Zoogeschichten II – Teil 87

Ein neuer Morgen

Adrian

Ich kam aus dem Lachen nicht mehr heraus. Viel zu viele Geschichten wurden über Robert erzählt. Robert saß an mich gelehnt, verteidigte sich zwischendurch immer wieder. Spätestens dann, wenn er meinte, die Geschichte wurde falsch erzählt.

„Stimmt doch gar nicht“, hörte ich ihn schon wieder sagen, „Jürgen hat mich geschubst!“

„Ich war ja nicht mal in deiner Nähe!“, kam es von Jürgen.

„Auf jeden Fall segelte Robi, komplett angezogen ins Wasser, direkt neben den zwei alten Damen“, erzählte Petra weiter.

„Und wie die beiden geflucht hatten. Total nass von oben bis unten“, fügte Ella noch hinzu.

„Ich glaube, ich muss mir das noch mal überlegen mit uns…, du bist ja schlimmer wie ich“, sagte ich leise.

Aber nicht leise genug, denn die Anderen hatten es gehört und so hatte ich den nächsten Lacher auf meiner Seite.

„Jetzt fall du mir auch noch in den Rücken!“, meinte Robert gespielt.

„Nein, an den kuschele ich mich lieber“, gab ich zu.

„Ihr seid ein richtig süßes Paar, wisst ihr dass?“, fragte Petra.

„Danke“, antwortete ich.

„Jetzt haben wir genug erzählt, jetzt bist du mal dran“, meinte Ella zu mir.

„Was soll ich denn erzählen?“, fragte ich ratlos.

„Wie du unseren Robert kennengelernt hast, zum Beispiel“, kam es von einem leicht angetütelten Niklas.

„Wenn ich das wüsste!“, antwortete ich und Robert strahlte mich an.

„Ähm, bitte?“, fragte Petra.

Auf jedem der mir gegenübersitzenden Gesichter war ein großes Fragezeichen zu sehen.

„Ich kann es euch nicht erzählen, denn ich habe es nicht mitbekommen“, sagte ich, was die fragenden Gesichter noch verstärkte.

„Du sprichst in Rätseln“, bemerkte Ella und nippte an ihrem Bier.

„Das muss euch Robert erzählen, weil ich erst später alles mitbekommen habe.“

„Ich blick jetzt gar nichts mehr!“, gab Jürgen von sich.

„Dann werde ich es mal erzählen, wir können sie ja nicht dumm sterben lassen“, triumphierte Robert vor mir.

Also erzählte Robert von seinem Job. Begeistert hingen die anderen an seinen Lippen, sprachen nicht einmal dazwischen. Dann kam die Stelle, wo ich auf den Plan trat. Ich hörte genau zu, denn so richtig hatte ich ja nie erfahren, was da alles geschehen war.

Den Grund meiner geistigen Abwesenheit, titulierte er mit einem leichten Unfall und Folgenschäden, worüber ich ihm sehr dankbar war. An der Stelle, als ich zu mir kam, schreiend und nackt mit ihm unter der Dusche stand, fingen alle an zu lachen.

Das Lachen verstummte, als er weiter erzählte. Irgendwie tat mir das Ganze jetzt Leid, was mein Schatz wegen mir alles ertragen musste. Auch die Schmerzen konnte ich nachfühlen, die er damals gehabt haben muss.

Als er von dem Blutgerinnsel erzählte, wurde es gänzlich still auf der Terrasse. Nur Roberts Mutter, die bis jetzt mehr im Hintergrund war, schluchzte kurz. Mir ging es nicht anders. Noch zu frisch war die Erinnerung, als ich dachte, Robert für immer zu verlieren.

Ich versuchte, mich zusammenzureißen, um nicht hinter Robert loszuheulen.

„Mann, habt ihr ein verdammtes Glück!“, meinte Niklas, als Robert mit unserer Geschichte fertig war.

„Und jetzt bin ich auf Erholung hier und habe meinen Krankenpfleger gleich mitgebracht“, meinte Robert abschließend zu seinen Erzählungen, was ihm einen leichten Knuffer in die Seite einbrachte.

Ich weißt nicht, wie lange wir da noch gesessen sind, aber plötzlich merkte ich, dass Robert in meinen Armen eingeschlafen war. Nicht nur ich merkte es, sondern die Anderen auch.

„Leute… ich denke, wir werden mal aufbrechen“, begann Niklas leise, „Robert ist ja noch eine Weile da.“

Allgemeines Zustimmen war die Folge. Nur ich hatte jetzt ein Problem, wie bekam ich meinen Schatz ins Bett, ohne ihn zu wecken, denn er schlief gerade so schön. Niklas schien Gedanken lesen zu können.

„Soll ich ihn rauftragen?“, fragte er leise.

„Danke… so kräftig bin ich nun auch nicht.“

Grinsend, aber langsam zog er Robert auf seine Arme, ohne dass dieser aufwachte.

„Ich mach dir alles auf“, meinte Roberts Mutter.

Und schon waren sie verschwunden.

„Kommt, wir räumen noch alles schnell zusammen“, kam es von Ella und schon war ein wildes Durcheinander zu Gange, bis der Tisch abgeräumt war.

Ella kam zu mir und nahm mich in den Arm.

„Du bist richtig! Was Besseres hätte unserem Robert nicht passieren können“, sagte sie und drückte mir einen Kuss auf die Wange, „danke!“

Sprachlos nickte ich und ging mit den Anderen noch an die Haustür. Roberts Vater stand neben mir und wir winkten Roberts Freunden noch einmal zu, bevor sie in ihre Autos stiegen und wegfuhren.

„Ich kann mich Ellas Meinung nur anschließen“, sagte nun auch Roberts Vater, drückte mich mit seiner Hand auf der Schulter und verschwand dann wieder Richtung Terrasse.

Total aufgewühlt stand ich immer noch in der offenen Haustür.

*-*-*

Volker

Ich schlug meine Augen auf. Es dauerte etwas, bis ich begriff, dass ich nicht in meinem Bett lag. Plötzlich war alles wieder da. Zu spät zum Heimfahren, überredete mich Rolf, bei hm zu schlafen, was ich dann auch tat.

Gut, er brauchte mich nicht lange zu überzeugen. Der rasant angestiegene Alkoholpegel in meinem Blut, durch den guten Rotwein, hatte sein Übriges getan. Nun lag ich fast nackt neben ihm. Meine Shorts hatte ich anbehalten.

Er übrigens auch, wie mir ein Blick zu ihm verriet. Er lag auf meinem Arm und zudem auf dem Bauch. Die Decke war weggerutscht und so konnte ich ihn mir genauer ansehen. Ich hatte einen ziemlich muskulösen, durchtrainierten Mann vor mir.

Der Knackarsch verleitete mich förmlich dazu, kurz und sanft drüber zu streicheln. Bekam man vom Malen eine solche Figur? Ich hatte den falschen Job! Ich musste grinsen und merkte, wie mein Bettnachbar sich regte.

Rolf hob den Kopf und schaute in meine Richtung. Auch er schien erst überlegen zu müssen… die Lage zu sondieren.

„Morgen“, brummte er und ließ seinen Kopf wieder fallen.

‚Was für ein Morgenmuffel’, dachte ich.

Ohne groß zu überlegen, streichelte ich nun sanft über seinen Rücken, was sofort mit einem langgezogen Brummen quittiert wurde.

„Morgen Rolf“, sagte ich leise.

Mühsam hob er noch mal seinen Kopf und stützte diesen mit seiner Hand ab.

„Wie kann man … am Morgen schon so wach sein?“, kam es fragend aus seinem Munde.

„Ich stehe um diese Zeit immer auf“, antwortete ich.

Sein Kopf wandte sich zum Wecker.

„Oh Gott… so früh?“

„Ja!“

Seine Hand wanderte auf meine Brust und seine Finger streichelten sanft durch meine Brustbehaarung. In mir fing es wieder an zu kribbeln.

„An dich morgens im Bett könnte ich mich echt gewöhnen…“, brummelte Rolf und ich konnte ein Grinsen auf seinen Lippen erkennen.

„Mir gefällt es auch“, meinte ich und beugte mich zu ihm hinüber, um ihn zu küssen.

Seine Hand wanderte auf meinen Nacken und er zog mich vollends zu sich. Halb auf ihm liegend, versank ich in seine Arme und gab mich seinem fordernden Kuss hin. Mir war auch egal, dass in diesem Augenblick recht viel Blut in meine untere Region floss.

Ich fand das einfach nur schön und genoss es in vollen Zügen.

Dennis

Etwas gerädert wachte ich auf und richtete mich auf. Michael schlief friedlich neben mir. Er war zwar aufgedeckt, aber der dicke Verband war sicherlich eine gute Wärmequelle, den er um die Brust bandagiert hatte.

Ich schaute auf den Wecker. Langsam musste ich aufstehen, es war Zeit. Als ich mich aus der Decke wuschelte, spürte ich eine Hand auf meinen Rücken.

„Morgen Schatz“, hörte ich Michael hinter mir.

„Schlaf doch weiter“, meinte ich und schaute ihn liebevoll an.

Ja, ich liebte diesen Kerl abgöttisch. Alle Zweifel waren wie weggeblasen. Er zog mich zu sich herunter und küsste mich. Spätestens jetzt war ich wach.

„Nein, ich kann nicht liegen bleiben. Die Schmerzmittel hören auf zu wirken und Dad will mich nachher ins Krankenhaus fahren. Je früher ich das hinter mir habe, umso besser. Hast du gut geschlafen?“

Ich nickte ihm zu. Nach einem kurzen Kuss stand ich dann auf.

„Oh, da sehnt sich noch jemand anders nach mir“, meinte Michael grinsend und zeigte in Richtung meiner Shorts.

Deutlich war meine Morgenlatte zu sehen.

„Bild dir ja nicht so viel darauf ein!“, meinte ich nur und ging ins Bad.

Der Vorzug, mit Michael zusammen zu sein, war, dass ich hier auch frische Wäsche deponiert hatte. Also beschloss ich, unter die Dusche zu steigen. Ich drehte das Wasser auf, wartete bis es wohl temperiert war und steig drunter.

Etwas im Tran erschrak ich, als die Duschtür aufgezogen wurde. Michael stand nackt vor mir.

„Wo ist dein Verband?“, fragte ich.

„Abgemacht!“

„Ich weiß nicht, ob das gut ist!“

Ich sah die blauen und grünen Stellen an Michaels Oberkörper, die er sich durch die Quetschung gestern zugezogen hatte.

„Ich muss mich waschen, es juckte so unter dem Verband.“

„Und die Schmerzen?“

„Zum Aushalten… Darf ich zu dir rein?“

Da mich Michaels Anblick weich werden ließ, stimmte ich zu. Vorsichtig kletterte er zu mir in die Dusche. Hinter ihm schob ich die Duschtür wieder zu. Er ließ einfach das Wasser auf sich herunter laufen.

Da fiel mir ein, dass er ja Schwierigkeiten hatte, die Arme zu heben. So nahm ich kurzerhand sein Duschgel und begann, ihn vorsichtig einzuseifen.

Robert

Langsam wurde ich wieder munter und öffnete die Augen. Ein Blick zur Seite verriet mir, dass Adrian nicht da war. Moment, wie bin ich eigentlich ins Bett gekommen? Zweifelnd richtete ich mich auf, als meine Zimmertür aufging.

„Morgen, habe ich dich geweckt?“, begrüßte mich Adrian, der das Zimmer betrat.

„Nein“, antwortete ich.

„Ich musste dringend auf die Toilette, habe gestern Abend etwas zu viel getrunken.“

„Apropos gestern Abend. Wie bin ich denn ins Bett gekommen.“

„Niklas hat dich hochgetragen… ein süßes Bild!“

„Niklas?“

„Sorry, dazu bin ich doch etwas zu schwach!“

„Nein… ähm… ist klar, aber warum hat mich raufgetragen?“

„Du warst in meinen Armen eingeschlafen und niemand, auch ich nicht, wollten dich wecken. Tja, und dann hat Niklas gefragt, ob er dich tragen soll…“

Adrian schlüpfte wieder zu mir ins Bett.

„Wird ein schöner Anblick gewesen sein“, grummelte ich.

„Ich sagte doch, sah süß aus. Du in den Armen dieses Hünen“, meinte Adrian süffisant.

Ich bohrte meinen Finger in Adrians Seite der quiekend hochfuhr. Strafe musste sein.

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