Schicksal – Teil 3

Und noch einmal geht es weiter mit der Geschichte um Tommy und Florian. Wieder sind Personen und Handlung nicht zu 100% frei erfunden…

Teil 3

Tommy konnte sich heute Nacht gar nicht recht konzentrieren. Und das, obwohl er ja am Nachmittag geschlafen hatte. Irgendwann gegen Morgen kontrollierten Achim und er ein Fahrzeug, das ihnen aufgefallen war, weil dem Fahrer die gesamte Straßenbreite nicht mehr ausreichte. Tommy stieg aus und ging zur Beifahrerseite, während Achim zum Fahrer ging und sich die Papiere zeigen lassen wollte. Tommy sah plötzlich einen Lichtblitz im Auto und dachte sich noch ‘was muss der Depp denn jetzt hier fotografieren?’. Aber noch ehe er etwas zu Achim sagen konnte, zog es ihn wie von Geisterhand nach unten und er sah nur noch den Himmel über sich. Ein warmes Gefühl machte sich unterhalb seines Bauchnabels breit. Er sah Achim hinten um das Auto herum stürmen und realisierte so langsam, dass er wohl offensichtlich angeschossen worden war. Aber selbst jetzt hatte er keine Schmerzen und dachte bei sich ‘So, und wann geht nun der berühmte Film los, den man doch angeblich zu sehen bekommt, wenn man den Löffel abgibt?’ Der berühmte Film kam zwar nicht, aber das Gesicht von Florian sah er auf einmal vor sich. Er saß weinend da, hielt in der rechten Hand eine Rasierklinge und setzte gerade an, sich am linken Arm die Pulsadern aufzuschneiden. “Nein, hör auf damit! Lass den Scheiß… bitte mach’s nicht!”, schrie Tommy und riss die Augen auf.

Nanu…? Wo war Achim denn auf einmal? Kein Geräusch war zu hören und kein Auto mehr zu sehen. Außerdem war es plötzlich hell und warm! War er jetzt bewusstlos oder etwa…? Nein, denn wo zum Geier kam sonst auf einmal sein Bett her und warum lag er eigentlich auf dem Fußboden? Tommy schielte zum Nachttisch hoch. Der Wecker zeigte 11:38 und die Herbstsonne schien durch das Fenster in sein Schlafzimmer. War also doch nur ein böser Traum gewesen! Tommy atmete ruhig und tief durch, tastete nach seinen Zigaretten und steckte sich, noch auf dem Boden sitzend, eine an. “Mann oh mann…” stöhnte Tommy leise vor sich hin, “…ich sollte ernsthaft einen Berufswechsel in Erwägung ziehen!” Er stand auf und tastete zur Sicherheit noch mal seinen Bauch unterhalb des Bauchnabels ab, aber da war wirklich nichts! So einen realen Traum hatte er selten erlebt und das machte ihm jetzt schon etwas Angst. Er trottete ins Bad und zog sich anschließend an. Als er dann sein Handy einschaltete, bekam er sofort eine SMS – die konnte ja nur von Flo sein. Und so war es auch…

Guten Morgen du Schlafmütze! Ich vermiss dich so! Wann kommst du denn heute? Schreib mir gleich zurück, wenn du wach bist, ja? Danke, Bussi & Ich liebe dich!!!

Tommy schrieb natürlich gleich zurück…

Guten Morgen mein Hase! Ich werd noch was essen und komm so gegen 14 h. Muss dir dann unbedingt was erzählen… Bis später und ich liebe dich auch!

Nachdem Tommy etwas gegessen hatte, fuhr er los. Kurz vor 14 Uhr war er im Krankenhaus und klopfte an die Tür vom Zimmer 206. Da er nichts hörte, machte er langsam und leise die Tür auf. Flo lag im Bett, starrte aus dem Fenster hinaus und hatte die Ohrhörer seines CD-Spielers in den Ohren. Tommy ging vorsichtig und leise zum Bett hinüber und setzte sich auf den Stuhl, der daneben stand. Er sah Flo zu, wie dieser mit dem nicht eingegipsten Bein im Takt der Musik mit wippte. Das sah so lustig aus, dass Tommy grinsen musste und Flo gerade umarmen wollte, als dieser sich umdrehte und sichtlich erschrak. “Hallo Schatz! Wie lange sitzt du denn schon hier?”, fragte er und nahm Tommy dann in den Arm. “Ach erst 2-3 Minuten. Das hat so lustig ausgesehen, wie du Musik gehört hast!”, erwiderte Tommy. “Und wie war die Nachtschicht? Und was willst du mir unbedingt Wichtiges erzählen?”, wollte Flo wissen. Dem Gesicht nach erwartete Flo eine schlechte Nachricht und unbedingt erfreulich war es ja auch nicht, was Tommy da letzte Nacht geträumt hatte. Also erzählte er ihm die Geschichte und Flo’s Gesichtsausdruck wurde immer nachdenklicher. “Ich hab ja eh schon Angst um dich, aber jetzt, wo du mir das erzählst… Was willst du mir denn damit jetzt sagen?”, meinte Flo besorgt. “Ja also… ich werde versuchen, mich irgendwo in den Innendienst versetzen zu lassen. Mal sehen, ob da überhaupt was geht!”, meinte Tommy und fing an, zu grübeln.

Während Tommy nun etwas abwesend aus dem Fenster starrte, legte Flo seinen Kopf an Tommy’s Schulter. Da klingelte Tommy’s Telefon. Er hatte vergessen, es aus oder wenigstens leise zu schalten. “Ja? – Ach Hallo! – Nee, mein Telefon geht schon aber ich bin nicht viel daheim. Ich hab da jemanden kennen gelernt und besuche ihn ziemlich oft. – Ja genau! – Ich ruf euch heute Abend mal an, ja? Ich bin jetzt im Krankenhaus und da will ich mit dem Handy nicht so lange… – Nee, mit mir iss nix! Ich erzähls dir heut Abend, ja? – OK, tschüß.” Flo hatte natürlich interessiert zugehört – zumindest den Teil des Gespräches, den er von Tommy mitbekommen hatte.

“Wer warn des?”, wollte er gleich neugierig wissen. “Meine Eltern; bei denen hab ich mich auch schon lange nicht mehr gemeldet und daheim haben sie mich in den letzten Tagen auch nicht erreichen können, weil ich ja viel bei dir war.” “Ach dann wohnen sie wohl nicht hier in der Nähe?” “Nein, sie wohnen in Mainz, wo ich auch ursprünglich her bin.”, erklärte Tommy. “Hmm… Das ist aber weit weg! Wie oft seht ihr euch denn da?” “Ich fahre so alle sieben bis acht Wochen mal zu ihnen, warum?” “Ach nur so. Und weißt du schon, wann du das nächste mal zu ihnen fährst?” “Naja, es ist schon ein paar Wochen her, also wollte ich nächste Freischicht mal wieder hoch fahren…”, meinte Tommy und fügt hinzu, “…wenn du mich solange entbehren kannst!” “Ungern! Das ist dann genau das nächste Wochenende, wenn sie mich endlich entlassen hier! Da wollte ich schon mit dir zusammen sein!”, meinte Flo etwas geknickt. “Ja, ich weiß schon. Nicht traurig sein! Versteh mich bitte…”, meinte Tommy daraufhin und gab Flo einen Kuss.

Flo hob fragend seine Zigaretten hoch und deutete mit dem Kopf zur Tür. Tommy nickte und stand vom Bett auf. Flo wollte seine Jogginghosen anziehen, konnte sich aber wegen seiner angeknacksten Rippe nicht richtig bewegen und saß hilflos wirkend auf der Bettkante. “Kannst du mir mal helfen? Dein Freund kriegt’s alleine mal wieder nicht geregelt! Die blöde Rippe tut so weh, wenn ich mich bücken will!”, sagte Flo kleinlaut. “Na klar!, meinte Tommy und nahm die Hose vom Bett. Sie war Flo viel zu weit, aber dafür bekam man sie gerade so über das Gipsbein. Tommy kniete sich also hin und schob das Hosenbein über den Gips. “Ist die von deinem Vater?”, fragte Tommy, während Flo aufstand, damit Tommy ihm die Hose hochziehen konnte. “Ja, in meine komme ich mit dem Gips gar nicht rein.”, meinte Flo und schien es zu genießen, dass Tommy da kniete und ihm die Hose anzog. Aber auch Tommy gefiel es, wobei er sich das Ganze eher umgekehrt vorstellte. Tommy’s Augen wanderten langsam an Flo hoch. Das bemerkte Flo natürlich auch. “Was schaust du denn so? Hab ich ‘da’ was?”, grinste Flo ihn an. “Und ob du ‘da’ was hast!”, grinste Tommy zurück. Flo nahm Tommy’s Kopf und zog ihn an sich heran. Tommy konnte nun auch spüren, was Flo ‘da’ hatte. Und es wurde immer mehr… Tommy hob den Kopf und sah Flo erwartungsvoll an.

Noch bevor Tommy etwas sagen konnte, meinte Flo: “Komm mit…”, zog hastig den Rest der Hose hoch und hinkte zur Tür. Tommy folgte ihm und ahnte schon, wohin es gehen würde. An der übernächsten Tür sah Flo kurz rechts und links den Gang hinunter, nahm Tommy bei der Hand und zog ihn mit in die Herrentoilette und dort in eine der beiden Kabinen. Tommy ging mal wioeder auf die Knie und zog Flo dabei gleich aus. Flo schloss genussvoll die Augen und musste sich sehr beherrschen, nicht allzu laut zu stöhnen, als er dann soweit war. Nach einem ‘fliegenden Wechsel’ setzte Flo sich auf die Toilette, da er sich mit dem Gipsbein ja schlecht hin knien konnte und zog Tommy zu sich. Er knöpfte ihm die Jeans auf und auch Tommy musste sich zusammen reißen, um nicht die ganze Station zu ‘unterhalten’. Sichtlich eschofiert und mit leicht geröteten Wangen kamen sie dann beide aus der Toilette und machten sich auf den Weg zum Raucherzimmer.

Dort angekommen flüsterte Flo Tommy ins Ohr: “Mann war das geil eben! Ich liebe dich!” “Ich dich auch!”, hauchte Tommy zurück und gab Flo einen Kuss. Tommy erzählte dann von seinen Eltern und seiner Schwester, die mit ihrem Mann und zwei Kindern auch in der Nähe von Mainz lebten. Flo hörte gespannt zu und erzählte dann etwas mehr von seinen Eltern und ihren Jobs und dass er ziemlich viel alleine war früher. So verging die Zeit und es war schon lange dunkel geworden, als sie zurück aufs Zimmer gingen. Dann wurde es für Tommy Zeit, nach Hause zu fahren. Sie hatten die offiziellen Besuchszeiten sowieso schon weit überschritten, aber das kümmerte die Pfleger und Schwestern nicht wirklich. Sie verabschiedeten sich noch mit einem langen Kuss und Tommy ging hinaus.

Kaum bei sich daheim angekommen, kam schon eine SMS von Flo an…

Hallo Maus! Kannst du mir morgen ein Foto von dir mitbringen? Du fehlst mir jetzt schon wieder so und ich will dich wenigstens anschauen können! Danke & Bussi

Tommy suchte gleich ein relativ neues Passbild aus seinen Bildern heraus, damite er es nicht mehr vergessen kann und schrieb zurück:

Hallo mein Spatz! Ich hab ein Bild für dich gefunden und bring es dir morgen mit. Ich mag übrigens bei Gelegenheit auch eins von dir haben, ja? Bussi & I.L.Y

Prompt kam die Antwort von Flo:

Schön das mit dem Bild und ja, du bekommst auch eins von mir! Ich denke mal, dass I.L.Y “I Love You” heißt, oder? Wenn ja, dann…: I.L.Y.2 *hihihi*

So ging es dann noch eine Weile hin und her, bis Flo ankündigte, jetzt doch schlafen zu gehen. Die heutige Aktion auf der Toilette beschäftigte ihn nochmals beim Einschlafen und er musste beim Gedanken daran breit grinsen. Jetzt kannten sie sich gerade mal eine Woche und hatten schon Sex gehabt – und was für welchen! So schnell war es damals mit Patrick nicht gegangen. Hoffentlich war Tommy nicht auch nur auf das Eine aus! Das würde Flo nicht überleben, denn er hatte sich total in Tommy verliebt. Mit seinen Zweifeln schlief Flo dann ein.

Tommy rief seine Eltern an und erklärte ihnen, warum er die letzten Tage so wenig daheim war. Seine Mutter freute sich für ihn, bis sie Flo’s Alter erfuhr. “Meinst du nicht, dass 17 noch etwas zu jung ist?”, fragte sie skeptisch. “Mag sein, aber er hatte schon einen Freund und war danach auch ein halbes Jahr Single. Ich glaube nicht, dass er sich noch ‘austoben’ muss, jetzt wo wir zusammen sind!”, entgegnete Tommy selbstsicher. “Dann kannst du ihn ja mal mitbringen, wenn du wieder zu Besuch kommst.”, schlug Tommy’s Mutter vor. “Zur Fleischbeschau, was?”, feixte Tommy. “Nein, so war es nun wirklich nicht gemeint und das weißt du! Nur zum kennen lernen eben… Es muss ja nicht gleich diesen Freitag sein, wenn du kommst, aber irgendwann halt mal…”, verteidigte sie sich. “Ja klar, weiß ich doch! Ihr werdet ihn sicherlich kennen lernen, weil das schon was Festes ist mit uns.”, meinte Tommy zuversichtlich. Aber so ganz konnte er sein Glück auch noch nicht fassen und eine gewisse Unsicherheit blieb auch ihm. Aber wer kann schon nach einer Woche sicher sagen, dass er den Partner fürs Lebens gefunden hat? So lange es gut gehen würde, würde er es jedenfalls genießen und von sich aus auch nichts tun, was die Beziehung gefährden könnte. Das hatte sich Tommy nach seiner letzten Beziehung geschworen. Nach dem Telefonat ging Tommy noch etwas in seinen Stamm-Gay-Chat. Dort war heute aber nicht viel los und er ging dann auch bald schlafen.

Am nächsten Tag brachte Tommy mal wieder seine Wohnung in Ordnung und ging einkaufen. Dabei fielen ihm auf einem der zahlreichen Verkaufsständer diese Art Jogginghosen auf, die sich seitlich öffnen lassen – oft auch abwertend als Schnellficker-hosen bezeichnet. Er musste jedenfalls gleich an Flo mit seinem Gipsbein denken und die 15 € für die Hose würden ihn jetzt auch nicht umbringen. Er kaufte also eine in der Größe “M” und war schon gespannt, was Flo dazu sagen würde. Er fuhr nur schnell bei sich zu Hause vorbei, um die Einkäufe einzuräumen. Anschließend ging es gleich weiter ins Krankenhaus.

Tommy klopfte wie gewohnt und ging ins Zimmer. Er stutzte, weil auf einmal eines der anderen beiden Betten belegt war. Dafür war das Bett von Flo leer. Tommy beschloss, hier auf Flo zu warten und setzte sich auf sein Bett. “Hallo!”, kam es aus dem Bett nebenan. Dort lag ein Junge mit einem Kopfverband. “Hallo!”, erwiderte Tommy und sah den Jungen an, “Na? Was hast du denn geschafft?” “Mich hat ein Autofahrer angefahren und ich bin voll auf Motorhaube und Windschutzscheibe geschleudert worden. Dadurch hab ich ne Platzwunde und ne Gehirnerschütterung und muss ein oder zwei Tage zur Beobachtung hier bleiben.”, quasselte der Junge los, ohne dazwischen Luft zu holen. “Deine Lungen haben ja offensichtlich dabei nix abbekommen…”, scherzte Tommy und lachte. Der Junge fing auch an, zu lachen und in diesem Moment kam Flo zur Tür herein. Er schaute etwas säuerlich, setzte sich zu Tommy aufs Bett und gab ihm demonstrativ einen dicken Begrüßungskuss auf den Mund. War da bei Flo etwas Eifersucht zu erkennen? “Hallo Schatz!”, sagte Flo dann noch und legte sich ins Bett. “Hallo, wie geht’s meiner Maus heute?”, meinte Tommy, “Ich habe dir was mitgebracht. Hier… das versprochene Bild und dann noch was zum Anziehen… oder Ausziehen – ganz wie du willst!”. Das Lachen im Bett nebenan verstummte schlagartig und man sah lediglich noch zwei riesengroße Augen auf dem Kopfkissen liegen. “Hey danke! Mann iss die Hose cool! Hast du die extra für mich gekauft? Du bist süß!”, freute sich Flo. “Ja klar, damit du beim nächsten Mal nicht so lange zum Ausziehen brauchst!”, sagte Tommy ernst, zwinkerte Flo zu und deutete mit den Augen auf das Bett nebenan. “Ja, iss schon klar, aber du hättest mir die andere Hose deswegen nicht gleich vom Leib reißen brauchen!”, antwortete Flo ebenfalls ernst und kniff Tommy heimlich unter der Bettdecke durch in den Hintern. Der Junge im Bett nebenan – also die beiden Augen, die dort lagen – wurden immer größer, bis sie zu platzen schienen: “Seid ihr beiden schwuuuuul?”, fragten die Augen zaghaft und neugierig. Flo und Tommy mussten jetzt beide laut los lachen und fielen sich gegenseitig in den Arm. “Erraten Frank! Das ist Tommy, mein Freund. Und das ist Frank, die Nervensäge…”, stellte Flo sie einander vor. “Gehen wir eine rauchen?”, fragte Tommy, griff dabei nach der neuen Hose und knöpfte sie für Flo auf. “Klar, machen wir.”, meinte Flo und zog sie an. Fast bereute Tommy, Flo die neue Hose gekauft zu haben, weil er ihm jetzt nicht mehr beim An- und Ausziehen helfen musste. Aber auch Flo schien es ähnlich zu gehen und er stellte sich absichtlich etwas unbeholfen an. “Blöde Knöpfe, menno! Kannst du mir mal helfen?”, wandte er sich an Tommy und versuchte, ernst zu wirken. “Deine Mom kann dir ja nen Reißverschluss dran machen…; scherzte Tommy und knöpfte das Hosenbein um den Gips herum zu.

Flo fühlte sich voll durchschaut und lächelte verlegen. Dann gingen sie ins Raucherzimmer und Flo fragte, warum Frank vorhin so gelacht hatte. Tommy erzählte ihm, dass es wegen dem Redeschwall ohne Luftholen war und da musste auch Flo lachen, der das ja auch schon kannte. “Ja, er ist ne echte Quasselstrippe, aber so eigentlich ganz nett.”, meinte Flo dann. “Wie alt ist er eigentlich?”, fragte Tommy. “Er ist 15, hat er zumindest gesagt. Und mich würde es nicht wundern, wenn er auch schwul ist…”, antwortete Flo. “Ach?”, meinte Tommy mit einem zickigen Tonfall und drehte sich demonstrativ von Flo weg. “Zick, zick, zick!”, spottete Flo und beide mußten wieder lachen. Später kamen auch noch Heidi und Rainer (Anm. d. Autors: Flo’s Eltern) vorbei und sie erzählten lange über alles Mögliche. Um 20 Uhr löste sich die Runde auf und auch Tommy fuhr wieder nach Hause. Flo war ja nun nicht mehr alleine auf seinem Zimmer und hatte auch etwas mehr Abwechslung. Zwischendurch sah er sich immer wieder das Bild an, das Tommy ihm mitgebracht hatte und lächelte dabei zufrieden.

“Du Flo? Woran merkt man eigentlich, dass man schwul ist?”, fragte ihn Frank dann irgendwann. Das hatte Flo schon geahnt! Wie sollte man das nun am besten erklären? Flo überlegte eine kurze Weile. “Oh jeh! Also wenn du bei dem Gedanken, mit einer Frau Sex zu haben, ne Gänsehaut bekommst… Und wenn du dir vorstellst, da würde ein Mann liegen und willst ihn einfach ständig berühren und so… dann denke ich, weißt du’s!”, versuchte Flo zu erklären. “Hmm, und wenn ich mir beides vorstellen könnte?”, fragte Frank nach. “Ja, dann wärst du bi – ist natürlich auch möglich! Wieso? Ist das so bei dir, oder was?”, wollte Flo wissen. “Ich denke schon und ich finde dich auch voll nett…”, fing Frank an. “OK – Stopp – bevor du weiter redest. Du weißt schon, dass ich fest mit Tommy zusammen bin, oder?”, fiel Flo ihm ins Wort. “Ja schon, aber ich hab bisher nur einmal mit einem Mädchen und würde so gerne wissen, wie es mit einem Jungen ist! Ich kenne sonst keinen, der schwul oder bi ist das mit mir probieren würde!”, fing Frank an, sich zu rechtfertigen. “Ja, ich kann mir schon vorstellen, wie’s dir geht und ich finde dich ja auch nett. Aber ich habe gelernt, dass es in einer Beziehung auf Vertrauen ankommt und das will ich nicht missbrauchen!”, meinte Flo daraufhin. “Aber du würdest ja kein Vertrauen missbrauchen! Es wäre ja nur was Einmaliges – nur zum Testen für mich und Tommy hätte gar keinen Grund, eifersüchtig zu sein!”, versuchte Frank es weiter. “Nee Frank! Du bist 15 und denkst da einfach noch etwas zu naiv. So leicht ist es nun auch wieder nicht, eine Beziehung zu haben und vor Allem: sie aufrecht zu halten! Gefühle lassen sich doch nicht einfach so an- oder ausschalten, nur zum Testen… vergiss es ganz einfach, ja? Gute Nacht!”, beendete Flo das Gespräch und drehte sich etwas angefressen mit dem Rücken zu Frank. Frank holte zwar noch tief Luft, sagte aber nichts mehr.

Flo war schon eingeschlafen, als Frank leise aufstand und zu ihm hinüber ging. Er sah Flo an und dachte sich ‘Was stellt der sich so an? Muss Tommy doch nichts von wissen – aber ICH will es wissen!’ und legte sich einfach zu Flo ins Bett. Der spürte im Halbschlaf nur, dass jemand bei ihm lag, dachte natürlich, es wäre Tommy und kuschelte sich an denjenigen heran. Franks Hände wanderten über Flo’s Körper und schließlich auch zwischen die Beine und begannen dort ‘die Gegend’ genauer zu erforschen und zu bearbeiten. Es dauerte dann auch nicht allzu lange, bis Flo sich entleert hatte und davon aufwachte. “Was issn jetzt los?”, murmelte er verschlafen. “Das war echt schön – danke!”, kam es von Frank, der gleich aufstand und wieder in sein Bett rüber ging. “Ich glaub es ja nicht… SAG MAL… SPINNST DU’N BISSL?!?”, schrie Flo ihn wütend an, stand auf und gab Frank eine schallende Ohrfeige. Dieser saß sprachlos da und schaute verdutzt, weil er damit jetzt nicht gerechnet hatte. Flo zog sich zitternd vor Wut die Jogginghose an, so gut es in dieser Eile eben ging, griff sich seine Kippen und humpelte hastig aus dem Zimmer. Tränen des Zorns bahnten sich langsam ihren Weg über seine Wangen.

Was bildete sich dieser 15jährige Knilch eigentlich ein? Flo kam sich so benutzt und regelrecht sexuell missbraucht vor. Dieser Kindskopf hatte da wohl nur seinen Spaß drin gesehen, ohne groß nachzudenken, was das in anderen Menschen für Gefühle auslösen könnte – dazu war er eben, unabhängig vom Alter, einfach noch zu unreif. Wie zu Teufel sollte er das jetzt Tommy erklären? Würde er es verstehen und vor Allem: würde er ihm glauben, dass er nichts dafür konnte? Oder sollte er es ihm gar nicht sagen, so wie Frank es vorgeschlagen hatte? Er fühlte sich so dreckig, obwohl er ja überhaupt nichts Schlimmes getan hatte. Er entschloss sich schließlich, einfach ehrlich zu sein und schrieb Tommy eine SMS:

Hallo Hase! Es ist was voll schlimmes passiert und ich muss dringend mit dir reden! Bitte komm vor deinem Dienst unbedingt noch vorbei! Danke

Dann legte er sich auf die Eckbank, wo sie sonst immer zum Rauchen gesessen hatten, grübelte weiter und schlief darüber bald ein. Eine Nachtschwester weckte ihn aber kurz darauf und schickte ihn wieder auf sein Zimmer, wo er sich angewidert in das Bett legte, in dem das Ganze vorhin geschehen war. Tränen der Verletzung bahnten sich immer wieder ihren Weg auf das Kopfkissen, bis er endlich eingeschlafen war…

Tommy stand wie üblich um 10 Uhr auf und schaltete kurz darauf das Handy ein. Eine SMS kam an… bestimmt von Flo. Aber die war ja in der Nacht um 02:37 abgeschickt worden! “Was ist denn jetzt kaputt?”, dachte sich Tommy, nachdem er die Zeilen gelesen hatte. Er antwortete erst gar nicht, sondern machte sich schnell fertig, fuhr zum Krankenhaus und war um kurz nach 11 Uhr dort. Er klopfte und ging sofort hinein. Frank schaute kurz auf, sagte “Hallo”, drehte sich wieder weg und sah weiter stur aus dem Fenster. Auch Flo sagte nur kurz “Hallo”, zog sich ohne weitere Worte oder den sonst üblichen Kuss zur Begrüßung seine Hose an und humpelte am sprachlosen Tommy vorbei zur Tür. “Kommst du bitte?”, meinte er nur zu ihm. Tommy verstand die Welt nicht mehr. Hatte er da jetzt was nicht mitbekommen? Wollte Flo jetzt gerade mit ihm Schluss machen? Ja! So musste es wohl sein – Frank und Flo waren jetzt wahrscheinlich zusammen. Tommy’s Pulsschlag stieg und er musste sich zwingen, ruhig zu bleiben. Im Raucherzimmer angekommen, setzten sie sich und Flo begann sein ‘Plädoyer’… “Also, worum es geht…”, fing Flo zaghaft an, “…ich lag gestern im Bett und da hat sich Frank einfach so zu mir gelegt. Nein, warte! Ich muss vorher noch was erklären!” Tommy machte große Augen, dass Flo ihm das jetzt einfach so erzählte, was er mit Frank letzte Nacht tolles erlebt hatte. Er war kurz davor, in die Luft zu gehen und Flo aus Wut und Enttäuschung einfach wortlos eine zu donnern, beherrschte sich aber, sagte kein Wort und wollte sich erst die ganze Geschichte anhören. “Also, schon am Abend hatte Frank so Andeutungen gemacht, dass er es mal mit einem Jungen probieren will und er hat mich auch gefragt, ob ich nicht Lust hätte. Das hab ich aber abgelehnt und ihm erklärt, dass wir beide fest zusammen sind und dass da nix laufen wird in der Richtung – das musst du mir jetzt glauben!”, sagte Flo und sah mit feuchten Augen zu Tommy auf. “Dann kam er also einfach in mein Bett rüber, als ich schon eingeschlafen war und… und… Also ich hab davon erst was gemerkt, als ich… naja… gekommen bin. Er ist dann gleich in sein Bett zurück, ich hab ihm eine Ohrfeige gegeben und bin hier runter zum Rauchen und Nachdenken.”, schloss Flo seine Ausführungen ab. “Und was hast du überlegt oder zu welchem Ergebnis bist du dabei gekommen?”, fragte Tommy teilnahmslos. Er hatte noch nicht alles begriffen und verarbeitet, was Flo da gerade gesagt hatte. “Na eben, dass ich dir einfach alles erzähle, so wie es war und wie es dazu kam, ohne dir was zu verschweigen!”, meinte Flo etwas entrüstet, weil er sich doch hier seelisch vor Tommy auszog und dieser nur so kühl reagierte. “Magst du mich jetzt trotzdem noch?”, schob Flo schüchtern nach. Tommy hatte nun alles richtig geordnet und begriffen und ihm fiel jetzt doch ein Stein vom Herzen, weil er ja gedacht hatte, dass Frank und Flo jetzt vielleicht zusammen wären. Und das, wo er sich doch auch bis über beide Ohren in Flo verknallt hatte. Er sagte zunächst nichts, nahm Flo einfach in den Arm und drückte ihn fest an sich. “Ach mein Hase… Tut mir Leid, dass dir das passiert ist und natürlich mag ich dich noch, du Dödel! Und DU kannst da überhaupt nix für – aber dieser Frank kann sich was anhören von mir!”, flüsterte er Flo ins Ohr und streichelte ihn tröstend. Flo war sichtlich erleichtert, dass Tommy jetzt doch so positiv reagiert hatte und ihm die Geschichte glaubte. Genau dieses Vertrauen war es, was eine Beziehung ausmachte, und das hatte Flo auch erst nach seiner letzten Beziehung gelernt. Wie sollte es denn nun weiter gehen? Schließlich würde Flo ja erst am Freitag entlassen werden und heute war erst Mittwoch. Tommy wollte noch mit Frank reden. Nicht um ihm eine zu scheuern (wozu er bestimmt auch nicht schlecht Lust gehabt hätte) sondern um ihm zu sagen, was er mit seiner ‘Testerei’ angestellt hatte. Doch als sie ins Zimmer kamen, war das Bett von Frank neu bezogen und mit einer Plastikfolie abgedeckt. “Ihr Zimmernachbar war nur eine Nacht zur Beobachtung hier und ist gerade entlassen und von seiner Mutter abgeholt worden. Jetzt haben sie wieder das Zimmer für sich, Herr Bachmeier.”, meinte die Schwester, die gerade herein gekommen war und die Thrombosespritze für Flo in einer Nierenschale vor sich her trug. Flo legte sich also bereitwillig aufs Bett, zog sein T-Shirt hoch und ließ sich die Spritze geben. Nachdem die Schwester wieder gegangen war, richtete sich Flo auf und griff unter die Bettdecke, weil dort eben etwas geraschelt hatte. Er zog einen gefalteten Zettel heraus und fing an, laut vor zu lesen:

Hallo Florian!

Was ich da letzte Nacht gemacht hab, war wohl echt Scheiße von mir (obwohl ich es doch schön fand!). Tut mir echt Leid, wenn ihr jetzt deswegen streit habt und ich hoffe, dass ihr euch wieder vertragt. Mehr als ENTSCHULDIGUNG kann ich jetzt wohl leider nicht mehr sagen… Aber du bist echt in Ordnung!

Frank

P.S.: Ich denke jetzt wirklich, dass ich bi bin!

“Naja, wenigstens hat er sich bei dir entschuldigt…”, meinte Tommy zähneknirschend. “Ja, das hätte ich ihm gar nicht zugetraut! Er scheint also doch kapiert zu haben, was ich ihm gestern Nachmittag über Beziehungen erzählt hatte.”, sagte Flo, legte den Zettel weg und streckte die Arme nach Tommy aus. Tommy ging zu ihm hin und nahm ihn in den Arm. Das war ja gerade noch mal gut gegangen! Mittlerweile war es halb eins durch. “So, ich muss dann zum Dienst!”, meinte Tommy, als er auf seine Uhr sah, “Und versuch, nicht mehr dran zu denken, ja?”, versuchte er, Flo zu beruhigen. “Danke, dass du mir geglaubt hast – auch ohne den Zettel, meine ich! Ich liebe dich wirklich Tommy! Ich hoffe, das glaubst du mir auch!”, sagte Flo glücklich. “Na klar glaub ich dir, dass du mich liebst! Und danke, dass du mir vertraut und alles erzählt hast!”, meinte Tommy, gab Flo noch einen Kuss und ging zur Tür.

Achim hatte heute dienstfrei und Tommy war zur ‘Wache’ mit Julia eingeteilt. Das war die Gelegenheit, um mit ihr wegen Achim zu reden. (Anm. d. Autors: siehe Teil 2!) Nachdem sie keine Leute mehr in der Wache hatten, die Anzeige erstatten oder irgendwelche Auskünfte erhalten wollen, setzten sie sich an einen der Schreibtische und Tommy fragte sie ganz direkt: “Du Julia, sag mal: Hast du’n festen Freund?” “Ähm nee, noch nicht. Aber wieso fragst gerade DU mich das?”, gab sie zur Antwort. “Ich frage nicht für mich, soviel verrate ich mal. Und was heißt hier ‘noch nicht’? Also haste schon was in Aussicht, ja?”, fragte Tommy unbeirrt weiter. “Ja, vielleicht. Und nein… es ist kein Kollege sondern jemand, den ich einfach nur privat kenne. Das wolltest du doch als nächstes fragen oder? Aber für wen fragst du eigentlich, wenn nicht für dich selbst?”, drehte sie den Spieß um und fragte nun ihn aus. “Ja kannst es dir ja eh denken, oder?” “Achim?” “Genau! Er hat zwar auch ne Freundin aber irgendwie hat er sich in dich verschaut.” “Ja, aber wenn er doch auch vergeben ist?”, meinte Julia etwas irritiert. “Ja, das hab ich auch nicht so kapiert, aber lassen wir es einfach so, wie es ist… Ich sag ihm, dass du jemand anderes hast und dann ists gut!”, wollte Tommy schon das Gespräch beenden, doch Julia war auch neugierig. “OK, und was ist bei euch so los? Noch zusammen ihr beiden? Glücklich?”, wollte sie es aus ihm raus kitzeln. “Ja klar, alles OK bei uns und das wird wohl auch was richtig Festes werden, so wie es aussieht.”, verkündete Tommy etwas stolz. “Das freut mich aber echt für euch – lerne ich deinen Freund dann auch mal kennen? Oder nicht?”, fragte sie. “Wenn er erst mal aus dem Krankenhaus entlassen und soweit wieder fit ist, dann gehen wir mal alle zusammen weg mit Jens und Marc, ja?”, schlug Tommy vor. In diesem Moment kamen schon wieder Passanten in die Wache, die Anzeigen erstatten wollten und Julia meinte nur noch knapp “Geht in Ordnung mit dem Weggehen!”, bevor sie sich dem einen Passanten widmete und Tommy am Schreibtisch alleine ließ.

Die Nachmittags-Schicht verging dann recht schnell und Tommy schaute auf dem Nachhause-Weg noch rasch bei Flo vorbei. Der freute sich natürlich, dass sie sich noch mal gesehen hatten, denn am Freitag wollte Tommy ja gleich zu seinen Eltern fahren, wenn er vom Nachtdienst ausgeschlafen hatte. Tommy besuchte Flo aber sogar noch einmal nach seinem Frühdienst – schließlich fehlte er ihm genauso. Dann am Freitag Mittag startete Tommy zu seinen Eltern nach Mainz. Etwa zur gleichen Zeit kam der Stationsarzt zu Flo ins Zimmer und meinte, dass nichts gegen seine Entlassung sprechen würde und er sich ab nun jederzeit abholen lassen könne. Flo rief seine Mutter an, die aber meinte, sie könne ihn erst am Nachmittag abholen. Auch der Vater war gerade nicht in der Stadt und so saß Flo traurig auf seinem Bett, als die Tür aufging und Tommy im Zimmer stand. “Schatz? Was machst du denn hier? Bist du nicht auf dem Weg zu deinen Eltern?”, stotterte er freudig und fiel Tommy in die Arme. “Doch, ich fahre jetzt auch zu meinen Eltern. Und mit deiner Mum hab ich auch schon geredet…”, meinte Tommy heimtückisch grinsend. “Und worüber hast du mit Mama geredet? Ich raff grad nix, glaub ich.”, gab Flo frustriert zu. “Na wenn du magst, dann kommst du jetzt gleich mit nach Mainz!”, löste Tommy das Rätsel auf. Florians Augen fingen regelrecht das Leuchten an und er hing schon wieder an Tommy’s Hals. “Danke! Voll cool! Und wie lange bleiben wir?”, wollte Flo gleich wissen. “Du hast am Montag Schule und eh schon 2 Wochen versäumt. Also fahren wir Sonntag Mittag zurück.” “Aber du musst doch Sonntag Mittag auch schon wieder arbeiten, oder?”, gab Flo zu bedenken. “Eigentlich schon, aber ich habe mir extra frei genommen und muss erst am Donnerstag Mittag wieder arbeiten.” “Du Schuft!”, warf Flo ihm nur entgegen und tat eingeschnappt. “Ach komm jetzt, bevor die ganzen Wochenendurlauber auf der Autobahn sind!”, drängte Tommy und schnappte sich die Tasche von Flo. “Aber Klamotten müssen wir noch schnell für mich holen daheim!”, meinte Flo. “Hat mir deine Mum schon gegeben – liegen im Auto.”, beruhigte ihm Tommy.

Sie starteten durch und das Wetter war auch einigermaßen schön für Mitte November. Nach gut vier Stunden waren sie in Mainz angekommen und gingen die paar Stufen zum Haus von Tommy’s Eltern hinauf. Tommy klingelte und seine Mutter öffnete die Tür. “Hallo… ihr beiden! Du bist also der Florian, ja?”, sagte sie und reichte ihm die Hand. “Ja, bin ich. Hallo Frau Wagner.”, sagte Flo und erntete dafür einen gespielt-bösen Blick. “Ich bin die Anne, einfach die Anne!”, sagte sie und umarmte dann Tommy zur Begrüßung, “Hättest doch Bescheid sagen können, dass er gleich dieses mal mitkommt!” “Ja, das ist mir erst heute morgen spontan eingefallen, aber er ist ja recht pflegeleicht…”, entgegnete Tommy und lächelte Flo an. Sie gingen hinein und deponierten erst mal das Gepäck im Gästezimmer. Flo’s Blicke wanderten sofort auf das einzige aber dafür umso breitere französische Bett im Raum. Anne sah seine Blicke und meinte trocken: “Ja, du bekommst natürlich dein eigenes Bett, Florian! Allerdings steht das dann im Keller, ist aber auch sehr gemütlich dort.” Florian’s Gesichtszüge entgleisten gerade der Reihe nach als Tommy ihn wieder beruhigte: “Ach… solche Scherze macht sie einfach zu gerne – nicht weiter beachten!” Jetzt lachten alle und Flo schien doch recht froh darüber zu sein, dass es wirklich nur ein Scherz war. Endlich hatten sie mal richtig Platz und es drohte auch nicht ständig einer von ihnen aus dem Bett zu fallen, wie das im Krankenhaus der Fall war.

“Eigentlich wollten wir heute in unsere Stamm-Pizzeria gehen, wenn es Florian nicht zu umständlich mit dem Gips ist.”, meinte Anne dann. “Nee, das geht schon. Und Pizza iss immer gut.”, sagte Flo und strahlte, weil er seit zwei Wochen nur das öde Krankenhausessen gewöhnt war. “Kommt Papa auch mit?”, fragte Tommy. “Ja klar, komme ich auch mit!”, schallte es von der Haustüre her. Tommy’s Vater war gerade vom Dienst gekommen und ging die Treppe hinauf ins Gästezimmer, wo alle versammelt standen. “Hallo Paps! Und das ist mein neuer Freund, der Florian.”, stellte Tommy Flo vor. “Hallo Florian, und ich bin der Peter!”, meinte er zu Florian und streckte ihm die Hand hin. Florian war überrascht, wie cool Tommy’s Eltern waren und dass sie ihn gleich so gut aufnahmen und akzeptierten. “Hallo!”, sagte Flo noch etwas schüchtern zu Peter. “Wann geht’s los?”, fragte dieser gleich und rieb sich den nicht zu übersehenden Bauch. “Na von mir aus: ab sofort.”, sagte Tommy und auch Anne nickte. Also machten sie sich alle Ausgehfertig und trafen sich unten im Wohnzimmer. “Ich fahre auch, dann könnt ihr was trinken, wenn ihr wollt.”, meinte Peter und sah Tommy und Flo an. Flo und Tommy sahen sich an und nickten zustimmend. Also setzten sie sich alle in Peter’s Wagen, einen Audi A6. Flo durfte wegen dem Gipsbein vorne sitzen. Sie fuhren in die Innenstadt und Peter versuchte, möglichst nahe bei der Pizzeria zu parken, um Flo eine weite Strecke mit seinem Gips zu ersparen. Anne hatte zwar einen Tisch reserviert, war jedoch nicht auf Flo vorbereitet gewesen und so saßen sie zu fünft an einem Tisch, der eigentlich nur für vier bestimmt war. Flo und Tommy saßen natürlich nebeneinander und ihnen machte es gar nichts aus, dass sie diesen Tisch hatten. Ab und zu trafen sich ihre Hände ‘rein zufällig’ unter dem Tisch oder die eigene Hand lag plötzlich auf dem Oberschenkel des anderen. Mehr musste auch gar nicht sein und es war ein netter Abend. Sie tranken erst einen Apéritiv, dann zum Essen einen Rotwein und später noch Grappa und Ramazotti. Jedenfalls waren sie alle leicht beschwippst, als sie wieder zu Hause ankamen – außer Peter natürlich! Flo und Tommy wollten auch gar nicht mehr lange mit Tommy’s Eltern erzählen sondern lieber schon schlafen gehen. Flo hatte sich schon ins Bett gelegt und sah Tommy beim Ausziehen zu. “Schläfst du immer ganz nackt?”, fragte Flo ihn dann, als er ins Bett kam. “Ja, wieso? stört’s dich?”, wollte Tommy wissen, grinste Flo an und machte das Licht aus. “Nein! Ich habs noch nie probiert…”, meinte Flo, zog sich auch ganz aus. Dann kuschelte er sich an Tommy und streichelte seinen Bauch. Nach kurzer Zeit wanderte Flo’s Hand natürlich vom Bauch etwas weiter abwärts und beide konnten es gar nicht erwarten, sich gegenseitig zum Höhepunkt zu bringen. Sie genossen es, dabei nicht auf einer Krankenhaustoilette zu stehen oder Angst haben zu müssen, dass jeden Moment die Krankenschwester herein kam. Danach kuschelten sie noch eine Weile und schliefen dann eng umschlungen ein.

“Guten Morgen ihr beiden!”, flüsterte es von der Tür her, “Frühstück ist fertig!” “Ja, OK – wir kommen gleich runter…”, nuschelte Tommy verschlafen. Er umarmte Flo und weckte ihn mit einem Kuss in den Nacken. “Guten Morgen mein Sonnenscheinchen… Frühstück ist fertig!”, flüsterte er ihm ins Ohr. “Hmmm… Guten Morgen Hans…”, murmelte Flo, drehte sich zu Tommy um und sah ihn erwartungsvoll an. “HANS?!”, fragte Tommy schockiert und wußte aber sofort bescheid, als er in Flo’s Augen sah. “Du Schlawiner!”, fügte er hinzu und gab Flo eins mit dem Kopfkissen auf den Kopf. “Ich will ab jetzt jeden Morgen neben dir aufwachen und so lieb mit einem Kuss geweckt werden!”, forderte Flo. “Das wird wohl auf die Wochenenden beschränkt bleiben, die ich frei habe!”, meinte Tommy ernüchternd. “Schade… Aber immerhin…”, meinte Flo darauf etwas enttäuscht.

Sie zogen sich an und gingen dann hinunter, wo Anne schon eine Art Frühstücksbuffet aufgebaut hatte. Sie und Peter saßen da und schlürften bereits gemütlich ihren Kaffee. “Ach da seid ihr ja.”, rief Anne und schob gerade die nächsten Weißbrotscheiben in den Toaster. “Naaa? Gut geschlafen ihr zwei?”, sagte Peter mit einem verschmitzten Lächeln auf den Lippen. “Ja, prima. Danke!”, sagte Flo freudig und wurde sofort etwas rot, weil er erst jetzt das Lächeln von Peter richtig deutete. “Ja danke, haben wir!”, meinte Tommy, ohne dabei die Zähne auseinander zu nehmen und sah böse zu seinem Vater rüber. Dann schaute er lieb zu Flo und streichelte über seine rechte Backe, “Haben wir doch, oder?” Flo’s Gesichtsfarbe wurde noch etwas intensiver und Tommy nahm ihn in den Arm. “Macht mir meinen Freund nicht so verlegen! Der weiß ja schon gar nicht mehr, wohin mit sich…”, mahnte Tommy seine Eltern ab. “Ach war doch nicht böse gemeint, Tommy!”, verteidigte sich Peter und Anne nickte, seiner Verteidigung zustimmend. “Schon in Ordnung!”, meinte Flo dazu und schaute verlegen auf seine Kaffeetasse. Anne schob die Kaffeekanne zu den Jungs rüber und nahm sich einen Toast, “Na dann – haut rein!”. Sie frühstückten gemütlich und Tommy erzählte jetzt auch etwas ausführlicher, wie sie sich kennen gelernt hatten und im Krankenhaus schließlich zusammen gekommen waren. Flo erzählte dann etwas über seine Eltern und was sie so machen. Anne und Peter hörten interessiert zu und Flo erfuhr dann, dass Anne Hausfrau ist und früher als Arzthelferin gearbeitet hatte, bis sie Kati, Tommy’s ältere Schwester, bekommen hatte. Peter arbeitete als Sachbearbeiter im Landeskriminalamt in Mainz und verdiente dort als Erster Kriminalhauptkommissar auch nicht gerade schlecht. “Also eine richtige Bu…”, setzte Flo an, als es ihm im Hals stecken blieb. “Ja, ne richtige Bullenfamilie, meinst du, oder?”, vervollständigte Anne Flo’s Satz und fing an, zu lachen. Auch Peter schmunzelte, weil ‘Bulle’ für ihn noch nie ein böses Schimpfwort gewesen war. “Was wollen wir denn heute anstellen?”, fragte Tommy und sah Flo erwartungsvoll an. “Ähm, ja… ich kenn mich doch gar nicht aus hier! Keine Ahnung!”, stotterte Flo. “OK, dann besuchen wir einfach meine Schwester, wenn du nix besseres vor hast.”, schlug Tommy vor. “Ja, klar. Gerne!”, meinte Flo.

Tommy schnappte sich das Telefon und rief seine Schwester an: “Ja Hallo Kati! Du…? Ich bin gerade bei den Eltern und habe jemanden dabei, den ich dir, oder besser euch, gerne vorstellen würde. – Ja genau! – Habt ihr heute schon was vor? – Echt? Cool, ja ich denke, da sagt er nicht ‘Nein’! – Ja gut dann so ab halb drei – Bis dann, Tschüß!” “Also… Sie wollen heute zu ihrem Amerikaner zum Abendessen gehen und haben uns eingeladen, falls du so was magst. Ansonsten können wir aber auch nach dem Kaffeetrinken schon wieder abhauen.”, gab Tommy die Vorhaben bekannt. “Ja also wie ‘amerikanisch’? ‘Mc Doof’ oder was?”, fragte Flo etwas irritiert. “Nein – das ist so eine Mischung aus amerikanischem Coffee-shop, Steak-house und Candy-Laden mit pappsüßen Kuchen, Brownies und rosa Torten… Original Ami eben…”, klärte ihn Tommy auf. “Oh, das hört sich aber lustig an mit den rosa Torten!”, scherzte Flo gleich. “Aber jetzt fahren wir erstmal los, weil das schon noch ein Stück zu fahren ist bis zu Kati und Wolfi.”, meinte Tommy, nahm Flo bei der Hand und zog ihn vom Tisch. Sie gingen hinauf, wo sie ihre Sachen holten. Als sie in Tommy’s Auto saßen, drehte Flo sich zu Tommy… “Also deine Eltern sind ja schon mal voll nett! Bin mal auf deine Schwester und ihre Familie gespannt! Wie heißen die? Kati und Wolfi?” “Ja, also eigentlich Katrin und Wolfgang und ihre beiden Kleinen heißen Nina und Tobias. Tobi ist kanpp zwei und Nina 1 Jahr alt.”, sagte Tommy und fuhr los. “Und wo genau wohnen die jetzt?”, löcherte Flo ihn weiter. “In Nack, einem kleinen Kaff bei Alzey. Wir sind gestern quasi schon dran vorbei gefahren.”, antwortete Tommy. “Nackt?”, scherzte Flo natürlich gleich, so wie es jeder tut, der diesen Ortsnamen zum ersten mal hört. “Ohne das ‘t’, ja geanu! Keine Ahnung, wo so ein Ortsname her kommt.”, ulkte Tommy. Nach etwa einer dreiviertel Stunde waren sie dort angekommen und Tommy parkte vor einer Reihe Zweifamilienhäuser am Ortsrand. “So, hier ist es – Nummer fünf im Erdgeschoss.”, meinte Tommy und deutete auf das gelbe Haus gegenüber. “Ist ja landschaftlich sehr schön gelegen…”, nuschelte Flo und meinte damit wohl eher: ‘am Ar*** der Welt’! “Ja, das ist zwar noch nicht der Ar*** der Welt, aber von hier aus kann man ihn schon sehen!”, gab Tommy zu und stieg aus.

Flo hangelte sich auch aus dem Auto und hüpfte zu Tommy herum. Tommy klingelte bei ‘Schäfer’ und der Türöffner surrte. Sie gingen geradeaus durch und da öffnete Kati auch schon die Wohnungstür. “Hallo ihr beiden – kommt rein. Aber leise, die Kleine schläft noch!”, begrüßte Kati sie im Flüsterton. “Hallo, ich bin der Florian!”, stellte Flo sich ebenfalls flüsternd vor. Dann umarmten sich Kati und Tommy, weil sie sich ja auch nur alle 7-8 Wochen mal zu sehen bekamen. Sie gingen weiter und kamen ins Wohnzimmer, wo Wolfi mit Tobi spielte. Tommy ging zu ihnen, begrüßte Wolfi mit Handschlag, hob dann den kleinen Tobi hoch und drehte sich drei bis viermal im Kreis. Der Kleine jauchzte vor Freude. “Das ist der Florian – und das ist mein Mann, der Wolfi.”, stellte Kati derweil Flo und Wolfi einander vor. Nach der allgemeinen Begrüßung meldete sich nun auch Nina zu Wort – in Form von weinerlichem Gequängel aus dem Kinderzimmer. Kati holte sie und stellte ihr vor: “Das ist der Onkel Tommy, den kennst du ja noch, oder? Und das daneben ist sein neuer Freund Tobias. Sag mal ‘Onkel Tobias’…” “Onki Obi”, kam prompt von Tobi, der schon alles nach plapperte und alle mussten lachen. Auch Tobi freute sich, mit seiner neuen Wortschöpfung zur allgemeinen Belustigung beigetragen zu haben. Tobias stellte bei “Onki Obi” dann sogar noch fest, das er wohl ein ‘Bein-Aua’ hat – unschwer am Gipsbein zu erkennen, aber für einen knapp zweijährigen doch schon ganz ordentlich.

Zum Rauchen mussten sie wegen der Kinder auf die Terrasse gehen, aber das war nicht weiter schlimm. Nach einem späten Kaffeetrinken, viel Erzählen und dem Vorlesen von Gute-Nacht-Geschichten kam dann auch der Babysitter, eine Freundin und Nachbarin von Kati und Wolfi. Somit konnten sie nun zum Amerikaner gehen bzw. fahren. “Wollt ihr von da aus gleich zurück fahren oder nehmen wir ein Auto?”, wollte Wolfi wissen. “Den Weg von da aus zurück finde ich eh nicht – wir können mit meinem fahren. Dann spart ihr euch auch, die Kindersitze aus zu bauen.”, schlug Tommy vor und alle schienen den Vorschlag anzunehmeen, weil auf einmal alles zu Tommy’s Auto stürzte. Es kann aber daran gelegen haben, dass es gerade anfing, wie aus Eimern zu schütten. Im Auto dann erklärte Kati von hinten schnell den Weg und Tommy fuhr los. Nach etwa 20 Minuten waren sie angekommen und es regnete jetzt auch etwas weniger. Sie gingen hinein und es war brechend voll – wie üblich. Nach weiteren 20 Minuten bekamen sie endlich einen Tisch und bestellten: “Also ich nehme den Doublecheese Bacon Burger mit einer großen Coke.” bestellte Kati. “Für mich genau das gleiche!”, hängte sich Wolfi an. “Ich bekomm den Onion-Mushroom Burger mit Käse und dazu ein Bud, bitte.”, orderte Flo selbstsicher. “Das bekomm ich auch!”, meinte Tommy und erntete einen kurzen bösen Blick von Flo dafür. “Was denn Hasi?”, flüsterte Tommy zu Flo. “Du weißt, dass du noch fahren musst…?”, meinte Flo nur und lächelte ihn vorwurfsvoll an. “Ja, aber ein Bud geht schon. Mehr wird’s auch nicht.”, beruhigte ihn Tommy. “Ist OK, bist ja alt genug…”, sagte Flo lachend und auch Kati und Wolfi hatte das mitbekommen und mussten mitlachen. Schon kam die Bedienung mit den Getränken angerauscht. Kati fragte Flo dann gleich weiter aus, was er denn später mal beruflich vor habe und was ihm denn nun alles fehlen würde. Von Tommy hatte er gerade noch erfahren, dass Kati vor ihrem Mutterschutz als Krankenschwester gearbeitet hatte. Flo war gerade mit dem Aufzählen seiner diversen Wehwehchen fertig, als auch schon das Essen kam und jedes weitere Gespräch wurde auf unbestimmte Zeit verschoben. Nach dem Essen waren alle satt, glücklich und zufrieden – das war mal wieder gut gewesen, wie immer hier! Sie brachen dann aber ziemlich bald auf, weil Tommy und Flo ja noch einen etwas weiteren Weg nach Hause vor sich hatten. Tommy und Flo kamen auch erst gar nicht mehr mit rein sondern luden Kati und Wolfi vor dem Haus ab und verabschiedeten sich voneinander.

Gegen Mitternacht waren Tommy und Flo dann wieder bei Anne und Peter gelandet und gingen auch heute wieder ziemlich bald schlafen. “Ich glaube, morgen kann ich bestimmt nicht richtig einschlafen!”, meinte Flo, als sie wieder eng aneinander gekuschelt im Bett lagen. “Und warum nicht?”, fragte Tommy. “Na weil ich da wieder alleine einschlafen muss! Darum!”, meinte Flo traurig und drückte sich noch enger an Tommy. “Och du Armer… Und was soll ich sagen?”, meinte Tommy, drehte sich um und gab Flo einen ganz langen Kuss, den dieser erwiderte und auf eine halbe Stunde ausdehnte. Nachdem die Umarmungen auch heute wieder in Sex übergegangen waren, wollten sie nur noch schlafen. Am nächsten Morgen wurden sie wieder von Anne zum Frühstück geweckt. Es war erst halb neun und Tommy ging noch schnell duschen. “Ach das würde ich auch gerne mal wieder!”, sagte Flo und sah mürrisch auf seinen Gips und den Brustverband wegen der Rippe. Tommy ging also alleine duschen, während Flo sich mit einem Waschlappen begnügen musste. Dann gingen sie hinunter zum Frühstücken und erzählten noch etwas mit Anne und Peter. Gegen Mittag machten sie sich fertig und räumten schon ihre Sachen ins Auto. Na, das konnte ja eine tolle Fahrt werden heute, denn es regnete und stürmisch war es auch geworden! Sie bekamen zur Stärkung noch ein ‘SchniPoSa(Anm. d. Autors: Schnitzel mit Pommes und Salat) zum Mittagessen und machten sich dann auf den Weg zurück nach München.

Die Fahrt dauerte wegen des stürmischen und nassen Wetters diesesmal fast fünf Stunden und als sie in München ankamen, war Tommy von der Fahr doch ziemlich fertig. “Kommst du noch mit zu mir?”, fragte Flo. “Mann wenn ich darf, bleibe ich sogar heute Nacht bei dir – ich kann kein Auto mehr sehen!”, erwiderte Tommy und Flo freute sich natürlich über diese Antwort. “Ich muss natürlich noch fragen, aber ich glaube schon, dass das geht.”, meinte Flo. Natürlich hatten Heidi und Rainer nichts dagegen, dass Tommy bei Flo übernachtete – auch, wenn es etwas eng in seinem Bett werden sollte. Am nächsten Morgen musste Florian dann das erste mal nach seinem Unfall wieder in die Schule. In diesen zwei Wochen hatte er zwar den Stoff in der Schule versäumt, dafür aber einen richtig lieben Freund gefunden, eine nette Familie drum herum kennen gelernt und eine kleine Reise durch halb Deutschland erlebt. Diese zwei Wochen hatte sein Leben verändert und es lief jetzt genau so, wie er es sich immer gewünscht hatte aber nie vorzustellen gewagt hatte. Manchmal hilft eben nur eins… das Schicksal

Rechtlicher Hinweis:
In dieser Geschichte verhalten sich Personen evtl. nicht gesetzeskonform.
Dieser Umstand ist für die authentische Darstellung der Geschichte erforderlich und dient einzig und alleine NUR diesem Zweck!

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