3. Türchen – No one else II

Ich erschrak etwas, denn ich hatte noch nie so eine unendliche Traurigkeit in Letizias Augen gesehen. Sie stand einfach nur da und starrte mich an.

„…es ist aus…“, sagte sie und ließ dabei ihre Schultern hängen.

„… ähm was? Was meinst du?“

Sie ließ ihren Kopf hängen und schniefte kurz.

„…es ist aus zwischen Emilio und mir.“

Na toll und ich dachte schon, mein lieber Bruder hat endlich die Richtige und es könnte etwas Dauerhaftes werden. Nein er hatte sich nicht geändert und nach ein paar Monaten das Interesse verloren.

„Das tut mir leid Letizia, ich hätte dich vor meinem Bruder warnen sollen.“

Sie atmete tief durch und schaute auf. Als sie gerade etwas sagen wollte, klingelte mein Handy. Ich warf einen Blick darauf und konnte Dana lesen.

„Entschuldige kurz“, meinte ich und nahm das Gespräch an.

„Ja, hallo Schwesterlein… es ist jetzt gerade etwas schlecht…“

„Hallo Davide, warum denn ich brauche dich dringend hier!“

„Ist etwas mit Mutter oder Vater?“, fragte ich besorgt.

„Nein, denen geht es gut, ich meine deinen Bruder Emilio.“

„Der kann mir im Augenblick gestohlen bleiben“, kam es ärgerlich von mir, denn immer noch hatte ich ein Häufchen Elend namens Letizia vor mir.

„Wieso dass denn, was hat er dir getan?“

„Das solltest du ihn fragen, er musste ja seine alten Gewohnheiten wahr werden lassen und Letizia den Laufpass geben!“

„Was hat er? … Davide, da bist du wohl falsch informiert! Deine liebe Letizia hat ihm vor die Tür gesetzt, nicht er sie!“

Geschockt sah ich Letizia an.

„Dein Bruder liegt in seinem Bett und heult sich die Augen aus dem Kopf. Deswegen meinte ich, es wäre nett wenn du auch kommen könntest und ihn versuchst aufzumuntern.“

„Ich ihn aufmuntern? Dana, von was träumst du nachts. Ich und meinen Bruder aufmuntern, ist wie einen Eiswürfel in eine heiße Pfanne zu schmeißen. Nein, danke, den Kienhaken von vor Weihnachten habe ich noch nicht vergessen.“

„Och das sind doch alte Kamellen, längst vergessen. Kommst du, oder nicht?“

Ich atmete tief durch und starrte immer noch Letizia an.

„Ich kann nichts versprechen, zudem habe ich hier noch etwas Wichtiges zu klären…, ich ruf dich an.“

„Okay…, wenn es nicht anders geht.“

„Komm Schwesterherz, das packst du…, ich melde mich…, versprochen… bis später.“

„Bye Davide.“

„Bye Dana…“

Ich drückte das Gespräch weg und ließ mein Handy in meiner Hosentasche verschwinden.

„Was in drei Teufels Namen hat dich geritten mit Emilio Schluss zu machen?“, waren meine ersten Worte zu Letizia und das schon etwas angesäuert.

Heftig stieß sie ihren Atem aus und drehte sich von mir weg.

„Es klapp einfach nicht…, was weiß ich…. Er ist einfach zu… zu perfekt.“

„Perfekt? Bitte?“

Ich traute meinen Ohren nicht. Wie kann ein Mann zu perfekt sein?“

„Du willst mir weiß machen, dass du mit Emilio Schluss gemacht hast, weil er zu perfekt ist?“

„… ja“, kam es leise von Letizia.

„Entschuldige Letizia, aber du spinnst! Wie kann man so einen Mann in den Mond schießen? Gut wir reden hier von meinem Bruder, den ich sicher nicht als perfekt bezeichnen würde, aber ich dachte, du hast dich in ihn verliebt, weil er dein Traummann wäre.“

Traummann wirklich nicht. Mal davon abgesehen, dass er mein Bruder ist, wenn er der letzte Mann auf Erden wäre, würde ich ihn nicht mal mit einer Beißzange anfassen. Letizia ließ sich auf meine Couch sinken.

„Ach ich weiß auch nicht, Davide. Ich hab plötzlich tierisch Angst bekommen…, irgendwie Panik… ich…ich wollte da nur noch raus.“

Sie vergrub er Gesicht in ihren Händen und begann zu weinen. Aus Frauen soll einer schlau werden. Ich schüttelte den Kopf, weil ich es immer noch nicht fassen konnte. Was sollte ich jetzt machen? Den Essen mit Placido konnte ich wohl vergessen. Ich setze mich dicht neben Letizia und legte meinen Arm um sie.

„Letizia, das ist nicht deine Art, du rennst doch sonst nicht vor etwas weg! Schon gar nicht, wenn dir etwas Angst macht. Bisher hast du dich immer mutig behauptet.“

„… er sprach von Heirat…, Kindern und der Zukunft…, da ist…“, sie schluchzte, „… da ist mir die Sicherung durchgebrannt. Davide…, ich kenne ihn gerade mal zwei Monate und dann kommt der mit so etwas!“

„Emilio… Heirat und Kinder?“

Ich konnte nicht anders und fing an zu lachen, aber besann mich Besseres, als Letizia mich vorwurfsvoll anschaute.

„Entschuldige…“, meinte ich und versuchte nicht mehr zu lachen, „aber du sprichst von Emilio, ich kann mir das gar nicht vorstellen.“

Ich konnte nicht anders und fing wieder an zu kichern. Mein Kopfkino ließ mich nicht stoppen. Emilio mit Kinderwagen in der Hand und Einkaufstüten in der anderen. Sollte mein Bruder wirklich den Wunsch hegen, sesshaft zu werden? Wieder atmete ich tief durch, um das Kichern zu unterdrücken.

„Hast du ihm gesagt, dir geht das zu schnell?“, fragte ich Letizia.

„Ich… ihm? Wieso?“

Ich verdrehte die Augen. Die beiden gehörten echt in ein Zimmer gesperrt und den Schlüssel weggeworfen.

„Emilio liegt in seinem Bett und heult wie ein kleines Kind, weil er die Welt nicht mehr versteht!“

Mit großen Augen schaute mich Letizia an.

„Sag jetzt nur noch, das wundert dich…“

Sie nickte.

Ich stand auf und lief ans Fenster. Dabei sah ich, dass Placido ihm Hof stand und mit jemand telefonierte. Er erblickte mich und winkte mir strahlend zu. Schief lächelnd winkte ich zurück und drehte mich wieder zu Letizia.

„Also ich glaube das Ganze immer noch nicht. Endlich findest du nach Jahren endlich einen Mann, der dir gefällt, ja man fast sagen könnte, Liebe auf den ersten Blick und dann lässt du ihn sausen, weil du Angst vor der Zukunft hast. Willst du einen festen Freund, einen Mann, oder nur jemanden, mit dem du ab und zu Ausgehen kannst, um Spaß zu haben?“

„Davide, ich kann dir keine Antwort geben. Ich war noch nie in so einer Situation. Ich weiß echt nicht mehr, was ich denken soll.“

Es klopfte an der Tür und Placido steckte den Kopf herein.

„He Davide, ich wusste gar nicht, dass du Besuch… hallo Letizia, du bist aber früh hier! Hast du einen neuen Wagen? Den kenn ich noch gar nicht. Wir wollten doch erst gegen sieben essen gehen“, meinte er, als er Letizia auf meinem Sofa entdeckte.

„Sie hat Emilio zum Teufel gejagt“, sagte ich tonlos.

„Sie hat was? Aber warum denn? Hat er etwas Schlimmes angestellt.“

Ich lief zu Placido hin und legte meinen Arm um ihn.

„Wenn die beiden vor den Traualtar stehen würden, da würd ich sagen, Letizia hat kalte Füße bekommen“, erklärte ich Placido.

„Aber die beiden sind doch erst knapp zwei Monaten zusammen…“

„Trotzdem hat Emilio von Heirat und Kindern angefangen.“

Kurz schaute Placido ratlos zu Boden.

„Hast du ähnlich gedacht, als ich dir den Antrag im Zentral Park gemacht habe?“

„Ich muss gestehen, nicht die Bohne. Ich war so verliebt in dich und an diesem Abend der glücklichste Mensch auf Erden.“

„Danke!“, meinte Placido und gab mir einen Kuss.

Letizias Seufzen rief uns aus unserer Traumwelt zurück. Sie war gegen ihre Gewohnheit, die ganze Zeit still da gesessen und hatte keinen Ton gesagt. Sie schaute mich nur unentwegt erwartungsvoll an.

Musste ich jetzt etwa entscheiden, wie es weiterging? Ich schaute zu Placido.

„Das ändert aber nichts daran, dass ich nicht weiß. was wir jetzt mit Letizia und Emilio machen sollen. Was machen wir mit dem Essen?“

Placido dachte kurz nach.

„Ich rufe Noah an und wir verschieben das, okay?“

„Ich möchte nicht, dass ihr euren Tagesablauf wegen mir ändert, ich wusste nur nicht, wohin ich gehen sollte… ich hab mir einfach einen Wagen vom Fuhrpark genommen und bin zu dir gefahren. Ihr könnt ruhig essen gehen…, ich werde dann heim fahren“, war das erste, was Letizia sagte, seit Placidos Eintreffen.

„Nichts wirst du“, sagte ich leicht genervt, „wäre ja noch schöner, dich jetzt alleine zu lassen! Wir fahren jetzt zu Emilio und du redest gefälligst mit ihm, dass Essen können wir wirklich verschieben, die Familie geht vor!“

Placido schaute auf seine Uhr und dann wieder zu mir.

„Weißt du was? Ich rufe Noah gleich an und sage, wir treffen uns erst gegen acht Uhr und wenn es überhaupt nicht geht, verschieben wir es eben wirklich auf einen anderen Tag.“

Der Vorschlag war gut und ich nickte.

„Letizia, geh du kurz ins Bad und mach dich frisch und ich rufe Dana an.“

Unsicher nickte sie mir zu und verließ mit Placido meinen Arbeitsraum. Ich pfriemelte umständlich das Handy aus meiner Hosentasche und tippte Danas Nummer ein. Sie nahm schon nach dem ersten Klingeln ab.

„Hallo Dana, kannst du mir sagen, wo ihr seid?“

„Bei Mutter zu Hause.“

„Kannst du mir sagen, warum bei Mutter?“

„Das entzieht sich völlig meiner Kenntnis. Außer Gejammer und Wimmern ist aus deinem Bruder kein Ton heraus zubekommen. Er liegt in seinem alten Kinderzimmer im dem viel zu kleinem Bett. Zusammen gekauert und nur noch ein Häufchen Elend.“

Ich schüttelte den Kopf, denn ich konnte den Worten meiner Schwester nicht glauben.

„Was sagt Mutter dazu?“

„Die ist aus allen Wolken gefallen. Heute Mittag das verliebte Pärchen schlecht hin und jetzt Ende Gelände, sie versteht die Welt nicht mehr.“

„Und Papa?“

„Weiß nicht, der hat sich nicht blicken lassen.“

„Okay, dann in circa einer halben Stunde sind wir bei euch.“

„Wir?“

„Placido und Letizia noch.“

„Was will die denn hier?“

„Dana, die zwei müssen dringend reden.“

„Ich glaube dein Bruder ist zu nichts fähig.“

„Vertraue einfach mal deinem kleinen Bruder, okay?“

„Dein Wort in Gottes Gehörgang! Gut wir sehen uns dann gleich.“

*-*-*

„Ich hätte nicht gedacht, euch so schnell wieder zu sehen“, begrüßte uns Mama lächelnd.

„Das hat wohl niemand“, meinte ich und ließ mich umarmen.

Ein kurzer Blick genügte, dass Placido sich um meine Mutter kümmerte, während ich mir Letizia schnappte und mir ihr hoch ging. Wie von Dana beschrieben lag Emilio wirklich in seinem alten Kinderzimmer, in dem wirklich viel zu kleinen Bett.

Mich wunderte, dass Mama es nicht schon längst ausgeräumt hatte, oder hoffte sie insgeheim auf Enkel, die darin nächtigen würden, wenn ihre Söhne mal einen ungestörten Abend verbringen wollten?

Na ja, bei mir konnte sie das vergessen. Mit Kindern hatte ich eh nichts am Hut und bei mir würde sich sicher kein Nachwuchs einstellen. Dana hatte ja nicht mal einen Freund und bei Emilio, stand nun eh alles in den Sternen.

„Emilio hättest du die Güte deinen Arsch zu heben und mit Letizia zu sprechen“, rief ich einfach in den Raum.

Mein Bruder zuckte zusammen und schaute auf. Seine Augen waren dick rot geschwollen. So hatte ich ihn noch nie gesehen. Ich zog Letizia ins Zimmer und verfrachte sie an den alten Kinderschreibtisch.

Eigentlich war es ein Bild für Götter, denn es hatte eine gewisse Art von Komik, die beiden im Kinderzimmer sitzen zu sehen. Einerseits weil beide zu groß waren und andererseits, weil gerade dieses Thema Letizias Sicherung durchbrennen ließ.

Kinder! Ja auch die Heirat nicht zu vergessen. Beide klotzen sich nur an, aber kein Wort verließ ihre Lippen. Genervt rieb ich mir über mein Gesicht und atmete tief aus.

„Ich schlage euch beide vor, mal richtig über eure Zukunftspläne, Vorstellungen und was noch so alles einfällt, bei einer Freundschaft… Partnerschaft, oder was auch immer ihr beiden da beide führt. Sagt mir nicht, weil der Sex gut war…“

Beide sahen mich unschuldig an. Eine Gänsehaut überfuhr meinen Rücken und es schüttelte mich regelrecht.

„Sorry, streicht den letzten Satz, ich will keine Details hören.“

Wieder schüttelte es mich, weil mein Kopfkino Letizia und Emilio im Bett zeigen.

„… ähm ich lass euch jetzt alleine…, nutzt die Zeit, redet mit einander, wenn ihr mich sucht, ich bin unten bei Mama und den Anderen!“, meinte ich bestimmend und verließ die beiden, nicht ohne hinter mir die Tür zu schließen.

*-*-*

„Schatz, was ist, du bist so weiß im Gesicht?“, fragte mich Placido, als ich in die Küche gekommen war.

„Ach nichts, die da oben… ach vergessen wir das einfach! Kann ich einen Cappuccino haben?“

„Aber sicher mein Junge“, kam es von Mama und machte sich an dem Kaffeeautomaten zu schaffen.

„Was wird jetzt aus den beiden?“, wollte Dana wissen.

„Die beiden sollen jetzt reden und wenn einer von den beiden herunter kommt und sie zu keinem Ergebnis gekommen sind, dann… dann… ach ich weiß auch nicht. Die beide sind alt genug, um vernünftig miteinander zu reden.“

„Um was ging es eigentlich, warum hat ihn Letizia zum Boxhorn gejagt?“, fragte Dana, „aus Emilio war ja nichts heraus zu bekommen.“

Meine Mutter drehte ihren Kopf zu uns, denn anscheinend war sie genauso neugierig auf den Grund.

„Emilio hat von Heirat und Kindern gesprochen…“, entfleuchte es Placido leise.

„ER HAT WAS?“, kam es gleichzeitig und sehr laut von Mama und Dana.

Placido zuckte zusammen und ich musste grinsen.

„Ja mein Bruder hat Träume! Er will heiraten und Kinder“, äffte ich ihn mit seiner tieferen Stimme nach.

Placido kicherte, während mich die beiden Damen zweifelnd anstarrten. Nur das Klappern der Kaffeemaschine war zu hören und ließ geräuschvoll verlauten, dass mein Cappuccino durchgelaufen war.

„Ich glaub das nicht…“, kam es nicht minder leiser von Dana.

„Emilio will wirklich heiraten…, die kennen sich doch erst kurze Zeit“, kam es zweifelnd von Mama.

Ich schaute zu ihr.

„Mama ich denke nicht sofort…, das wäre wirklich etwas früh“, erklärte ich und nahm dankend meine Tasse entgegen.

Plötzlich fing Dana neben mir an zu kichern.

„Ich fasse es nicht, mein Bruder schmiedet Heiratspläne…“, meinte sie und drehte sich zu mir, „ und wenn ich mir es recht überlege, denke ich schon, dass er es mit Letizia ernst meint.“

„Und was lässt mein Schwesterherz das vermuten?“, fragte ich, nachdem ich von meinem Cappuccino genippt hatte.

Ich umrundete den Tisch und ließ mich neben Placido nieder, während Mama sich zu Dana setzte.

„Bisher habe ich mir darüber auch noch nie Gedanken gemacht, aber ist euch nicht aufgefallen, was dieses Mal anders ist?“

Wir schüttelten alle den Kopf, einschließlich Placido, der aber nicht wissen konnte, was Dana meinte, weil er Emilio noch nicht lange genug kannte.

„Er ist immer mit Letizia zusammen gewesen, auch hier, oder wenn wir uns wo anders getroffen haben. Bisher hatten wir von seinen Errungenschaften nur gehört, sie aber nie zu Gesicht bekommen, außer sie sind uns durch Zufall in der Stadt über den Weg gelaufen.“

„Erinner mich nicht daran!“, meinte ich, „ab und zu habe ich schon an Emilio Geschmack gezweifelt.“

„Ist dein Bruder wirklich so schlimm gewesen?“, wollte Placido wissen.

„Schlimmer“, gab ich zur Antwort, was Dana kichern ließ.

„Ich gebe dir Recht, Dana. Letizia ist die erste Frau, die Emilio mit nach Hause brachte. Mir ist das nur nicht aufgefallen, weil Letizia schon oft hier war, aber wegen Davide. Sie ist schließlich seine Chefin…“

„… und sehr gute Freundin“, hängte ich an.

Placido schaute uns drei an.

„Deswegen meint er es ernst mit Letizia?“, wollte er wissen.

„Ich bin auch einer Meinung mit Dana, Placido. Er hat sich seit unserem Zusammenprall vor Weihnachten im Krankenhaus sehr geändert. Bisher habe ich mir wie Mama und Dana nur keine Gedanken darüber gemacht, empfand es aber als angenehm.“

„Und ihr denkt jetzt, das wird wieder mit den beiden, wenn sie da oben im Zimmer sitzen und reden?“, fragte Placido und trank von seinem Kaffee.

„Das hoffe ich doch sehr“, meinte Mama und lächelte.

„Hast du eigentlich alle unsere Zimmer so belassen?“, wollte Dana grinsend wissen.

Placido schaute mich fragend an und auch ich musste grinsen, weil mir dieses Bild mit Emilio in seinem viel zu kleinen Bett wieder in den Gedanken kam.

„Emilio und Dana haben eigentlich sehr früh das Elternhaus verlassen, nur ich blieb recht lange hier wohnen. Deshalb steht in Emilios Zimmer auch immer noch sein Jugendbett, was jetzt viel zu klein ist.“

„Aha“, meinte Placido und ich wusste, dass er damit nichts anfangen konnte.

„Emilio ist, als er seine Lehre als Automechaniker begonnen hatte, zu seinem Chef ins Haus gezogen, weil er sich damit einen langen Weg zum Arbeitsplatz ersparte, denn die Werkstadt liegt auf der anderen Seite der Stadt.“

Ich schaute mich in der Küche um und fand das Gesuchte. Neben dem alten Küchenbuffet hing es an der Wand. Ich erhob mich, ging darauf zu und nahm es ab.

„Das sind meine Geschwister und ich, als Emilio gerade mal sechszehn war.“

 

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