Regenbogenfamilie Teil 38 – Neue Freunde

Ich wachte kurz vor halb sieben Uhr auf und beschloss sofort aufzustehen und für alle das Frühstück vorzubereiten, damit wir mög­lichst früh zum Gutshof rausfahren können. Nach einem kurzen Besuch im Bad zog ich mich in unserem Schlafzimmer an.

Thomas meinte er werde gleich nachkommen und mir helfen, er war zwischenzeitlich ebenfalls aufgewacht. Alejandro und Jorge ließen wir einfach länger weiter­schlafen, wir konnten sie später immer noch aufwecken.

Während ich nach unten ging, schlüpfte er ins Bad. Als ich die Tür zu unserer Küche öffnete, staunte ich nicht schlecht, dort werkelten bereits Philipp und Marcus, die mit den Vorbereitungen fürs Frühstück begonnen hatten.

Nachdem ich die beiden kurz gegrüßt hatte und um sie nicht bei ihrer Arbeit zu stören, wechselte ich ins Esszimmer und begann den Tisch für zehn Personen zu decken.

Philipp schaute zwischendurch zu mir rein und meinte: „Du weißt schon, dass wir beide heute diejenigen sind, die für das Frühstück verantwortlich sind.“ Ich grinste und erklärte ihm: „Klar weiß ich, dass ihr beide heute Morgen für das Frühstück zuständig seid, aber da ich bereits wach war, wollte ich euch einfach überraschen. Das ist wohl gründlich daneben­gegangen.“

Thomas kam aus der Küche ebenfalls ins Esszimmer und meinte: „Dann kann ich ja wieder ins Bett verschwinden, ich werde hier ja nicht benötigt.“ Philipp antwortete ihm: „Ins Bett nicht, aber nach oben, um die Schlafmützen aus den Federn zu holen, wir sind fast fertig und warten nur noch auf die Langschläfer.“

Thomas wollte erst noch etwas erwidern, überlegte es sich dann doch anders und ging nach oben, um die noch Schlafenden aufzuwecken. Als er nach fünf Minuten zurückkam, meinte er Alejandro und Jorge seien bereits im Bad, die anderen vier Jungs sind auch schon wach gewesen und wollten nach unseren Spaniern ins Bad. Jonas und Tim haben ihre Reisetaschen fertig, fehlen nur noch ihre Utensilien aus dem Bad. Philipp und Marcus brachten zwei Kannen frischen Kaffee, Brötchen, Marmeladen, Honig, Wurst und Käse, sowie die Milch und verteilten sie auf dem Esstisch.

Alejandro und Jorge waren schon wenige Minuten später bei uns, so dass wir nur noch auf die restlichen Jungs warten mussten. Die ersten schenkten sich ihren Kaffee ein und holten sich eine Semmel. Als die Vier dann auch am Tisch saßen, fingen wir alle mit dem Essen an.

Tim und Jonas waren die ganze Zeit ruhig geblieben, alle anderen redeten immer wieder zwischendurch einmal oder stellten Fragen an Jorge und Alejandro. Scheinbar fiel es ihnen doch schwer, dass sie nach dem Frühstück die Rückfahrt nach Hannover antreten müssen, um in den nächsten Wochen ihr Abitur zu schreiben.

Nach dem Frühstück gingen Jonas und Tim nach oben, um ihre Reisetaschen und ihre Notebooks zu holen, währenddessen schleppten Marcus und Daniel die Überreste vom Essen und das schmutzige Geschirr in die Küche. Da wir gleichzeitig, wenn Jonas und Tim nach Hannover abfuhren, zum Gutshof losfahren wollten, machten wir uns ebenfalls zur Abfahrt bereit.

Fünfzehn Minuten später standen wir alle vor den Autos und verabschiedeten uns von meinem Neffen Jonas und seinem Freund Tim. Bevor die beiden in ihr Auto stiegen, meinte ich zu ihnen: „Abschied nehmen von guten Freunden fällt immer schwer, aber es sind ja nur ein paar Wochen und ihr kommt wieder zu uns zurück. Wenn euch in Hannover langweilig sein sollte, ihr habt doch noch einmal Ferien, bevor ihr aus der Schule entlassen werdet.

Dann setzt euch doch in Jonas Auto und kommt für ein paar Tage zu uns. Wer hindert euch daran, uns per Mail an euren Sorgen und Nöten, aber auch an euren Erfolgserlebnissen teilhaben zu lassen.“ Jonas antwortete: „Ob wir jeden Tag schreiben, kann ich dir nicht versprechen Onkel Peter, aber wenn etwas Wichtiges ist, melden wir uns sicher bei euch.“

Zuletzt meinte ich noch, ruft bitte kurz an, wenn ihr zuhause angekommen seid, nicht dass wir uns unnötig Sorgen machen müssen. Das versprach Tim sofort. Wir winkten ihnen noch nach, als sie losfuhren und stiegen dann in unsere Fahrzeuge, um zum Gutshof rauszufahren.

Am Gutshof angekommen räumten wir als erstes den Transporter von Jorge und Alejandro leer und stellten alle Kisten, Vaters Computer und die zerlegten Büromöbel erst einmal in den Flur vor den Büroräumen.

Ich schaute noch einmal in den Raum, in dem morgen unser Besprechungsraum eingerichtet werden soll, vor allem, um zu prüfen, ob alles reinpassen würde. Erleichtert stellte ich fest, dass Vaters Regale für die Ordner dort ebenfalls Platz finden würden, ebenso die kleinen Kommoden.

Im Flur erklärte ich allen, wohin die Möbel kommen sollten. Die Regale kommen im Besprechungsraum an die linke Wand, die Kommoden werden morgen unter unseren Großbildschirm gestellt.

Die kleine Besprechungsecke passt noch in mein neues Büro und die Kisten mit den Ordnern verbleiben für die nächsten Tage auf dem Flur. Während die Akten eingescannt werden, landen sie temporär in den Büros, danach können die erledigten Ordner wieder in die Regalwand im Besprechungszimmer gestellt werden.

Alejandro meinte, dass sei ungünstig, da sie die leeren Kartons eigentlich wieder mit nach Mallorca nehmen wollten, sie sollten für ihren eigenen Umzug am Jahresende wiederverwendet werden.

Ich überlegte kurz, wie ich dieses Problem lösen konnte und erklärte dann, die Ordner kommen aus den Kartons in mein Büro und werden dort am Boden abgestellt, aber erst wenn in meinem Büro alles eingerichtet ist. Der Drucker und die gesamte Technik werden eben­falls in meinem Büro aufgebaut, bis wir eine bessere Lösung dafür gefunden haben.

Inzwischen war Michael angekommen, pünktlich wie versprochen stand er um zehn Uhr im Flur, um uns zu helfen. Er wurde von allen herzlich begrüßt und sofort mit der Frage konfrontiert wurde, ob er von Andreas schon etwas gehört habe. Er meinte, Andy hat sich bis jetzt noch nicht gemeldet, aber aus eurer Frage entnehme ich, dass er euch auch noch keine Nachricht geschickt hat.

Er half Daniel und Manuel, sowie unseren Spaniern die Regale im Besprechungs­zimmer aufzubauen und gegen Umkippen an der Wand zu sichern. Thomas hatte glück­licherweise einen Teil unseres Werkzeugs mitgenommen, so dass problemlos Löcher in die Wand gebohrt werden konnten. Obwohl Sonntag war, störten wir hier keinen, gut mit Ausnahme meiner Mutter, wenn es wirklich etwas lauter zugehen sollte.

Ich wollte gerade eine weitere Kiste mit dem Ordner zum Scannen in mein Büro tragen als Andreas im Flur stand, wo ich ihn gleich begrüßte, ohne ihn sofort zu fragen, wie die Sache gelaufen sei. Ich bat ihn in mein Büro und rief laut, dass alle kurz in mein Büro kommen sollten. Es dauerte nicht lange und alle standen im ehemaligen Büro meines Vaters.

Erst jetzt bat ich Andy zu berichten, wie es ihm bei seinem Outing zuhause ergangen sei. Es dauerte etwas, bis er endlich zu sprechen anfing. Er meinte, es hätte schlimmer für mich kommen können. Heute Morgen beim Frühstück habe ich meinen Eltern und Geschwistern erzählt, dass ich schwul bin. Mein beiden jüngeren Geschwister fanden das Cool, sie wollten bei ihren Freunden sofort mit mir angeben, was ich ihnen aber untersagte.

Mein Vater reagiert mit der Frage: „Und bist du deshalb etwas Besonderes, weil du schwul bist. Du bist mein Sohn und mehr nicht.“ Seine Art mir zu zeigen, dass es ihm egal ist, ob ich heterosexuell oder homosexuell bin, verwirrte mich und machte mich erst einmal sprachlos.

Meine Mutter legt dann nach und meinte, sie hätte das schon länger vermutet und eigentlich nur darauf gewartet, wann ich endlich den Mut finden würde, mit ihnen darüber zu reden. Sie schaffte es damit, dass ich sofort aufstand und mich in meinem Zimmer verkroch.

Ich musste erst einmal nachdenken, meine Gedanken sortieren, meine ganzen Ängste, die ich bis dahin hatte, haben sich durch zwei kurze Sätze von meinen Eltern einfach in Luft aufgelöst. Noch dazu zwei Sätze, die ich in dieser Form überhaupt nicht erwartet hatte.

Ich fragte mich immer wieder, wieso ich immer der Meinung gewesen sei, meine Eltern könnten mich deswegen nicht mehr lieben. Ich fand einfach keine Antwort auf diese Frage und je länger ich darüber nachdachte, desto mehr wurde mir bewusst, dass ich mich in etwas hineingesteigert hatte, was scheinbar völlig realitätsfremd und unnötig gewesen war.

Schlimmer traf mich die Erkenntnis, dass meine beiden Geschwister, mich wie einen Vorzeige-Schwulen betrachteten und damit auch noch bei ihren Freunden haussieren gehen wollten. Ich war zuerst etwas sauer darüber, auf der anderen Seite fragte ich mich, wie ich wohl in so einer Situation reagiert hätte.

Immerhin wusste ich dadurch, dass sie kein Problem damit hätten, dass ich damit anders war als die beiden. Noch waren sie jünger als ich, wer weiß schon im Voraus, wie sich die beiden entwickeln würden.

Nach fast einer Stunde bin ich wieder zu meinen Eltern gegangen, habe mich erst einmal dafür entschuldigt, dass ich vorher einfach so davongelaufen bin und dass ich so wenig Vertrauen in Sie gehabt hätte. Meine Mutter meinte, sie kann das durchaus verstehen, sie habe sich, als sie sich Gedanken darüber gemacht hätte, im Internet informiert und gelesen, dass es heutzutage immer noch viele Eltern gibt, die ihre Jungs verstoßen, wenn sie erfahren, dass ihr Kind schwul ist.

Ich erzählte ihnen, dass ich das auch gelesen habe, und deswegen mich nicht getraut hätte mich ihnen anzuvertrauen. Sie wussten, dass ich gestern Mittag zu einem Vorstellungs­gespräch losgefahren bin, und hatten sich schon gewundert, warum ich so lange wegge­blieben bin. Sie befürchteten schon, dass es wieder einmal schief gegangen sein könnte und ich möglicherweise damit nicht klargekommen bin.

Ich entschloss mich ihnen die ganze Geschichte des gestrigen Tages zu erzählen. Gestern habe ich bei meinem Bewerbungsgespräch erlebt, dass alles auch ganz anders sein kann. Mein zukünftiger Chef hat mich nach einem ersten Gespräch, das er mit mir und Daniel geführt hatte, einem ehemaligen Mitschüler der Berufsschule und dessen Stelle ich zukünftig übernehmen soll, weil dieser eine weitere Ausbildung als Gärtner machen will, unter vier Augen doch glatt gefragt, wie mein Freund zu der ganzen Sache stehe.

Erst später hat er mir erklärt, dass er sich gewundert habe, warum ein so guter Mann, mit hervorragenden Zeugnissen, von den anderen Betrieben nicht genommen werde und daraus seine Schlussfolgerungen gezogen. Ich erzählte ihm, dass ich schwul sei und deswegen bei den anderen landwirtschaftlichen Betrieben keine Chance hätte, eingestellt zu werden, weil mein ehemaliger Chef sie vor mir als Schwulen gewarnt hätte.

Dass durch mein Verhalten auch meine Verbindung zu meinem Freund Michael zerbrochen sei, da ich weiterhin nicht als schwuler bekannt sein wollte. Ich wollte danach sofort verschwinden, doch er hielt mich zurück und meinte, für ihn sei das kein Grund einen guten Mitarbeiter nicht einzustellen. Er holte Daniel und zusätzlich dessen Freund Manuel wieder zum Gespräch dazu und von ihm erfuhr ich, dass Manuel beinahe in die gleiche Situation gekommen sei, wie ich mit meinem Michael, weil sein Freund Manuel sich nicht bei seinen Eltern outen wollte.

Erst nachdem ihm Daniel mehr oder weniger das Messer auf die Brust gesetzt hatte und mit Hilfe von Peter, meinem neuen Chef, hat er sich bei seinen Eltern geoutet und ist prompt von seinem Vater aus dem Haus geworfen worden. Den Rest der Geschichte von den Beiden sollen sie euch später selbst einmal erzählen, wenn ihr die beiden kennenlernt. Mein zukünftiger Chef, hatte es während des Vorstellungsgespräches doch tatsäch­lich geschafft mir mein Geheimnis zu entlocken.

Nach unserem Vorstellungsgespräch meinte er ich solle, wenn ich noch Interesse an meinem Michael habe, ihn anrufen und zu einem Gespräch, bei ihm einladen. Er hat uns beide zum Kaffeetrinken mit seiner Familie und seinen Freunden eingeladen. Zusammen mit seinen beiden Kindern, seinem Neffen und den anwesenden Freunden planen sie im Gutshof Sonneneck neue Wege zu gehen. Beim Kaffee mussten sich alle vorstellen und kurz erzählen welche Aufgaben sie in diesem Projekt übernehmen.

Den ersten Schock erlebte ich als Thomas sich vorstellte, er erklärte, dass er der Lebenspartner meines zukünftigen Chefs Peter sei, ich hatte nie damit gerechnet, dass er nicht verheiratet sei. Als sich sein Neffe Jonas vorstellte, erzählte er, dass er mit seinem Freund demnächst in Weihen­stephan Landwirtschaft studieren will und deshalb am Projekt beteiligt ist, dämmerte mir so langsam, dass ich nicht der Einzige bin, der von zu Hause rausfliegen kann, seine Mutter hatte bereits angekündigt, dass ihr Sohn nach dem Abitur ihr nie wieder unter die Augen treten soll.

Philipp, Peters Sohn gab mir dann den Rest, er lebt mit seinem Freund im Haus seines Vaters. Dann war da noch Daniel, dessen Job im Gutshof ich übernehmen soll, der ebenfalls schwul ist, sein Freund Manuel, der Sohn der Gärtnerei Winter wurde von seinen Eltern rausgeworfen, nachdem er sich geoutet hat.

Peter mein zukünftiger Chef hat dem alten Winter einfach die Firma abgekauft und setzt Manuel als technischen Betriebsleiter in der Gärtnerei ein. Im weiteren Gespräch schaffte er es, mich zu überzeugen, dass ich um meine Liebe kämpfen sollte, nachdem Michael, wegen meiner Feigheit, unsere Beziehung beendet hatte. Er riet mir endlich zu Hause reinen Tisch zu machen und dass er mir helfen würde, wenn es nicht so laufen würde, wie es jetzt abgelaufen ist.

Als Michael eintraf habe ich ihm vor allen Anwesenden erklärt, dass ich ihn vermisse und zurückhaben will und noch morgen mit euch reden werde, egal was passiert. Er würde mich auch zurückhaben wollen, aber nur wenn ich endlich zu meiner Homosexualität stehe. Er wartet jetzt im Gutshof mit den anderen, bis ich hinfahre und ihnen von meinem Gespräch berichte.

Vater meinte noch, dann sollte ich schleunigst verschwinden und euch vom Ausgang seines Outings berichten. Beide meinten, sie wollen meinen neuen Chef kennenlernen, den Mann, der es geschafft hat, ihrem Sohn endlich zur Vernunft zu bringen, weshalb es auch so spät geworden ist, bis ich nach Hause gekommen bin.

Michael meinte als erster: „Na habe ich dir nicht immer gesagt, dass du endlich den Schritt gehen sollst. So schlimm kann es doch nicht werden und du wolltest mir nie glauben. Wenn das so ist, bekommst du jetzt eine neue Chance von mir.“

Damit zog er Andreas zu sich und die beiden knutschten sicher zwei Minuten lang, was von den Jungs beklatscht wurde. Als sie sich zum Luftholen trennten meinte Thomas: „Wir sind hier zum Arbeiten und nicht um zwei Jungs beim Küssen zuzusehen. Also meine Herren, wieder ran an die Arbeit.“ Michael wollte schon seinen Andreas mit sich ziehen, damit er beim Aufbauen der Regale helfen könne.

Ich erklärte Michael, dass er mir, seinen Andy noch für etwa eine Stunde überlassen soll, da wir beide noch etwa zu erledigen hätten. Michael schaute mich an und schnauzte Andy an, was er mir versprochen habe, wenn ich es möglich machen würde, dass er wieder mit seinem Michael zusammenkommt.

Andy war von dieser Eifersuchtsattacke komplett überrascht worden, selbst ich hatte nicht mit so schmutziger Fantasie von Michael gerechnet, so dass ich Michael zurechtwies und ihm erklärte, dass wir beide einen Termin beim Noch-Pächter haben, da Andreas schon morgen seine neue Arbeitsstelle antreten solle.

Du hast keinen Grund eifersüchtig zu sein, im Übrigen hat Andreas keinem etwas versprochen, für den Fall, dass er dich zurück­gewinnen kann mit unserer Hilfe. Geh zu den anderen, keiner von uns wird dir Andy wegnehmen.

Andreas und ich machten uns auf den Weg zum Pächter. Unterwegs meinte ich zu ihm, er solle doch seine Eltern anrufen und sie zum Gutshof einladen, damit er ihnen seinen neuen Arbeitsplatz zeigen könne. Von uns erzählst du ihnen nichts, das soll unsere Überraschung sein. Noch auf dem Weg zum Verwalterhaus rief er sie an und überbrachte die Einladung, wobei er nur erzählte, dass er ihnen seinen neuen Arbeitsplatz zeigen wolle, wo er bereits morgen Früh anfangen würde.

Die Frage, ob seine beiden Geschwister mitkommen dürfen, bejahte er, ohne nachzufragen, ich hätte eh nichts dagegen gesagt. Sie versprachen in einer Stunde hier zu sein.

Das Gespräch beim Pächter verlief ohne Probleme, selbst als Andy ihm erklärte, dass er sich einen weiteren Schwulen eingefangen habe. Josef grinste mich nur an und meinte zu ihm: „Wenn deine Eltern da sind, kommt ihr hierher und ich zeige euch alles.“ Ich schickte ihn zurück ins Gutshaus zu den anderen und unterhielt mich noch eine Weile mit Josef.

Ich fragte ihn, ob er Biertische und Bänke habe, die ich mir ausleihen könnte, damit wir im Gutshaus Kaffee trinken könnten. Er meinte kein Problem, reichen euch drei Garnituren. Ich versprach ihm sofort meine Leute zu schicken, damit diese die Garnituren abholen könnten.

Zurück im Gutshaus trommelte ich alle zusammen und erklärte ihnen: „Kleine Planänderung, unterbrecht eure Arbeit, wir haben eine Überraschung vorzubereiten. Sechs von euch gehen zum Pächter und holen drei Biertisch-Garnituren, die ihr drüben im kleinen Saal aufbaut.“

Sebastian, der inzwischen auch eingetroffen war schickte ich in die Stadt, um für etwa zwanzig Per­sonen Kuchen und Kleingebäck zu besorgen, am besten direkt bei seinem Vater. Thomas solle doch bitte nach Hause fahren und mit Marcus Kaffee kochen und in Thermoskannen hierherzubringen, ebenso Milch, das Kaffeegeschirr und Besteck, eben alles, was wir brauchen würden.

Andy verdonnerte ich dazu rechtzeitig draußen zu sein und auf seine Eltern zu warten, nach der Führung durch den Pächter solle er mit ihnen ins Haus kommen.

Sebastian rief, bevor er losfuhr, seinen Vater an und bat ihn für uns eine bunte Auswahl seiner Kuchen und Torten vorzubereiten, er käme gleich vorbei, um alles abzuholen. Thomas und Marcus fuhren zu uns nach Hause und meinten, dass sie auf alle Fälle rechtzeitig wieder da wären.

Nur zehn Minuten später standen die Biertische und Bänke im kleinen Saal, mit Ausnahme von Andreas gingen alle wieder an ihre Arbeit zurück. Der musste dann doch mehr als eine halbe Stunde warten, bis seine Eltern und Geschwister ankamen, die sich doch etwas verspätet hatten.

Durch eines der Fenster beobachtete ich sie. Er ging mit ihnen, wie besprochen zum Verwalterhaus, wo sie von Josef und seiner Frau in Empfang genommen wurden und Josef mit ihnen die Führung über den Gutshof startete. Jetzt blieben uns noch etwa fünfundvierzig Minuten, bis alles fertig sein müsste. Sie waren kaum außer Sichtweite, als Marcus und Thomas eintrafen.

Sie hatten zusätzlich noch Papier-Tischdecken für die Biertische mitgebracht, die als erstes aufgelegt wurden. Während wir die Tische eindeckten, stand urplötzlich meine Mutter im Raum und wollte wissen, was das werden soll. Philipp antwortete ihr frech: „Das siehst du doch, wir wollen hier Kaffee trinken und nicht extra nach Hause fahren. Sie sei gerne eingeladen uns Gesellschaft zu leisten. Meinen kleinen Besprechungstisch hatte man kurzerhand als Ku­chen­­buffet umfunktioniert. Andreas schickte mir eine SMS, in der er ankündigte, dass sie in fünf Minuten bei uns seien.

Holt ihr den Rest und macht es euch bequem, aber seid bitte leise, bis wir bei euch sind, ich nehme Andy mit seinen Eltern und Geschwistern in Empfang. Schickt bitte Michael zu mir nach draußen.

Wir standen vor der Haustür und Michael und ich begrüßten Andys Eltern und Geschwister. Zu Josef sagte ich leise, dass er doch mit seiner Frau auch zum Kaffee zu uns kommen solle. Er meinte ebenso leise, er hole seine Frau, sie sind gleich wieder hier.

Mit Andreas Eltern und Geschwistern ging ich, nachdem ich mich ihnen vorgestellt hatte zu unseren neuen, noch unfertigen Büros und erklärte, dass diese Räume vorübergehend die Schaltzentrale für unser Projekt Gutshof sein werden. Ich versprach ihnen, später mehr über unsere Pläne zu erzählen.

Andreas Mutter meinte zu mir, sie sind also derjenige, der ihrem Kind endlich beigebracht habe, dass er zu sich und seiner Homosexualität stehen soll, ich kann ihnen nur dafür danken. Ich erwiderte ihr, dass dies nicht allein mein Verdienst wäre, einen Anteil daran hat auch Michael.

Sie sollten auch ihrem Sohn danken, dass er end­­lich erkannt habe, dass es so auf Dauer nicht weitergehen könne, mit all den Problemen, die er sich damit selbst geschaffen habe. Ich hätte ihm nur noch den letzten Stoß in die richtige Richtung verpasst. Unsere nächsten Schritte führten uns zu großen Saal, wo ich ihnen erklärte, dass der Raum zukünftig Teil des neuen Restaurantbetriebes werden soll.

Weiter ging es in den kleineren Saal nebenan, wo wir bereits von allen anderen erwartet wurden. Neben Josef und seiner Frau konnte ich auch noch Alexandra erkennen, die wohl von Sebastian zu unserer Kaffeerunde gebeten wurde.

Wir hatten den Raum kaum betreten, als uns ein mehrstimmiges „Herzlich willkom­men“ entgegenschallte. Während Andy den Anwesenden seine Eltern und Geschwister vorstellte, piepste Michaels Handy und er flüsterte mir ins Ohr: „Ich hoffe es ist okay, ich habe meine Eltern nach Rücksprache mit Philipp ebenfalls eingeladen.“ Während ich noch nachdachte, warum ich nicht auf diese Idee gekommen sei, antwortete ich ebenfalls flüsternd: „Dann solltest du sie nicht zu lange warten lassen.“

Er verließ den Raum und war zwei Minuten später wieder mit ihnen zurück. Er übernahm es auch gleich allen seine Eltern und zuletzt Andreas Eltern als seine zukünftigen Schwiegereltern vorzustellen. Ich übernahm es danach, den beiden Elternpaaren den bunten Haufen meiner Truppe vorzustellen. Andreas Eltern hatten sich von ihrem kleinen Schock wieder erholt und bedankten sich bei uns für die Einladung zum Kaffee und für die Möglichkeit gleichzeitig Andys neue Freunde und seinen Chef kennenzulernen. Ich meinte nur noch, das Kuchenbuffet sei eröffnet und wünschte allen einen guten Appetit.

Thomas und ich setzten uns zu den Eltern von Michael und Andreas, die sich ebenfalls zu uns gesellten. Andys Geschwister wurden von Philipp zu den Jüngeren an den Tisch geholt. Die anfänglichen Gespräche drehten sich hauptsächlich um Andy und Michael, die zwischen ihren Eltern geführt wurden, bis Michaels Vater meinte: „Michael hat uns schon ein klein wenig von euren Plänen erzählt und freudestrahlend berichtet, dass er nach seinem Studium als Sozialarbeiter hier anfangen wird.

Ich verstehe nur nicht, warum ein Gutshof einen Sozialarbeiter benö­tigt.“ Ich antwortete ihm: „Bei der Menge an Mitarbeitern, die zukünftig am Gutshof arbeiten ist es sicher gut auch einen Sozialarbeiter zu beschäftigen, aber das sei nicht der eigentliche Grund. Wir hätten vor, das ehemalige Gesindehaus zu einem Landschulheim und Seminarzentrum umzubauen. In den Ferien soll es für Kinder und Jugendliche aus Problemfamilien als Urlaubsort dienen, dafür braucht man auf alle Fälle einen Sozialarbeiter.

Nachdem die Räumlichkeiten auch für die Nutzung als Treffpunkt für eine schwule oder lesbische Jugendgruppe oder als allgemeiner Treffpunkt für Jugendliche geeignet sind, hat er hier ein weiteres Betätigungsfeld in der Betreuung der Jugendlichen und soll als erster Ansprechpartner für ihre Probleme und Sorgen dienen.“

Michaels Vater meinte dazu: „Davon hat er uns nichts erzählt, denn dann hätte sich meine Frage von vornherein erübrigt.“ Michael wollte sich rechtfertigen, warum er bisher seinen Eltern nichts davon erzählt habe, sein Vater unterbrach ihn jedoch und meinte, dass das schon in Ordnung sei, soviel Zeit wäre, heute Morgen nicht gewesen, da er so dringend wieder außer Haus musste und grinste dabei seinen Sohn an.

Wie ich feststellen konnte, verstanden sich die beiden Elternpaare gut miteinander, für die beiden konnte das nur gut sein. Es zeigte sich vor allem, als die Jungs erklärten, dass sie ihre gemeinsame Wohnung gerne auf dem Gutshof beziehen würden, wenn sich dort eine Möglichkeit für sie ergäbe. Beide Familien erklärten ihren Jungs, dass sie auf ihre Unterstützung rechnen können.

Im weiteren Gespräch bot Michaels Vater an, dass er uns bei den geplanten Um- und Neubauten helfen könne mit seinem mittelständischen Bauunternehmen. Ich meinte er solle sich doch bitte deswegen mit unseren Architekten Jason Schreiber, Jennifer Schreiber und dem Senior Maximilian Schreiber zusammensetzen.

Er erklärte, ihm gehe gerade ein Licht auf, denn von diesem Architekturbüro sei vor einigen Tagen eine Anfrage, vermutlich für eines dieses Projekt eingegangen, die er sich noch nicht so genau angeschaut habe. Sie hatten noch angekündigt, dass weitere Unterlagen folgen würden, da es sich um ein größeres Projekt handle, für das sie für die einzelnen Teilbereiche eigene Ausschreibungen versenden wollen. Er versprach sich die Unter­lagen schnellstens zu Gemüte zu führen und dann alles Notwendige in die Wege leiten, damit wir schnellstens seine Angebote erhalten.

Ich kam meinen Verpflichtungen als Sklaventreiber meiner Jungs nach und meinte, die Pause wäre jetzt lange genug gewesen und sie sollten sich wieder an ihre Arbeit machen. Die Eltern und allen die, die unsere Pläne noch nicht so genau kannten, lud ich auf eine Führung der besonderen Art ein.

Im Laufe der nächsten Stunde führte ich sie über das gesamte Gutshofgelände und erklärte, wo und was dort jeweils geplant ist. Zum Schluss erzählte ich noch, dass durch die Übernahme der Gärtnerei Winter bereits eine perfekte Basis für den geplanten Gemüseanbau geschaffen wurde.

Andys Mutter meinte am Ende der Führung: „Dass man aus einen alten, bisher nur landwirtschaftlich geführten Gutshof, mit den vielen neuen Ideen, ein auf vielen Standbeinen stehendes modernes Unternehmen schaffen könne und damit auch noch soziale Schwerpunkte setze, hätte sie sich nie vorstellen können. Ich finde die Idee so gut, dass ich sie gerne unterstützen möchte, ich weiß nur noch nicht wie.“

Da sie langsam aufbrechen wollten, fiel Andys Mutter auf, dass seine jüngeren Geschwister bei unserer Besichtigungstour gar nicht dabei gewesen sind. Sie fragte Andreas, ob er wüsste, wo seine beiden Geschwister stecken würden.

Er meinte vermutlich bei den Jungs, die Peter zum Arbeiten verdonnert hatte. Wir gingen ins Haus und fanden die beiden in meinem Büro, wo ihnen von Philipp und Marcus erklärt wurde, welcher Aufwand dahinter stecke für das Unternehmen ein gut durchdachtes und funktionierendes Kommunikations- und Datennetz aufzubauen.

Plötz­lich erklärte Bernhard, dass er jetzt das richtige für sich gefunden hätte und er sich eine Ausbildung zum Fachinformatiker oder Informatik­kaufmann sehr gut vorstellen könne. Ich reagierte sofort und sagte zu Andreas jüngerem Bruder Bernhard, der in wenigen Monaten die Schule mit mittlerer Reife beendet, er solle mir doch seine Bewerbungsunterlagen einreichen und ich würde dann schauen, ob wir bei uns einen entsprechenden Ausbil­dungsplatz anbieten können.

Nachdenken brauchte ich nicht, ich war mir sicher, dass das problemlos möglich war. Er schaute mich verdutzt an und meinte, die Bewerbung kannst du bereits morgen haben. Ich erklärte ihm, dann solle er doch mit den Bewerbungsunterlagen gleich morgen nach der Schule zu einem Vorstellungs­gespräch hier in meinem Büro erscheinen.

Er schaute mich an und sagte zu mir: „Das glaube ich jetzt nicht, du nimmst mich doch bestimmt auf den Arm.“ Ich erwiderte ihm, dass ich mit so etwas nie spaßen würde. Dass könne ihm Philipp mein Sohn sicher bestätigen.

Er schaute mich fragend an und meinte: „Wie Philipp ist dein Sohn, ich glaube ich habe vorher doch nicht richtig zugehört, wie du uns alle Personen vorgestellt hast. Vor allem, nachdem du mit Thomas in einer Beziehung lebst, dachte ich du währest kinderlos.

Ich lachte und erklärte: „Philipp hat noch eine ältere Schwester, die bereits selbst zwei Kinder hat und ich du Thomas folglich auch schon Großväter seien.“

Damit hatte ich ihn jetzt wohl endgültig verwirrt, bis ihm Philipp bestätigte, dass das alles seine Richtigkeit habe.

Seine Mutter lachte und meinte zu Bernhard: „Das kommt davon, wenn man falsche Rückschlüsse zieht, ohne sämtliche Fakten genau zu kennen. Beim nächsten Mal solltest du dich vorher schlau machen und erst dann Vermutungen anstellen, wenn du alle Fakten kennst.“

Sie verabschiedeten sich und ich bestätige nochmal, dass ich Bernhard morgen zum Vorstellungsgespräch sehen will.

Auch Michaels Eltern verabschiedeten sich, wobei Michael ihnen erklärte, dass er heute Abend nicht nach Hause komme, sondern die einmalige Gelegenheit nutzen würde und zum ersten Mal bei Andi übernachten will. Da er morgen noch nicht zur Uni müsste, wäre er morgen wieder hier am Gutshof, um uns bei den Büros zu helfen.

Ich drückte Michaels Vater noch meine Visitenkarte in die Hand und meinte, wenn er noch Fragen zu unseren Projekten habe oder uns anderweitig weiterhelfen könne, darf er mich jederzeit anrufen.

Ich suchte Sebastian und wollte von ihm wissen, wie ausgelastet sein Vater heute Abend sei. Er lachte mich an und erklärte mir, für uns hätte er heute Abend sicher Platz, da er ihn vorher, als er den Kuchen geholt hat, bereits danach gefragt habe. Mit wie viele Leuten soll ich ihm drohen, wenn ich uns zum Essen avisiere. Derzeit sind wir zu zwölft meinte ich, du solltest aber vorher Andi und Michael noch fragen, ob sie mitkommen, oder direkt nach Hause fahren. Er suchte die beiden und als er zurückkam meinte er, dass er seinem Vater zehn hungrige Mäuler angekündigt habe.

Bei meinem Rundgang durch die Büroräume fiel sofort auf, dass die Regale im Be­sprechungszimmer fertig aufgestellt und gesichert waren, die beiden Kommoden standen ebenfalls dort, wo sie ihre endgültige Position haben sollten. Philipp und Marcus erklärten, dass das WLAN bereits laufe und der Drucker zukünftig als Netzwerkdrucker genutzt werden kann.

Nur zum Scannen muss er direkt an einen Rechner angeschlossen sein. Die Datenspeicher laufen und können ab sofort vollgeladen werden. Die Kartons mit den Ordnern waren geleert und von Alejandro bereits wieder im Transporter verstaut. Die Ordner standen fein säuberlich aufgestellt in meinem Büro am Boden.

Da es bereits kurz vor fünf Uhr war, meinte ich wir sollten so langsam zusammenpacken, morgen ist auch noch ein Tag. Alles was heute zu erledigen war ist getan, wir fahren jetzt zu uns nach Hause und von dort mit zwei oder drei Fahrzeugen zu Francesco zum Abendessen.

Alejandro, wollt ihr beide die kommende Nacht wieder bei uns schlafen oder für eine Nacht ins Gästezimmer zu Manuel und Daniel umziehen. Wir würden gerne bei euch bleiben, morgen früh, nach dem Frühstück, machen wir uns auf den Rückweg nach Mallorca.

Daniel meinte, sie könnten das gesamte Gästezimmer für diese Nacht haben, er und Manuel würden die kommende Nacht wieder bei seinen Eltern verbringen, nicht dass diese auf dumme Ideen kommen und sein Zimmer anderweitig vermieten, weil sie glauben ich wäre schon bei Manuel eingezogen. Außerdem habe ich versprochen sie auf dem Laufenden zu halten, wie es weitergeht.

Die neue Situation, dass ich ab morgen nicht mehr in der Landwirtschaft arbeite, sondern vorerst hier im Büro und meine zweite Ausbildung als Gärtner im September beginne ist wichtig genug, um sie ihnen schonend beizubringen.

Mein Smartphone klingelte und Jonas war in der Leitung. Er teilte kurz mit, dass sie beide gut bei Tims Eltern angekommen seien. Sie hätten inzwischen mit Tims Eltern bereits Kaffee getrunken. Sein Vater hatte sein Versprechen bereits erfühlt, alle wichtigen Unterlagen und der größte Teil seiner Bekleidung ist bereits hier.

Wir haben auch bereits mit Tims Eltern gesprochen, vermutlich werden wir in den Pfingstferien eine Woche zu euch kommen. Wir melden uns im Laufe der Woche wieder bei euch. Damit war das Gespräch auch schon beendet.

Mit kurzem Zwischenstopp bei uns, um die nicht benötigten Fahrzeuge abzustellen, fuhren wir in die Innenstadt ins Café zu Francesco. Er erwartet uns bereits und hatte für uns einen Tisch für zehn Personen eingedeckt. Jeder konnte bestellen was er wollte, es gab kein vorbereitetes Menü. Gegen neun Uhr verabschiedeten wir uns von Sebastian, Alexandra, Daniel und Manuel, die nach Hause fahren wollte. Die erstgenannten blieben dann doch noch bei Sebastians Vater, die beiden Jungs machten sich auf den Weg zu Daniels Eltern.

 

Wir setzten uns noch für eine Weile ins Wohnzimmer und Philipp fragte, ob ich Bernhard wirklich als Auszubildenden einstellen will und wie das ablaufen soll. Ich meinte, im Grunde genommen ist das kein Problem, du und Marcus könnt den technischen und praktischen Teil der Ausbildung durchführen. Da ich die Eignung als Ausbilder besitze kann ich alles andere regeln. Einer von euch beiden sollte morgen beim Vorstellungs­gespräch dabei sein. Gemeinsam entscheiden wir dann, ob wir Bernhard einstellen.

 

Anmelden müssen wir die Firma sowieso als Ausbildungsbetrieb, weil Daniel ab September eine verkürzte zweite Ausbildung als Gärtner durchzieht, und ab nächstem Jahr werden wir weitere Auszubildende einstellen.

 

Manuel meinte, wir könnten ab September einen oder zwei weitere Auszubildende beschäftigen, da mein Vater nicht mehr zur Verfügung steht und wir nächstes Jahr mit höherem Arbeitsaufwand rechnen müssen. Ich erklärte ihm, dass er doch morgen dem Arbeits­amt die zusätzlichen Ausbildungsplätze melden soll, damit sie uns noch Auszubildende vermitteln können.

 

Um zweiundzwanzig Uhr lagen alle in ihren Betten, da wir morgen früher aufstehen müssten, vor allem wegen der Rückfahrt von Jorge und Alejandro nach Mallorca.

 

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