Adventskalender 2020 – Spieglein, Spieglein an der Wand – Teil 7

Paul erschien und hatte David im Schlepptau. Er zog ihn regelrecht am Ärmel hinter sich her. Was er zu David sagte, konnten wir nicht verstehen. Leichte Panik überfiel mich, weil mir das schon wieder zufiel wurde.

Blair schien dies zu merken und tätschelte auf meinen Arm.

„Ganz ruhig…, es kann nur noch besser werden, du redest deinen Chef jetzt schließlich mit Vornamen an.“

Ihr entwaffnendes Lächeln brachte mich zum Grinsen.

„Gut so“, meinte sie und beide schauten wir wieder zu den anderen beiden.

Die waren mittlerweile vor einer Limousine stehen geblieben und schienen angeregt zu diskutieren. Wobei unser Chef mehr redete, als David. Nur widerwillig schien er dann einzusteigen.

Ich ließ den Motor an und rollte etwas aus meiner Parklücke. Paul startete ebenso den Wagen, dumpfes Dröhnen erfüllte die Tiefgarage. Der Wagen setzte zurück und rollte wenig später an uns vorbei.

Während Mr. Morris uns anlächelte, widmete uns David neben ihm kein Blick. Langsam ließ ich den Wagen anrollen, verließ meine Parklücke und folgte der Limousine.

*-*-*

„Ich wusste nicht, dass der Chef hier ein Haus besitzt“, meinte Blair neben mir.

Wir hatten gefüllt, die halbe Stadt durchquert und waren in Dean Village angekommen.

„Bis auf dich, weiß ich von keinem, wo er wohnt und es hat mich auch bisher nicht interessiert.“

Stumm folgte ich dem Wagen unseres Chefs weiter, bis er in eine enge Gasse abbog um wenig später, die Limousine vor einem Grundstück ausrollen zu lassen.

„Boah, ist das edel hier“, kam es von Blair.

„Warst du noch nie hier?“

„Schon, aber so genau habe ich mich hier nie umgeschaut. Mal einen Kaffee trinken gewesen, oder Essen und bis auf das Flüsschen River Leigh, habe ich hier nicht groß wahrgenommen.“

„Ist halt nicht unsere Gehaltsstufe“, grinste ich sie an.

Das kleine Holztor öffnete sich von alleine und unser Chef rollte auf das Grundstück, wir folgten ihm. Auf einem Parkplatz vor dem Haus kam er zum stehen. Mit etwas Unbehagen stieg ich wie Blair nun aus.

Das alte Sandsteinhaus vor uns, war eingesäumt von großen Bäumen und den Nachbargebäuden. Wie kommt man an so ein Schmuckstück? Da Mr. Morris nicht von hier war, konnte nur seine Frau nur das nötige Kleingeld besitzen.

Oder es handelte sich um eine alteingesessene Familie, von den Beziehungen als Ortsansässige ganz zu schweigen. Auf alle Fälle ließen die verschieden farbige Sandsteine, das Haus herrschaftlich erscheinen, als gehöre das ganze Areal zu einem Schloss.

David war ausgestiegen. Fest hatte er seine Tasche umklammert und starrte zu Boden. Am Haus bewegte sich etwas, die Haustür wurde geöffnet. Eine Frau, man sah ihr nicht mal das ungefähre Alter an, betrat die Schwelle und lächelte uns alle an.

„Hallo David, es ist schön, dass du mal wieder vorbei schaust“, sagte die Frau, die sicher Mrs. Morris war.

Also wohnte David nicht hier, schlussfolgerte ich jetzt einfach. Er schaute leicht hoch und ein leises „hallo Glenda“ war zu hören.

„Liebes, darf ich dir zwei Kollegen von David vorstellen…, Mrs. Blair Mac Innes und Mr. Finn Lennox.“

Blair trat vor und reichte Mrs. Morris die Hand. Als ich es ihr gleich tun wollte, sprach mich Mrs. Morris direkt an.

„Finn Lennox, von der Firma Lennox?“

Sie kannte meine Familie. Sicher wusste dann, auch über mich Bescheid.

„Das war mein Großvater…, nach dem er verstorben ist, veräußerte die Familie die Firma…“

Wieder starrte mich Blair an, als würde sie mich nicht kennen. Was die Familie betraf hatte ich ihr nie viel erzählt. Mein Hass gegen sie war zwar mittlerweile fast verklungen, doch fand ich es nach wie vor, dass sie nicht erwähnenswert waren.

„Liebes, du kennst die Familie Lennox?“, fragte mein Chef.

„Ja, aber lasst uns hinein gehen, dort ist es bequemer und jemand bestimmtes, kann nicht lauschen.“

Mrs. Morris und ihr Mann schauten in eine bestimmte Richtung. Wie auf Kommando schauten Blair und ich natürlich ebenso in diese Richtung. Dann wies Paul mit seiner Hand ins Hausinnere.

So folgten wir seiner Einladung. Die Garderobe wurde gefüllt, unsere Taschen verstaut und anschließend wurden wir in den Wohnbereich geführt.

„Machen sie es sich doch bequem“, meinte Mrs. Morris und zeigte auf die etwas altertümliche Couchgarnitur, die mich an die Möbel meiner Mutter erinnerte.

Während sich David auf einen Sessel am Fenster niederließ, setzten meine beste Freundin und ich uns auf das kleinere Sofa. Der Stoff sah edel und teuer aus, also doch nicht der Stil meiner Mutter. Warum dachte ich ausgerechnet heute so viel an diese Familie?

„Paul erinnerst du dich nicht an das kleine Geschäft, Nähe der St. Giles Kathedrale, Hector Russel, da gibt es doch verschiedene Kleidung aus Tweed. Einfarbig… , einfache Webmuster oder unser typisches Schottenkaro.“

Ihr Mann überlegte angestrengt.

„Edinburgh Woolen Mill! Unter diesem Label stellen verschiedene Firmen Tweed her, unter anderem auch die Firma Lennox.

Mein Chef schaute nun zu mir.

„Wie gesagt, die Firma trägt nur noch unseren Namen, sie gehört der Familie nicht mehr.“

„Das ist aber schade, ihr Großvater war so ein netter Mann“, sagte Mrs. Morris.

Ich versuchte etwas zu lächeln, sagte aber nichts weiter dazu. Dass die Familie gegen den Willen von Granny, die Firma verkaufte, um an das Geld zu kommen, wollte ich nicht erwähnen.

Großvater hatte es einfach versäumt, in seinem Testament klare Fakten zu schaffen, so konnte sich Granny gegen den Verkauf nicht wehren. Ein weiterer Grund, dass ich mit dieser Familie in Streit lag. Die Geldgier.

Der Teil des Geldes, der mir zustand, hatte ich weder angerührt, noch gesehen. Mir war es auch mittlerweile egal, ob die Herrschaften sich dies auch unter den Nagel gerissen hatte.

„Ich werde euch jetzt alleine lassen, wie du schon gesagt hast, wollt ihr geschäftliches besprechen“, sprach Mrs. Morris weiter und erhob sich wieder.

„Danke Liebes“, sagte Paul lediglich und schaute ihr hinter her, als sie das Zimmer verließ.

Dann widmete er sich wieder uns. Ob dies geschäftlich oder privater Natur war, vermochte ich nicht sagen, alles vermischte sich zu sehr.

Auch war es irgendwie peinlich, jetzt alles offen da zu legen. Paul war unser Chef und ich hatte doch gewisse Hemmungen frei zu sprechen. Blair dagegen war eine Person, die kein Blatt vor den Mund nahm, alles ausplauderte, was sie gerade dachte.

Das krasse Gegenteil von mir. Mein Chef schaute uns an, ohne irgendetwas zu sagen. Diese Stille machte mich kirre. Mein Blick wanderte zu Blair, diese starrte aber zu David, der immer noch stocksteif in seinem Sessel, vor dem Fenster saß.

„David…, willst du dich nicht zu uns setzten…? Es geht dich genauso an, wie uns auch“, sagte Blair plötzlich.

„Und was soll das bringen? Nächste Woche lass ich mich wieder nach London versetzten, dann seid ihr mich wieder los!“

Er hatte das gesagt, ohne auch nur einmal zu uns schauen.

„Bin ich dir wirklich so zuwider?“, fragte ich einfach.

Dies schien ihn irgendwie aus dem Konzept gebracht zu haben, denn sein Kopf drehte sich plötzlich zu mir.

„Habe ich das je gesagt?“

Seine Augen waren glasig.

„So wie du dich gegenüber Finn bisher benommen hast, könntest man es stark annehmen! Es ist eine Sache, seine Kollegen zu ärgern, aber eine andere, wenn es nur gegen eine Person geht, nur weil diese sich zu dem eigenen Geschlecht mehr hingezogen fühlt“, sagte Blair.

Mein Chef zog die Augenbraun hoch und schaute mich durchdringend an.

„… ähm. Sie … sind wirklich schwul?“, stammelte Paul.

Ich senkte leicht den Kopf. Da hatte mich Blair wohl unfreiwillig geoutet. Verwundert ließ ich den Kopf sinken.

„Ich dachte…, sie wüssten das…“

„Sie müssen entschuldigen, bisher dachte ich David machte das nur, um sie damit aufzuziehen. Aber dass er sie gezielt beleidigt, das war mir nicht bewusst!“

Danach kehrte wieder Stille ein und die Blicke meines Chefs wanderten wieder zu David.

„Ich kann nicht behaupten, Davids Aktionen haben mich nicht getroffen, aber ich kann sie beruhigen, er hat mich nie beleidigt…es tat aus einem anderen Grund weh, wofür David sicherlich nichts konnte.“

Ich spürte Blairs Hand auf meinem Arm. Was soll’s, dachte ich für mich, heute ist der Tag der Wahrheit, aber ich spürte einfach, wie sehr mich das alles mitnahm und es Zeit war, reinen Tisch zu machen.

„Ihre Frau sprach vorhin von meinem Großvater.“

Paul nickte.

„Er war ein sehr guter Mensch. Sein Personal liebte ihn und er war auch einer der ersten, der mich unterstützte, wie es eigentlich Eltern tun würden. Als er starb, war für seine drei Söhne schnell klar, die Firma zu verkaufen, denn sie wollten das Geld.“

„War denn ihre Großmutter nicht als Erbe eingesetzt?“, wollte Mr. Morris wissen.

„Das war ein Fehler meines Großvaters. Seine Wünsche, was nach seinem Tod passieren sollte, waren einfach zu ungenau…“

„Also wurde die Firma gegen den Willen ihrer Großmutter verkauft?“

Ich nickte und Paul schaute mich fassungslos an.

„Als ich mich dann, bestärkt durch meine Großmutter zu Hause outete, wurde dies nicht gut aufgenommen und als Granny dann wenig später auch starb, fing der Ärger erst richtig an. Meine Familie, also meine eigene und die meiner zwei Onkel, wollten ebenso das Haus und was noch übrig war, ebenso verkaufen.“

„Was ihnen anscheinend nicht gelungen ist?“

„Nein, in Grannys Testament war nur ich bedacht und der Rest ging leer aus. Jeder für sich zog vor Gericht und beschuldigte mich dann der Erbschleicherei.“

„Bitte? Ich merke, wie sehr meine Frau Recht hat, wenn sie gelegentlich sagt, Geld verdirbt den Charakter.“

„Da hat sie Recht, auf alle Fälle, bei den meisten.“

„Was geschah dann weiter? … oh Entschuldigung, meine Neugier.“

„Nein, ich will alles erzählen, damit verstehen sie auch, warum ich so ausgetickt bin.“

„Ich habe ihnen schon gesagt, es war ein großes Missverständnis meinerseits. Hätte ich auf David gehört, wäre all das nicht passiert!“

„…David…?“, fragte ich leise.

„Ja, David. Er hatte von Anfang an gesagt, dass er sich sicher ist, dass sie nichts damit zu tun haben, auch wenn alles gegen sie sprach. Ich hätte ihm da wirklich mehr vertrauen sollen.“

„Hat das…, mit der angeknacksten Freundschaft zu ihrem Sohn zu tun?“, fragte Blair neben mir.

Diese Frau trieb mich wirklich langsam zum Wahnsinn. Wusste sie eigentlich nie, dass ihre Fragen nur peinlich waren und wo die Grenze lag? Aber unser Chef schien das nicht zu stören, er sprach normal weiter und David saß wieder zum Fenster hinaus, als würde ihn die ganze Sache nichts angehen.

„Nein, mein Sohn hat einen schwerwiegenden Fehler begangen, so konnte ich den Wunsch von David nicht abschlagen nach London gehen zu wollen.“

„Sie haben ihn also nicht wegen der Computersache nach London geschickt.“

„So gesehen nicht, aber es bot sich an, denn David war es, der den Verdacht dieses Schwindels als erstes aufbrachte, es aber wegen seiner Computerunkenntnisse nicht nachweisen konnte.“

Nun sahen wir alle zu David, der uns noch immer keine Aufmerksamkeit schenkte.

„Und er kam zurück, um Davids Unschuld zu beweisen?“, fragte Blair weiter.

Paul nickte.

„Du hast übrigens vergessen zu erzählen, dass dich dein Bruder des Mordes an deiner Granny bezichtigte…“

„Blair bitte…“

„… und dass er dich hat anschließend Krankenhausreif prügeln lassen hat, als er damit nicht durchkam.“

Entsetzt sah mich mein Chef an. Was aber mich mehr wunderte, war David. Sein Kopf war ruckartig herum gefahren und ich sah wie ihm die Tränen über die Wangen kullerten.

„Das hat er wirklich getan? Wurde er wenigstens zur Rechenschaft gezogen?“

„… das weiß ich nicht, ich habe damals keine Anzeige erstattet, weil ich weiteren Auseinandersetzungen aus dem Weg gehen wollte. Mir war das alles zu viel geworden.“

Mein Blick war gesenkt, weil mich das alles zu sehr aufrührte.

„Das verstehe ich, auch wenn ich persönlich anders gehandelt hätte.“

„Meine Rede…“, kam es von Blair, „aber das ändert aber nichts an der Frage, wie wir nun weiter verfahren sollen, denn irgendwer versucht Finn an die Karre zu fahren!“

„Da haben sie Recht, Blair.“

„… bisher habe ich nur herausgefunden, dass jemand aus der Firma Zugriff auf Finns Computer hat, aber wie ist mir immer noch ein Rätsel“, kam es leise von David.

Wie er das Finn betonte, war fast schon zärtlich. Er brachte es fertig, in Sekunden, meinen Denkapparat noch mehr zu verwirren. Ich dachte mehr Chaos war nicht möglich, aber da täuschte ich wohl gewaltig.

„Wer sollte aber gegen Finn Kram hegen, er versteht sich doch mit allen seinen Kollegen gut.“

„Mrs. Greenwich…“, sagte ich leise.

„Was ist mit ihr?“, fragte Blair.

„Mit ihr verstehe ich mich nicht so gut.“

„Wer tut das schon…“

„Sie denken, Mrs. Greenwich ist diejenige, die gegen sie intrigiert?“, fragte nun Paul.

„Ich denke gar nichts…“, kam es schon fast trotzig von mir zurück.

„Die Greenwich hat nicht das Zeug dazu, Computer so zu manipulieren!“, sagte nun David.

„Einen Komplizen?“, fragte Paul.

„Wie sich das anhört… wie im Krimi“, quasselte Blair dazwischen.

„Blair, dieser Betrug ist ein Verbrechen, denn es geht mittlerweile um mehrere Millionen Pfund“, sagte Paul.

Geschockt sah sie zwischen Paul und David hin und her, beide nickten.

„Finn, fällt ihnen sonst noch jemand in der Firma ein, der etwas gegen sie haben könnte?“

Ich schüttelte den Kopf.

„Ich kann aber auch nur für unsere Abteilung sprechen, von den anderen kenne ich niemand gut genug.“

„David, ist es dir möglich, zu überprüfen, mit wem Mrs. Greenwich aus dieser Abteilung am meisten Daten austauscht hat?“, wollte Paul wissen.

„Müsste das dann nicht Finn sein?“, fragte Blair.

Ich schüttelte den Kopf. Wieso viel mit mir?

„Moment…“, meinte David nun und stand auf.

Verwundert schaute ich ihn an. Plötzlich schien wieder ein ganz anderer David vor mir zu sein, den kein Wässerchen trüben konnte. Er verließ das Zimmer und erschien wenige Sekunden später wieder mit seiner Aktentasche.

Er zog seinen Mantel aus, den er als einziger angelassen hatte, warf ihn über den Tisch, an den er sich jetzt setzte. Dann zog er ein Laptop aus der Tasche, dass er sogleich öffnete. Er hatte direkten Zugriff auf die Firma, auch von hier?

Stimmt, als Fast – Sohn des Chefs und in Auftrag dürfte es für ihn eigentlich kein Problem, sein. Er tippte eine Weile auf seiner Tastatur herum, bis er plötzlich aufschaute.

„Humphrey Cook.“

„Humphrey?“, fragten Blair und ich gleichzeitig.

„Die beide haben anscheinend täglich miteinander zu tun“, sagte David.

„Für was ist dieser Humphrey zuständig?“, fragte nun mein Chef.

„Auslandsinvestitionen“, antwortete David.

„Humphrey gilt aber als sehr freundlich und hilfsbereit, ich kann mir nicht vorstellen, dass er mit der Sache zu tun hat“, wand ich ein.

„Aber du musst zugeben, dass er zu dir immer überfreundlich ist.“

„Das kommt dir nur so vor.“

„Ich habe dir schon paar Mal gesagt, der kommt mir komisch vor.“

Bisher war mir dieser Kollege nicht weiter aufgefallen. Es stimmte schon, er war immer sehr freundlich zu mir, aber ich hatte mir darüber nie Gedanken gemacht.

„Was für einen Status hat dieser Humphrey Cook?“, wollte Paul wissen.

„Er hat wie Finn sämtliche Zugriffsrechte auf den Server“, antwortete David.

„Auslandsinvestitionen…“, sagte Paul im Gedanken, „… eine Möglichkeit, wo das Geld überall hingeflossen sein könnte.“

Davids und mein Blick trafen sich, aber er schaute schnell wieder weg.

„Mir ist aber nicht bekannt…“, wand ich ein, „… dass Humphrey so Computerbewand ist, um womöglich auf meinen PC zuzugreifen.“

„Mit den nötigen Zugriffsrechten von oben und ein paar Computerkursen, die er absolviert hat, ist das schon möglich!“, kam es von David.

„Ihr habt wohl jeden in der Abteilung durchleuchtet.“

„Nur die, die unter Mr. Hornsby arbeiteten.“

*-*-*

Der Mittag hatte sich hingezogen. Nach einem köstlichen Tee und Gebäck, für das Mrs. Morris gesorgt hatte, wurde beschlossen, alles weitere, David machen zu lassen. Er wollte am darauf folgenden Tag, die geeigneten Schritte tun.

Meine Privatsphäre war plötzlich zur Nebensache geworden und nur noch nach Lösungen gesucht worden. Eigentlich war ich froh, dass niemand mehr über meine Vergangenheit wissen wollte.

Müde stellte ich meine Tasche auf das Sideboard, hängte die Schlüssel ans Dafür vorgesehene Board. Gerade, als ich mich meiner Jacke und Schal entledigte, fiel mein Blick automatisch auf den Spiegel.

Was ich sah, gefiel mir nicht. Dunkle Ringe waren unter meinen Augen. Müde wie ich war, wollte ich mich abwenden, als plötzlich mein Gesicht verschwamm und ein anderes paar Augen an dieser Stelle erschienen. Davids Augen.

Erschrocken trat ich ein Stück zurück, blieb aber an der untersten Stufe der Treppe hängen, was zu Folge hatte, dass ich mit meiner Rückseite auf der Treppe landete.

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