Traumschiff – Teil 76

Neue Wohnung………Kur……Alle Mann an Bord…………..Seemann, deine Heimat……..

Nun soll es ja endlich auf die Reise gehen……Seid ihr bereit???……Danke an alle Kommischreiber, ich freue mich immer sehr über jede Rückmeldung oder Mail. Es sind fast immer die gleichen Personen, die etwas rückmelden, die damit zum Ausdruck bringen, das sie mit mir in dieser Geschichte leben und mit den Charakteren zusammenleben, lieben und auch leiden. Danke euch allen, ihr seid mir schon zu Freunden geworden und darüber freue ich mich immer aufs Neue.

Ole

Wir sind natürlich jetzt alle gespannt auf den Comming Out Bericht unserer beiden noch relativ neuen Freunde und als alle schwulen Jungs in der Sauna sitzen, ruhen alle Blicke erwartungsvoll auf Tom und Micha, die dicht beieinander auf der mittleren Bank in der Mitte sitzen und sich an der Hand halten. Noah und Rolf sitzen auf der unteren Bank, ebenfalls dicht bei ihren Schätzchen Rico und Paul, wir anderen sitzen dicht gedrängt oben rechts und links hinter den Beiden, auf deren Erzählung wir jetzt gespannt warten.
Torsten und Paolo, Boris, Robin und auch Marvin, der mittlerweile gekommen ist, sitzen alle zusammen mit den Mädels draußen im warmen Whirlpool. Kevins Onkel hat Marvin auf dessen Bitte hin heute früher gehen lassen, so das er mit uns noch einmal vor unserer Abreise zusammen sein kann.
Paul und Rolf wollen heute Nacht in Pauls Zimmer bleiben und sich dann auch Morgen früh von der Oma und der Tante verabschieden, wenn diese mit Kai in Bremen zunächst Hinnerk holen. Dann geht es zum Flughafen Bremen und mit dem Firmenhelikopter geht es diesmal per Flug nach Borkum.
Der Heli würde sowieso mit zwei Ingenieuren nach Emden fliegen, wo ein Logistik Unternehmen ist, ein Schiffsausrüster, der auch zum Konzern gehört und da hat Carl August gesagt, dann kann er die drei auch auf Borkum absetzen, das liegt ja quasi am Weg. Oma und Frieda fliegen gern mit dem Heli und dadurch ist Kai bei Zeiten wieder hier bei uns und kann bei den Reisevorbereitungen helfen. Die Kurlauber sind schnell und bequem auf der Insel, brauchen nicht so lang im Auto zu sitzen und auch nicht aufs Schiff umsteigen.

Tom

Alle schwulen Jungs mit Ausnahme von Kevin und Wolfi sitzen in der Sauna und schauen auf Micha und mich. Die Bemerkung, dass wir jetzt zu Hause out sind, hat uns die volle Aufmerksamkeit unserer neuen Freunde eingebracht und Micha ist das nicht so geheuer, er ist halt immer noch etwas verklemmt und meint manchmal, schwul zu sein, wäre nicht gerade so OK. Spätestens wenn wir aber Sex haben, ist er dann schon gerne schwul. Daran arbeiten wir noch und unsere neuen Freunde hier sind das ideale Umfeld, um sich selbst zu akzeptieren, finde ich. Hier in diesem Kreis, in diesem Haus ist es aber einfach nur normal und deshalb können wir hier auch so sein wie wir eben sind. Über siebzehn Jahre beste Freunde, Nachbarskinder, die seit dem Sandkastenalter fast alles mit einander geteilt hatten, Freud und Leid in den Familien erlebt hatten, die sich aneinander fest gehalten und wieder aufgerichtet hatten, wenn es kleine Katastrophen gab.
Ich fange dann wohl mal besser an und erzähle, wie es war.
„Es ist fast fünf Monate her, als wir, ziemlich zeitgleich gemerkt haben, das sich unser seit dem Sandkasten gewachsenes Freundschaftsverhältnis geändert hat, schleichend wohl, aber wir haben uns dann ganz anders gesehen, uns plötzlich gesorgt umeinander, uns gefreut auf das Wiedersehen nach Feierabend, das immer zusammen sein wollen und auch uns zu berühren“, erzähle ich. „Zusammen gewichst haben wir seit der Pubertät, aber immer jeder bei sich“, fahre ich fort, „aber dann wollte jeder mal den Anderen wichsen und ihm Gutes tun. Überrascht durch dieses Verlangen haben wir dann versucht, im Gespräch heraus zu finden, was gerade mit uns passiert und nach dem wir uns gegenseitig eingestanden haben, den Anderen mehr zu mögen als man einen besten Freund mag, waren wir schon etwas geschockt, jetzt so einfach schwul zu sein und wir haben uns drei Tage und Nächte nicht getraut, einander auf zu suchen, heute würde ich sagen, aus Angst, vor der Gewissheit, wirklich schwul zu sein.“
Ich sehe Verständnis, als ich den Anderen in die Gesichter schaue und mein Michi streichelt meinen Oberschenkel und lehnt eng an mir.
Ich fahre fort, die Vorgeschichte zu erzählen: „Dann haben wir es aber nicht mehr ausgehalten, ich habe ihn angerufen und wir haben uns am Bürgerpark getroffen. Es war Mitte Februar und es war kalt, als wir um den See gegangen sind und uns ausgesprochen haben und am Ende unseres Spaziergangs haben wir beschlossen, es einfach anzunehmen und es miteinander zu versuchen, wohl wissend, das sich jetzt wesentliche Dinge zwischen uns ändern würden und das wir beide auch etwas Zeit brauchen würden, mit der so neuen Situation klar zu kommen.
Dann haben wir uns ganz fest umarmt und zum ersten Mal so richtig geküsst, mit Zungenspiel, Schnaufen und Stöhnen und dann waren wir stahlhart. Hinter einem Gebüsch haben wir uns dann gegenseitig einen runtergeholt und einen kalten Arsch dabei bekommen, bevor wir dann, zufrieden über das Ergebnis unseres Spaziergangs, nach Hause gegangen sind.“
Nun erzähle ich, wie es dann mit uns weiterging bis zu dem Tag im Bürgerpark, als wir Jerome und Sergej getroffen und auch angesprochen haben. „Wir wussten zunächst mal nicht viel darüber, was es heißt, schwul zu sein und Kommentare über Schwule auf der Arbeit und in der Berufsschule waren durchweg fast immer negativ und nicht sonderlich ermutigend für uns beide. Das Gefühl, nun auch zu diesen minderwertigen Schwuchteln zu gehören, war wohl am Anfang unser größtes Problem“, schildere ich unseren angeknacksten, oft chaotischen Gemütszustand und auch die große Angst davor, dass es jemand merken könnte. Nur die Tatsache, dass wir ja zu zweit waren, machte die Sache etwas erträglicher.
„Der Druck, der auf uns lastete, war nur schwer zu ertragen“, fahre ich fort, „aber er brachte uns wohl auch näher zusammen, denn nur gemeinsam, mit dem Gefühl, nicht allein zu sein, war es überhaupt aus zu halten. Irgendwann, Anfang Mai, haben wir es dann doch akzeptiert und dann haben wir auch angefangen, gegenseitig an uns rum zu spielen und wir haben das Internet bemüht, um mehr über schwulen Sex zu erfahren, weil unser Verlangen ja auch ständig größer wurde.“
Die Zeit für den Saunagang ist um und wir stehen auf und gehen raus zum Abkühlen. Noah und Rolf werden von Ihren Partnern ein bisschen gestützt, die Verletzungen sind wohl noch immer spürbar. Nach etwa zwanzig Minuten gehen wir dann alle wieder zu einem zweiten Gang in die heiße Kiste und nach dem alle ihre Plätze wieder eingenommen haben, erzähle ich weiter.
„Anfang Juni hatten wir dann unser erstes Mal, ihr wisst schon, richtig Sex, bei uns zu Hause, die Restfamilie war nicht da und es war wohl, nach einem bisschen Weh am Anfang, später doch schon ganz schön für uns. An diesem Tag beschlossen wir auch, Kontakt zu anderen schwulen Jungs zu suchen, zum Reden und was unternehmen. Kurz drauf trafen wir ja dann Sergej und Jerome im Park“, erzähle ich weiter. „Das Gespräch mit den Beiden und der daraus resultierende Kontakt führte ja dann dazu, das wir euch alle an der Party kennen lernen durften, und es hat uns ein gutes Stück weitergebracht, zu sehen, das wir nicht allein schwul sind und das es durchaus möglich ist, wenn das Umfeld stimmt, auch normal leben zu können. Hier bei euch fühlen wir uns sehr, sehr wohl und auf die Zeit auf dem Schiff freuen wir uns natürlich sehr.“
Micha erzählt jetzt: „Richtige Freunde haben wir eigentlich nicht, obwohl wir uns Freitagabends immer in einer Kneipe mit anderen Jugendlichen treffen und Billard oder Dart spielen. Das sind aber nur lockere Freundschaften, einige kennen wir noch aus der Schule. Ob da auch einer schwul ist, wissen wir nicht.“
Jetzt wird es aber Zeit, zu erzählen, wie es zu Hause gelaufen ist. Nach der Party hier im Freien hatten wir schon mal über ein outen zu Hause nach gedacht, aber Micha hatte immer noch Angst, es zu wagen.
„Wir sind nicht mehr allein“, habe ich gesagt, „wir verdienen genug, um auf eigenen Beinen stehen zu können und seit der Party wissen wir auch, das wir Freunde in der Not haben, wenn was schief läuft.“
Michas Bruder, er ist zwanzig, arbeitet im Konzern im Büro, also in dem Gebäude, in dem Wolfis Ausstellung war und da wissen die Leute wohl mittlerweile auch, dass der Sohn vom Chef schwul ist und seit der Ausstellung auch, dass er noch einige schwule Freunde hat. Micha und auch ich haben dann vorgestern erzählt, das wir kurzfristig Urlaub bekommen haben und mit einem Schiff und unseren neuen Freunden nach Dresden und Berlin fahren werden am Sonntag. Michas Bruder hat dann wohl nach gefragt, wer denn diese Freunde sind und als Micha es erzählt hat, hat er uns schon so komisch angeguckt.
Später, auf ihrem Zimmer, ich war auch dabei, hat er dann gesagt, dass er weiß, dass die Jungs, also der Sohn von seinem Chef und sein Freund, das die schwul sind.
Ich habe dann gesagt, dass wir das wohl wüssten und dass wir nichts gegen Schwule hätten. Als er darauf hin fragte, ob wir vielleicht auch schwul wären, sagte Micha: „Und wenn, was geht es dich an. Das wäre dann wohl unsere Sache.“ Daraufhin sagte sein Bruder: „Ich hatte in letzter Zeit öfter das Gefühl, das sich zwischen Euch beiden was verändert hat, jetzt wird mir einiges klar. Ihr seid auch schwul, OK, das ist eure Sache, mich stört es nicht, aber du solltest es schon der Mama sagen und du Tom, deinen Eltern.“
„Was wird Mama dazu sagen?“, fragte Micha und sein Bruder sagte: „Ich weiß es nicht, es war nie Thema bei uns. Aber ich glaube nicht, dass sie dich raus wirft, das wird sie nicht tun. Aber du musst es ihr sagen, bevor sie es von anderen erfährt.“
„Ich mache das“, sagte Micha zu ihm und dann zu mir: „Kommst du mit?“Seine Augen guckten mich so an, dass ich gar nicht nein sagen konnte und ich nickte und gab ihm einen Kuss auf den Mund. „Dann komm mit“, sagte er, „Bringen wir es hinter uns, solange mein Mut noch reicht“, und dann sind wir runter gegangen ins Wohnzimmer.
„Es ging dann alles sehr schnell, Micha übertraf sich selbst, nutzte die Gelegenheit, das keine seiner Schwestern anwesend war“, erzähle ich weiter. Er sagte dann zu seiner Mutter: „Mama, ich muss dir sagen, das einer deiner Söhne schwul ist,…………….. nämlich ich. Ich habe es mir aber nicht ausgesucht, es war auf einmal da.“
Schweigen, dann seine Mama: „Und der da, der Tom ist dein Freund, oder?“
„Ja, bin ich“, hab ich gesagt und meinen Arm um ihn gelegt, „es hat sich einfach so entwickelt und wir können nichts für unsere Gefühle.“ Kurzes Schweigen, warten auf ihre Reaktion.
„Passt auf in der Öffentlichkeit und denkt an Safer Sex, ihr wisst ja bestimmt, was ich meine“, sagt sie, „Mein Mann hat mich mit sechs Kindern sitzen lassen und es hat mich nicht umgebracht, da wirft mich ein schwuler Sohn auch nicht aus der Bahn. Wissen es deine Eltern, Tommi?“ „Nein“, sag ich, „aber wenn Micha mit geht jetzt, dann werden wir es ihnen auch sagen, dann ist halt heute der Coming Out Day, mal sehen, wie es ankommt.“
Dann sind wir rüber zu uns, Mama saß mit ihrem Rolli in der Küche, meine ältere Schwester und sie machten gerade Abendbrot. „Wollt ihr mit uns essen?“, fragt Mama, „Papa muss gleich kommen.“ „Ich weiß noch nicht“, sage ich, „wir müssen euch was sagen und ob ihr dann noch mit uns essen wollt, weiß ich nicht.“
„Habt ihr was ausgefressen“, fragt Mama, direkt ganz aufgeregt, und auch meine Schwester guckt besorgt. „Nein, wir haben nichts ausgefressen“, sag ich, „wir haben uns verliebt, ganz heftig sogar.“ „Wann denn und in wen denn“, fragt meine Schwester, „ihr hängt doch jede freie Minute……….nee, jetzt aber nicht, was ich gerade denke, oder?“ „Ich weiß nicht, was du gerade denkst“, sag ich, Micha hat meine Hand genommen und schaut ängstlich drein.
„Ihr zwei, gell, ihr seid zusammen, seid schwul, oder?“, sagt sie. „Oh Gott“, sagt Mama, „seit wann das denn, das gibt es doch nicht. Was wird wohl Papa sagen, dass sein Sohn einen Jungen liebt. Das muss ich wohl erst mal verkraften, das da. Wer rechnet denn mit so was.“
Sie überlegt, holt dann ihren Geldbeutel aus der Schublade, gibt mir fünfzehn Euro und sagt: „Fahrt ihr zu Mac Donalds, geht dort was essen, ich muss das erst mal dem Papa schonend beibringen nach her beim Essen und da ist es besser, wenn ihr nicht mit am Tisch sitzt. Deine Schwester ruft dich an, dann kommt ihr beide her, ist das klar? Und jetzt ab, nehmt den Roller und verschwindet.“
Das haben wir dann gemacht, sind zu McDoof gefahren, haben jeder aber nur einen Burger verdrückt und darüber spekuliert, wie mein Vater es wohl aufnimmt. Der Appetit hat sehr unter unseren Gedanken gelitten
Später hat Mama dann erzählt, dass sie beim Essen zu Papa gesagt hat: „Dein Sohn hat sich verliebt,“ Papa hat einen Augenbrauen hochgezogen, das macht er immer, wenn er belustigt ist. „Wann soll denn das passiert sein? Ich dachte immer, er heiratet den Micha“, und dann hat er gelacht.
„Du solltest als Hellseher oder Prophet gehen“, hat Mama gesagt und dann ist sein Lachen etwas leicht eingefroren. „Du kriegst jetzt wohl drei Schwiegersöhne und den einen kennst du ja nun schon siebzehn Jahre“, sagt Mama, „ da wissen wir wenigstens, dass es ein guter Junge ist.“
„Wenn es denn so ist“, sagt Papa, „dann werden wir es nicht ändern können und er bleibt halt unser Junge und den Micha haben wir ja eigentlich schon immer hier gehabt. Wo sind sie denn, die Liebesleute?“
„Ich habe sie zu Mac Donalds geschickt, ich wollte sie nicht hier haben, wenn ich dir das erzähle“, hat Mama dann gesagt. “Sie sollen dann herkommen“, sagt Papa, „Ich will ihnen sagen, das ich kein Riesenproblem mit der Tatsache habe, das sie jetzt schwul und zusammen sind.“
„Meine Schwester hat dann angerufen und wir sind, relativ erleichtert, nach Hause zurück gefahren, mein Schatz und ich und wir haben dann mit Papa und Mama bei einem Bier über alles geredet und jetzt ist alles im Lot. Auch hier kam dann der Safer Sex zur Sprache und auch das Verhalten in der Öffentlichkeit. Wir zwei haben dann von Euch allen hier erzählt, von all den Freunden, von der Party und auch vom geplanten Tripp nach Dresden und Berlin.
Für Eltern ist es offensichtlich immer besonders wichtig, zu wissen, das andere auch schwule Kinder haben, dass sie nicht allein sind mit dieser Sache und das es wohl gleich auch so viele neue Freunde gibt und das der Sohn von meinem Boss auch darunter ist, der auch schwul ist, hat sehr zur Entspannung der ganzen Situation bei getragen.
Später habe ich dann meinen Schatz nach Hause gebracht und wir haben Michas Mama erzählt, wie es gelaufen ist. Das war der gestrige Abend in der Zusammenfassung und wir waren beide sehr froh, dass jetzt alle Geheimnisse ausgeräumt sind und wir uns zu Hause nicht mehr verstellen müssen.“
Die Jungs gratulieren uns es gibt auch ein wenig Applaus, dann strömen wir alle ins Freie, zum Abkühlen.

Jerome

Na, das ist ja wohl mehr als zufrieden stellend verlaufen und alle freuen sich mit den Beiden, das diese Hürde erfolgreich genommen werden konnte. Damit sind jetzt alle unsere Freunde in ihren Familien out und bis auf Paul und Enrico und Matze nicht zu vergessen, ist es ja dann auch ganz gut gelaufen. Es ist immer eine große Unsicherheit, ja, oft Angst, mit im Spiel und die meisten Jungs zögern es hinaus, bis sie jemanden gefunden haben, mit dem sie zusammen sein wollen oder bis es halt durch einen Zufall oder durch Dritte heraus kommt.
Unsere drei Freunde, bei denen es nicht gut lief, haben mittlerweile alle einen lieben Partner gefunden und deren Familien haben sie auch als solche akzeptiert und sie in ihren Kreis aufgenommen. Matze hat ja schon früh bei seinem Onkel einen Familienplatz bekommen und wohl auch kaum Gewalt erleiden müssen, wie das bei Rico und Paul der Fall war.
Hier bei uns und mit uns ist es für alle OK und wir sehen der Urlaubsfahrt alle freudig entgegen.
Jetzt kommt Papa runter und sagt, das Kai und Martin los gefahren sind, um das Essen ab zu holen und das es wohl gut wäre, wenn wir uns anziehen und dann hoch kommen würden. Wir sollen dann auch noch Getränke für uns mit hoch bringen, hat Papa gemeint, bevor er wieder rauf ist.

Chris

Informiert durch Jeromes SMS, das Robin bei ihnen ist, sind Matze und ich zunächst mal zu ihm nach Hause gefahren mit dem Hauptzweck, die Kois zu füttern. Matthias wollte dann noch schnell duschen und sich umziehen und er hat gemeint, da wir die gleiche Kleidergröße haben, ich sollte mit ihm duschen und dann was frisches von ihm anziehen, dann bräuchten wir nicht mehr bei uns vorbei und könnten gleich zu Remmers fahren.
Dieser Vorschlag, vor allem aber die Aussicht auf nackte Haut, seine nackte Haut, unter der Dusche und ein gegenseitiges Abreiben mit duftendem Schaum und die Gewissheit, das Robin wohlbehütet von unseren Freunden, nicht auf uns wartet, machten mir die Antwort leicht und dann standen wir kurz drauf unter den warmen Strahlen und beschäftigten uns miteinander.
Es wurde dann auch schnell musikalisch und nach dem gegenseitigen Flötensolo ging es uns richtig gut und als er dann versprach, über Nacht nochmal bei mir zu schlafen, war es eigentlich perfekt und gut gelaunt trafen wir dann auch auf fast alle unsere Freunde, als wir den Badebereich bei Remmers betraten.
Mein erster Blick suchte mein Brüderchen. Der saß gackernd und lachend mit den Mädchen und ihren Freunden und Boris in dem großen runden und sprudelnden Suppentopf und winkte nur kurz zu uns herüber.
Nach den Begrüßungen durch die anderen, die meisten waren im Schwimmbecken, zogen wir uns aus, duschten uns kurz kalt ab und sprangen dann auch in das Becken, um mit den anderen Ball zu spielen. Sergej ist zu mir geschwommen und erzählt mir, was Robin heute alles gemacht hatte und das er auch schon eine Runde geschlafen hatte.
„Wir müssen ihn später gut eincremen“, sag ich zu Sergej, „habt ihr was da? Soviel Wasser, vor allem der warme Pool, das ist nicht so gut für seine Haut, die im Laufe der Zeit durch die oft notwendigen Cortison Behandlungen doch stellenweise gelitten hat:“ „Kein Problem“, sagt Sergej, „ich gebe dir nach her was echt Gutes, es ist alles reichlich vorhanden.“
So gegen siebzehn Uhr sind dann auch die eingetrudelt, die nicht im Schichtdienst arbeiten und wir sind dann, alle schwulen Jungs, in die Sauna, wo Tom von dem wohl gestern statt gefundenen Coming out bei sich und auch bei Micha zu Hause berichtet. Beide sind froh, dass es relativ gut auf genommen wurde und sie sich, zumindest daheim, nicht mehr verstecken müssen.
Als wir nach dem zweiten Gang abgekühlt sind, sagt Jerome, dass wir uns alle anziehen sollen, Martin ist mit Kai unterwegs, chinesisches Essen zu holen, das Remmers für alle bestellt haben. Sergej gibt mir eine teure, sehr gut riechende Bodylotion, um Robin ein zu reiben. Nach dem Robin daran gerochen und sein OK gegeben hat, habe ich dann mit Unterstützung durch Matze auch gleich angefangen, ihn damit ein zu reiben, nach dem wir Robin vorher sehr sorgfältig abgetrocknet haben.
Matze macht die Rückseite und ich dir vordere Seite und er lässt sich von mir auch überall einreiben, das war bisher immer so und war für uns auch immer selbstverständlich, dass ich das mache. Das er Matze auch an sich ran lässt, so mit anfassen hinten, seinen Rücken und den Po von ihm einreiben lässt, wundert mich schon ein wenig. Es ist schon ein großer Beweis für mich, das der Kleine in meinem Matze deutlich mehr sieht, als nur einen Freund und es bedeutet mir viel, das Robin ihn so mag, meinen Schatz.
„So“, sagt Robin plötzlich, „jetzt habt ihr mich genug begrabbelt und ein geschmiert. Wenn ihr noch weiteren Begrabbelungsbedarf habt, dann macht einfach gegenseitig an euch rum. Ich bin überzeugt, das euch das bestimmt mehr Spaß macht, als einen herzkranken Spargeltarzan mit Körperlotion von oben bis unten einzuschmieren.“ Dabei lacht er verschmitzt und freut sich sichtlich, das wir beide, Matze und ich, auf Grund seiner Ansage jetzt doch etwas mehr rot werden.
„Blödmann“, sage ich und pieke mit dem Finger zart in seien Bauchnabel, da ist er sehr kitzelig. „Zieh dich dann mal an, es gibt gleich Futter, Chinesisch, so mit Hund und Schwalbennestern und sonst leckeren Kram.“
Er lacht und beginnt sich anzuziehen und es geht ihm sichtlich gut, nach dem doch teilweise anstrengenden Nachmittag und ich meine auch, dass seine Kondition schon etwas besser geworden ist in den letzten Tagen. Das kann ja für alles, was auf ihn noch zu kommt in der nächsten Zeit, nur gut sein.
Jetzt gehen wir alle nach oben, in das große Esszimmer und der an sich schon große Tisch ist ganz weit ausgezogen, so dass alle einen Platz haben. Es ist zwar etwas enger, aber das stört wohl niemand und als der Martin und der Kai zurück kommen, ist der Tisch dann voll mit allen möglichen chinesischen Köstlichkeiten und es wird ein ausgiebiges Mahl abgehalten, das so gegen halb sieben beginnt und um halb neun sitzen noch alle um den Tisch und reden über alles Mögliche und der ein oder andere Bissen wird auch noch gegessen.
Micha und Tom haben dann den Erwachsenen auch ausführlich vom gestrigen Outen erzählt und auch die freuen sich für die zwei Jungs, dass es so gut gelaufen ist.
Für Matze und mich, aber auch für Robin, wird es langsam Zeit, nach Hause zu fahren. Morgen müssen wir zum letzten Mal unseren Frühdienst antreten und da Matze bei mir schläft, heißt es um halb Fünf auf stehen.
Wir sind denn auch die Ersten, die sich verabschieden, der Oma und der Tante wünschen wir eine schöne Kur und dann begleiten uns Jerome und Sergej nach draußen.
Mit Matzes Auto sind wir schnell daheim und zuerst packen wir unseren kleinen Nudelschwimmer ins Bett, dem man die Aktivitäten von heute doch ein bisschen anmerkt. Nach je einem Gute Nachtkuss von mir und von Matze ist er schnell eingepennt und auch wir machen gleich nach oben, in mein Zimmer.
Wir ziehen uns ebenfalls schnell aus und schlüpfen ins Bett und schmusen uns in den Schlaf. Noch einmal Morgen, dann ist es geschafft, dann haben wir Zeit für uns, für Robin und auch für unsere Freunde. Mein Po an seinem Po, die Wärme und den Geruch des anderen auf nehmend, driften wir ab ins Land der Träume, bevor dann, mitten in der Nacht, um halb fünf dieses Scheißding von Wecker anfängt, uns unsanft aus dem Schlaf zu reißen.
Erträglicher wird es aber gleich, als sich seine Morgenlatte an meinem Po reibt, sein Gesicht, lächelnd und unter verstrubbelten Haaren direkt über meinem erscheint und meine Endorphine durch einen zärtlichen Kuss zum Tanzen bringt, voll der Hammer, sag ich.
„Komm Duschen“, flüstert er, „ich will dich wach waschen“, sagt er und schiebt die Decke von uns runter.
Da stehen sie nun beide in den Shorts, recken sich, bauen ein Zelt und buhlen um Aufmerksamkeit, die ihnen dann auch unter den warmen Strahlen der Dusche entsprechend zu Teil wird. Matze hat sehr schnell gelernt, wo und wie man bei mir anfassen und spielen muss und seine Laute beweisen, dass ich das auch beherrsche. Leider reicht die Zeit nicht für ein bisschen Hausmusik, wir müssen runter, Mama wartet mit dem Frühstück auf uns. Wir ziehen die Kleider von gestern noch mal an, nur Pants gibt es eine frische für jeden und dann geht’s gleich runter.
Nach einem schnellen Frühstück machen wir uns zum letzten Mal auf den Weg zur Frühschicht im Klinikum-Mitte und wie schon die Tage vorher werden wir die Pause in seinem Auto verbringen nach her.

Jerome

Bis um viertel nach Zehn sind dann alle nach Hause gefahren. Ulf und Irene mit Noah und Enrico waren die letzten, die los sind und wir sind dann auch alle in unsere Bereiche hoch. Paul und Rolf sind zu Paul ins Zimmer und wir und Sergejs Geschwister sind hoch und auch Paolo ist auf Nataschas Bitten hin hier geblieben, zu Hause wäre er eh allein, Rico ist ja zur Zeit Dauergast bei Noah.
Der morgige Freitag steht wohl im Zeichens des Packens und der letzten Vorbereitungen, sowie Omas und Friedas Abschied. Frau Jensen hat dann wohl auch erst mal Urlaub und Paul und Rolf werden wieder bei Rolf wohnen. Paolo wird wohl auch am Samstagvormittag noch arbeiten gehen und hat dann aber drei Wochen frei, sehr zur Freude meines Schwesterchens, wie man sich wohl denken kann.
Vielleicht können wir ja schon am Samstag unsere Sachen auf unser Schiff bringen, ich muss Papa mal fragen, ob das möglich ist.
Ich bin auch gespannt, wer von der Mannschaft noch an Bord ist. Das letzte Mal, dass ich für mehrere Tage an Bord war, das war in unserem Portugal Urlaub vor zwei Jahren. Damals waren wir sechs Wochen in Lagos und hatten das Schiff dabei und haben Teile der Mittelmeerküste bereist, das war schon toll.
Die Crew besteht aus acht Leuten, bei Bedarf wird das um zwei Stewards aufgestockt, aber Papa hat gemeint, wenn wir unterwegs sind, können auch einige von uns helfen bei der Vorbereitung des Raumes, in dem gegessen wird. Die ein oder andere Arbeit an Bord kann dann auch von uns gemacht werden, dann geht auch die Zeit rum.
Mein Handy summt, macht Musik und Kevin ist dran. Ganz aufgeregt erzählt er, dass die Seebestattung des Herrn Wörner am kommenden Montag stattfindet und dass sie ja versprochen haben, Wolfi und er, dass sie die alte Dame und den Fiffi dabei begleiten wollten. „Warte“, sag ich, „ich geh mal schnell runter zu Papa, dann kannst du mit ihm und Mama sprechen, was ihr machen sollt.“
Ich laufe runter ins Wohnzimmer, wo Mama und Papa noch sitzen, bei ihnen Oma und Frieda. Ich gebe Papa mein Handy und sag: „Kevin ist dran und hat ein Problem.“
Papa nimmt das Handy, meldet sich und hört dann erst mal zu. Nach dem Kevin wohl alles berichtet hat, sagt Papa: „Das ist zwar ein kleines Problem, aber ich hätte da einen Vorschlag. Ihr bringt beide eure Sachen für den Urlaub aufs Schiff am Sonntag, bleibt dann aber hier bei uns und geht mit der Frau zur Seebestattung, so, wie ihr es versprochen habt. Am Dienstag fahrt ihr mit Kai, Lis und mir nach Berlin und dann gehen wir Mittwochabend oder Donnerstagmorgen in Berlin an Bord. Dann habt ihr euer Versprechen erfüllt und doch noch genug Urlaub mit den anderen und uns auf dem Schiff, ist das OK für Euch?“ Papa horcht jetzt zu und sagt dann: „OK, ihr Zwei, dann machen wir das so, gute Nacht. Morgen, am Abend, besprechen wir hier die Einzelheiten.“
Papa gibt mir das Handy zurück und erzählt den anderen kurz, was los war, während ich wieder nach oben zu meinem Schatz, der bereits fertig für die Nacht im Bett liegt und Musik hört. Auch ich mache mich schnell bettfertig und krabbel zu ihm in das vorgewärmte Bett. Ein paar Küsse später, von leiser Musik berieselt, schlafen wir Po an Po einem neuen Tag entgegen. Die Anlage schaltet sich später von alleine ab.

Kevin

Heute haben wir echt viele Bilder gemacht und auch einiges entwickelt für den Auftrag des Bremer Wirtschaftsministers. Auch für die ständige Ausstellung in der Firma sind einige dabei. Später dann, nach dem Abendessen, habe ich gesehen, das der Akku meines Handys leer ist und ich habe es zum Laden an geschlossen. Es muss wohl schon etwas länger leer gewesen sein und da es oben im Zimmer lag, habe ich das auch nicht bemerkt. Erst als ich Martin und Kai eine SMS schicken wollte, wann wir morgen rüber kommen wollen, habe ich es gesehen und als ich es dann eingesteckt habe, zeigte es den Eingang einer SMS an.
Als ich die lese, sie ist vom Anwalt der Frau Wörner, erschrecke ich zunächst, denn er schreibt, das am Montag die Seebestattung des verstorbenen Herrn Wörner stattfindet und das wir um halb Elf am Hilton sein sollen, um Frau Wörner und Ihn zur Bestattung zu begleiten. Eigentlich sind wir ja dann schon auf der Elbe unterwegs und können nicht dorthin fahren, zu der Bestattung. Ich zeige Wolfi die Nachricht und wir wissen beide nicht, wie wir uns jetzt verhalten sollen.
Die Frau und auch der Anwalt gehen davon aus, dass wir teilnehmen, weil wir es ja versprochen haben. Das würde aber bedeuten, dass wir nicht mit unseren Freunden die Schiffstour mit machen können. „Ich rufe mal Jerome an“, sag ich zu meinem Schatz, „vielleicht weiß der Rat.“
Nach dem ich Jerome erklärt habe, was los ist, sagt der, das er runter geht zu seinem Vater und diesen ans Handy holt.
Herr Remmer sagt, nach dem ich ihm die Situation geschildert habe, zu mir, das wir zwei dann am Sonntag nicht mit dem Schiff fahren sollen, sondern am Dienstag mit ihm, Lis und Kai nach Berlin fahren, nach dem wir am Montag, wie versprochen, an Herrn Wörners Bestattung teilgenommen haben.
Das ist die Lösung, finden Wolfi und ich und so werden wir es auch machen. Wir sagen dann auch seinen Eltern, was sich für uns geändert hat und das wir dann am Montag von hier aus zum Hilton fahren wollen und mit Frau Wörner und dem Anwalt zu der Seebestattung fahren.
Später im Bett meint Wolfi, das Carl August fast immer eine Lösung parat hat, wenn es ein Problem gibt und das er froh ist, ihn zu kennen und ihn auch zum Freund zu haben. Das sehe ich genauso.
Morgen wollen wir noch Bilder machen gehen, weil immer noch einige fehlen. Jetzt wird erst mal gepennt und morgen früh, sehen wir dann weiter. Auch wollen wir das neue Auto noch putzen, wenn wir zurück kommen von der Bildertour. Es dauert nicht lang, bis wir eingeschlafen sind.

Paul

Als die ersten auf brechen, so gegen halb zehn, gehe ich mit Rolf hoch in mein Zimmer und als die Türe hinter uns ins Schloss fällt, drehe ich den Schlüssel rum. Seine Augen sehen mich fragend an und ein leichtes Grinsen liegt auf seinem Gesicht. „Was hast du vor?“, fragt er, „Die Oma und die Tante sind noch da, die fahren erst morgen.“
„Ich weiß das schon, mein Schatz“, sag ich, „aber ich will mit dir doch nach dem Dusche endlich meine Unschuld verlieren, will mich mit deinem Schwanz aufspießen, will endlich mehr und ich wünsche es mir von dir.“ Wow, das habe ich jetzt wirklich genauso zu ihm gesagt und er schaut mich mit großen Augen an. „Echt jetzt? So richtig ficken? Hast du keine Angst, das es weh tut?“, fragt er leise.
„Selbst, wenn es am Anfang weh tut, kann es doch nur gut sein“, sag ich, „sonst würden unsere Freunde es nicht so oft tun. Ich will es endlich wissen, also hopp, Kleider aus und ab ins Bad.“
Wir beginnen, uns aus zu ziehen, Rolf setzt sich dazu in einen Sessel, um sein Bein zu schonen. Ich denke nicht, dass uns die Verletzung, bei dem was ich vorhabe, beeinträchtigen wird. Auf jeden Fall werden wir vorsichtig sein, damit nichts passiert.
Schnell sind wir nackt, betrachten uns, grinsen, weil wir beide bretthart sind und setzen uns gleichzeitig in Richtung Bad in Bewegung. Vor der Badtüre dreht er sich um und breitet die Arme aus und nur zu gern drücke ich mich an ihn, um mich umarmen zu lassen, wo bei sich die Schwänze zur Seite und nach oben gedrückt und dann zwischen unseren flachen Bäuchen eingeklemmt werden. Das fühlt sich verdammt gut an und als Rolf ein bisschen hin und her reibt, steigt die Geilheit noch mal, obwohl das kaum mehr möglich ist. Ein heißer, langer Kuss, von ersten Stöhnen untermalt, folgt und dann nuschle ich in seinen Mund: „Nu..duusch..en, je..etzt“, sonst geht mir schon hier an der Türe einer ab.
Mit dem Po drückt er die Türe auf und geht rückwärts, immer von mir gehalten und ein bisschen gestützt, in mein tolles Bad. Als er in der ebenerdigen Dusche steht, setze ich mich zuerst mal aufs Klo und drücke in mehr oder weniger freudige Erwartung auf den Besuch dort hinten in mir, den ich heute noch erwarte. Nach dem Abspülen stell ich mich ebenfalls unter den sehr warmen und angenehmen Wasserstrahl und streichle den tollen Body meines Schnuckels, der einfach toll ist und hinter dem mittlerweile alle anderen, sogar Ole, ein bisschen verblasst sind. Er ist der schönste von allen für mich und mit diesem Gedanken drehe ich nun die Handbrause vom Schlauch ab, um meinen Po zu spülen.
Ole hat mir erklärt, wie man es macht und hat mir auch den Link eines entsprechenden Videos gegeben, so dass ich es dann auch auf dem Bildschirm verfolgen konnte, wie es funktioniert. Als ich jetzt in die Hocke gehe, um zu spülen, setzt sich Rolf auf den Sitz an der Wand und schaut interessiert zu, was ich mache.
Nach dem ich dreimal Wasser in meinen Po gelassen habe, kommt nur noch klares Wasser zurück und ich denke, das es jetzt sauber ist in mir. Das, was jetzt noch am Boden und am Abfluss hängt, spüle ich weg und jetzt sieht es wieder so aus, als hätte hier nichts stattgefunden. „Klar Schiff“, sag ich grinsend zu Rolf.
„Machst du das bitte bei mir auch?“, fragt er mit etwas Farbe im Gesicht. „Dann musst du erst auf die Toilette gehen“, sag ich, „aber passe auf mit den nassen Füßen, dass du nicht aus rutschst. Warte, ich halte dich fest.“ Dann sitzt er auf dem Pott und drückt. Als er soweit fertig ist, helfe ich ihm wieder unter die Dusche. Dort setzt er sich mit meiner Hilfe auf den Boden und dann spülen wir seinen Po und es klappt gut mit uns beiden.
„Warum spülst du dich auch, willst du auch ficken, passiv, mein ich?“ frag ich meinen Schatz. „Vielleicht, mal sehen, wie es bei dir ist und es kann ja dann sein, das ich es auch will dann, oder?“, sagt er mit leichter Tönung um die Nase.
Wir küssen uns lange, dann nehme ich die Handtücher, reich ihm eins und wir trocknen uns ab. Wir sind immer noch oder schon wieder steif und so nehme ich seinen Arm und wir gehen zum Bett. Ich schlage die Decken zurück und breite ein großes, trockenes Handtuch aus und dann legen wir uns nebeneinander, küssen, schmusen und fummeln am jeweils anderen rum und bereiten uns gegenseitig Lust.

Rolf

Seine Hände streichen an meinen Seiten entlang nach unten, wo er mittlerweile auf meinen Oberschenkeln sitzt. Von den Nippeln nach unten bis zu den Pobacken und wieder zurück streichelt er mich immer mehr in Stimmung. Mein Penis, knüppelhart, sondert bereits reichlich Lusttropfen in großer Menge ab und da, wo die Eichel auf dem Bauch liegt, ist schon eine kleine Pfütze entstanden so stark tropfe ich oder besser gesagt, mein Penis.
Jetzt beginnt Paul, sich mit den Fingern der rechten Hand selber den Po zu weiten. „Lass mich das tun“, sag ich und nach kurzem Zögern drückt er mir die Geltube in die Hand und dreht seinen Po in meine Richtung, so dass ich alles in Reichweite habe.
Vorsichtig, wie im Internet gesehen und von Noah beschrieben, beginne ich mit dem Zeigefinger in seinen Po zu fahren. Mit Gel geht das relativ gut und meine Frage, ob alles OK ist, bejaht er. Nach einer etwa dreißig Sekunden dauernden Eingewöhnungszeit nehme ich erneut Gel und dann den Mittelfinger dazu und weite nun vorsichtig immer etwas mehr und auch etwas tiefer. Paul stöhnt leise, drückt sich gegen meine Hand und macht nicht den Eindruck, dass er leidet.
Der dritte Finger, Gel benetzt kommt jetzt dazu und ich drücke etwas fester in ihn hinein. Zwei drei Mal weicht er etwas nach vorn aus, es ziept jetzt wohl doch aber dann drückt er wieder dagegen, geil ist das und so neu für uns.
Er hat ein Kondombriefchen aufgerissen und rollt das Gummi über meinen Schwanz, fast komme ich dabei. Jetzt setzt er sich über mich und langsam, wie in Zeitlupe, sinkt er auf meiner Länge nach unten, sechzehn Zentimeter geiles Fleisch verschwinden einfach in ihm und dann kitzeln meine Schamhaare an seinem Po. Wir sind beide nicht rasiert und auch nicht beschnitten, Natur pur, obwohl bei mir kein Urwald wächst, sondern ein eher dünnes, blondes Pelzchen meinen Pimmel und den Sack umrahmt. Bei Paul ist es deutlich buschiger und eher dunkelbraun, aber mir gefällt es so.

Paul

Langsam habe ich seinen Schwanz in mich aufgenommen, das erste Stück tat schon etwas weh, aber irgendwie war es trotzdem geil, das Gefühl fast zu platzen da am Hintern und dann, auf einmal, lässt der starke Druck etwas nach und er ist ganz drin……einfach Hammer geil. Nach einer kurzen Gewöhnungsphase, ich atme ein paar Mal tief ein und aus, fange ich dann an zu juckeln, langsam, erst etwas vor und zurück, das weitet den Ring noch ein bisschen und sorgt für erste leichte positive Spannungen im Vergnügungscenter.
Ole hat gesagt, wenn er erst mal ganz drin steckt, wird es mit jeder Bewegung besser, das merke ich jetzt gerade am eigenen Leib und mein Schatzi wohl auch, wenn ich seinen Gesichtsausdruck und sein leises Stöhnen richtig deute.
Mit dem Beginn der auf und ab Bewegungen, die ich jetzt auf seinem Schwanz mache, kommen vollkommen neue, sehr geile Empfindungen an und in unseren Körper, es kribbelt, ist eng und heiß und mein Schatz fängt auf Grund der Fickbewegungen an zu stöhnen, zu glühen, zu genießen. Der Zauberstab in meinem Po weckt Gefühle nie gekannten Ausmaßes und Intensität in mir. Der Verstand versinkt in einem Ozean von Emotionen und Empfindungen, die Zeit steht still. Dann, sich langsam in der Tiefe aufbauend und mit ständig wachsender Geschwindigkeit nach oben schießend, überrollt uns der Höhepunkt. Einem Tsunami gleich und in einer nie erlebten Heftigkeit, lässt er uns beide, einer Ohnmacht nahe, nach Luft schnappend und stöhnend aufeinander liegend, auf meinem Bett zurück.
Oh Mann, ist das soo geil, so hatte ich es nicht erwartet, nicht beim ersten Mal. Ich liege auf seinem Schweiß- und Sperma nassen Bauch, beruhige mich nur langsam, fühle seine Hände, die sanft über meinen Po und Rücken streicheln. Die Erregung klingt ab und dann sagt er: „Ich liebe dich Paul, das war so schön, einfach unglaublich und das möchte ich noch oft mit dir erleben.“
„Ich liebe dich auch, mehr als alles andere auf der Welt“, sag ich und hauche viele kleine Küsse auf sein Gesicht.
Mein Rolf, das ist er wohl, er tut mir so gut, ich will ihn für immer behalten. „Schatzi“, sagt er, „ich bin jetzt KO. Morgen früh, wenn die Oma abgereist ist, bin ich dann dran mit Pussy oder muss es heute noch sein?“
„Quatsch“, sag ich, „wenn du sagst, du willst es, dann ist der richtige Zeitpunkt und ich glaube, nach dem, was ich heute dabei empfunden habe, wirst du es auch mögen. Es ist so toll.“ Er strahlt mich an. „Dann morgen, wenn wir wach werden, dann wird die zweite Jungfrau geknackt“, sagt er und lacht ein bisschen.
Ich habe das Gummi, das erste, das wir zusammen verbraucht haben, gleich entsorgt, nach dem ich vom Bett auf gestanden bin und mache uns dann kurz mit meinem Schlafshirt sauber.
Vorher hatte ich erst einmal überhaupt ein Gummi über mein Glied gerollt, voriges Jahr, zu Hause auf dem Klo. Ich habe es dort quasi anprobiert, wollte wissen, ob es überhaupt passt auf meinen Schwanz. Ich hatte es zuvor Lothar, meinem ältesten Bruder aus dem Nachtschrank stibitzt und musste lachen, da das Verfallsdatum schon überschritten war. Ich kann mir auch nur schwer vorstellen, das sich jemand erbarmt und mit Lothar in die Kiste steigt. Sex kannte der bestimmt nur aus dem Puff oder mit Gretchen Faust.
Nachdem ich das Handtuch zum Unterlegen und das verschmierte Shirt zusammen mit dem Kondom im Bad entsorgt habe, lege ich mich zu ihm und zieh eine Decke über uns. Wir kuscheln uns nackt an einander und nach einem gute Nacht Kuss schlafen wir. Der Wecker steht auf acht Uhr, weil die beiden alten Damen schon mit Kai um halb zehn abfahren und vorher unten noch mal ein gemeinsames Frühstück stattfindet. Oles Mutter bringt alles vom Bäcker mit, was gebraucht wird.
Wenn Oma und Frieda fort sind, haben wir ja sturmfrei und ich hoffe, das Oles Mutter dann auch unten bleibt bei Frau Gut.
Bald darauf sind wir ein geschlafen, glücklich und um eine wichtige Erfahrung reicher, die uns auch noch ein weiteres Stück näher zusammen gebracht hat. Ich freue mich auf Morgen und er bestimmt auch.

Kai

Halb Sechs hat der Wecker uns wach gemacht, Martin und mich. Die Jungs sind ja bei Wolfi zu Hause und so können wir beide nach einer Tasse Kaffee nackt ins Bad laufen, um dort gemeinsam zu Duschen. Wie immer bei einer Gemeinschaftsdusche spielen wir dem Partner noch ein bisschen am Schwanz herum und Martins Finger sucht dabei auch meine Prostata, was einen besonders spritzigen Erfolg nach sich zieht. Sauber und entspannt gehen wir dann, angezogen, versteht sich, rüber zu einem gemeinsamen Frühstück.
Martin wird danach Carl August fahren, während ich den Achter mit den Sachen der beiden Damen belade. Sechs Wochen Kurlaub, da kommen schon einige Koffer und Taschen zusammen und Hinnerks Gepäck muss ja in Bremen auch noch eingeladen werden. Ich hoffe, das der Heli das schafft und nicht unterwegs irgendwo notlanden muss,…..grins.
Ab Sonntag ist Martin ja dann mit den Jungs unterwegs und wir sehen uns wohl erst noch mal am Mittwoch in Berlin. Vielleicht bleiben er und ich ja noch ein oder zwei Nächte dort, bevor wir zurück fahren. Bis zur Fahrt nach England ist es ja dann auch nicht mehr so lange. Wir sind echt gespannt auf die „Protzkiste“, wie Jerome Omas neues Auto immer nennt.
Wir werden auf jeden Fall ein paar Tage in London bleiben, mein Schatz und ich und einige angesagte Clubs besuchen, wenn wir schon mal dort sind und den ein oder anderen Fetischladen auch, meist wohl nur zum gucken, aber ein paar Souvenirs werden wir schon mit bringen und das ein oder andere kleine Geschenk für die Jungs auch. Der Gedanke an Kevins große Augen und seinen roten Teint beim Anblick eines Plugs oder von einem Paar Plüschhandschellen sehe ich jetzt schon vor mir und muss grinsen.
Als wir um kurz vor acht rüber kommen, ist schon Betrieb im Esszimmer und einiges an Gepäck haben die Jungs wohl schon von oben mit runter gebracht. Paul und auch der Rolf waren wohl heute Nacht oben in Pauls Zimmer. Frau Jensen hat den halben Bäckerladen mit gebracht und alle finden sich jetzt nach und nach am Tisch ein.
Fünfzehn Leute mit Martin und mir sorgen dafür, dass der Brötchenvorrat kontinuierlich abnimmt.
Paolo, der wohl auch über Nacht hier war, ist bereits um kurz vor sieben zur Arbeit gefahren. Carl August fährt nach dem Frühstück mit Martin, alle anderen haben wohl frei heute, wenn man uns beide und Frau Gut und Frau Jensen nicht mit einrechnet, die wohl auch heute noch arbeiten hier.

Matze

Nach diesem tollen Start in unseren letzten Arbeitstag als Zivildienstleistender sind wir beide überpünktlich in Bremen auf dem Klinikparkplatz angekommen und nach ein bisschen Knutschen im Auto gehen wir auf unsere Stationen und ich beginne zum letzten Mal mit dem allmorgendlichen Betten machen, ich denke, das es bei Chris nicht anders sein wird. Zur Pause wollen wir uns in der Cafeteria was holen und dann wieder im Auto ein bisschen schmusen.
Wenn wir Schluss haben, wollen wir zuerst Robin holen, dann Kois füttern und eventuell noch das kaufen, was uns zum Urlaub, aber auch im Hinblick auf die USA Reise noch an Dingen, Kleidern und Sachen fehlt. Auch zur Bank wollen wir dann noch, Geld für unseren Urlaub abheben.
Chris will dann auch noch zu Robins Hausarzt, Rezepte für Robins Medikamente holen, damit die auf der Reise nicht aus gehen. Angerufen hat er dort schon, wir müssen die Rezepte nur holen und dann zur Apotheke. Das machen wir am besten vor dem Shoppen, dann ist das erledigt und wenn die Zeit heute knapp wird, können wir ja auch morgen noch shoppen, zum Arzt aber morgen nicht, weil ja Samstag ist.
Am Abend schlafe ich dann wieder bei Chris und morgen fahren wir vormittags zu uns und packen dann auch gleich noch meine Sachen und füttern die Fische. Dann muss ich noch unserem Gärtner, einem Rentner, der in der Nähe wohnt, die Schlüssel bringen. Der schaut auch immer nach dem Rechten und füttert die Fische in unserer Abwesenheit. Da er das in der Vergangenheit schon häufig gemacht hat, kennt er sich aus und macht alles immer sehr gewissenhaft, so dass ich dann unbesorgt auch die letzte Nacht vor der Schiffstour bei Chris verbringen werde.
Mal sehen, wie wir alles geregelt kriegen und ob wir uns morgen auch noch mit den anderen treffen oder erst am Sonntagmorgen. Treffen tun wir uns ja dann wohl bei Zeiten bei Jerome zu Hause und fahren von dort aus dann zum Hafen, wo das Schiff reisefertig auf uns wartet.
Die Betten sind gemacht, das Frühstück ist verteilt und die Pause rückt näher. Ein junger Patient, so um die Zweiundzwanzig, wird von mir jetzt runter gebracht zu einem kleinen OP Raum, er hat wohl einen Nierenstein, der jetzt entfernt werden soll. Er schaut ein bisschen ängstlich, als wir ihn in seinem Bett zum Aufzug fahren. Er heißt Holger und ist nett und jetzt schon fünf Tage bei uns. „Du brauchst keine Angst zu haben, Holger, so ein Steinchen ist keine große Sache, wenn alles klappt, kannst du dann bestimmt Montag nach Hause“, versuche ich, ihn auf zu muntern, was aber nicht so recht gelingt.
Nach dem wir ihn abgeliefert haben, gehe ich in die Pause und laufe zügig zur Cafeteria. Fast zeitgleich mit meinem Schatz, komme ich dort an und wir kaufen was zum Essen und Trinken. Mit den Sachen gehen wir die fünfzig Meter bis zum Auto und setzen uns hinein. Zuerst küssen wir uns zärtlich, dann mach ich Muke an und dann frühstücken wir das zweite Mal. Dabei reden wir über den Nachmittag und auch über Morgen, über Robin und auch, wie unser Morgen bisher war. Chris erzählt, dass sie jetzt auf der Station davon ausgehen, dass wir beide zusammen sind. Die Schwester Erika hat uns wohl gesehen auf dem Parkplatz, Vorgestern als wir vor der Abfahrt erst mal geschmust und geknutscht haben. Ich muss grinsen, dann haben sie ja nach der Sache mit Janus einen deutlich besseren Gesprächsstoff und solange sie nichts Böses über uns erzählen, kann es uns ja egal sein.
Nach der Pause, wir haben fünf Minuten überzogen, hole ich den Holger wieder ab und fahre mit ihm nach oben. Der Stein ist raus und jetzt geht es ihm auch deutlich besser. „Du hattest recht, Matthias“, sagt er, „es war nicht so schlimm und es ist problemlos gelaufen. Montag geht es nach Hause.“ „Das freut mich für dich“, sage ich, „ich habe heute meinen letzten Tag als Zivi hier. Am Sonntag geht es zunächst in Urlaub und am zwei und zwanzigsten fliege ich mit meinem Schatz in die USA für etwa ein halbes Jahr.“
„Das sind ja tolle Aussichten“, sagt er, „da wünsche ich dir viel Spaß.“ Wir schieben ihn in sein Zimmer und sein Zimmerkollege fragt ihn dann auch gleich, wie es unten gelaufen ist. Ich geh zurück zum Stationszimmer und melde dort, dass der Holger wieder oben ist, ohne Nierenstein.

Chris

Nach der Pause, die wir zusammen verbracht haben, muss ich runter und in der Bäderabteilung eine Patientin abholen. Unten treffe ich auf Noah, Rolf und auch Paul, die zu ihrem Rehaprogramm wollen. Paul begleitet Rolf und er sagt, das sie nach her von Sergej wieder abgeholt werden, weil sie heute noch einmal bei Paul schlafen und erst morgen von Rolfs Opa dort abgeholt werden, um während Remmers Abwesenheit bei Rolf zu wohnen.
„Sturmfreie Bude“, sag ich grinsend und beide werden etwas rot um die Nase. „Na, das ist doch schön für euch“, sagt Noah jetzt und schaut die beiden grinsend an. Jetzt steigert sich der Rotton noch ein wenig und lachend sagt Noah: „Ihr Klemmschwestern“. „Arsch“, kontert Rolf und grinst nun ebenfalls. „Gelegenheit macht Liebe“, setze ich auch noch einen drauf und jetzt lachen wir alle.
„Es hat schon was“, sagt Noah, „wenn du morgens die Augen aufmachst und dein Schatz liegt neben dir.“ Nun nicken wir drei zustimmend und Noah fährt grinsend fort: „wenn dann noch seine Morgenlatte an deinen Po stößt……Herz, was willste mehr.“
Ich hole meine Patientin aus dem Raum und fahre sie mit dem Rolli zum Aufzug und denke, das die drei schon einiges Erlebte mit einander verbindet, eigentlich mich auch mit, denn die Zeit, in der sie oben gelegen haben, sind sie sich näher gekommen, Rico nicht zu vergessen. Ich denke, die Waschungen durch mich waren noch das Harmloseste oben im Zimmer.
Oben helfe ich der Patientin ins Bett und räume den Rolli weg. Jetzt kommt schon bald das Mittagessen und dann neigt sich die letzte Schicht dem Ende zu. Ferien, mit Robin und Matthias und den anderen Freunden, ich freue ich drauf und der Kleine erst. Mama wird schon ein bisschen traurig sein, das sie ganz allein ist die nächste Zeit. Ich werde ihr sagen, sie soll auch mal ein wenig fort gehen, unter die Leute, vielleicht findet sie ja jemanden, mit dem sie ein bisschen mehr Zeit verbringen möchte und es wäre bestimmt gut für sie, wenn das verwaiste Gärtchen auch mal wieder beackert würde. Mit drei und vierzig Jahren geht doch bestimmt noch was,…..mal sehen, grins.

Micha

Der Abend gestern bei Jerome war Klasse, mit Schwimmen und so und dann noch das gute Essen. Plötzlich so viele Freunde zu haben und sich öfter zu treffen und Spaß zu haben, das ist zwar nicht ganz neu für uns, aber, weil eben die meisten hier auch schwul sind, ist die Freundschaft schon etwas anders und so toll.
Unternommen haben Tom und ich eigentlich nicht soo viel, wir waren in keinem Verein, haben die Freizeit immer zusammen verbracht, mit Skaten und Rollschuhfahren und auch lernen. Seit etwa einem Jahr gehen wir Freitagabend immer zu „Helmuts Eck“, einer Kneipe am Ende unseres Wohnviertels, dort treffen sich ein paar Jungs und auch Mädels, um Billard oder Dart zu spielen und irgendwie sind wir dann auch dazu gekommen. Der Tisch und auch das große Dartspiel sind in einem Nebenraum der Kneipe, so dass wir dort meist für uns sind an dem Abend.
Zufällig sind wir im vorigen Jahr dort vorbei, wollten eigentlich nur ein Bier trinken, sind aber dann über das Zuschauen beim Billardspielen mit den Jugendlichen in Kontakt gekommen und gehen seit der Zeit fast immer Freitagabend dort hin.
Das ist immer ganz locker und macht auch Spaß. Einige in dieser Runde sind auch zusammen, heteromäßig, mein ich, der größte Teil kennt sich aber nur aus der gemeinsamen Zeit in der Kneipe oder der Schule und sie sind auch eher nur locker befreundet. Ob unter den Jungs auch jemand schwul ist, wissen wir nicht und Thema war das auch noch nie in diesem Kreis.
Es geht ziemlich zwanglos zu und oft werden die Getränke, meist Bier oder so was in der Richtung, aus gespielt an der Dartscheibe oder beim Billard. Die meisten der dort anwesenden Jugendlichen sind aus unseren Viertel und einige kennt man noch aus der Schule. Es ist immer ganz nett und wir gehen gern dort hin.
Tom und noch zwei Jungs sind schon achtzehn, die anderen, auch die Mädels, sind sechzehn oder wie ich, siebzehn und der Wirt schickt uns auch immer um zwei und zwanzig Uhr nach Hause. An den folgenden Wochenenden sehen wir die Leute nur dann, wenn wir Freitag was abgemacht haben, Kino oder auch Mac Doof und auch die ein oder andere Kirmes haben wir schon mit einigen aus der Billardclique besucht.
Als wir mit Toms Roller gestern Abend zu Hause ankommen, gehen wir beide zu ihm, weil ich heute dort penne. Da wir ja jetzt out sind, sehen wir keinen Grund, in verschiedenen Betten zu schlafen und wenn auch unsere Betten mit ein Meter vierzig nicht so komfortabel breit sind, so reicht der Platz für zwei verliebte Jungs doch alle mal aus. Dank dem Einsatz von Jeromes Vater müssen wir beide ja ab Samstag nicht mehr arbeiten, aber heute Morgen war der Wecker noch voll und auch verdammt früh im Einsatz.
Tom, der in zwei Schichten arbeitet, er muss um sechs Uhr anfangen, muss bei Frühschicht um fünf Uhr auf stehen, ich fange im Autohaus erst um sieben an und als Tom fährt, gehe ich rüber zu uns und in mein Zimmer. Dort mache ich mich dann auch fertig für die Arbeit und dann decke ich den Frühstückstisch für die Meute. Als nächster erscheint dann mein Bruder, der um viertel vor sieben los fährt und mich vor seiner Arbeit bei uns an der Firma absetzt.
„Alles klar bei Euch?“ will er nach der Begrüßung von mir wissen. „Joo, alles paletti“, sag ich und grinse ihn an. Out zu sein ist cool, alle wissen es hier und bei Tom, nichts Heimliches mehr, das ist ein sau gutes Feeling, finde ich und so ist denn meine Laune hervorragend. „Du siehst so fröhlich und zufrieden aus“, sagt er grinsend, „habt ihr gefickt?“. „Boah eh, was soll der Scheiß, das geht dich nichts an“, sag ich. „Das finde ich auch“, kommt Mamas Stimme aus dem Hintergrund, sie hat das wohl gerade voll mit bekommen und ich werde rot, mein Bruder auch und als Mama ihm eine Kopfnuss gibt, verschüttet er vor Schreck etwas Kaffee auf das Wachstuch.
„Wer hier wann mit wem auch immer Sex hat“, sagt Mama bestimmt, „wird hier zu Hause nicht näher kommentiert oder zum Gesprächsgegenstand gemacht, ist das klar. Micha hat auch noch nie nach gefragt, wann und mit wem du deine Sexualität auslebst. Bei ihm weiß ich zumindest, mit wem er ins Bett geht und vor ungewolltem Oma werden muss ich bei ihm auch keine Angst haben.“
WOW, das war mal eine coole Ansage von Mama und mein großes Brüderchen hat den Kopf und wohl auch den Schwanz eingezogen.
Später werde ich das Tom erzählen, wenn ich ihn in seiner Pause anrufe. Das wird ihm gefallen, dass Mama ihn Quasi schon als Schwiegersohn auf der Liste hat.

Jerome

Halb zehn, nach dem Frühstück im großen Rahmen krabbeln Oma und Frieda in den bepackten Achter und unter allseitigem Winken fährt Kai vom Hof. Ab spätestens heute Abend wird der Cremantverbrauch auf Borkum sprunghaft ansteigen und der Händler hier muss sechs magere Wochen überstehen.
Papa meint, bevor er mit Martin in die Firma fährt, das wir nach diesem verspäteten Frühstück heute gegen Abend ja noch mal grillen könnten und wir jungen Leute könnten das ja über Tag organisieren, sagt er und es würde nichts dagegen sprechen, all unsere Freunde dazu einzuladen. Dann fährt er mit Martin los.
Mama, Sergej und ich gucken uns an und Mama grinst und sagt: „Ich bin mal gespannt, wie Papa und ich damit klar kommen, das ihr bald alle in Bremen wohnt. Ich denke, er wird versuchen, euch jedes Wochenende hierher zu locken. Das werden wohl alle hier im Haus, auch die zwei aus der Wohnung unten, mit allen Tricks versuchen.“ Damit hat sie wohl mal wieder vollkommen recht.
Sergej und ich, auch Natascha, tippen jetzt fleißig SMS ins Handy, die modernen Buschtrommeln singen das Lied vom heutigen Grillabend, wer will kann sein Urlaubsgepäck ruhig schon mit bringen und Beginn ist achtzehn Uhr und wer nicht mobil ist, soll sich melden, dann wird er ab geholt.
Mama tippt auch eine Nachricht, ich denk mal an Irene. Die wird sich wundern, waren sie doch erst gestern hier mit Noah und Enrico. Mal sehen, ich denke, sie werden heute auch kommen, wenn sie nicht schon was anderes geplant haben.
Im Laufe des späten Vormittags kommen die Rückmeldungen und bis zum Mittagessen hat keiner abgesagt. Wir haben die Terrasse fertig gemacht und auch die Sachen zum Essen bestellt, die holen wir später ab. Zum trinken ist noch genug von Gestern übrig, so dass wir alles im Griff haben.

Carl August

Auch mein letzter Arbeitstag steht im Zeichen des anstehenden Urlaubs, der ja für Lis und mich, nun aber auch für Wolfi und Kevin mit einer durch die Bestattungen von Lis Eltern und dem Herrn Wörner bedingten Verzögerung am Sonntagmorgen beginnen sollte.
Ich werde jetzt mal den Kapitän unseres Schiffes kontaktieren, horchen, ob alles soweit klar ist.
Karl Sundermann, so heißt der Kapitän, meldet, dass die „August Remmers“ klar zum Auslaufen ist und dass nur noch die Passagiere fehlen.
Ich sage ihm, dass wenn er damit einverstanden ist und Martin und die Jungs es wollen, sie morgen schon das Gepäck bringen werden und dann auch, der, der möchte, schon über Nacht an Bord bleiben kann. „Die Jungs und Mädels bedienen sich selbst“, sag ich zu ihm, „ so das wenn Martin auch an Bord bleibt, von der Besatzung nur einer anwesend sein müsste über Nacht und das man dann Sonntag Morgen in See stechen kann, wenn alle an Bord sind. Wer und ob erst am Sonntagmorgen noch Leute zusteigen, weiß ich jetzt nicht, aber das sehen wir ja denn morgen, wenn fest steht, wer über Nacht an Bord bleibt.“
Im Laufe des Tages regele ich dann noch alles für meine Abwesenheit, Ulf ist ja noch zwei Wochen in der Firma und hält den Kontakt mit mir, so das, wenn es dann erforderlich sein sollte, ich immer erreichbar bin.
Um sechzehn Uhr lasse ich mich dann nach Hause fahren, wo mittlerweile schon eine Menge des von mir so gern gesehenen Jungvolks eingetroffen ist. Da die Terrasse schon fix und fertig vorbereitet ist, sind sie alle unten im Badebereich, wie mir Lis sagt. Als ich ihr sage, das Mama und Frieda gut angekommen sind, sagt sie lachend, das Mutter schon eine SMS geschickt hat und ein Bild mit der ersten Flasche Cremant.
Martin und Kai haben den Grill vorbereitet, grillen will aber Enrico, der mit Noah und Familie auf dem Weg zu uns ist. Auch Paolo will seinem Bruder helfen beim Grillen und Salate und Brot sind längst vorbereitet. Lis hat Frau Gut und Frau Jensen auch eingeladen, zu bleiben und da ihre Kinder auch alle hier sind, bleiben sie gern. Ich ziehe mir, nach dem ich geduscht habe, was legeres Bequemes an, schließlich habe ich jetzt Urlaub.
Im Laufe der nächsten Stunde treffen auch die anderen noch ein und nur der Armin und seine Denise fehlen, weil sie schon in Urlaub sind. Auch Kevin und Wolfi sind gekommen und haben mir erzählt, dass sie in den letzten Tagen viele Bilder geknipst und auch zum großen Teil schon fertig gemacht haben.
Ulf und Irene bleiben, das hatte Lis wohl so abgemacht und bis zum Beginn sitzen wir vier drinnen und reden über unsere Kinder und ich habe den Eindruck, das Irene nun alles als gut empfindet, nicht mehr zweifelt und wenn sie von Rico spricht, merkt man, dass sie ihn sehr gern hat.
Es ist kurz vor sechs und das Jungvolk kommt aus dem Bad nach oben, verteilt sich auf der Terrasse und es geht wohl los jetzt. Die Zwillinge machen alle Flammen am Grill an und holen Fleisch, Fisch und auch Wurst aus der Kühlung.
Sergej, Jerome und Mike verteilen Getränke uns so langsam kommt alles in Fahrt. Nach dem alle zum ersten Mal gegessen haben, winke ich Kevin zu mir und bitte ihn, doch seine Gitarre zu holen und mit Robin ein bisschen für uns zu singen. Er strahlt, als er nach unten läuft, wohl darüber, dass uns das beim letzten Mal allen so gut gefallen hat.
Während die Zwillinge den zweiten Gang vorbereiten, singen nun die Beiden wie beim letzten Mal und haben die volle Aufmerksamkeit aller Anwesenden. In einer Gesangspause gebe ich dann das weiter, was ich mit dem Kapitän der „August Remmers“ besprochen habe und die misten werden wohl schon morgen an Bord übernachten. Bei Robin, Matthias und Chris ist das noch unklar, da muss die Mutter wohl erst noch zustimmen.
Ab neun Uhr beginnen die ersten, aufzubrechen und nach Hause zu fahren. Wir haben vereinbart, morgen Nachmittag um siebzehn Uhr von hier aus los zu fahren mit dem Gepäck und das, wer will, dann auch schon seine Kajüte beziehen und dort pennen kann. Vielleicht können wir ja dann noch auf der „seuten Deern“ essen gehen oder sonst wo in Hafennähe. Alle, die mitfahren, versprechen, um sechzehn Uhr da zu sein und so fahren sie dann nach einander alle nach Hause. Dirk sagt, das er um drei noch mit zur Wohnungsbesichtigung geht, kommt aber danach so schnell es geht hier her.

Jerome

Wir Jungs aus dem Haus haben mit Martin und Kai noch die Terrasse aufgeklart und Natascha, Mama, Marianne und Paolo haben das übrig gebliebene Essen versorgt. Das werden wir wohl morgen zu Mittag essen. Als alles erledigt ist, gehen wir in unsere Zimmer. Paul und Rolf schlafen heute Nacht auch noch hier und werden morgen Mittag von Rolfs Opa abgeholt.
Sergej und ich sind müde und nach einer entspannenden Dusche, mehr wollen wir heute nicht mehr, verschieben wir mehr auf Morgenfrüh, ein schönes Bad um Neun wäre doch bestimmt recht nett.
Ich bin jetzt echt froh, dass es los geht, dass wir übermorgen in See stechen und auch morgen schon an Bord gehen, die meisten jedenfalls.
Mein Schatz und ich freuen uns auf seine Familie und die Zeit zusammen an Bord. Wir machen uns bettfertig und, berieselt von leiser Musik, schlafen wir Po an Po, friedlich in den neuen Tag.

76 Ende……..

So, wir sind zwar immer noch nicht unterwegs, aber das kommt ja jetzt bald und es gab ja auch noch einiges zu erledigen und zu erzählen. Ich hoffe, ihr hattet Spaß beim lesen.
Kommi schreiben ist erlaubt und ich werde mich bemühen, schnell weiter zu schreiben. Bis bald

Niff

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11 Kommentare

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    • tigget auf 14. Februar 2016 bei 10:38
    • Antworten

    Hallo Niffnase
    Ich bin nicht der große Kommentarschreiber aber trotzdem wolle ich dir mal zeigen das noch mehr Leute deine
    Geschichten lieben und sich auf jede Fortsetzung freuen.
    Vielen Dank mach bitte so weiter.

    Michael

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      • niffnase auf 16. Februar 2016 bei 19:35
      • Antworten

      danke, ich freue mich über all eure kommis, ich schau halt nicht so oft hier rein, deshalb hört man außer den geschichten nicht so viel von mir

      lg Niff

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    • Andreas auf 14. Februar 2016 bei 16:08
    • Antworten

    Hallo Niff,

    man, 76 Teile und noch – ERFREULICHERWEISE – kein Ende.
    Dass war vor wie viel ? Jahren so in der Form nicht zu erwarten.
    Dennoch immer wieder schön, mit interessanten Aspekten und neuen Nebenschauplätzen.

    Vielen Dank

    Andreas

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      • niffnase auf 16. Februar 2016 bei 19:39
      • Antworten

      ja hallo, es ist halt länger geworden, über drei jahre nunschon und kein ende in sicht……solang es euch gefällt

      lg Niff

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      1. Gefällt definitiv 👍 bitte meeeehr

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  1. Hi Niff, coole Fortsetzung, hat Spaß gemacht zu lesen. Hoffe, daß es deinem Auge wieder besser geht.

    VlG Andi

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      • niffnase auf 16. Februar 2016 bei 19:37
      • Antworten

      hallo andi, treuer kommischreiber hier…..danke dir und family alles gute

      lg hermann

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    • niffnae auf 16. Februar 2016 bei 19:32
    • Antworten

    danke für eure kommis, ich freu mich drüber

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    • claus auf 18. Februar 2016 bei 04:54
    • Antworten

    Hallo Niff,

    klasse Fortsetzung, es geht bald auf´s Schiff und nach NewYork.

    Freue mich auf weitere Folgen.

    Und Gute Besserung!

    Grüße
    Claus

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  2. Hallo Niff,

    Traumschiff gehört zu den BESTEN STORIS die ich bis heute gelesen habe. Hut ab!!!!
    Nur eines bemängle ich, die langen Wartezeiten für das nächste Kapitel. Man verliert durch das Warten oft den Leitfaden. ist aber bei anderen guten Storys auch so, leider.

    Die Story ist einfach KLASSE!!!!

    Grüsse aus der Schweiz

    Wale

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    1. Wir schreiben zwar schnell, aber es dauert trotzdem seine Zeit….

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