Ich stelle grad fest, das ich schon wieder derjenige bin, der die Arbeit macht. Ich lege mich lang auf ihn, umfasse ihn mit den Armen und drehe mich, ihn mitnehmend, auf den Rücken, ohne aus ihm heraus zu rutschen. Er hat sofort verstanden, grinst und geht dann auf die Knie. Nun muss er arbeiten, reiten, so wie ich eben und er schlägt einen leichten Galopp an. Ich stoße ein bisschen entgegen und sein kurzfristig etwas geschrumpfter Pimmel wächst wieder und ich greife danach. Ihn im Takt seiner Stöße reibend und mit der anderen seinen Sack befummelnd, reitet er sich und mich dem zweiten Höhepunkt entgegen. Das intensive Kümmern um seinen Schwanz sorgt dafür, das er vor mir kommt. Er verhält, als es über ihn kommt und lässt mein steifes Teil aus sich raus gleiten. Er entfernt den Gummi und bringt mich dann mit flinken Zungenschlägen und seiner unterstützenden Faust schnell und lustvoll über die Schwelle. Die Kuhle um meinen Nabel hat den Segen ab bekommen und wir werden wohl noch einmal kurz duschen müssen. Mit einem Taschentuch reinige ich grob meinen Nabel und nach ein bisschen nach kuscheln und knutschen trag ich ihn ins Bad.
Geduscht ist schnell und bald liegen wir zusammen unter der Decke, der Wecker ist gestellt, es ist schon reichlich spät geworden, aber es war so gut und das zählt. Nach einem ausgedehnten gute Nacht Kuss schlafen wir beide, Po an Po, oder Tempel an Tempel *grins*, egal, oder, dann schnell ein. Im Einschlafen denk ich an Mike und Dirk, ob die wohl auch schon schlafen?

Mike

Ich habe meinen Schatz vor mich auf die Bettkante gesetzt  und geh vor im auf die Knie. Die Linke greift an seine Eier, die rechte streift die Vorhaut zurück und legt die Eichel frei, die ich dann mit meinen Lippen umschließe. Er schnauft durch die Nase, legt die Hände auf meinen Hinterkopf, übt leichten Druck aus, wenn ich mich nach vorn bewege.Ich bringe gerade mal die Hälfte in meinem Mund unter, aber das reicht, um ihn verrückt und voll geil zu machen. Mit rechts den Schaft haltend, lecke ich runter, über den Sack zum Damm und wieder zurück, immer wieder und sein Stöhnen wird dunkler und langgezogen. Ich drücke ihn in die liegende Position, seine Beine spreizte ich weit und lecke dann seinen Po, erst die Innenseiten der Backen, dann die rosafarbene Rosette, die seinen Po verschließt. Jetzt wird er ganz unruhig, das ist neu und sehr gut fühlt sich das an am Po.Er stöhnt immer lauter. „Ooh…aah… was machst du mit mir?… das ist gut,…..nur nicht aufhören….O Gott…..Wahnsinn“stammelt er mit lustverzerrter Stimme.
Mit der spitzen Zunge stupse ich jetzt immer auf die Mitte der rosafarbenen Rosette, die aussieht wie eine geschlossene Knospe einer Dahlie.
Mit dem Finger fahre ich an meine Schwanzspitze, die schon patschnass ist und tropft. Mit dem so eingeschleimten Finger dringe ich vorsichtig in ihn ein, entlocke ihm ein weiteres Stöhnen und als ich den Finger drin habe, weite ich sehr vorsichtig den Muskel, dabei immer wieder leckend, um den Finger herum.Nach zwei Minuten etwa, auch er tropft jetzt schon heftig, mache ich den Mittelfinger schleimig und schiebe dann vorsichtig zwei Finger hinein. Er zieht hörbar Luft ein und ich frage: „Alles OK?“ „Es ziept ein wenig, wird aber schon besser, mach weiter“, sagt er gepresst.
Ich mache vorsichtig weiter, drehe die Finger in ihm und spreizte sie, immer bestrebt, den Muskel zu lockern und zu weiten. Das gelingt auch und er scheint auch kein Weh zu spüren. Nun greife ich mit drei Fingern an seine nasse Spitze und dringe dann ganz langsam mit drei Finger in ihn ein. Wieder zieht er die Luft ein und krampft ein bisschen. Ich nehme seinen Schwanz in den Mund und sauge daran und bewege mich vor und zurück. Das lässt ihn wieder lockerer werden und ich weite ihn jetzt mit drei Fingern, behalte seinen Schwanz dabei im Mund.
Als alles schön weit und locker ist, sag ich: „Hopp, mit dem Po aufs Kissen“, und richte mich auf.Ein Kondombriefchen auf reißend, schau ich, wie er sich auf dem Kissen platziert und sich dann nach hinten ablegt. Das Kondom roll ich über und nehme das Gel in die Hand und krabble zu ihm aufs Bett, zwischen seine gespreizten Beine. Nun mache ich Gel an seinen Po und schiebe nochmal langsam die Finger in ihn,weite ihn, gleichzeitig seinen Schwanz mit der anderen Hand wichsend.
„Mach endlich“, sagt er und sieht mich lüstern an. Ich ziehe die Finger raus, Gel meinen Schwanz und rutsch näher an ihn ran. Dann platziere ich meine Eichel auf seiner Rosette und drücke langsam nach vorn.Die Eichel verschwindet in der Enge und er zieht wieder hörbar Luft ein. Ich drücke langsam weiter, wichse dabei seinen Schwanz, der jetzt an Form verliert. Noch einmal schiebe ich nach, dann fühle ich seine Haare an meinem nackten Bauch. Ich bin drin.
Er hat die Augen geschlossen und so beuge ich mich vor und küsse ihn. „Mach endlich“, murmelt er, „schieb ihn rein.“  „Ich bin doch ganz drin, Hasi“, sag ich und er öffnet die Augen. Ich küsse ihn wieder und bewege mich dann langsam ein wenig hin und her. „Geil“, flüstert er, „es fühlt sich ganz gut an.“
Nun fange ich an, mich weiter zurück zu ziehen und tief nach oben zu stoßen, langsam zunächst, aber so das auch die Prostata mit an gestupst wird. Das ist anfangs noch etwas ungewohnt und wird aber sehr schnell besser. Dann wird meist auch der Schwanz wieder voll steif und die Lust kocht richtig hoch.
Es dauert nicht lang, da beginnt er gegen mich zu stoßen, will es offenbar fester. Ok, kann er haben. Ich forciere Tempo und Härte der Stöße und er geht voll mit, stöhnt, wimmert vor Lust, reibt sich jetzt und schnauft. Mir kommt es gleich und ich hoffe, das er vor mir oder mit mir kommt, ich will einfach sein Gesicht sehen, wenn er abspritzt.
Mit einer Hand streichle ich seinen Sack, spiele mit den Eiern. Und dann kommt er, mit weit geöffneten Augen, richtig laut stöhnend ergießt er sich und dafür, das ich ihn heute schon mal gemolken habe,ist es viel, was da in fünf harten Schüben raus spritzt und sich auf seinem Oberkörper verteilt.
Sein Zucken und Krampfen bringt auch mich ans Ziel und ich spritze voll in den Gummi, fest eingeschlossen in Schneiders Höhle, wie er gesagt hat. Ich leg mich auf ihn, in seinen Saft und fange an, ihn zu küssen. „Du bist die erste, und wenn es nach mir geht, auch die letzte Jungfrau, die ich geknackt habe, der zweite Mann überhaupt, mit dem ich Sex hatte und der einzige, den ich liebe“, sag ich zwischen zwei Küssen zu ihm.
„Ich liebe dich auch, mein Mikie, du bist mein einzigster und mein Bester“, sagt er und kuschelt sich ganz fest an mich.
„Ich glaube, wir müssen nochmal kurz duschen, wir sind voll eingesaut mit Sperma“, sag ich. „OK, dann los, es ist Zeit zum Pennen“, sagt er und rollt mich von sich runter. Es quatscht und klebt und wir gehen noch mal rüber ins Bad. Zehn Minuten später halte ich ihn im Arm, unter der Decke nackt, kuscheln wir uns ein und schlafen. Sergej wird uns wecken morgen früh.

Ole

Ich schaue zum Wecker, noch dreißig Minuten Zeit ist es bis zum Aufstehen. Ich liege schon zwanzig Minuten wach und denke über dies und jenes nach.
Wir sind gestern Abend gleich ins Bett, nach dem wir geduscht haben, zusammen, versteht sich und eine kleines Flötensolo unter der Dusche ist auch nicht zu verachten, wenn man für eine große Nummer einfach mal zu müde ist, in dem Fall Frank. Morgen noch und dann ist ja Wochenende und Frank hat Samstag und Sonntag Mittagsschicht, da können wir aus schlafen und auch etwas ausgedehntere Partnerübungen haben.
Morgen auf der Baustelle, die ich mit Martin nach der Schule besuche, werde ich vielleicht schon was von Pauls Bruder erfahren, den Anrufbeantworter betreffend. Ich bin echt gespannt, ob da was drauf war. Wenn es denn so ist, wären wir schon ein gutes Stück weiter.
Wolfi hat gestern Abend gefragt, ob Lehrer manchmal Schüler zum Kopieren schicken. Möglich ist das schon, denk ich, ich werde mal mit dem Direx darüber reden. Mich hat noch nie ein Lehrer zum kopieren geschickt und ich habe auch nie mit bekommen, das andere Schüler geschickt worden sind.
Ich denke manchmal, das Pauls Vater ja auch von selber auf die Idee gekommen sein könnte, das Paul schwul ist oder er nur mal auf gut Glück das Zimmer beschnüffelt hat. Ich hoffe halt, das wir rauskriegen, ob eine dritte Person im Spiel ist, ich denke, für Paul wäre das schon gut, Bescheid zu wissen, wie es gelaufen ist und wir anderen wollen auch Klarheit.
Auch über Jerome und mich habe ich schon gegrübelt eben. In unsere Vertrautheit,  in den Bruderstatus müssten wir eigentlich Sergej mit einbeziehen oder zumindest ich müsste ihm genau so wie ein Bruder sein, wie ich es Jerome gegenüber bin. Es könnte sonst ein mal unsere Freundschaft Schaden nehmen und auch Frank könnte sich irgendwann ein wenig ausgegrenzt fühlen. Das darf nicht passieren, ich muss mit Jerome darüber reden, bevor es irgend welche Missverständnisse gibt. Mal sehen, wie wir das lösen, uns wird schon was einfallen. Ich schau nach links, wo neben mir verstrubbelt und friedlich mein Frank schläft. Ich bin glücklich mit ihm und morgens neben ihm auf zu wachen, das hat was. Das ist eigentlich ein toller Anfang für einen Tag, dieser Anblick.
Ich schau nochmal zum Wecker, noch zwanzig Minuten Zeit bis zum klingeln. Ich grinse ein bisschen, als ich mit dem Kopf unter die angehobene Decke krieche und durch das weite Bein seiner Schlafshorts seine Morgenlatte suche. Ich schiebe das Hosenbein weit hoch und biege vorsichtig das steife Teil nach unten. Ein Griff, dann ich streiche die Vorhaut nach hinten und fang an zu saugen an der prall roten Eichel. Es dauert nicht lang, da dreht er sich aus der Seitenlage auf den Rücken, spreizt die Beine und eine Hand legt sich, vom ersten Stöhnen begleitet, durch die Decke getrennt, auf meinen Hinterkopf, um meine Kopfbewegungen zu unterstützen. Ich gebe mir echt Mühe, ihm das Aufwachen zu versüßen, züngle über das Frenulum an der Eichelunterseite, was ihn immer fast verrückt macht und es währt nicht lang, da fängt er verdächtig an zu zucken. Um die Bettwäsche zu schonen, die wir erst vorgestern gewechselt haben, lass ich ihn tief in meinen Mund kommen und schlucke alles runter. Ich schmecke noch das Tiramisu von gestern Abend, dem Frank und auch ich gut zugesprochen haben.
Jetzt fliegt die Decke zurück und er zieht mich auf sich.Als er meine Latte bemerkt, rollt er mich auf den Rücken und macht sich darüber her. Nun bläst und wichst er mich, krault meinen Sack und beglückt mich mit einem schönen Abgang, von dem er auch keinen Tropfen auf die frische Bettwäsche kommen lässt.
„Mmh,…Tiramisu zum Frühstück“, sagt er, „allerdings wärmer wie gestern Abend, aber auch schön cremig.“
Dann küssen wir uns und knuddeln ein bisschen, bis uns das nervige Geräusch des Wecker aufschrecken lässt.
Jetzt beginnt das allmorgendliche Ritual der Waschungen, der Bartentfernung, bei mir nicht täglich, und der anderen, ständig wiederkehrenden Dinge bis man dann, ungefähr fünfundzwanzig Minuten später in der Küche zum Frühstück erscheint, wo Mutsch wie immer, schon alles vorbereitet hat. Marie scheint wohl bei Heiner geblieben zu sein.

Kevin

Der Wecker reißt mich aus den schönsten Träumen, die irgend was mit Liebe und Sex zu tun gehabt haben müssen. Ich dreh mich rum und stell erschrocken fest, das ich allein im Bett liege. Ich fühle und merke, sein Platz ist noch warm, er kann erst vor kurzem auf gestanden sein. Vielleicht musste er ja zur Toilette. Ich stehe auf und ziehe die Schlafhose aus. Der Gummibund bleibt am Schwanz hängen, der wird mit runter gezogen und als er dann aus dem Bund rutscht, schnellt er hoch und klatscht hörbar gegen die Bauchdecke. Das finde ich irgendwie lustig und drück in wieder runter um ihn dann wieder auf den Bauch klatschen zu lassen. Das wiederhole ich so fünf, sechs mal, als Wolfi, der unbemerkt wieder herein gekommen ist, fragt: „Wie heißt denn das neue Spielchen, das du da treibst?“
Mein Gesicht wird heiß und rot und es ist mir peinlich, das er mich so spielend gesehen hat. Mit drei Schritten ist er bei mir, nimmt mich in den Arm und küsst mich. „Das muss dir aber jetzt nicht peinlich sein, wenn ich zugucke, wie du Spaß hast“, sagt er in mein Ohr, „ und den hattest du, das konnte man deutlich sehen. Ich bin dein Schatz und ich will nicht, das du verlegen wirst, wenn ich dich so antreffe. Bei Ingo haben wir manches mal auf dem Bett gesessen , er am Kopfende und ich am Fußende, mit den Gesichtern zueinander und haben uns gegenseitig beim Onanieren zu geschaut und es war uns nicht peinlich, das der eine den anderen beobachtet hat. Es ist geil, den Freund oder seinen Schatz zu beobachten, wenn er Spaß hat, finde ich und wir können das ja morgen früh in meinem Bett mal ausprobieren. Wenn wir das ein paarmal gemacht haben, dann ist es dir nicht mehr peinlich, du wirst sehen.“
Da mein Pimmel jetzt wieder Pinkelformat angenommen hat, geh ich nach einem weiteren Kuss an den Schrank und hol mir eine frische Unterhose und geh dann ins Bad. Im beim Wichsen zu zu schauen, reizt mich schon irgendwie, mal sehen, ob ich das hinkriege ohne Tomatenfarbe anzunehmen. Eigentlich hat er ja recht, er war ja schon bei ganz anderen Sachen dabei, die wir gemacht haben. Da war das mit dem Pimmel spielen ja eher harmlos.
Als ich aus dem Bad zurück komme, ist Wolfi schon fertig angezogen und hat das Bett gerichtet. Jetzt ist er dabei, die Sachen in seinem Rucksack zu sortieren für die Uni. Ich zieh mich an und dann gehen wir gucken, ob meine Bärenväter schon auf sind. Der Kaffeeduft, der uns im Flur anspringt, zeigt uns, das der Frühstückstisch schon fertig ist. Beide, Kai und Martin, bekommen von mir einen guten Morgenkuss auf die Backe und Martin hält auch Wolfi die Backe hin. Der stutzt kurz und küsst dann Martin und danach auch Kai so, wie ich eben.
Jetzt ist Wolfi etwas rot geworden, freut sich aber, auf diese Art seine wohl jetzt besiegelte Familienzugehörigkeit demonstriert zu bekommen. Sich küssende Männer zum Frühstück wären vor zwei Monaten bestimmt ein Grund zum Lachen gewesen für mich, einfach unvorstellbar, und jetzt war ich mittendrin. Ein geradezu verrücktes Leben ist das in der letzten Zeit gewesen, alles, aber auch wirklich alles ist so anders jetzt, so gut und einfach unglaublich toll.
Spontan nehme ich Martin in den Arm, schmiege mein Gesicht an seinen Hals, ein Gefühlssturm überrollt mich und ich weine ein bisschen. Er hält mich, streicht durch meine Haare und über meinen Rücken und ich fühle, das er mich gerade voll versteht. „Was hat denn unser Kleiner plötzlich?“, will Kai wissen. „Er ist einfach nur glücklich und weint vor Freude“, sagt Martin, „es war alles ein bisschen viel, für das junge Herz, das vorher so wenig Liebe erfahren hat. Jetzt ertrinkt es fast in Liebe, daran muss sich unser Junge erst mal gewöhnen. Ich glaube aber, das er das schon fast geschafft hat.“
Ich löse mich von ihm, gebe ihm noch einen Hauch von Kuss auf die Lippen und setz mich dann auf meinen Platz neben meinen Herzkönig, dem ich auch noch einen Schmatzer auf die Nutellaschnute gebe. Jetzt erst mal einen Schluck Kaffee und dann ein Brötchen.

Frank

Um ein Haar hätte ich fast den Bus verpasst, weil ich beim Frühstück getrödelt habe. Erst als Oles Mutter scherzhaft fragte, ob ich denn heute Mittagsschicht hätte, bin ich auf und los. Der Bus und ich sind gleichzeitig an der Haltestelle eingetroffen und der Fahrer hat gegrinst, weil ich nach Luft gerungen habe nach meinem Sprint.Ich müsste mal wieder mit Laufen anfangen, das bisschen Schwimmen ab und zu bei Jerome und das Poppen mit Ole reichen nicht aus als Konditionstraining.
Auf Station geht es dann direkt los mit Wecken und Betten machen, anschließend Frühstück verteilen. Hugo ist nicht gut gelaunt, schon seit er weiß, das Joachim Morbach weg geht. Er hat sich mit dem Doktor gut verstanden und die Arbeit  hat Spaß gemacht. Der Nachfolger steht noch nicht fest, aber so ein Wechsel bringt immer Unruhe. Das letzte Frühstück bekommt Paul und so hab ich kurz Zeit, ein bisschen mit ihm zu reden.
Paul ist ein bisschen nervös, weil heute die Fäden raus kommen. Ich versuche, ihn zu beruhigen und sage ihm, wenn die heute nicht raus kämen, könnte er morgen nicht in sein neues zu Hause einziehen. Drei Fäden sind es im Mund bei ihm und vier seitlich am Kopf, rechts am Haaransatz über der Schläfe. Das wird nur ein paar Minuten dauern und dann wird noch ein Kontroll CT gemacht vom Kopf, um zu sehen, ob alles in Ordnung ist. Wenn alles klar ist, dann wird er Morgen nach dem Frühstück entlassen.
Joachim ist heute Morgen nicht da, der ist mit Johannes Kleider holen. Der Chef wird selbst die Fäden ziehen bei Paul, ich denke, das mit der Chefbehandlung hat Lis geregelt, als sie hier war.
„Die Oma und die Tante kommen dich heute nochmal besuchen, hat Jerome gestern gesagt“, sag ich zu Paul,
der  in der Zwischenzeit fertig gefrühstückt hat und so beginne ich hier auch gerade wieder mit dem Abräumen. „ Paul“, sag ich, „ich komm dich nach her gegen Zehn Uhr, holen und fahre mit dir runter. Tschüss, bis gleich.“
Hugo wartet schon auf mich, hilft beim abräumen, dann muss ich mit einer schon etwas älteren Frau runter zum röntgen. Das dauert diesmal etwas länger, also geh ich schnell einen Kaffee trinken. Als ich zurück komme, muss ich noch fast fünfzehn Minuten warten, bis ich mit der Frau wieder hoch fahren kann. Hugo nörgelt rum und ich wehre mich und sage, das dass so lange gedauert hat mit ihr. „In Zukunft sagst du unten, sie sollen anrufen, wenn sie fertig sind, dann gehst du zum Abholen runter“, sagt er.  „OK“, sag ich, dann gibt er mir Papiere, die soll ich in die Verwaltung bringen.Ich mach mich auf den Weg, treffe noch meinen Zimmerkollegen und spreche kurz mit ihm, bevor ich weiter laufe. Als ich zurück komme, ist es fast Zehn, ich nehme einen Rollstuhl und sag Hugo Bescheid, das ich mit Paul runter fahre zum Chef, Fäden ziehen.

Sergej

Der Wecker ist mal wieder unerbittlich und da er absichtlich außerhalb der Reichweite steht, muss ich wohl aufstehen, um ihn zum Schweigen zu bringen. Mein Hintern ziept ein wenig, vor allem, als ich auf dem Klo sitze und drücke.Jerome döst noch ein wenig, der muss ja auch nicht weg, aber bestimmt kommt er mit runter zum Frühstück, wo wir doch noch Gäste haben heute morgen. Ob Dirk auch der Arsch ein bisschen weh tut? Mal sehen, nach her,wie forsch er sich drauf setzt. Ich muss schon etwas grinsen, Jerome hat durchblicken lassen, was die beiden gestern Abend vor hatten, Mike hat ihm wohl durch die Blume erzählt, was geschehen sollte hier heute Nacht.
Ich bin fertig im Bad und geh nackt wie immer zurück ins Schlafzimmer und zum Kleiderraum und ziehe mich an. Dann küss ich den Schatz wach, der mich verschlafen anblinzelt. Strubbelig und leicht zerknittert lächelt er mich an und nuschelt: „Moin, mein Hase, schon fertig?“  Ich gebe ihm noch einen Kuss und strubbel durch sein Haar. „Ja, mein Schatz, ich bin schon fertig. Ich geh mal die zwei Jungs drüben wecken, kommst du mit zum Frühstück?“,frag ich. „Ja“, sagt er, „ich zieh mir einen Jogginganzug an, dann komm ich runter. Geh ruhig schon mal vor.“
Ich geh rüber ins Gästezimmer, klopfe und als keine Antwort kommt, öffne ich die Türe. Die beiden, eng aneinander gekuschelt, schlafen noch fest und geben ein hübsches, ja, sehr hübsches Bild ab. Die passen einfach sehr gut zusammen, und sind ein tolles Paar. Ich geh zum Bett und kraule beiden gleichzeitig durch das Haar. „Aufstehen, ihr Süßen, es ist Zeit zum Frühstück, in vierzig Minuten müssen wir los.“ Seufzend öffnen sich zwei Paar verschlafene Augen öffnen sich langsam, brauchen einen Moment, um mich zu erkennen und dann nuscheln beide:“ Moin, Sergej.“ „Moin, ihr zwei, steht bitte auf und wenn ihr fertig seid, kommt bitte runter, es gibt Frühstück“, sag ich und geh dann nach unten. Lis ist schon dabei, den Tisch zu decken und nach einer kurzen Begrüßung helfe ich ihr. „Ob mir eine Schwiegertochter auch immer gleich zur Hand gegangen wäre, wage ich zu bezweifeln“, sagt sie, „du bist ein richtiger Schwiegermuttertraum, Sergej.“ Ich werde rot, freue mich wie doll über ihr Lob und sag:“Danke für die Blumen, aber so eine Schwiegermutter wie dich, die muss man auch erst einmal finden.“
Spontan umarmt sie mich und küsst meine Stirn. „Wir mögen dich alle so sehr, mein Junge, fast so, als wenn du unser eigenes Kind wärst.“Dann gibt sie mich wieder frei und ich bin ganz verlegen. „Danke, ich mag euch auch alle so gern und fühle mich hier bei Euch so, wie zu Hause.“ Carl August kommt, wünscht guten Morgen und gibt Lis einen Kuss. „Wo ist denn der Rest der Familie und unsere Gäste, sind alle wach, Sergej?“, fragt er. Natascha kommt und Jerome im Jogginganzug und auch die anderen Zwei trudeln kurz darauf ein.
Beim Frühstück wird über Paul geredet und das er Morgen kommt. Auch über Pauls Betretung für die Zeit des Almauftriebs am nächsten Samstag wird geredet. Mike bietet Mama an, das er und Dirk ja in dieser Zeit hier bei Paul bleiben könnten und Mama findet das Angebot gut. „Ich rede mit Oma und Frieda drüber“, sagt sie, „aber ich denke schon, das dass eine gute Lösung ist. Die beiden müssen auf jeden Fall mit dorthin, ihre Abwesenheit würde nur zu irgend welchen Spekulationen führen und Paul mit zu nehmen, damit würden wir ihm wohl keinen Gefallen tun. Das Ole, Frank, Kevin und Wolfi mitkommen, ist deswegen, damit Jerome und Sergej nicht als einzigstes schwules Paar der Menge zum Fraß vor geworfen werden. Ich bin mal gespannt, wie sie es aufnehmen werden.“ „Sie werden sich nicht trauen, etwas öffentlich zu sagen“, sagt Carl August, „aber bei der nächsten Veranstaltung werden dann schon einige absagen, denk ich. Aber was solls,  falsche Freunde zu verlieren, schmerzt nicht und die, die trotzdem oder gerade drum wiederkommen, sind um so lieber gesehen.“    Wo er echt hat, hat er recht, denk ich und trinke meinen Kaffee aus.
Es klingelt, das werden Wolfi und Kevin sein, wir müssen los. Ich stehe auf und sag zu unseren Gästen: „Auf geht’s, Jungs, die Pflicht ruft“, und wir verabschieden uns. Jerome kriegt noch einen Schmatzer und dann laufen wir raus. Kevin und Wolfi stehen schon am Kombi, den ich per Fernbedienung öffne. Somit haben die zwei einen Schmuseplatz auf der Rückbank, während einer von den anderen beiden nach vorne auf den Beifahrersitz muss.
„Dirk“, sag ich, „komm mit nach vorn, da ist der Sitz bequemer“, und als er darauf hin rot wird, sag ich: „ Ich bin auch froh, das ich heute vorne sitzen kann.“ Er schaut mich kurz an. Dann fällt der Groschen und grinst dann verstehend und setzt sich vorn neben mich.“Auch du, mein Sohn Brutus“, sagt er scherzend und spielt damit auf die Duplizität der Ereignisse gestern Abend an. Ich nicke grinsend und fahre los.

Ole

Nach dem Frank auf den letzten Drücker weg ist, mach ich mich in Ruhe fertig, sag Mama Tschüss und hole mein Fahrrad aus der Garage. Dann mach ich mich auf den Weg zur Schule. Martin kommt mit dem SUV nach her gegen elf zur Schule, da kommt das Rad dann hinten rein, wenn wir zur Baustelle fahren. Kai fährt Oma  und Frieda später zu Paul in die Klinik, hat Martin gestern Abend gesagt. Mal sehen, was Paul später sagt. Zuerst werde ich noch mal zum Direx gehen, will ihn mal fragen vorsichts halber, ob die Lehrer auch Schüler zum kopieren schicken dürfen oder nicht. Das wäre wohl dann ein vergrößerter Kreis an Verdächtigen, allerdings würde sich das auf die Klasse des Lehrers beschränken, dessen Kopierkarte benutzt wurde. Dieser Dr. Werthmüller, den der Direx erwähnt hat, den muss ich mir auch mal näher anschauen, was das für ein Typ ist. Schade, Marie und Sigrid, die sind schon in der neunten Klasse, aber Marie kennt bestimmt welche aus der Achten, kann ja bestimmt was raus finden über den Typ. Theologie hat er auch studiert, hat der Direx gesagt, Vielleicht ist der ja so ein fanatischer und hat gemeint, er müsse Paul vor der Hölle bewahren. Dann hätte er ja erst mal mit Paul selber reden können, denk ich.
Das Sekretariat ist schon besetzt und durch die offene Tür sehe ich den Direx am Schreibtisch sitzen. Als er aufblickt und mich sieht, winkt er mich zu sich rein und deutet an, das ich die Türe hinter mir zumachen soll.
„Setz dich bitte, Ole, es gibt Neuigkeiten“, sagt er,  „Dirk Schneiders Mutter hat mich vorhin aufgeregt angerufen und mir mitgeteilt, das sie gestern Abend einen  sehr seltsamen Anruf bekommen hat. Die Person hat sich als Lehrer unserer Schule ausgegeben und gesagt, er hätte gesehen, das ihr Dirk einen Jungen aus der Klasse über ihm geküsst hätte. Wenn sie Hilfe bräuchte bei der Bekämpfung der Homosexualität ihres Sohnes, könne er ihr seine Hilfe anbieten. Weiter hat er wohl gesagt, das er Erfahrung auf dem Gebiet der Heilung von der Homosexualität hat und mit Fachleuten aus dem medizinischen Bereich zusammen arbeitet.
Sie hat dann geistesgegenwärtig  ihr Interesse bekundet und der Anrufer will sich heute Nachmittag noch mal bei ihr melden.“
Ich bin baff, sprachlos, was ist denn das für einer. „Haben sie schon mal den Rektor in Münster kontaktiert?“, frage ich den Direx. „Ja, aber der war gestern nicht im Dienst“, sagt er, „ich soll mich heute um Neun noch mal melden.“ „Ich komme dann später noch mal rein, Herr Direktor“, sag ich und verabschiede mich. In zehn Minuten beginnt der Unterricht und Dirk und Mike wissen ja noch gar nichts von dem Anruf bei seiner Mutter, denk ich und von der Aussicht, nun endlich vom schweren Leiden, Homosexuell veranlagt zu sein geheilt werden zu können. Auf ihre Kommentare freue ich mich.
Dieser Doktor Werthmüller rückt für mich immer mehr in den Focus, die Anzeichen , zumindest für eine Beteiligung werden für mich konkret.
Ich laufe auf dem Schulhof direkt zu unserem Treffpunkt und alle, außer Denise, sind da. „Moin, Jungs“, grüß ich die drei, „alles klar bei euch?“ Wo ist denn Denise?“ „Krank“, sagt Armin, „ die Scheisserei und Brechreiz, Magen Darm halt, nix Ernstes.“
„Wo kommste denn schon wieder her, Ole?“, will Dirk wissen. „Ich war beim Direx“, sag ich. „Und? Gibts was Neues?“, will er wissen. „Hast du schon heute mit deiner Mom telefoniert?“, frag ich. „Nee, so früh doch noch nicht“, sagt er, „vielleicht pennt die noch. Warum fragst du, ist was passiert?“ Jetzt ist er doch besorgt. „Wie mans nimmt“, sag ich, „deine Mutter hatte gestern Abend einen Anruf.“ Und jetzt erzähle ich , was der Direx mir gesagt hat und was wir tun wollen, in Münster zum Beispiel Erkundigungen einziehen, auch das seine Mutter clever war und Interesse gezeigt hat. „Der Arsch will sich heute Abend noch mal melden“, sag ich, „ich überlege gerade, ob ich jemanden kenne bei der Polizei, vielleicht könnte man eine Fangschaltung machen und den Teilnehmer feststellen. Mir fällt aber keiner ein.“
„Was ist denn mit Jeromes Vater, der kennt doch bestimmt den Polizeipräsidenten?“. fragt Mike. „Ich könnte mal anfragen, was wir tun können“, sag ich, „er hat mir seine Hilfe in allen Dingen angeboten, wenn er helfen kann.“ „Cool“, sagt Armin, „Ole hat echt Freunde, die fast alle Möglichkeiten haben.“
Ich gehe ein bisschen zur Seite und wähle die Nummer, die mir Carl August für alle Fälle gegeben hat. Es klingelt nur dreimal, dann sagt er: „Guten Morgen, Ole. Ich bin gerade in einer Sitzung, die dauert bis ca. Acht Uhr fünfundvierzig, wenn es bis dahin Zeit hat, ruf mich um Neun Uhr an, ich halte mir dann eine Viertel Stunde frei für Dich. OK?“ „Ja, OK“und Danke“, sag ich und leg auf.
„Und“fragt Dirk, „was sagt der große Zampano?“ Ich muss grinsen, was Carl August wohl sagen würde, wenn einer „großer Zampano“ zu ihm sagen würde. „Er ist in  einer Sitzung, um neun Uhr soll ich wieder anrufen“, sag ich. Es bimmelt und wir gehen in unsere Klassen. Da muss ich um neun Uhr wohl mal auf die Toilette, die Pause ist erst später und der Anruf ist wichtig. Von Mike lass ich mir die Festnetznummer von Dirks Eltern geben, die wird ja dann für eine eventuelle Fangschaltung gebraucht. Ich bin gespannt, was das wird.

Paul

Ich bin aufgeregt, hab ein bisschen Angst, das dass nach her weh tut, gerade im Mund. Ich hatte schon immer Schiss beim Arzt, früher musste Mama immer mit und meine Hand halten.Die andern zu Hause haben mich immer damit aufgezogen.
Jetzt klopft es an der Türe und auf mein „Herein“ kommen Jeromes Oma, ihre Schwester und der Martin ins Zimmer. „Guten Morgen, Paul“, sagen alle drei fast synchron und ich sage artig: „Guten Morgen zusammen.“
„Wir wollten sehen, wie es dir geht“, sagt die Oma, „wir haben auch frische Wäsche und Kleider für Morgen mit gebracht. Die Jungs kommen dich morgen um halb elf abholen, das ist mit dem Chefarzt so vereinbart. Der kommt morgen Früh noch einmal nach dir schauen, ob alles OK ist und dann geht’s ab, in dein vorläufig neues zu Hause.“
„Ich freue mich, endlich hier raus zu kommen“, sag ich, „und ich bin natürlich gespannt auf den Ort, wo ich in der nächsten Zeit leben soll. Ich bin auch aufgeregt, weil ich nach her runter muss, zum Fäden ziehen.Am Kopf seitlich, das geht ja noch, aber im Mund, das ist mir nicht so geheuer.“
„Das wird schon gut gehen, das ist doch Routine“, sagt die Tante, „das ziept ein bisschen, aber das ist wirklich nicht schlimm, mein Junge.“
„Soll ich mit dir kommen, der Chefarzt erlaubt das bestimmt“, fragt die Oma, „dann kannst du meine Hand halten, wenn dir das hilft.“ Und ganz spontan sagt mein „mutiger“ Ego.“Das wäre gut, das würde mir helfen.“
Die Oma verlässt das Zimmer und Frieda sagt: „Sie regelt das jetzt bestimmt und dann geht sie mit dir, der Chefarzt, der ihr was abschlägt, der muss erst noch geboren werden. Das alles bleibt natürlich unter uns und die anderen Jungs werden von uns nichts erfahren.“ Der Martin grinst und hält für mich sichtbar den Daumen hoch. „Mein Freund Kai hat auch eine Mordsangst vorm Arzt und vor Spritzen, da muss ich auch immer Händchen halten“, sagt er. Schwacher Trost für mich, aber immer hin bin ich nicht allein voll der Angsthase beim Arzt.
Oma kommt zurück und an ihrem Gesicht lese ich ihr den Erfolg ab. „In zehn Minuten geht’s los“, berichtet sie. „ Frieda und Martin, ihr könnt in der Cafeteria auf uns warten, wir kommen dann dort vorbei“, sagt sie und freut sich sichtlich über ihren Erfolg. Ich bin froh, wenn ich mich an ihr festhalten kann. Ich habe meine Omas nie kennen gelernt, aber die hier, gefällt mir schon ganz gut.
Frank kommt jetzt mit einem Rollstuhl und sagt:“Hallo, alle zusammen, ich bring mal einen Rolli vorsichtshalber, in erster Linie für den Rücktransport, da kommt es schon mal vor, das die Knie weich werden bei der Aufregung. Wenn du willst Paul, fahr ich dich auch runter.“ „Lass mal, Frank“, sagt die Oma, „wir machen das, sag uns nur, wo wir hinmüssen.“
„Raum E19“, sagt Frank, „im Erdgeschoss an der Aufnahme vorbei und dann links den Gang runter, etwa in der Mitte auf der linken Seite.“ „Danke“, sagt die Oma, und ich setze mich in den Rolli, der dann zunächst von Martin geschoben wird. Eigentlich könnte ich ja selber fahren mit den Händen, anderer Seits tut mir die geballte Fürsorge hier jetzt gerade ganz gut. Seit Mama tot ist, gibt es so was wie Fürsorge bei uns zu Hause nicht mehr, harte Männer brauchen das nicht, nur Schwuchteln, sagte Papa öfter. Papa, das Wort werde ich in Zukunft aus meinem Wortschatz streichen, so was hatte ich früher einmal.Unten vorm Aufzug fahre ich dann selber und Oma geht mit mir, die anderen beiden gehen in die Cafeteria und warten dort auf uns. Wir sind jetzt vor E 19  angekommen und Oma klopft einfach mal an.
Die Türe geht auf und der Professor persönlich begrüßt die Oma und dann mich auch und bittet uns herein.
Er erklärt dann kurz, was gemacht wird und dann muss ich mich auf so eine OP-Liege legen und er stellt eine Lampe so ein, das sie in meinen Mund leuchten kann.
Er zieht Gummihandschuhe an und nimmt eine Pinzette und ein kleines Skalpell aus einer Schale. Die Oma steht auf der anderen Seite der Liege und hat meine Hand genommen. Auf die Aufforderung , den Mund zu öffnen, schließe ich zunächst die Augen und öffne dann den Mund Es zupft ein Paar Mal und ziept ein           bisschen, dann sagt er: „Ok, das war der Mund.“ Mein ungläubiger Blick lässt ihn schmunzeln und er hält eine Schale hin, in der die vier blauen Fäden liegen. Erleichterung macht sich in mir breit, das war ja echt nicht schlimm. „Jetzt dreh mal bitte den Kopf“, sagt er, und dann, „Augen zu.“ Ich schließe die Augen und er sprüht etwas kaltes auf die Stelle, die genäht ist. Dann ziept es da noch kurz dreimal und die Sache ist schon gelaufen. „So, junger Mann“, sagt er zu mir, „das wars für heute. Ein bisschen Vorsicht in den nächsten Tagen und zwischen durch mal hingelegt, dann dürfte in acht bis zehn Tagen nichts mehr sichtbar und auch nicht mehr spürbar sein. Heute in einer Woche kommst du noch mal zum Anschauen, sagen wir Freitag, um zehn Uhr, ich werde dann hier sein. Wiedersehen, Paul und Wiedersehen, gnädige Frau und richten sie Carl August und Lis meine Grüße aus. Wir kommen gern am nächsten Samstag und freuen uns schon.“
Oma sagt: „Ich werde es ausrichten, Herr Professor, bis Samstag dann“, Zu mir sagt sie dann: „ab, mein Junge, jetzt gehen wir erst mal einen Kakao schlürfen.“ „Frau Remmers“, ruft jetzt der Professor, „wenn sie wollen, dann können sie Paul auch jetzt schon mitnehmen. Doktor Morbach kann dann ja morgen bei ihnen nach ihm sehen, wenn ihnen das recht ist.“
Oma guckt mich an und spontan nicke ich. „OK, sagt die Oma, „das machen wir, der Herr Morbach war ja schon bei uns und der kann ja auch die Papiere mitbringen, dann brauchen wir nicht mehr zu warten.“ „Gut, dann Tschüss Paul, Tschüss Frau Remmers, bis nächste Woche“, sagt er und geht zurück in E 19.
„Wir fahren hoch“, sagt die Oma zu mir, „du ziehst dich um und packst dein Zeug ein. Frank kann dir helfen, ich geh noch was in die Kaffeekasse machen, wir werden Martin und Frieda überraschen. Das wird ein Spaß.“
Auf der Station geht sie ins Stationszimmer und bittet Frank, mir zu helfen. Ich bin gleich weiter aufs Zimmer gefahren und fang an, mich um zu ziehen. Frank holt meine Sachen aus dem Bad und wir packen alles zusammen in meine Tasche, die Ole mir am zweiten Tag gebracht hatte. Als die Oma kommt, bin ich fertig und ich geh, nach dem ich mich bei Frank bedankt und verabschiedet habe mit ihr zum Fahrstuhl.
Als wir in die Cafeteria und in den Sichtkreis von Frieda und Martin kommen, werden deren Augen groß.
„Was ist denn jetzt, darf er schon mit?“, will Frieda wissen. „Ja, der Professor hat es so gesagt und der Doktor Morbach kommt morgen zu uns und schaut, ob alles Ok ist. Martin nimmt meine Tasche und dann fahren wir los. Oma sagt noch:“Den Kakao trinken wir jetzt bei uns, den macht uns Oles Mutter der ist echt Klasse.“ Ich bin gespannt, was jetzt auf mich zukommt. Zuerst mal wieder eine Fahrt in der supergeilen Bonzenkutsche, man, ist das ne Karre. Und was kommt dann??? Ich bin gespannt.

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3 Kommentare

  1. Hallo Niffnase,
    wieder eine sehr gelungene Folge.
    Jetzt gehts aufwärts mit Paul, bei Oma und Frieda ist er in guten Händen.
    Es hat mich auch gefreut zu lesen, dass es noch viele Folgen geben wird!
    Mach weiter so.
    LG Claus

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  2. Wieder einmal klasse Teil. Bin gespannt
    wie es weiter geht und ob wirklich der neue Lehrer der Tipgeber war. Hoffe der nächste Teil lässt nicht lange auf sich warten.

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    1. Huhu, sehr gelungene Fortsetzung, bin sehr auf die nächste Folge gespannt.
      Mach weiter so. Deine Art zu schreiben gefällt mir enorm.

      VlG Andy

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