Adventskalender – Spieglein, Spieglein an der Wand – Teil 22

Der Moment der Wahrheit kam. Langsam schob ich die Tür auf und ein Schwall verrauchter Luft kam uns entgegen. Aber nicht der Spiegel kam ins Sichtfeld, sondern eine dicke Plane, die darüber hing.

Während sich die anderen an mir vorbei drängten, schaute ich immer noch auf die Plane. David blieb bei mir. Ich griff danach und zog langsam daran. Nur schwer ließ sich das Ding überhaupt bewegen.

Erst als David einschritt und mir dabei half, bekamen wir die halb angefrorene Plane herunter. Und auch jetzt war es nicht das, was ich sehen wollte. Der Spiegel war mit einer dicken Eisschicht überzogen, was wohl das Löschwasser verursacht hatte.

Das Schlimme für mich war, ich konnte Risse im Glas, oder im Eis nicht unterscheiden. So wusste ich immer noch nicht, hatte der Spiegel etwas abgekommen, oder nicht.

„Was macht ihr beiden da?“, hörte ich Blair fragen.

„Finn wollte sehen, ob der Spiegel auch etwas abgekriegt hat“, erklärte David.

„Und?“

„Leider zu viel Eis darauf! Schwer zu sagen, ob er beschädigt ist!“

„Sieht hier drinnen leider anders aus“, meinte sie und verschwand wieder.

„Komm…, lass uns den Rest anschauen“, meinte David und legte seinen Arm um mich.

Schweren Herzens ließ ich mich vom Spiegel wegziehen, um gleich den nächsten Schock zu bekommen. Im Wohnbereich sah es noch schlimmer aus. Auch hier war alles mit einer Eisschicht überzogen.

Viel erkennen konnte man nicht mehr, bis auf den Ofen, Herd und dem Kühlschrank, war alles nieder gebrannt. Die Wände und Decke waren teilweise nur noch schwarz.

„Da helfen nur noch Heizlüfter, damit wir das alles aufgetaut kriegen“, meinte Connor gerade, als David und ich in der Tür standen.

„Glaubst du nicht, dass wir den Ofen nicht wieder in Gang kriegen?“, wollte Blair wissen.

„Wir wissen nicht, wie viel Wasser er innen abbekommen hat“, sagte Angus und versuchte verzweifelt, die vereiste Fronttür zu öffnen.

„Lass es, Angus, du machst dir nur weh!“, sagte Connor.

Angus richtete sich auf und rieb sich die Hände.

„Das man immer noch auf dich aufpassen muss!“, sprach Connor weiter und wuschelte ihm durch seine Haare, „lass uns nach oben gehen und schauen, was von deinen Klamotten wir mitnehmen können!“

Angus nickte und folgte Connor aus dem Zimmer. Blair kam zu mir, nahm mein Gesicht in ihre Hände und wischte mir mit ihren Daumen die Tränen weg.

„He, lass die Löffel nicht hänge, das kriegen wir gemeinsam wieder hin, okay?“

Ich nickte.

„Komm schauen wir auch nach euren Sachen, was heil geblieben ist“, sagte Blair, schnappte sich die Hand von Nian und zog sie hinter sich her.

Ich atmete tief durch und schüttelte den Kopf. David trat von hinten an mich heran und umarmte mich.

„Blair hat Recht, das schaffen wir!“

Ich nickte, obwohl ich es nicht recht glauben konnte, oder wollte.

*-*-*

Als ich am nächsten Morgen an meinem Arbeitsplatz kam, lag dort eine kleine Karte vor der Tastatur. Ich schaute mich um und sah, soweit ich es einsehen konnte, bei den anderen Schreibtischen genauso.

Ich nahm die Karte, auf der eine spätere Einladung durch den Chef, also Paul zu lesen war. Man wollte über Veränderungen reden und sich dafür im oberen Konferenzraum treffen. David hob die Karte hoch und schaute zu mir.

Ich legte die Karte beiseite, hängte meine Jacke über den Stuhl und ließ mich darauf nieder. Da Glenda darauf bestand, dass wir mit Paul fuhren, waren wir die ersten im Büro. So kamen nach und nach auch die anderen Kollegen, natürlich Blair ebenso.

„Es wird doch niemand gekündigt werden?“, kam es von Anne.

Natürlich, dass hätte ich mir denken können. Wie immer machte sie einfach alle nervös.

„Glaube ich nicht, warum auch?“, sagte Bert neben ihr.

„Sicher wird die Abteilungsleiterfrage geklärt!“, warf nun Blair ein.

Ein kurzer Blick zu mir und sie setzte sich ebenso hin.

„Wann seid ihr denn gekommen?“, fragte sie neugierig.

„Wir sind mit Paul gefahren…“, antwortete ich leise.

„… und Paul ist immer einer der ersten in der Bank“, fügte David hinzu.

„Darüber hat er euch nichts gesagt?“, fragte Blair und hielt ihre Einladung hoch.

Ich schüttelte den Kopf.

„Dann lasst uns mal weiter machen, nächste Woche ist der Vorstand da und will das neue Projekt kennen lernen“, sagte Phillip und sein Kopf verschwand halb hinter seinem Monitor.

Er hatte Recht, es half nichts, jetzt darüber nach zu denken. Auch nicht wie es mit dem Haus weiter ging.

„Wer führt denn eigentlich die Präsentation?“, wollte Blair wissen.

Sie schaute uns beide an.

„Finn natürlich, wir werden denke mehr im Hintergrund helfen“, sagte David und lächelte mich an.

„Wie stellst du dir das vor?“, fragte ich jetzt schon leicht genervt, weil ich so etwas gar nicht gern machte.“

„Während Blair, die nötigen Mappen an den Vorstand verteilt, werde ich am Laptop verweilen und deine Präsentation mit Daten, Zahlen und Bildern unterstützen.“

„Ist das nicht zu aufwendig?“

„Finde ich nicht“, kam es von Blair.

„Könnte ihr mal…?“, sagte David und gab uns einen Wink mit seinen Fingern, zu ihm zu kommen.

So standen Blair und ich fast gleichzeitig auf und begaben uns auf Davids Seite. Er tippte sich durch ein paar Bilder, Diagramme und anderes.

„Wann hast du das denn gemacht?“, wollte ich wissen.

„Während du gestern Mittag schliefst“, lächelte er mich an.

Blair grinste ebenso.

„Aber der Text fehlt leider noch, da wollte ich mich euch kurz schließen.“

„Ich soll eine Art Rede schreiben?“, fragte ich erstaunt.

„Keine Rede“, kam es nun von Blair, „erklärende Texte zu den verschiedenen Bildern und Daten. Das muss ja nichts Langes sein!“

David nickte zustimmend. Konnte er wenigstens diese blöde Grinsen lassen, es machte mich nervös. Es war ja nicht so, dass ich in der Vergangenheit noch keine Präsentationen gemacht hatte, aber vor dem Vorstand?

„Dann haben wir ja noch einiges zu tun!“, meinte ich und lief an meinen Schreibtisch zurück.

*-*-*

Als wir den Konferenzraum betraten, waren schon einige Leute da. Etwas geschockt schaute ich zu David, weil ich einige Herren aus dem Vorstand erkennen konnte.

„Hast du das gewusst?“, flüsterte ich zu David.

David schüttelte den Kopf.

„Paul meinte nur, ich solle dafür sorgen, dass du auch wirklich kommst.“

Wieder grinste er und schob mich weiter in den Raum hinein.

Auf einem Tisch standen Sektgläser und etwas Knabbergebäck. Warum führ man hier so ein Drum auf. Ich fühlte mich etwas unwohl in meiner Haut.

„Paul sagte, er überlege sich etwas, damit es nicht so abgesprochen aussieht. Also spiel den Erstaunten.“

Das brauchte ich nicht zu spielen, ich war mehr als erstaunt. Auch der Rest der Kollegen unserer Abteilung, war herein gekommen und die Tür wurde geschlossen. Das Blair sich ebenso fühlte, wie ich, merkte ich daran, dass sie sich regelrecht hinter mir versteckte.

„Das sieht nicht nach Kündigungen aus“, hörte ich Bert aus dem Hintergrund sagen.

Ein leichtes Kichern ging durch unsere kleine Menschentraube und Anne wurde rot. Zu Paul kam ein junger Mann gelaufen, flüsterte ihm etwas zu und Paul nickte. Er ging an den Tisch mit Gläsern und wenige Sekunden später, hörte man das Klingen eines Glases. Im Raum wurde es ruhig.

„Ich freue mich, dass sie trotz der vielen Arbeit vor Weihnachten die Zeit gefunden haben, sich hier für einen kleinen Umtrunk einzufinden.“

Ich schaute zu meinen Kollegen, die alle auf Paul starrten.

„Wie sie ja mitbekommen haben, überschatten diese Tage einige Ereignisse. Umso mehr freut es mich, ihnen mitteilen zu können, dass fast alles so weit geklärt ist und betreffende Personen von ihren Positionen entfernt wurden.“

Was aus den drei geworden ist, darüber hatte Paul uns nichts weiter gefragt. Aber ich musste auch zugeben, in den vergangen Tagen andere Probleme hatte, als an meinen ehemaligen Abteilungsleiter nebst Vertretung und Spitzel zu denken.

„Umso mehr freut es mich heute daraus folgende personelle Veränderungen bekannt geben zu können, um weiter in die Zukunft blicken zu können.“

Mein Puls stieg ständig und ich spürte ebenso, wie sich das Blut langsam in meinem Gesicht breit machte. Es beruhigte mich auch nicht, dass Blair an meinem Jacket herum zupfte.

„Aus diesem Grund möchte ich an meinen Kollegen Mr. Mitchell aus London weiter geben…“

Was? Auch das noch! Trug Paul jetzt nicht zu dick auf? Ich schaute zu dem genannten Mann, der sich nun neben Paul stellte. Sein Gesicht kam mir bekannt vor, aber ich wusste vor Aufregung nicht, wo ich ihn hinstecken sollte.

„Guten Morgen, liebe Kollegen. Nach den Schwierigkeiten in den letzten Wochen, freue ich mich, dass auch in ihrer Filiale alles wieder richtig läuft. Auch ist es mir eine Freude, ihnen heute ihren neuen Abteilungsleiter vorstellen zu dürfen. Mir wurde zugetragen, dass er in der Vergangenheit viele Projekte für unsere Bank erarbeitet hat und die Geschäftsleitung über seine Tätigkeit in unserem Haus sehr angetan ist.“

Gab es kein Mäuseloch, in dem ich mich verkriechen konnte? Ich meinte zu spüren, wie sämtliche Kollegen hinter mir, mich mit ihren Blicken gerade durchbohrten.

„Mr. Lennox, würden sie bitte vortreten?“

Ich war fast nicht fähig zu atmen, mein Puls raste.

„Ich habe es dir doch gesagt!“, hörte ich Bert leise hinter mir sagen.

Aber anstatt weitere Kommentare zu hören, fingen die Kollegen an zu applaudieren an. David gab mir einen kleinen Schubs und ich lief los. Mr. Mitchell hob mir seine Hand entgegen, in die ich mit meiner Hand,  regelrecht hineinrutschte und kräftig geschüttelt bekam.

„Herzlichen Glückwunsch zur Beförderung, Mr. Lennox!“

Ich war mir sicher, dass niemand mein „Danke“ hörte. Er reichte mir eine Mappe und ließ endlich meine schmerzende Hand los. Der junge Mann von vorhin kam und ich bekam noch einen Blumenstrauß überreicht.

Wieder klatschten die Kollegen, wurden aber unterbrochen, weil Mr. Mitchell die Hand hob und wieder ums Wort bat.

„Auch wenn Mr. Lennox nun Abteilungsleiter ist, wird sich zukünftig an seinem Arbeitsfeld nichts ändern, naja, vielleicht etwas mehr Arbeit…“

Die Kollegen lachten, während ich eher etwas gequält lächelte.

„… und damit er diese Arbeit nicht alleine zu machen braucht, hat der Vorstand beschlossen, ihm gleich zwei Stellvertreter zur Seite zu stellen! Mrs. Mac Innes und Mr. Mac Bain, würden auch sie bitte zu mir kommen?“

Auch die beiden schoben nun einen hochroten Kopf und es gab mir eine gewisse Befriedigung, dass ich nicht alleine vorgeführt wurde. Während dieser Mitchell nun auch Blair und David gratulierte, sah ich, wie zwei Damen die Sektgläser befüllten und an die Kollegen verteilten, die noch am Klatschen waren.

Wie ich auch, bekamen David und Blair ihre Ernennungen und auch Blumensträuße. Ich klemmte die Mappe unter den Arm, weil ich nun auch ein Glas überreicht bekam.

„Stoßen wir nun gemeinsam auf unsere Kollegen an!“, sagte Mr. Mitchell und hob sein Glas.

*-*-*

„Boah, ich könnte Paul an die…“, begann Blair.

„Sag es nicht!“, unterbrach sie David, als wir auf dem Weg zurück zum Büro waren.

Als wir es betraten, wurde erneut geklatscht, denn unsere Kollegen waren vor uns zurück gekommen. Ein wildes Händeschütteln begann und ich war froh als ich endlich meinen Strauß ablegen konnte. Mir fiel auf, dass jemand in unserer Abwesenheit ein Pinboard aufgestellt hatte, an dem der Grundriss unserer neuen Abteilung haftete.

„Müssen wir nun zu dir kommen, um grünes Licht für unsere Projekte bekommen, bevor es in die Chefetage wandert?“, fragte Bert und es wurde still im Büro.

Doch bevor ich etwas sagen konnte, begann David zu sprechen.

„So läuft das nicht mehr. Der nervend aufreibende Gang zum Chef bleibt euch erspart!“

„Wie?“, kam es von Bert.

Das fragte ich mich nun auch und musste peinlich feststellen, dass ich mir darüber noch gar keine Gedanken gemacht hatte. David lief zum Pinboard.

„Ihr habt ja gesehen, dass wir später einen eigenen Konferenztisch haben. Dort werden wir zukünftig über unsere Projekte sprechen, denn so wie ihr, werden Finn, Blair und ich auch weiterhin an Projekten arbeiten, so wie im Augenblick das Projekt Wohnheim.“

„Also hat jeder Mitspracherecht?“, fragte eine andere Kollegin.

„Genau“, sprach David weiter, „jeder kann sich einbringen, mit neuen Ideen, oder auch Kritik, deshalb auch dieser Umbau, um das zu ermöglichen.“

„Und dann och meine coole Teeecke!“, hörte ich Blair hinter mir sagen.

*-*-*

„Gratuliere Herr Abteilungsleiter!“, begrüßte mich Glenda, im Flur, als wir ankamen.

„Danke!“, meinte ich leicht mürrisch, obwohl ich ein kleines Küsschen auf die Wange bekam.

„Was denn?“, fragte Glenda verwundert.

Auch David und Paul kamen herein und schlossen hinter sich die schwere Eingangstür. Der Diener nahm auch ihnen ihre Mäntel ab. Von den Sträußen befreit, zogen wir unsere Anzüge zu Recht.

„Dein Mann hat den Hang zum dramatischen und etwas dick aufgefahren!“

Glenda lachte.

„Findest du? Ich fand die Idee, dass Fenton das übernimmt gut!“

„Fenton?“, fragte ich verwundert.

„Ja, Fenton Mitchell, mein Bruder!“

Erstaunt riss ich meine Augen auf.

„Fenton holt Claire vom Hotel ab und kommt dann zum Dinner“, sagte Paul.

„Schön, es ist schon alles gerichtet“, meinte Glenda darauf.

Beide ließen David und mich im Flur zurück. Sprachlos schaute ich zu David.

„… und du wusstest wirklich nichts davon?“

Breit lächelnd kam er auf mich zu und nahm mich in den Arm.

„Nein, wirklich nicht! Ich habe mich zwar gewundert, was Onkel Fenton hier tat, aber diese Frage hat sich ja geklärt.“

„Onkel Fenton…?“

„Ja, irgendwie hat sich das so ergeben, dass ich zu den beiden Onkel und Tante sagte.“

Darauf sagte ich nichts und schaute ihn nur an.

„Hast du dich etwas beruhigen können?“

Ich nahm seine Hand und legte sie auf meine Brust.

„Fühlt sich das beruhigend an?“, fragte ich ihn.

„Dein Herz pocht immer noch extreme…, ist das nicht auch vielleicht wegen mir?“

Ich konnte nicht anders und fing an zu lachen.

„Da ist aber einer ganz schön von sich eingenommen!“, meinte ich grinsend.

„Wieso, du sagtest, du liebst mich, als ziehe ich den Schluss daraus, dass du als frisch verliebter, in meinen Armen einen erhöhten Puls bekommst.

Auch darauf sagte ich nichts, sondern küsste ihn innig. Und schon wieder dieses breite Grinsen, als er mich aus seinen Armen entließ. Er lief zum Wohnzimmer, wo Paul und Glenda verschwunden waren und öffnete die Tür.

„Müssen wir in den Anzügen bleiben, oder können wir uns etwas Bequemeres anziehen?“, hörte ich ihn fragen.

„Ich werde mir auch noch etwas leichteres Anziehen, bevor die beiden kommen“, hörte ich Paul darauf sagen.

„Ich habe dir schon etwas heraus gelegt“, vernahm ich Glendas Stimme.

„Danke Liebes!“

*-*-*

In dunklen Jeans und weißen Hemd gingen wir fast im Partnerlook die Treppe hinunter. Der Besuch befand sich mit den Gastgebern noch im Wohnzimmer, so steuerten David und ich ebenso dahin.

David öffnete die Tür, ließ mir unangenehmerweise den Vortritt und schloss die Tür hinter sich.

„David, das ist aber eine Freude!“, begrüßte ihn die für mich fremde Frau.

Die beiden umarmten sich und David bekam ein Küsschen auf die Wange gedrückt.

„Tante Claire“, hörte ich David.

„Claire, darf ich dir Mr. Lennox vorstellen, von dem ich dir erzählt habe und der Grund ist, warum wir hier sind“, meinte Mr. Mitchell und zeigte auf mich.

Wieder war ich in den Mittelpunkt gerückt, was mir überhaupt nicht recht war. Aber schon steuerte Mr. Mitchell auf mich zu. Lächelnd hob ich meine Hand, die wesentlich sanfter, als von ihrem Mann geschüttelt wurde.

„Glenda, du hast mir gar nicht erzählt, dass Davids Freund und Kollege ein so gut aussehender Mann ist…, guten Abend Mr. Lennox!“

Konnte es noch peinlicher werden? Wer wusste noch, dass ich und David ein Paar waren. Aber es fiel mir auf, dass es hier das normalste in der Welt schien, nicht wie bei meiner Familie. Natürlich konnte ich es nicht verhindern, rot zu werden.

„Guten Abend…, Mrs. Mitchell…“

„Nicht? Ich dachte, ich hätte das erwähnt!“, erwiderte Glenda, die nun mit einem kleinen Tablett, befüllt mit Gläsern zu uns trat.

David trat an mich heran und griff sich ein Glas. Natürlich spürte ich, wie er sich dabei an mich lehnte und auch so stehen blieb. Was wir da gerade zu trinken bekamen, wusste ich nicht, es hatte eine rote Farbe.

„So, da stoßen wir doch nochmal auf den frischen Abteilungsleiter und seinen Stellvertreter an“, sagte Paul und hob sein Glas.

Als der Klang der Gläser halbwegs verhallt war, durfte ich dieses Getränk nun auch probieren. Erdbeere schmeckte ich als erstes, dann machte sich der Gin auf meinem Gaumen breit. Diese Variante kannte ich noch nicht.

„Gehen wir hinüber?“, fragte Glenda.

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