Adventskalender 2020 – Spieglein, Spieglein an der Wand – Teil 4

Der Wasserkocher kündigte das heiße Wasser an, in dem er sich abstellte. Angus schütte es in die Tassen und kam wenig später zu uns.

„Keine Sorge, mir geht es gut!“, meinte er, „naja, dass ich meine Unterkunft verloren habe…, aber ich darf ja jetzt bei dir wohnen!“

Da war es wieder, dieses Strahlen im Gesicht. Trotz seiner Vergangenheit wirkte es so rein und real. Wieso konnte ich nicht so sein? Angus verteilte die Tassen auf dem Tisch und ließ sich auf dem Sessel nieder.

Ich schaute kurz in die Luft und blinzelte mit den Augen. Erneut sammelten sich die ersten Tränen darin. Ich spürte Blairs Hand, wie sie sanft meinen Arm streichelte. Ich versuchte mich zu sammeln.

„Granny war eine tolle Frau“, begann ich einfach an zu erzählen.

Die Erinnerungen waren wieder klar, als wäre es erst gestern geschehen.

„Ich wohnte mehr hier, als zu Hause. Seit meinem Outing bei den Eltern, hing der Haussegen so etwas von schief.“

„Du hast dich zu Hause geoutet?“, fragte Angus.

„Ja, bestärkt durch Granny, hatte ich das Versteck spielen einfach satt. Meine Eltern hatten ihre Probleme damit, aber am Anfang ließen sie mich in Ruhe. Aber mein Bruder konnte überhaupt nicht damit umgehen.“

Blair schüttelte leicht den Kopf, sagte aber nichts.

„Er hetzte meine Eltern gegen mich auf. So bin ich in einer Nachtaktion zu Hause weg und ganz zu Granny gezogen.

„Du hast also schon einmal früher hier gewohnt?“, wollte Angus wissen und nippte an seiner Tasse.

„Ja. Sie schaffte es sogar, durch einen alten Freund, mir die tolle Stelle in der Bank zu vermitteln und ich war auch somit nicht mehr von dem Geld meiner Eltern abhängig. Ab da hatte ich die Hoffnung, es könnte nur noch besser werden.“

„Was hat sich dann geändert?“, fragte Blair.

„Granny…, sie wurde krank. Krebs im Endstadium. Sie war nie krank und ging auch nie oft zum Arzt. So wurde sie auch nie groß untersucht. Als sie dann mit mir zum Arzt ging, war es leider schon zu spät.“

Angus schaute mich traurig an.

„Ich versuchte so gut ich konnte, mich um Granny zu kümmern. Tagsüber bei der Arbeit und abends dann bei ihr zu sein.“

„Haben denn deine Eltern dir nicht geholfen?“, fragte Blair.

„Die?“, ich konnte nicht anders und lachte verbissen.

„Mein Bruder hat ganze Arbeit geleistet. Sein Hass gegen mich, weitete Thomas, mein Bruder  wohl auf Granny aus, denn niemand aus der Familie ließ sich blicken. Mein Vater hat noch zwei Brüder, selbst die und deren Familien wollten von uns beiden nichts mehr wissen.“

„Das finde ich schrecklich…, wie ging es dann weiter?“, fragte Blair.

„Als es Granny dann schlechter ging und ich sie ins Krankenhaus bringen wollte, lehnte sie ab. Sie wollte nicht im Krankenhaus sterben.“

Ich hielt kurz inne, denn es tat immer noch schrecklich weh und die Bilder, wie sehr sie abgenommen hatte, waren tief in meinem Herzen eingebrannt.

„… Doc Barkley, ein alter Freund von ihr, versorgte sie mit Morphium, damit die Schmerzen, die sie plagten für sie erträglich waren.“

Keiner sagte etwas und ich erzählte einfach weiter, auch wenn es weh tat. Die ersten Tränen liefen über meine Wangen.

„Dann kam der Tag, vor dem ich mich so gefürchtet hatte. Ich fand sie morgens, bevor ich zur Arbeit gehen wollte. Doc Barkley meinte, dass sie in der Nacht wohl friedlich eingeschlafen war.“

Blair griff nach meiner Hand und drückte sie.

„Ich weiß selbst, das war für mich kein Trost, aber den Ärger der nun kam, mit dem hatte ich nicht gerechnet. Natürlich habe ich die Verwandtschaft darüber versucht zu informieren. Aber kaum hatte ich meinen Namen am Telefon gesagt, wurde einfach aufgelegt.“

Selbst an den Türen wurde ich abgewiesen, es wurde einfach nicht geöffnet, so sehr ich es auch probierte.

„Mit dem wenigen Geld, das ich da verdient hatte, bezahlte ich dann auch die Beerdigung, an der keiner erschien. Es war ihre Mutter, doch niemand ließ sich blicken, wie konnte man nur so stur sein…, ich versteh das bis heute nicht.“

„Wie haben sie von Tod deiner Granny dann überhaupt erfahren?“, fragte Blair.

„Ein guter Freund von Barkley und meiner Granny war Anwalt, der hat sich um alles gekümmert, er hat jede Familie per Brief in Kenntnis gesetzt. Er hat auch später zur Testamentsvollstreckung geladen, wo wundersam auch alle erschienen und es dann zum Eklat kam.“

„Eklat?“, kam es von Angus.

„Ja! Granny hatte alles Grundstück, Haus und das bisschen Geld, über das sie verfügte, mir hinterlassen.“

„Wow!“, sagte Angus.

„Leider fing aber der Streit um das Erbe noch bei Testamentseröffnung an. Ich musste mir Beleidigungen anhören, die ich jetzt nicht wieder geben möchte.“

„Musst du auch nicht“, tröstete mich Blair.

Ich atmete tief durch und nahm einen großen Schluck von meinem mittlerweile lauwarmen Tee. Ich konnte Zimt schmecken, der irgendwie wirklich an Weihnachten erinnerte. Ich sammelte mich wieder und erzählte weiter.

„Auf alle Fälle hat dann jede einzelne Familie, einschließlich meiner Eltern, einen Prozess wegen Erbschleicherei gegen mich angezettelt!“

„Es sind deine Eltern, wie können sie so etwas tun?“, fragte Blair entsetzt.

„Geld Blair!“, kam es von Angus, „oder warum meinst du, warum ich von meinen Pflegeeltern zu Hause raus geschmissen wurde…, nur wegen dem Geld, das ab meinem achtzehnten Lebensjahr nicht mehr floss!“

Es herrschte kurzzeitig Stille und Blair schaute zwischen uns hin und her.

„Das ist noch gar nichts dagegen, was mein Bruder dann tat. Er ging zur Polizei und behauptete, dass ich Schuld wäre, das meine Großmutter gestorben wäre.“

„Bitte?“, rief Blair laut, „so ein Arsch!“

„Das Haus wurde durchsucht, weil er felsenfest behauptete ich hätte sie vergiftet.“

„Wie bist du dann heraus gekommen?“, fragte Angus.

„Anwalt Thompson und Doc Barkley. Beide klärten das Missverständnis auf und somit war die Sache vom Tisch. Für mich jedenfalls. Mein Bruder war da anderer Meinung und lauerte mir dann mit ein paar Kumpels auf. Das Ende vom Lied, ich bin im Krankenhaus wieder aufgewacht.“

„Wurde er dafür wenigstens richtig bestraft?“, wollte Blair wissen.

„Weiß ich nicht, ich habe keine Anzeige erstattet…“

„Wieso das denn, er hat dich Krankenhausreif geprügelt.“

Ich schloss die Augen und atmete durch.

„Er…, es mag sich verrückt anhören, er ist immer noch mein Bruder und… und ich wollte einfach nicht noch mehr böses Blut schüren.“

„Dass du da immer noch zu ihm gehalten hast? Ich versteh dich nicht!“, sagte Blair enttäuscht.

„Ich kann dir nicht einmal sagen warum, aber mein Gefühl sagte mir, ich handle richtig. Anwalt Thompson kümmerte sich dann von da an um alles. Er kümmerte sich um den Prozess, es wurde zu einem zusammen gefügt, weil es ja um die gleiche Sache ging. Der Richter ließ sich durch die vielen Beschuldigungen nicht beirren und befand, dass das Testament nicht anfechtbar wäre.“

„Wie ging es dann weiter? Wurdest du noch weiter angegriffen?“, fragte Angus neugierig.

„Nein, der Richter hatte wohl bei der Urteilsverkündung eine Warnung an die drei Familien ausgesprochen und seitdem wurde ich in Ruhe gelassen.“

„Was ich jetzt nicht ganz verstehe…“, meinte Blair plötzlich, „wenn du früher hier schon gewohnt hast, wieso… warum ziehst du jetzt wieder ein?“

Ich musste grinsen und wusste nicht einmal warum. Die ganze Sache war irgendwie nur verrückt.

„Als ich aus dem Krankenhaus entlassen wurde, konnte und wollte ich nicht mehr hier her. Zu tief saß der Schmerz, verbunden mit der Erinnerung, was alles passiert war. Ich kam bei Connor unter und fand wenig später diese kleine Einzimmerwohnung, die ihr beide auch kennt.“

„Wir kennen uns jetzt schon so lange, warum hast du das mir nicht schon vorher erzählt?“, fragte Blair.

„Würdest du jedem gerne erzählen, was für eine schreckliche Familie du hast?“

„Ich bin nicht jeder!“, wand Blair ein.

„Sorry, ich war einfach nicht bereit dazu, über die ganze Sache zu reden.“

„Aber was hat sich dann geändert? Du bist hier her gezogen und erzählst uns jetzt alles?“

Ich schaute Angus lange an.

„Ich… ich dachte ich wäre nun dazu bereit, stark genug und mein Leben hier fortzusetzten…, aber nachdem was heute Morgen passiert ist, war plötzlich alles wieder da.“

„Deswegen bist du heute Morgen bei Morris plötzlich so ausgetickt?“

Ich nickte und schaute zu Boden.

„Plötzlich war alles wieder da…, Betrüger und schwuler Erbschleicher hatten sie mich damals genannt und jetzt war da wieder jemand, der mich erneut des Betrugs beschuldigte.“

„Ich verstehe bis heute nicht, wie man einem Mensch auf seine sexuelle Gesinnung reduzieren kann, muss ich aber auch nicht!“, meinte Blair ärgerlich.

„Wieso hat dann dieser Morris die Kündigung nicht angenommen?“, wollte Angus wissen.

Ich schaute zu Blair, die nun leicht rot wurde.

„Als Finn aus dem Büro gestürmt war, ist mir der Kragen geplatzt. Ich bin ebenso laut geworden und habe Mr. Morris angefahren. Die Bank hatte wohl nicht ihre Hausaufgaben gemacht und mehr Erkundigungen über dich eingezogen sollen.“

„Und wieso hat dann Morris die Kündigung nicht angenommen…?“, fragte nun ich.

„Naja, da sind wohl dann die Pferde mit mir durchgegangen…, ich habe von Mobbing und falschen Beschuldigungen angefangen und mit dem Anwalt gedroht… Anzeige…gegen die Bank und so…“

Ich konnte nicht anders und fing laut an zu lachen.

„Du hast was? Wirklich?“

Sie nickte.

„Er meinte dann, er wolle so schnell wie möglich dieses Missverständnis vom Tisch haben, die Bank hätte schon genug Schaden genommen, wegen dem Skandal in London. Dann hat er mich und David beauftragt, uns um alles zu kümmern.“

David! Da war wieder das Thema.

„Darf ich dich noch etwas fragen?“, kam es plötzlich von Angus.

Ich schaute ihn an, sagte aber nichts.

„Hast du Angst vor David? Denn ich finden ihn gar nicht so übel, wie ihr mir erzählt habt.“

Ich muss zugeben, ich verstand die Frage nicht.

„Warum fragst du?“

„Weil du so komisch auf David reagiert hast, als wir dich heut Mittag hier vorgefunden haben und du David bemerkt hast. Ich habe dich noch nie so erlebt und wüsste ich es nicht besser, würde ich behaupten, du hast bei Connor Schutz gesucht.“

„… ich hasse David…“

„Verstehe ich, aber…“

„Nicht so wie du denkst?“

Fragend schaute mich Blair an.

„Ich hasse David, weil ich ihn mag…!“

„Hä?“, kam es fast gleichzeitig von den beiden.

Verlegen kratzte ich mich am Kopf.

„David ist irgendwie mein… mein idealer Typ…, wenn er nicht dieses Arschloch wäre. Ihm habe ich doch sicher zu verdanken, dass das heute passiert ist, was passiert ist?“

„Da tust du ihm Unrecht, wirklich Finn!“

Überrascht schaute ich Blair an, die nun wohl auch Partei für ihn zu übernehmen schien.

„David geht die ganze Sache nahe. Er hat sich extra wegen dir nach Edinburgh zurück versetzen lassen, weil er nicht daran glaubte, dass du dahinter steckst. Er meinte, dazu wärst du einfach eine zu ehrliche Haut.“

„Das hat er gesagt?“, fragte ich.

„Ja!“

„Wirklich?“

„Jaha!“

Angus begann zu kichern. Ich überlegte kurz und weitere Fragen kamen auf.

„Die haben mich nur wegen dem Umzug hier ins Haus verdächtigt, dass ich mit den veruntreuten Geldern zu tun habe?“

„Nicht… nur…!“

„Was denn noch?“

„Ähm…, sämtliche Aktionen…“, druckste Blair herum, „… liefen über deinen Computer?“

„Was?“, rief ich so laut, dass Angus im Sessel zusammenfuhr und dabei seinen Tee verschüttete.

„Aaaah Mist…, die Hose habe ich erst heute Morgen angezogen… ich verschwind mal kurz ins Bad.“

Und schon war Angus verschwunden. Blair stand auf, holte ein Wischtuch und beseitigte die Flecken auf dem Tisch, die Angus Tasse hinterlassen hatte.

„Aber wie soll jemand meinen Computer nutzen können, auch der im Büro ist Passwort geschützt.“

„Das ist das, was David heraus zu finden versucht.“

„Und wie will er das bitte versuchen anzustellen? Eine geheime Kamera installieren, die beobachtet, ob sich jemand an meinem Computer zu schaffen macht.“

„Das wäre eine Möglichkeit, oder?“

„Das ist gar nicht erlaubt… glaube ich zumindest.“

Ein lauter Schrei aus dem Flur unterbrach jäh unsere Unterhaltung. Sekunden später fanden wir dort Angus, auf der untersten Stufe der Treppe sitzend vor. Seine großen Augen starrten auf den Spiegel und auch mit dem Finger zeigten auf denselben.

„Angus, was ist?“, fragte Blair.

„Da… da…“

„Was ist da?“, fragte ich leicht genervt, „eine Spinne?“

„Nein…, da war… eine wundervolle Frau… auf einer Wiese?“

Blair schaute erst mich, dann den Spiegel an. Mein Blick fiel zum Fenster, auf der gegenüber liegenden Seite, aber dort konnte ich nur die Häuser auf der anderen Straßenseite sehen und zudem schon viel zu dunkel. Was hatte er da gesehen?

„Ähm…“, meinte ich und kratzte mich am Kopf, „was genau hast du da gesehen?“

Blair schaute mich zweifelnd, aber genauso fragend an.

„Eine wunderschöne Frau mit roten Locken, einer weißen Bluse… Jeans und sie stand mitten in der Wiese.“

„Aha…“, war alles was ich dazu sagen konnte.

„Gehen wir wieder hinüber…, das Sofa war bequemer“, meinte Blair und ließ uns einfach stehen.

Ich zog Angus hoch und schob ihn Richtung Wohnzimmer, aber nicht ohne noch einmal auf den Spiegel zu schauen. Es spiegelte sich aber lediglich die Haustür und gegenüberliegende Treppe darin.

*-*-*

Ich riss die Augen auf. Was für ein blöder Traum. Es war finster im Zimmer. Mein Blick wanderte zum Radiowecker, es war kurz nach fünf Uhr morgens. Leicht Kopf schüttelnd schloss ich wieder die Augen.

Die Bilder des Traumes liefen noch einmal ab. David als böser Stiefbruder, der vor meinem Spiegel stand und laut: „Spieglein, Spieglein an der Wand…“ rief. Mein Nervenkostüm war auch schon einmal besser.

Der gleichmäßige Atem von Angus ließen mich aber wieder auf den Boden der Realität zurück kehren. Waren Träume nicht der Spiegel der Seele, tief verborgen im Unterbewusstsein.

Ja, David sah verdammt gut aus, aber das war auch schon alles was ich positives über ihn zu sagen hatte. Ich drehte mich zur Seite, zog die Decke bis hoch zum Hals und kuschelte mich ein.

Sollte ich wirklich gleich heute wieder ins Büro gehen? Erneut überkamen mich Selbstzweifel, nach der Geschichte gestern, sah es wirklich nicht gut um mich aus. Genauso traute ich Blairs Aussage über Mr. Morris, keine fünf Meter weit.

So schnell änderte ein Mensch seine Meinung nicht, aber was war sein Plan? Was war mein Plan? Wer hatte mich benutzt, um diese fragwürdigen Transaktionen zu tätigen. Angus plötzliches Gemurmel schreckte mich leicht auf.

Er drehte sich zu mir und kuschelte sich eng an mich. Ob ich ihm sagen sollte, was er da mitten in der Nacht tat. Seine nackte Haut an meinem Körper tat unheimlich gut, aber irgendetwas störte mich am Bein.

Meine Hand fuhr langsam nach unten und plötzlich spürte ich Angus hart pochende Erregung, die gegen mein Bein stieß. Bei der Berührung stöhnte er leicht auf. Von was träumte der Kerl, dass er so erregt war?

Von dieser merkwürdigen rothaarigen Frau, die er angeblich in meinem Spiegel gesehen haben wollte. Ich drehte mich zur anderen Seite, was aber zur Folge hatte, dass mir Angus leicht folgte und nun mit seiner Vorderseite an meinem Rücken lag.

Natürlich spürte ich seine Versteifung an einer Stelle, wo sie mir normalerweise gefallen würde, aber dies war Angus. Niemals würde ich mich an ihm vergreifen, schon gar nicht wenn er am Schlafen war.

Noch während ich spürte, wie sich meine Blutanteile in der unteren Region zu sammeln schienen, lenkte es meine Gedanken, wieder irgendwie zum Spiegel und auch David kam mir in den Sinn.

Musste ich mir eingestehen, dass ich von diesem Mann mehr eingenommen war, als ich mir eingestehen wollte. Dieser Spieglein-Spieglein-an-der-Wand Spruch hallte in meinem Kopf immer wieder nach.

Über diesen Gedanken musste ich wohl erneut eingeschlafen sein, denn laute Musik des Frühstücksradios, riss mich aus meinen Schlaf. Der Wecker zeigte sieben Uhr. Gefühlt hatte ich mal zehn Minuten geschlafen, aber es waren wirklich zwei Stunden vergangen.

Es half nichts, ich musste aufstehen, wenn ich vor Angus ins Bad wollte, der immer noch wie ein Koalabär an meinem Rücken klebte. Vorsichtig wand ich mich aus seiner Umarmung und setzte mich auf den Bettrand.

Ich rieb mir übers Gesicht und seufzte. Was dieser Tag wohl bringen sollte? Die Unsicherheit, von gestern Abend, einfach ganz normal ins Büro zu gehen, war geblieben. Wieder stürmten die Gedanken auf mich ein.

Eine Dusche würde mir jetzt sicher gut tun. Ich griff nach meinem Wecker, aktivierte die zweite Weckzeit für Angus und lief anschließend müde wankend ins Bad.

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